Clair Obscur: Benchmarks von 33 GPUs & Fazit
In diesem Artikel
Was ist die beste Grafikkarte für Clair Obscur: Expedition 33? Diese Frage beantworten wir - passend zum Titel des Spiels - anhand von 33 Gaming-Grafikkarten. Dabei verwenden wir eine überdurchschnittlich anspruchsvolle Testszene, welche wir nach ausgiebigem Spielen gefunden haben. Dabei gilt, was prinzipiell bei allen PCGH-Benchmarks gilt: Erreicht eine Grafikkarte und ein Prozessor hier eine gute oder gar tadellose Vorstellung, ist im übrigen Spiel nichts zu befürchten - und das ist gut zu wissen.
Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Durchgängen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 25.4.1, der Intel Game-On-Treiber 6739 und der Nvidia Game-Ready-Treiber 576.26. Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video (oben). Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen. Das Savegame stellen wir auf Wunsch zum Download bereit.
Benchmarks mit nativer Auflösung
Clair Obscur: Expedition 33 verwendet zwar die Unreal Engine 5, allerdings nicht mit allen verfügbaren "Bells & Whistles". Unter anderem durch den Verzicht auf Hardware-Lumen und begünstigt durch ein schlauchiges Weltdesign läuft das Spiel besser, als man angesichts der Pracht befürchten könnte. Wir testen 33 Grafikkarten der Baujahre 2017 bis 2025 in vier Auflösungen - und mit zwei Schwierigkeitsgraden. Wir beginnen oben, bei den oft nachgefragten Benchmarks mit nativer Auflösung. Alle 33 Grafikkarten absolvieren den Benchmark mit dem Spiel- bzw. Engine-eigenen TSR-Anti-Aliasing auf 100-Prozent-Stellung, sodass Rechenaufwand und Bildqualität gleich sind. Sehen wir uns an, was herauskommt:
Die riesige Datenmenge lädt zum Schmökern ein. Wie schnell ist Ihre aktuelle Grafikkarte gegenüber der (oder den) vorigen, hat sich das Upgrade gelohnt? Im Gegensatz zu The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered, das ausnahmslos jede GPU niederstreckt, ist Clair Obscur beinahe Hardware-schonend - allerdings dennoch kein Spaziergang. Für 60 Fps in Full HD ist bereits eine Grafikkarte des Kalibers Radeon RX 7800 XT, RX 69x0 XT, Geforce RTX 4070 Super/Ti oder RTX 5070 nötig. Auffällig ist das gute Abschneiden von Radeon-Grafikkarten, während Nvidias RTX-5000-Serie Mühe hat, sich von vergleichbaren RTX-4000-Modellen abzusetzen. Getrübt wird der AMD-Durchmarsch lediglich durch die verhaltene Performance der Radeon RX 6600, welche sichtlich an ihrer Kombination aus 8 GiB VRAM und 8 PCIe-Lanes leidet, sowie dem Komplettversagen der Radeon VII. Letztere muss, wie alle Radeon-GPUs der GCN-Generation, auf einen alten Treiber zurückgreifen, welcher das Spiel direkt nach dem Betreten der Welt abstürzen lässt.
Apropos Abstürzen: Clair Obscur ist zwar mit 8-GiByte-Grafikkarten genießbar, allerdings kommt es mit maximalen Details schon in Full HD zu unschönen Nachladerucklern, die schwach (Geforce) bis fühlbar (Radeon, Arc) ausfallen. Mit Upsampling (siehe nächster Abschnitt) verschwinden die Symptome weitgehend, wir raten dennoch zu einer Grafikkarte mit mindestens 10, besser 12 GiByte VRAM, um auch bei längeren Sitzungen und neuen Spielabschnitten vor Rucklern gefeit zu sein.
