Intel Core i7-12700K im Test: Der wahre Thronfolger im Schatten des Core i9-12900K
Kleiner, günstiger, sparsamer und trotzdem konkurrenzfähig - Intels Core i7-12700K leistet mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wir haben die CPU in 19 Spielen und 9 Anwendungen getestet und informieren Sie jetzt über Performance, Effizienz und erklären, warum der Prozessor unserer Meinung nach das eigentliche Topmodell sein sollte.
In diesem Artikel
Zum Launch haben wir bereits zwei der drei Prozessoren aus dem Alder-Lake-Line-Up von Intel unter die Lupe genommen, hier geht es zum Test des Core i9-12900K & i5-12600K. In einem anderen Artikel erklären wir alles zur Architektur von Alder Lake. Der Test zum Core i7-12700K stellt eine Erweiterung des Launch-Tests dar, wir fügen alle aktuellen CPU-Benchmarks in diesen Artikel ein, damit Sie die komplette Übersicht haben. Alle Prozessoren wurden dabei unter den gleichen Bedingungen getestet, allerdings hat die Aktualität die Folge, dass wir auf eine neue BIOS-Version für das verwendete MSI Z690 Carbon WiFi setzen. Einen Einfluss auf die Leistung gibt es nicht, die neue Firmware liefert "nur" die Möglichkeit, optional AVX512F zu aktivieren, in dem man alle E-Cores abschaltet. Der Test zum Core i7-12700K sieht allerdings die Standard-Konfiguration für die CPU vor, so wie Sie sie kaufen können und wie sie ab Werk von Intel vorgesehen ist.
Quelle: PCGH
Intel Core i7-12700K im Test: Der wahre Thronfolger im Schatten des Core i9-12900K (2)
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei Zed Up, die uns mit einem Retail-Sample der CPU versorgt haben. Schließlich erhalten Sie den Prozessor ebenfalls so, wenn Sie ihn im Handel erwerben. Die Verpackung lehnt sich ganz an die Boxed-Versionen ehemaliger Generationen an. Nur dem Topmodell, Core i9-12900K ist eine besondere Verpackung vergönnt. Abseits dieser Eigenschaft für Sammler kommt es aber viel eher auf die inneren Werte an. Zum Start gibt es noch einmal eine Übersicht aller Alder-Lake-Prozessoren.
| Bezeichnung | Kerne/Threads | Max. Boost | IGP | RAM | PBP/MTP in Watt |
|---|---|---|---|---|---|
| Core i9-12900K | 16/24 (8P+8E) | Bis zu 5,2/3,9 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=241) |
| Core i9-12900KF | 16/24 (8P+8E) | Bis zu 5,2/3,9 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=241) |
| Core i7-12700K | 12/20 (8P+4E) | Bis zu 5,0/3,8 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=190) |
| Core i7-12700KF | 12/20 (8P+4E) | Bis zu 5,0/3,8 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=190) |
| Core i5-12600K | 10/16 (6P+4E) | Bis zu 4,9/3,6 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=150) |
| Core i5-12600KF | 10/16 (6P+4E) | Bis zu 4,9/3,6 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=150) |
Intel Core i7-12700K im Test: Übersicht
Der Prozessor setzt auf 8 Performance-Kerne (Golden Cove), die per SMT bis zu 16 Threads bereitstellen können. Zudem hat Intel dem Core i7-12700K 4 Effizienz-Kerne (Gracemont) spendiert. Diese beherrschen kein SMT. Somit handelt es sich um einen 12-Kerner, der insgesamt über 20 Threads verfügt. Die PBP beträgt 125 Watt, die MTP jedoch 190 Watt, welche laut Intel dem Standardwert entspricht. Die Performance-Kerne erreichen unter Last einen Single-Core-Boost von 5,0 GHz und einen All-Core-Boost von 4,7 GHz. Unter Last kommen die Effizienz-Kerne hingegen nur auf 3,8 GHz (Single-Core) und 3,6 GHz (All-Core). Für die Spiele-Performance zeichnen sich vor allem die Golden-Cove-Kerne aus, während die Gracemont-Kerne die Leistung in parallelisierten Anwendungen erhöhen. Manche Spiele setzen auch auf die Verwendung der E-Cores, bisher ist das allerdings die Ausnahme. Ein Core i7-12700K kann auf 25 MiByte L3-Cache zurückgreifen und hat damit 5 MiByte mehr als ein i5-12600K.
Quelle: Intel
Die Kombination aus P- und E-Cores sind bei Alder Lake das Salz in der Suppe. Sicher, es würde auch nur mit P-Cores funktionieren, dann würde die Multi-Core-Leistung aber leiden.
Ein Core i7-12700K unterliegt aufseiten der Speicher-Unterstützung den gleichen Regeln, wie andere Alder-Lake-Prozessoren. Intel unterscheidet jetzt nicht mehr nur zwischen Single- und Dual-Ranked, sondern berücksichtigt auch die Anzahl der DIMM-Slots auf dem Mainboard. Im regulären Fall setzen Mainboards auf vier solcher Slots. Darüber hinaus sind bei DDR5 drei Gear-Modi möglich, Gear 1, Gear 2 und Gear 4. Diese verhalten sich ähnlich wie die Gear-Modi, die wir bereits bei Rocket Lake kennengelernt haben. Gear 1 hat die höchste Bandbreite und geringste Latenz und lässt den Speichercontroller (IMC) bei gleicher Geschwindigkeit wie den Arbeitsspeicher laufen. Gear 2 halbiert den Takt des IMC, was Latenz und Bandbreite kostet. Gear 4 schließlich viertelt die Taktfrequenz des IMC, lässt theoretisch also unglaublich hohe Taktfrequenzen seitens des Speichers zu. Glücklicherweise gestaltet sich die Sache bei DDR4 sehr viel einfacher: Core i9-12900K, i7-12700K und i5-12600K unterstützen alle DDR4-3200 im Gear-1-Modus. Während der Tests haben wir festgestellt, dass sowohl Gear 1, als auch Gear 4 bei unserem DDR5-Test-Setup zum Absturz führt. Die Lösung lautet daher, dass alle Tests mit DDR5 bei Gear 2 stattfinden, was sich laut der Beschreibung im UEFI als "Standard-Performance" äußert.


Da ist der 10900K sehr viel entspannter unterwegs
Aber wenn ich mir die Differenz zwischen Kernen so anschaue habe ich vllt doch zu wenig Wärmeleitpaste genommen. Mal gucken ob ich Lust habe den Kühler noch neu zu montieren.
Bleibt aber auch nicht ganz ausgeschlossen dass das beim 3700x aufgrund der kleineren DIE-Fläche deutlich schwieriger ist die Vorteile vom Kühler zu zeigen.
Also beim Wechsel von meinem Kraken X62 (280er von 2018 bin bei der Bezeichnung nicht sicher) waren es ggü. dem Eisblock XPX max. 3°C am Limit wenn alles gemaxt wurde. Daher glaube ich nicht an so eine hohe T-Differenz.