Intel Arrow Lake im Test: Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core 5 245K geben sich die Ehre
Gerade im Testlabor eingetroffen sind Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K. Arrow Lake soll laut Intel nicht nur effizienter, sondern auch schneller als Raptor (14. Core Gen.) sein.
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Intel Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K(F) und Core Ultra 5 245K(F) wurden am 10.10.2024 offiziell vorgestellt. Heute, ziemlich genau zwei Wochen später, fällt das weltweite NDA und die Testberichte dürfen live gehen. Bevor wir auf Seite 2 zu den Testergebnissen kommen, möchten wir die Gelegenheit nutzen und Ihnen Arrow Lake alias Core Ultra 200S noch einmal vorstellen. Dabei gehen wir vor allem auf die Berichterstattung im Vorfeld ein, die sich auf die Gaming-Leistung bezieht. Neben den Spiele-Benchmarks wird sich unser Test aber auch wie gewohnt mit Anwendungen und der Effizienz der Testkandidaten auseinandersetzen. Apropos: Laut Intel lag der Fokus bei der Entwicklung von Arrow Lake vor allem auf der Verbesserung der Effizienz. Intel verspricht nicht nur mehr Fps pro Watt als jemals zuvor, sondern auch eine konkurrenzfähige Performance bei durchgehend bleibender Spielleistung auf Niveau des Vorgängers, Raptor Lake. Neu ist auch die NPU, welche sich erstmalig bei Intel mit Core Ultra im Desktop zeigt, sowie die verbesserte integrierte Grafikeinheit (IGP) Xe, die mit vier Raytracing-Units und doppelt bestückten Xe-Cores im Gegensatz zum Vorgänger um einiges mächtiger ausfallen dürfte. Auch die neue Fertigung in TSMC N3 macht Lust darauf, wie die neuen Prozessoren skalieren. Wir fassen alle Neuerungen kompakt und übersichtlich zusammen.
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Intel Arrow Lake: Core Ultra 200S Übersicht
| CPU | Kerne | Basis | Turbo (bis zu) | RAM | PBP/MTP | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Core Ultra 9 285K | 8p+16e/24t | 3,7/3,2 GHz | 5,7/4,6 GHz | DDR5-5600(UDIMM)/DDR5-6400 (CUDIMM) | 125W/250W | 589 US-Dollar |
| Core Ultra 7 265K | 8p+12e/20t | 3,9/3,9 GHz | 5,5/4,6 GHz | DDR5-5600(UDIMM)/DDR5-6400 (CUDIMM) | 125W/250W | 394 US-Dollar |
| Core Ultra 7 265KF | 8p+12e/20t | 3,9/3,9 GHz | 5,5/4,6 GHz | DDR5-5600(UDIMM)/DDR5-6400 (CUDIMM) | 125W/250W | 379 US-Dollar |
| Core Ultra 5 245K | 6p+8e/14t | 4,2/3,6 GHz | 5,2/4,6 GHz | DDR5-5600(UDIMM)/DDR5-6400 (CUDIMM) | 125W/159W | 309 US-Dollar |
| Core Ultra 5 245KF | 6p+8e/14t | 4,2/3,6 GHz | 5,2/4,6 GHz | DDR5-5600(UDIMM)/DDR5-6400 (CUDIMM) | 125W/159W | 294 US-Dollar |
Übersichtlich auf einer Folie hat Intel die prägnantesten Vorteile und Neuerungen von Arrow Lake zusammengestellt: Allen voran ist hier die außerordentlich hohe IPC-Steigerung von 32 Prozent bei den E-Cores zu nennen. Intel vergleicht hier Skymont, die neuen E-Cores, mit den im Jahr 2021 eingeführten Gracemont, bekannt von Raptor und Alder Lake. In der Theorie entspricht das der IPC-Leistung der P-Cores von Alder Lake, was mehr als ordentlich wäre. Die neuen P-Cores, Lion Cove, sollen dagegen nur neun Prozent gegenüber Raptor Cove zulegen. Bedenkt man, dass die Taktraten von Arrow Lake in Form der ersten Core-Ultra-Prozessoren relativ weit unterhalb der von den leistungsfähigsten Raptor-Lake-CPUs liegen, erklärt sich hiermit zumindest im Ansatz, warum Intel von einer gleichwertigen Spielleistung zum Vorgänger spricht. Was unsere Tabelle vor allem dem geschulten Auge offenbart: Core Ultra verzichtet vollständig auf die Intel Hyper-Threading-Technik (HTT). Laut Robert Hallock, VP und General Manager, Client AI und Technical Marketing bei Intel, orientiert man sich an den zahlreichen Berichten, welche modernen Mehrkern-CPUs eine insgesamt höhere Leistung versprechen, wenn auf zusätzliche logische Prozessor-Threads verzichtet wird. Daher kommt beim Nachfolger des Core i5-14600K, Core Ultra 5 245K, auch die krumme Anzahl von 14 Threads zustande. Ob sich das nachteilig oder sogar vorteilhaft auswirkt, klären wir später.