Benchmarks mit Upsampling
Selbstverständlich sieht TSR mit 100 Prozent Auflösung besser aus als mit reduzierter Pixelmenge, das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist jedoch fragwürdig. Wir testen dieselben 33 Grafikkarten daher noch einmal mit Upsampling - und zwar praxisnah. Das bedeutet: Geforce-Grafikkarten greifen auf DLSS zurück, Arc-Grafikkarten auf XeSS ... und Radeon-Grafikkarten auf TSR. Bedauerlicherweise bietet Clair Obscur keine Unterstützung für AMDs FSR, sodass wir hier auf TSR zurückgreifen. Die Bildqualität der Grafikkarten ist somit nicht mehr gleich, aber zumindest vergleichbar. Dabei gilt laut unseres Augenmaßes diese Reihenfolge: 1. DLSS, 2. XeSS, 3. TSR. Wichtig: TSR lässt sich nicht in 1-Prozent-Schritten justieren, sondern in 5er-Stufen. Radeon-GPUs (und die Nvidia-GPUs des Jahres 2017) berechnen daher intern etwas weniger Pixel als Arc und Geforce.
*Radeon, Geforce GTX, Titan V: TSR (65 %), Arc: XeSS Ultra Quality (67 %), Geforce RTX: DLSS Quality (67 %). Bildqualität und Workload sind NICHT identisch!
Das Leistungsplus gegenüber der nativen Auflösung ist bemerkenswert hoch - höher, als der prozentuale Unterschied bei der internen Auflösung suggeriert. Dank des cleveren Pixelsparens genügt nun die Leistungsklasse Radeon RX 6700 XT respektive Geforce RTX 3070 für 60 Fps in Full HD und Ultra HD wird erstmals abseits von Geforce RTX 4090 und 5090 flüssig möglich. Übrigens: Unterschiede zwischen einer modernen Raytracing-GPU und älteren Modellen ohne das Feature sind uns nicht aufgefallen. Alle Grafikkarten stellen das gleiche, mittels Software-Lumen akzentuierte Bild dar. Anbei drei Beweisbilder:
Clair Obscur: Fazit
Dem noch jungen Studio Sandfall Interactive ist mit dem Erstlingswerk Clair Obscur: Expedition 33 ein ganz großer Hit gelungen, der sich hinter keiner Triple-A-Produktion verstecken muss. Im Gegenteil, audiovisuell ist das französische Werk brachial, stellenweise zum Niederknien: ein fantastisches, emotionales, bewegendes Kunstwerk, welches vom populären Mainstream weich gewaschene, industrielle Großproduktionen alt aussehen lässt - und zu Teilen selbst Schwergewichten wie Final Fantasy 16 das Fürchten lehren kann. Von der künstlerischen Seite ist Clair Obscur eine Wucht, wenngleich die knackigen, teils erbarmungslosen Kämpfe nicht jedermanns Geschmack treffen werden. Dennoch sind sich Kritiker und Spieler einig: Clair Obscur: Expedition 33 zählt nicht nur zu den besten Spielen 2025, sondern obendrein zu den schönsten - c'est magnifique!
Quelle: PCGH
So schön, so französisch, so wundervoll gestaltet. Clair Obscur: Expedition 33 ist ein kleines Meisterwerk, dem man ansieht und anhört, dass es sehr viel Herzblut in sich trägt. Triple-A, gib Acht!
Zu der traumhaften Gestaltung und meisterhaften akustischen Untermalung kommt die formidable Technik. Den Entwicklern ist es gelungen, die Fähigkeiten der Unreal Engine 5 zu nutzen, ohne dabei die Hardware-Anforderungen explodieren zu lassen. Clair Obscur: Expedition 33 läuft bis auf kleinere Nachlade-Ruckler sehr geschmeidig; das begrenzte Level-Design kommt der Sache zugute. Von Shader-Stuttering blieben wir dankenswerterweise fast komplett verschont, ebenso hatten wir mit keinerlei Abstürzen oder größeren Bugs zu kämpfen.
