Core Ultra: Intel veröffentlicht 5-Punkte-Plan zur Lösung der Probleme bei Arrow Lake [Korrektur]
Der Launch von Arrow Lake war von zahlreichen Schwierigkeiten überschattet. Nicht nur die PCGH hat eine viel zu geringe Spielleistung festgestellt, auch die Probleme mit Windows 11 in der Version 24H2 sind weitreichend. Intel gibt nun offiziell bekannt, die Ursachen gefunden zu haben.
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Update vom 19. Dezember 2024: Intel hat uns darauf hingewiesen, dass es ein Update zur Folie gibt, wo sich offenbar ein kleiner Bug eingeschlichen hat. Es betrifft das fünfte Update, welches in der ersten Hälfte des Januar 2025 verfügbar sein wird. Ausgerollt wird dann die Intel-Mikrocode-Version 0x114 sowie das Intel CSME Firmware Kit 19.0.0.1854v2.2. Sie finden die aktualisierte Folie an derselben Position unten.
Manchmal ist der Wurm drin. So auch bei Intel, die am 24.10.2024 Arrow Lake im Desktop gelauncht haben. Intel Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K(F) und Core Ultra 5 245K(F) wurden am 10.10.2024 vorgestellt. Im Test ist (nicht nur) PCGH insbesondere eine viel zu geringe Spielleistung aufgefallen. Es heißt von unserer Seite sinngemäß, dass selbst nach zahlreichen Messungen keine Ursache für die "fehlende" Spielleistung gefunden werden kann. Intel hat sich jedoch schon vor vielen Wochen an den Tisch gesetzt und die Probleme untersucht. Heute gibt Intel offiziell bekannt, die Ursachen gefunden zu haben und teilt diese in fünf Kategorien ein. Sie alle wirken sich unterschiedlich auf die Performance aus, nähren aber die Hoffnung, dass sich der schlechte Ersteindruck zumindest etwas korrigieren lässt.
Intels 5-Punkte-Plan für Core Ultra 200S
- Fehlendes Paket für Performance & Power Management (PPM)
- Intel Application Performance Optimizer (APO) arbeitet nicht korrekt
- Bluescreens beim Versuch, Spiele mit Easy-Anti-Cheat-Service zu starten
- Falsche Leistungs- und/oder BIOS-Einstellungen
- Neue BIOS-Optimierungen
Quelle: Intel
Core Ultra: Intel veröffentlicht 5-Punkte-Plan zur Lösung aller Probleme rund um Arrow Lake (1)
Erklärung und Übersicht der einzelnen Punkte
Wenn das Performance- und Power-Management nicht korrekt funktioniert, kann laut Intel das allein schon bis zu 30 Prozent Leistung kosten. Das fehlende PPM-Paket zeichnet sich dabei für das seltsame Scheduling (statt P- erhalten E-Cores die Last), die niedrige Single-Core-Leistung, die niedrigere Performance in Win 11 24H2 vs. 23H2 sowie generelle Performance-Schwankungen verantwortlich. Dieses Problem wurde mit dem Windows-11-Update KB5044384 gelöst.
Rund zwei bis 14 Prozent mehr Fps liefert der Application Performance Optimizer (APO) von Intel. Dieses Feature legt die Last auf die korrekten Kerne, kann jedoch nur funktionieren, wenn das PPM-Paket korrekt arbeitet. Nur wenige Spiele unterstützen bisher APO, doch die Verfügbarkeit steigt. Dieses Problem wurde somit ebenfalls mit dem Windows-11-Update KB5044384 gelöst.
Weniger mit dem Problem allgemein verknüpft, doch mindestens ebenso lästig, gehören nun zum Glück auch Bluescreens der Vergangenheit an, die im Zusammenhang von Windows 11 24H2 und Spielen mit Easy-Anti-Cheat-Service im Zusammenhang stehen. Intel konnte dieses Problem in Zusammenarbeit mit Epic Games durch ein sogenanntes ISV-Update lösen.
Falsche Einstellungen im BIOS: Damit meint Intel eine Reihe von verschiedenen BIOS-Optionen, die sich auf die Leistung auswirken können, darunter rBAR, APO, den Ring-Takt, den Speicherteiler, die Power Limits und noch viele weitere. Intel gibt zu, hier die falschen "Auto"-Einstellungen in frühen BIOS-Versionen konfiguriert zu haben. Das sorgt im Mittel für eine Verschlechterung der Leistung von bis zu 14 Prozent. Intel konnte dieses Problem bereits mit neuen BIOS-Versionen lösen.
Als Letztes verspricht Intel noch weitere BIOS-Optimierungen. Diese sind bereits fertig und werden aktuell von Intel sowie deren Partnern validiert. Dieses Mikrocode-Update mit Versionsnummer 0x114 ist für Windows-11-Version 26100.2314+ geplant und soll im Januar 25 ausgerollt werden. In Erwartungen werden einstellige prozentuale Zuwächse genannt. Wichtig: Auf dieses Update wartet PCGH mit dem Neu-Test von Intel Arrow Lake.
