Core i5-12400F und Co.: Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor

Neben den Alder-Lake-Mobile-CPUs standen auch neue Desktop-Versionen im Fokus der Kalifornier. Anders als bei Rocket Lake überarbeitet Intel mit Alder Lake die gesamte Produktpalette und komplettiert mit 22 weiteren Prozessoren das Alder-Lake-Portfolio. Mit dabei ist natürlich auch der lang erwartete Intel Core i5-12400F. PCGH fasst alle Informationen rund um den Launch für Sie zusammen.

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Core i5-12400F und Co.: Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor
Quelle: Intel

Obgleich für Intel die neuen Mobile-CPUs auf Alder-Lake-Basis im Fokus der CES 2022 stehen, hat der Chipriese gleich 22 neue Prozessoren für Desktop-PCs angekündigt. Intel komplettiert damit das Alder-Lake-Portfolio. Die neuen Prozessoren reichen von der Core-i9-Serie bis hin zum kleinsten Celeron mit nur zwei CPU-Kernen. Die TDP-Spanne reicht dabei von 35 bis 65 Watt, während die maximale Turbo-Boost-Stufe sogar 202 Watt vorsieht.

Zusammen mit den neuen 65-Watt-Prozessoren wurden auch neue Boxed-Kühler vorgestellt. Darüber hinaus hat Intel die neuen Chipsätze H670, H610 und B660 in petto, die deutlich günstiger in der Anschaffung ausfallen als hochwertige Z690-Mainboards. Alle Prozessoren unterstützen sowohl DDR5- als auch DDR4-Speicher, können insgesamt 128 GiByte Arbeitsspeicher adressieren und verfügen über eine integrierte Grafikeinheit auf Basis der Xe-Architektur. Alle Prozessoren, sogar der kleinste Celeron, verfügen über PCI-Express 5.0. Auf den neuen Hybrid-Ansatz, bei welchem schnelle Performance-Kerne mit stromsparenden Effizienz-Kernen kombiniert werden, können aber nur der neue Core i9-12900(F) und Core i7-12700(F) zurückgreifen. Alle Prozessoren unterhalb der beiden setzen ausschließlich auf Performance-Kerne, auch der Core i5-12600(F), obwohl das K-Pendant noch auf vier Effizienz-Kerne setzt. Intel schafft damit ein zusätzliches Kaufargument für den Core i5-12600K(F).
Egal, ob Sie mit dem Computer arbeiten oder 'nur' spielen wollen, Intel liefert mit den neuen Alder-Lake-Varianten eine Antwort für jedes Anwendungsgebiet. Quelle: Intel Egal, ob Sie mit dem Computer arbeiten oder "nur" spielen wollen, Intel liefert mit den neuen Alder-Lake-Varianten eine Antwort für jedes Anwendungsgebiet.

CES 2022: Die neuen Intel-Prozessoren

Intel hat die Alder-Lake-K-Prozessoren im Oktober 2021 vorgestellt und jetzt folgen alle anderen Modelle. Mit dabei ist das neue non-K-Flaggschiff, der Core i9-12900, der seinem großen Bruder in lediglich 100 MHz Takt nachsteht. Natürlich verzichten die non-K-Prozessoren auf einen offenen Multiplikator. Dennoch dürfte die Leistung nahezu identisch ausfallen. Core i9-12900 und 12900F können auf einen maximalen Boost von 5,1 GHz bei einer Boost-TDP von 202 Watt zurückgreifen. Auch die Core-i7-12700-Modelle verzichten gegenüber den K-Modellen lediglich auf 100 MHz Boost-Takt sowie auf einen offenen Multiplikator, doch gerade der Core i7-12700F könnte aufgrund seiner im Verhältnis niedrigen UVP von 314 US-Dollar sehr spannend für Aufrüster sein. Mit einer maximalen Boost-TDP von 180 Watt stehen den non-K-Modellen fast das TDP-Budget des Core i7-12700K mit 190 Watt zur Verfügung. Natürlich liegt der Basistakt aufgrund der geringen Processor Base Power von nur 65 Watt weit unterhalb der K-Modelle. Der automatische Boost passt sich jedoch jederzeit den Gegebenheiten an und ermöglicht die von Intel angegebenen Taktfrequenzen unter Last.

Die neuen Alder-Lake-Prozessoren mit bis zu 65 Watt TDP
<strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (6)
<strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (6) <strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (7)

Ab dem Core i5-12600 staffelt Intel die Prozessoren stärker auf, alle kleineren CPUs inklusive des Sechskerners verfügen über keine Effizienz-Kerne mehr und setzen ausschließlich auf die Golden-Cove-Performance-Kerne. Ebenso verzichten sie auf den Turbo Boost 3.0, welcher einzelne Kerne minimal über den maximalen Boost hinaus beschleunigen kann. Bis zum Core i5-12500 setzen die Prozessoren auf eine UHD Graphics 770 Xe-IGP, ab dem Core i5-12400 spielt Intel die gleiche Beschneidung wie bei Rocket Lake aus und es kommt nur noch die UHD 730 zum Einsatz. Pentium Gold und Celeron setzen hingegen nur auf die kleinste Ausbaustufe, der UHD 710. Die kleinste Core-CPU ist ein i3-12100F, welche mit einem Kampfpreis von 97 US-Dollar antreten wird. Der Vierkerner sollte deutlich flotter ausfallen, als sein Vorgänger, Core i3-10100 (einen i3-11100 hat es nie gegeben).