Neu sind des Weiteren nicht nur die P- und E-Cores, sondern auch die Unterstützung von neuen Speicherstandards. Einer davon erlangt immer Beachtung: CUDIMM. Arrow Lake bietet mit CUDIMM sogar eine höhere Speicherfreigabe von DDR5-6400 gegenüber UDIMM mit DDR5-5600. Neben CUDIMM unterstützt Arrow Lake auch CSODIMM und natürlich weiterhin SODIMM. DDR4 wird gar dagegen nicht mehr unterstützt und es wurde auch Zeit, diesen alten Zopf abzuschneiden. Auch der Aufbau unter der Haube der CPU unterscheidet sich grundlegend vom Vorgänger. Durch die Foveros Advanced 3D Packaging Technology von Intel können Prozessoren durch Tiles, siehe Bild, beliebig skaliert und aufgebaut werden. Der SoC, die IGP oder der I/O-Tile sind alle voneinander unabhängig auf dem Base Tile platzierbar. So war es für Intel ein Leichtes, aus dem Mobile-Design von Meteor Lake zu Lunar Lake kommend "Arrow Lake" für den Desktop zu designen. Dieser Vorteil ist jedoch auch gleichzeitig ein Nachteil, denn die Tiles müssen untereinander kommunizieren, was immer eine Latenz bedeutet. Der Aufbau erinnert dabei etwas an die CCDs von AMD Ryzen: Der Konkurrent verbaut derzeit bis zu acht Kerne in einem CCD und davon bis zu zwei auf Desktop-PCs. Wenn diese Kerne untereinander kommunizieren, entsteht auch eine Latenz.
Die IPC-Leistung im Detail
Mithilfe des Raytracing-Benchmarks V-Ray in der Version 6 sind wir in der Lage, Volllast über einen beliebigen Zeitraum zu erzeugen. Das Tool ist auch dazu in der Lage, Punkte auszugeben. Dabei wird mithilfe der CPU ein Raytracing-Bild generiert und je weiter dieses voranschreitet, desto mehr Punkte erhält der jeweilige Durchlauf. Da wir alle Prozessoren im Test auf vier Kerne und fixe vier GHz begrenzt haben, liefern uns die Zahlen einen Überblick über die Pro-MHz-Leistung einer CPU-Generation. Speziell die E-Cores von Arrow Lake wurden von uns genauer betrachtet. Diese legen unglaubliche 62 Prozent gegenüber dem Vorgänger zu, was fast doppelt so hoch ist wie die Prognose von Intel weiter oben in der Folie. So liegt Skymont tatsächlich fast auf dem Niveau der Performance-Kerne von Alder Lake. Auch bei den P-Cores messen wir mit elf Prozent Vorsprung gegenüber Raptor Cove etwas mehr, als Intel verspricht. Alder Lake wird um 13 Prozent geschlagen. Nur Zen 5 ist Arrow Lake dann nicht gewachsen, was einen spannenden Schlagabtausch erwarten lässt.
Deutlich geringere Leistungsaufnahme
Im Fokus der umfangreichen Präsentation von Arrow Lake steht immer wieder die Effizienz. Intel ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Core Ultra 200S wesentlich sparsamer mit seinen Ressourcen umgeht, als es der Vorgänger Raptor Lake tat. Und wir denken, dass wir uns alle einig sind, dass Intel es mit Raptor Lake in Bezug auf die Leistungsaufnahme und Fps-pro-Watt-Leistung maßlos übertrieben hat, ungleich, ob mit dem System gespielt oder gearbeitet wurde. Wir möchten allerdings klarstellen, dass sich diese Analyse vorrangig auf die K-Prozessoren bezieht. Die non-K- und T-Prozessoren von Intel arbeiten viel sparsamer. Zurück zu Arrow Lake: Im Schnitt 73 Watt weniger gegenüber einem Core i9-14900K mit Baseline-Konfiguration sollen es beim Spielen sein, auf das Gesamt-System bezogen. Bei ähnlicher Performance, wohl bemerkt. Das wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Auch Einzelergebnisse von über 165 Watt sind dabei sehr beeindruckend anzusehen.
Auf der kommenden Seite geht es ans Eingemachte, nämlich die Performance in Spielen und Anwendungen. Natürlich schauen wir uns auch die Effizienz an und vergleichen Intel Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K mit satten 31 anderen Prozessoren aus ganz verschiedenen Leistungsklassen.

Und dann so ne kleine Steigerung.Das ist ja fast nix.Da verzichtet man auf die kleine erhöhung und gibt lieber mehr Geld woanderst aus,wo es mehr bringt.Wie ne bessere Kühlung usw.
Das ist ja mehr Verzweiflungs als Wirkungs Akt,kann man so sagen.
Der Sprung in allen internen Taktraten zusammen macht je nach RAM ganze 0-2% Unterschied. 3200 D2D sieht toll aus, bringt aber fast nix.
so ist arrow lake brauchbar sofern die preise sich entsprechend bei 265kf bei 300€ einpendelt