Intel Core Ultra neu getestet: Effizienz und Fps pro Watt
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Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessorleistung ab. Dabei ist es wichtig, zu verstehen, wie die Prozessoren für die Tests konfiguriert sind. Bei AMD ist das einfach, denn die TDP-Klassen und daher eingehend die PPT/TDC/EDC-Limits sind vorgegeben. Die Mainboardhersteller müssen sich daran halten. Bei Intel hingegen gibt es ab Arrow Lake keine Spezifikation mehr, während bei Raptor Lake nicht ganz klar ist, was Spezifikation ist und was nicht. Um es einfach zu halten, limitieren wir PL1 bei Intel auf 125 Watt, bei TAU von 56 Sekunden bei den K-Modellen. Die AMD-CPUs hingegen können ungehindert boosten, da hier klar formuliert ist, was die Spec ist. Wir stellen durch ein üppig ausgestattetes Mainboard sicher, dass weder Ausstattung noch Kühlung die Performance der getesteten Prozessoren beeinträchtigen. Schließlich wird ein Power Measure Device (PMD) mit Netzteil und Mainboard verbunden und die Leistungsaufnahme der CPUs extern über einen Laptop während der Benchmarks in Echtzeit festgehalten. Das PMD wurde vorkalibriert und arbeitet im Bereich zwischen 50 und 160 Watt sehr genau. Sollten wir auf Werte unter- oder oberhalb treffen, wird für jeden Test über Offset-Werte die Präzision gewahrt, damit die Werte vergleichbar bleiben.
Leistungsaufnahme: Spiele, Anwendungen, Idle
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle die Zahlen aus dem ursprünglichen Test von Arrow Lake ins Gedächtnis rufen: 285K: 83 Watt, 265K: 76 Watt und 245K: 67 Watt - auf Spiele bezogen. Da die Prozessoren durch den neuen Microcode beim Spielen jetzt erst richtig ausgelastet werden, steigt logischerweise auch die Leistungsaufnahme unter Last. Jetzt zeigt sich Arrow Lake gar nicht mehr ganz so effizient, doch wir müssen differenzieren. Das Topmodell Core Ultra 9 285K ist mit 99 Watt verglichen mit 265K und 245K zwar relativ durstig, jedoch im Vergleich gegenüber dem Vorgänger Raptor Lake um einiges sparsamer. Es gelingt Intel sogar fast, mit dem "neuen" 285K den Core i5-13600K zu knacken, der 94 Watt beim Spielen schluckt. Bei 265K und 245K ist die Lage dagegen deutlich besser, denn sogar der 20-Kerner 265K ist bereits sparsamer als ein Core i5-13600K unterwegs, der eigentlich erst durch den Core Ultra 5 245K beerbt wird. Letzterer ist mit 76 Watt erstaunlich "grün" unterwegs, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen 14-Kerner handelt. Von den Rekordwerten der Zen-4-X3Ds bleibt Arrow Lake jedoch weit entfernt. Beim Idle, also dem reinen Windows-Desktop, sortiert sich Arrow Lake eher weiter hinten ein. Der Vorgänger ist hier sparsamer.
Fps pro Watt, 14 Spiele, Durchschnitt
Die reinen Fps pro Watt spiegeln die Verbrauchswerte unter Last wider. Alle drei Core Ultra befinden sich erfreulicherweise im oberen Mittelfeld. Das Topmodell Core Ultra 9 285K triumphiert dabei über den Core i5-13600K. Gar hervorragende Werte liefern 265K und 245K ab. Dabei ist ein 265K in Spielen nicht einmal merklich langsamer als ein 285K. Der 14-Kerner 245K schlägt sogar den Ryzen 7 5800X3D. Ein seltener Anblick beim Test einer Intel-CPU. Bei den Frametimes setzt sich das fort: Unter P1 und P0.2 zeigen sich 265K und 245K von ihrer besten Seite und auch der 285K kann ebenfalls Plätze gut machen. Hier spielen die E-Cores eine große Rolle, welche tatsächlich effizient die Frametimes verbessern. Der Verzicht auf SMT sorgt ebenfalls dafür, dass sich die Effizienz unter Last leicht bessert. Wie schlägt sich Arrow Lake eigentlich im GPU-Limit?
Leistungsaufnahme im GPU-Limit unter Teillast
Diesen Zusatztest in Cyberpunk 2077 unter UHD und maximalen Details führen wir durch, um zu prüfen, wie sich Prozessoren im GPU- bzw. Fps-Limit verhalten. Alle CPUs müssen hier das gleiche Fps-Ziel berechnen, rund 42, denn mehr kann die RTX 4090 in UHD mit Raytracing ohne Upscaling in CP 2077 nicht berechnen. Dieser Test eignet sich perfekt dafür, um herauszufinden, was Prozessoren tun, wenn nur ein Teil der Leistung gefordert wird, die eigentlich erbracht werden kann. Stromsparmechanismen sollten an dieser Stelle dafür sorgen, dass Teile der CPU schlafen gelegt werden, was Energie einspart. Wie gut das funktioniert, zeigen die Zahlen oben. Intel Arrow Lake ist hier erfreulich sparsam unterwegs, was dieses Mal sogar für das Topmodell Core Ultra 9 285K zutrifft. Mit 82 Watt bewegt man sich hier sogar unterhalb eines Core i5-13600K. Core Ultra 7 265K und 5 245K wildern gar im Territorium des Ryzen 9 7950X3D. Diese Entwicklung ist erfreulich. Auf der kommenden Seite ziehen wir jetzt ein Fazit und vergeben die Wertung für alle drei Arrow-Lake-Prozessoren.

Bei Prozessoren mit 4 und 6 Kernen bringt es sicherlich prozentual mehr als bei einem 12-Kerner. Beispielsweise sind manche moderne Titel erst auf einem Quadcore mit SMT ruckelnd ertragbar.
Eigentlich müsste doch jeder hier wissen, dass Hyperthreading im Schnitt maximal 33% leistung Pro kern bringt, beim zocken eher so um die 15%, weil die
Ressourcen auf einem Kern geteilt werden müssen.
Ein Kern bringt aber immer 100% seiner Leistungsfähigkeit.
Oder wenn man fair die threads und Kerne vergleichen will, schaltet auf dem Intel die kleinen ab oder nehmt doch einen größeren AMD.
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Würde vermutlich das nehmen oder das 8000er Pendant, das sollte auch mit allen Z890 Brettern funktionieren egal ob 1DPC oder 2DPC
Wie wird aktuell eigentlich vorgegangen um die grundsätzliche Stabilität testen? Ist die Sache in trockenen Tüchern nach nem fehlerfreien Memtest86 Durchlauf sowie 1-3 Stunden Prime95?
Mein Punkt jedenfalls: Ein 9800X3D hat ja nur die 8 Kerne und dann war's das. Könnten eventuell die Intel CPUs mit ihren E-Cores tatsächlich im Daily Gaming sogar besser als die reinen 8 Kerner von AMD sein? Gibt es dazu irgendwo Daten?