Neben den normalen Modellen und jenen mit F-Suffix, die ohne IGP auskommen, bietet Intel wieder sehr sparsame T-Varianten an. Diese CPUs laufen ab Werk mit einer maximalen TDP von nur 35 Watt, die im Fall des Core i9-12900T "nur" noch bis 106 Watt gesteigert werden kann. Die Kernkonfiguration bleibt unverändert, der Einschnitt beim Energiebudget macht sich aber natürlich bei den Taktfrequenzen bemerkbar. Wer über ein ausreichend bestücktes Mainboard verfügt, kann diese Limits natürlich auch mit jeder anderen Alder-Lake-CPU konfigurieren. Andersherum ist es jedoch nicht möglich, Sie können aus einem Core i5-12600T beispielsweise keinen Core i5-12600K machen. Außer einer geringeren TDP weisen die T-Modelle jedoch ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber den F-Modellen auf, sofern die IGP nicht benötigt wird. Dafür lassen sie sich auch in sehr kleinen Gehäusen einsetzen, da geringere Ansprüche an die Kühlung gestellt werden.
Den non-K-Prozessoren liegen neue Boxed Kühler bei. Diese sind natürlich nicht dazu gedacht, OC-Rekorde zu brechen, sind aber leistungsfähig genug, um die CPUs innerhalb ihrer Parameter zu betreiben. Die größte Ausbaustufe Laminar RH1 setzt sogar auf eine LED-Beleuchtung. Quelle: Intel Den non-K-Prozessoren liegen neue Boxed Kühler bei. Diese sind natürlich nicht dazu gedacht, OC-Rekorde zu brechen, sind aber leistungsfähig genug, um die CPUs innerhalb ihrer Parameter zu betreiben. Die größte Ausbaustufe Laminar RH1 setzt sogar auf eine LED-Beleuchtung.

CES 2022: Detailbetrachtung und Benchmarks

Schon Anfang November 2021 haben sich erste Benchmarks des Core i5-12400F gezeigt, der wohl spannendsten CPU für PCGH-Leser. Die auf 65 Watt TDP ausgelegte CPU mit 6 Kernen und 12 Threads soll es dabei locker mit einem AMD Ryzen 5 5600X aufnehmen können, während die Single-Core-Leistung sogar über der eines AMD Ryzen 9 5950X liegen soll. Da schon Intel Core i5-10400F und i5-11400F mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten konnten, dürfte auch ein Core i5-12400F zu einer UVP von 167 US-Dollar viele Interessenten von Alder Lake überzeugen, insbesondere, wenn man den Preis für einen AMD Ryzen 5 5600X im Hinterkopf behält. Auch für Nutzer mit geringeren Ansprüchen, die heute noch mit Vierkern-Prozessoren arbeiten, hat Intel neue interessante CPUs am Start. Wir berichteten Anfang Dezember 2021 bereits über einen ersten Test des Intel Core i3-12100. Im Review XFastest musste sich der Core i3-12100 mit dem Ryzen 3 3300X und dem Ryzen 3 3100 messen. Diese beiden Chips basieren noch auf der Zen-2-Architektur. Der neue Core i3-12100 hat dabei ein leichtes Spiel gegen die älteren AMD-Chips und schlägt sie im PC-Mark, Cinebench R23, Puget Bench wie auch bei der Spielleistung, die exemplarisch mit Counter-Strike Global Offensive abgebildet wird.

Intel vergleicht die neuen Desktop-CPUs in hauseigenen Benchmarks mit einem AMD Ryzen 7 5700G. Warum Intel hier nicht den viel spannenderen Ryzen 5 5600X als Vergleich nimmt, überlassen wir Ihrer Fantasie. Im direkten Vergleich kann sich bereits ein Core i5-12600 spielend vor das Konkurrenz-Produkt setzen, im CrossMark ist die Alder-Lake-CPU beispielsweise 30 Prozent schneller als die AMD-APU. Ein Core i9-12900 setzt dem Ganzen die Krone auf, dennoch beobachten wir, dass der Abstand zwischen Core i5-12600 und i9-12900 eigentlich noch viel größer sein müsste, setzt die i9-CPU doch auf zwei P- und acht E-Cores mehr. Hier zeigt sich, dass die geringe TDP für weniger Takt sorgt, weitere eigene Tests müssen das jedoch weiter untersuchen.

Workloads und Gaming Performance - Intel Benchmarks zur CES 2022
<strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (8)
<strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (8) <strong>CES 2022:</strong> Intel stellt 22 neue Alder-Lake-Prozessoren für den Desktop vor (9)

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger kann sich ein Core i9-12900 durchweg absetzen, Intel hat mindestens 6 Prozent in Age of Empires 4 und eine maximal 21 Prozent Spielleistung in Total War Saga Troy gemessen. Bei sehr rechenintensiven Arbeiten wie beispielsweise mit Premier Pro kann sich die Alder-Lake-CPU gar 55 Prozent vor das ehemalige non-K-Top-Modell setzen. Die Intel-Benchmarks haben alle unter Windows 11 stattgefunden.

