Intel soll wegen Lieferengpässen 14-nm-Produkte an Dritte auslagern
Einem Medienbericht zufolge soll Intel Teile seiner Fertigung an Dritte auslagern, weil man selbst nicht genug Kapazitäten hat. Betroffen ist die 14-nm-Fertigung, also Intels aktuelle Prozessorgeneration.
Bereits vor einigen Tagen machte die Meldung die Runde, Intel habe Engpässe bei der Fertigung in 14 nm. Betroffen sind demnach vor allem Xeon-Prozessoren, worauf HP seinen Kunden empfohlen haben soll, doch Epyc-Prozessoren in Betracht zu ziehen. Dieser Bericht von Semi Accurate wird nun von Digitimes untermauert.
Da heißt es nämlich, Intel habe sich aktiv um die Auslagerung von Produktionskapazitäten im Bereich der 14-nm-Lithografie bemüht. Der glückliche Auftragnehmer soll Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) sein. Der Bericht stützt sich dabei auf industrienahe Quellen, die aber nicht weiter genannt werden.
Konkret soll sich Intel angeblich im eigenen Haus auf hochpreisige Produkte konzentrieren und die weniger teuren Produkte in Übersee fertigen lassen. Erstmals ist dabei auch die Rede von Desktop-Ware, die in 14 nm gefertigt wird. So soll TSMC die I/O-Chips im Einstiegssegment übernehmen und Teile der CPU-Fertigung für den Desktop-Markt.
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Angeblich soll Intel bereits massive Engpässe haben und die Hälfte der Nachfrage nicht mehr decken können. Laut Mainboard-Herstellern soll sich die Situation dank der Auslagerung bis Ende 2018 normalisieren. Woher nun die Engpässe genau kommen, ist Gegenstand von Diskussionen. Marktexperten werfen in den Raum, dass die ständige Verzögerung bei der 10-nm-Fertigung das Problem hat wachsen lassen. Eigentlich hätten nach ursprünglichen Planungen längst entsprechende Produkte auf dem Markt sein sollen. Cannon Lake war mal für 2016 eingeplant - jetzt ist vom vierten Quartal 2019 die Rede.
Immerhin wäre es nicht der erste Auftrag, der von Intel an TSMC geht. Die Taiwaner fertigten bereits SoC-Produkte und FPGA-Chips, die Intel ebenfalls im Angebot hat. Beispielsweise Kommunikations-Chips für iPhones.

Der Chipsatz in TSMC-14nm statt in Intel-14nm sollte kaum ein Problem darstellen.
Problematischer wirds dann wohl eher, wenn man eine CPU kaufen kann, die nicht in Intel-14nm gefertigt ist. Denn dann bekommt man (je nachdem wie fortschrittlich Intel-14nm gegenüber TSMC-14nm ist) ein Produkt, welches schlechter ist als die Testberichte suggerieren.
Die Frage ist nur seit wann kann TSMC denn den Intels 14nm Prozess? Realistischer scheint die Annahme dass man kommende Chipsätze direkt auf den TSMC Prozess auslegt und nur dort fertigt.
Tjo hätten sie mal 2013 die FAB42 in Betrieb genommen für 14nm Produktion anstatt sie bis 2017 leer stehen zu lassen um sie dann auf 7nm bis 2020 / 2021 umzurüsten.