Gute Aussichten für die Zukunft
Intel wird auf der CES 2025 ein umfassendes Leistungsupdate für die Medien bereitstellen, das alle oben genannten Lösungen umfasst. Sie beabsichtigen, eine vollständige Leistungsübersicht über Spiele und Anwendungen, A/B-Analysen zu einzelnen Problemen sowie kombinatorische Analysen zu präsentieren. Intel hat des Weiteren eine Auswahl "neuer Praktiken, Richtlinien und Verfahren implementiert", die verhindern sollen, dass diese Probleme erneut auftreten. Zuletzt möchte sich Intel bei der Community bedanken, für ihr Vertrauen und ihre Geduld.
Was PCGH dazu sagt
Wir sind erfreut über die Offenheit, die Intel an den Tag legt. Sie zeigen offen und ehrlich, dass es Probleme gibt, und es freut uns, dass es bereits Lösungen gibt. Mit Spannung erwarten wir das Mikrocode-Update im Januar und werden Core Ultra 200S dann gebührend und eindrücklich einem Nachtest unterziehen. Dabei wird auch die neue Windows-11-Version 24H2 Verwendung finden. Was halten Sie vom Intel-Update? Nur warme Luft, oder warten Sie genau darauf? Nutzen Sie gern die Kommentar-Funktion.

Ich bin da so hin und her gerissen.
Mich lacht der 265K an und das asrock z890 Nova WiFi.
Hat das jemand im Einsatz und kann was dazu sagen bitte ?
Es geht halt nur drum das aktuell eine hohe RAM Latenz vorhanden ist, was das System langsamer als ein 14er macht.
Das sind aber nur ein paar %, es spricht also nichts gegen einen 265K
Ich selbst warte noch auf Lieferbaren CK RAM und dann wirds bei mir auch ein 285K - zum Office, Zocken, Streamen und Multimedia.
Ich bin da so hin und her gerissen.
Mich lacht der 265K an und das asrock z890 Nova WiFi.
Hat das jemand im Einsatz und kann was dazu sagen bitte ?
Sein Hauptkritikpunkt?
Haltet Euch fest.
Der verbaute 14900KF verwendet das Baseline Profil. D.h. nach den üblichen 56 Sekunden wird das Powerlimit auf 125W begrenzt und die Performance in der getesteten Applikation, die CPU die 100% über einen langen Zeitraum auslastet, bricht entsprechend ein.
Aber die 125 Watt sind nun einmal das, was Intel als untere (garantierte Grenze) vorgibt. Und dann ausgerechnet Asus, die sonst nichts kennen hinsichtlich Powerlimit. Echte Ironie.
Es gab mehr als genug Kritikpunkte an dem Ding, aber man kann es auch übertreiben. Hat jetzt nicht mehr oder weniger Klicks gebracht als ohnehin schon. Schadet nur bei dem Eindruck derjenigen, die das Video nicht nur an sich vorbei berieseln lassen. Dürften die wenigsten sein.
Ich hab eben ein Video von GN gesehen, in der Steve ein Pre-Build von ASUS in der Luft zerreißt.
Sein Hauptkritikpunkt?
Haltet Euch fest.
Der verbaute 14900KF verwendet das Baseline Profil. D.h. nach den üblichen 56 Sekunden wird das Powerlimit auf 125W begrenzt und die Performance in der getesteten Applikation, die CPU die 100% über einen langen Zeitraum auslastet, bricht entsprechend ein.
Wooptidoo.
Hier das Video an der Stelle wo Steve das explizit beschreibt: [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Steve macht einen riesen Aufstand darüber, obwohl ASUS nichts anderes macht, als das Baseline Profil per Default zu setzen. Er verkauft das als "wer ist so blöd ein solches System zu kaufen?!"
Das sollte Euch zu denken geben.
Ich stimme übrigens ABSOLUT nicht mit dem überein, was Steve hier macht. Das System deswegen fertig zu machen ist höchst unprofessionell.
Zumal dieser Leistungseinbruch de Fakto nur in sehr seltenen Situationen zum Tragen kommt. Dieses Video lässt mich die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit von GN massiv in Frage stellen.
Aber es zeigt dass Eure Erwartungshaltung, was das Baseline Profil angeht, eine absolute Inselmeinung ist.
P.S.: Dass es andere berechtigte Kritikpunkte an dem Prebuild gibt, will ich damit nicht in Frage stellen. Damit ist das Prebuild aber in guter Gesellschaft. Ich finde es gar nicht so schlecht, lediglich viel zu teuer, aber das hat es mit vielen Prebuilds gemeinsam.