CES 2022: Fazit zu den neuen Desktop-CPUs

Es hat zwar etwas gedauert, aber bei Intel läuft es. Gleich 22 neue Prozessoren werden dem Portfolio hinzugefügt und für PCGH-Leser dürften dabei vor allem Core i7-12700F und Core i5-12400F spannend sein, da sie eine hohe Leistung bei einem vergleichsweise geringen Einkaufspreis liefern. Ein 12400F könnte dank der RAM-OC-Fähigkeit des B660-Chipsatzes genau die Budget-Option sein, auf die potenzielle Käufer seit Jahren bei der Konkurrenz warten. PCGH erwartet indes ein Retail-Sample des Core i5-12400F, Sie dürfen sich also auf ein baldiges Review dazu freuen.

Wie denken Sie über die neuen CPUs? Finden Sie die Entscheidung, ab dem Core i5-12600(F) auf keine E-Cores mehr zu setzen, richtig? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar und diskutieren mit uns.

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In dem Fall werden dem Kunden 26 PCI-E-4.0-Lanes geboten. (16 für die Grafikkarte – kein 5.0-Support –, 4 von der CPU für die erste M.2, 4 vom PCH für die zweite, 2 vom PCH für die dritte)
        Es gibt genau ein nicht-Intel-Mainboard, dass für weniger als 159-Alternate-(T)Euros mithalten kann, aber mehr PCI-E 4.0 bietet das auch nicht, dafür minimal weniger 3.0. Ob da die gesparten 1,10 Euro den großen Unterschied machen?
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      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        In dem Fall werden dem Kunden 26 PCI-E-4.0-Lanes geboten. (16 für die Grafikkarte – kein 5.0-Support –, 4 von der CPU für die erste M.2, 4 vom PCH für die zweite, 2 vom PCH für die dritte)
        Es gibt genau ein nicht-Intel-Mainboard, dass für weniger als 159-Alternate-(T)Euros mithalten kann, aber mehr PCI-E 4.0 bietet das auch nicht, dafür minimal weniger 3.0. Ob da die gesparten 1,10 Euro den großen Unterschied machen?
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      • Von ArktosFFM Software-Overclocker(in)
        160 € für ein Board ohne DDR5 und ohne Overclocking und maximal 6 PCI 4.0 Lanes , danke Intel
        In dieser Preisklasse kann man eigentlich mehr erwarten. Intel soll seinen Scheiß behalten. Ich bin raus.

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      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Von ASUS gibts inzwischen auch ein "leak" zur Preisliste.
        (nach m.E. würde ja für den 12400F auch ein B660 als abgespecktes mATX reichen bzgl. Spawas)

        z.Bsp.
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        ... soll wohl bei ALZA auch für 129€ gelistet sein

        oder
        Es gibt inzwischen auch Z690 mATX als Schnäppchen, die evtl. für nen 12600K reichen.
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      • Von Frechdaxx Kabelverknoter(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        RAM-OC ist bei B660 und H670 in vollem Umfange möglich, "nur" CPU-Multi und BCLK sind gesperrt. Nach der Ausstattung hätte man sich zum Teil noch vor einem Jahr (H670) bzw. vor drei Jahren (B660) im High-End-Bereich die Finger geleckt. Von daher sind die Dinger durchaus spannend, morgen erscheint ein größeres Special samt Video zum Thema.
        (Heute wollte ich nicht mit den CPUs um knappe Aufmerksamkeit buhlen, außerdem war bis vor drei Tagen noch frei. )
        Das klingt sehr gut, das Special ziehe ich mir rein. H670 wäre eine Alternative für mich zum Z690.
        B660 ist mir von den Lanes her zu sehr beschnitten.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Frechdaxx
        Na da gibt es große Unterschiede bei Intel!
        CPU OC ist bei Intel eigentlich nur bei K-Modeln von Bedeutung. RAM OC ist schon anders und das wird bei Intel dann von den kleinen Chipsätzen teilweise auch nicht unterstützt.
        Allerdings reduziert Intel auch die Lanes und USB Ports. Und das teilweise sehr stark! "You get what you pay!"

        Hier gibt es eine schöne Übersicht zu den Chipsätzen für AL:
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        RAM-OC ist bei B660 und H670 in vollem Umfange möglich, "nur" CPU-Multi und BCLK sind gesperrt. Nach der Ausstattung hätte man sich zum Teil noch vor einem Jahr (H670) bzw. vor drei Jahren (B660) im High-End-Bereich die Finger geleckt. Von daher sind die Dinger durchaus spannend, morgen erscheint ein größeres Special samt Video zum Thema.
        (Heute wollte ich nicht mit den CPUs um knappe Aufmerksamkeit buhlen, außerdem war bis vor drei Tagen noch frei. )
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