Natürlich gibt es auch einige kleinere Kritikpunkte: Die vorgerenderten Zwischensequenzen hätten mit einer etwas höheren Qualität und mit mehr als 30 Fps aufgezeichnet werden können. Die Gesichts- und Charakteranimationen respektive deren Gestik und Mimik fallen in regulären Gesprächen gegenüber den Zwischensequenzen etwas ab. In den Echtzeit-Zwischensequenzen kommt es bei abrupten Kamera- und Szenenwechseln ab und an zu sichtbarem Texturnachladen. Das bisweilen sehr dick auftragende Depth-of-Field sorgt zwar für einen "mysteriösen", "traumhaften", "klar-obskuren" Look, könnte allerdings ebenfalls etwas höher aufgelöst sein. Die relativ niedrige Auflösung des Effekts verrät sich hier und dort durch sichtbare Pixelation, obendrein beißt sich die Tiefenschärfe oft mit den teiltransparenten Alpha-Tests der Haardarstellung.
Quelle: PCGH
Die Render-Zwischensequenzen sind klasse inszeniert und bieten besonders feine Charakter- und Gesichtsanimationen, könnten allerdings etwas hochauflösender ausfallen und geschmeidiger laufen.
In Echtzeit-Zwischensequenzen ist dagegen beim Szenenwechsel hier und dort etwas Texturnachladen sichtbar.
Obendrein hätte es zumindest einen Support für AMDs Upsampling-Verfahren FSR geben dürfen. Das Fehlen einer Frame Generation jedweder Art wirkt ebenfalls nicht ganz zeitgemäß, auch wenn eine Zwischenbildinterpolation dank generell recht hoher Performance nicht zwingend nötig ist. Eine extrem hohe, dreistellige Bildrate ist für die Rundenkämpfe ebenfalls nicht vonnöten. Wobei eine zackige Eingabe den teils diffizil zu timenden QTEs im Kampf zugutekommen kann und eine dreistellige Bildrate auf einem entsprechend schnell taktenden Display auch bei eher langsamen Spielen eine nette Sache ist. Ebenfalls etwas schade angesichts der teils pastelligen, teils farbenfrohen, teils sehr kontraststarken, düsteren Grafik: das Fehlen einer nativen HDR-Darstellung. Ärgerlicherweise ist Clair Obscur ein weiterer UE5-Titel, der auf dedizierten HDR-Support verzichtet.
Abseits dessen gibt es allerdings kaum etwas zu meckern. Im Gegenteil, Clair Obscur: Expedition 33 ist eine klare Empfehlung. Wenn Sie fade, auf maximale Massentauglichkeit ausgelegte, wie wenig nährendes und noch weniger Geschmack bietendes Fast-Food anmutende Stangen-(Soft-)ware industrieller Großproduktionen satthaben, können wir Ihnen das fein und mit merklicher Hingabe kredenzte, schmack- und gehaltvolle, prächtig präsentierte und kulturell wertvolle Clair Obscur: Expedition 33 mit Nachdruck ans Herz legen. Und obendrein unterstützen Sie mit einem Kauf eine europäische Produktion, die europäische Kunstfertigkeit.
Clair Obscur: Expedition 33 "maxed out"
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- stückweise unzureichendes Storytelling (hauptsächlich zu den Aktwechseln)
- etwas Mangel an Herausforderung und mechanischer Abwechslung bei den Kämpfen (vor allem Story-Bosskämpfe)
- man merkt grafisch und technisch dann doch, dass es die UE5 ist
- kleinere Sachen im Gamedesign (u.a. Jump-Puzzle bei der Steuerung/Movement eher meh oder kein Teleportieren zwischen freigeschalteten Waypoints zwischen verschiedenen Orten)
Alles nix besonders wildes.
Für jemanden, der mit dem JRPG-Genre was anfangen kann, ist das ein Must-Play.
Und das von Franzosen (
Das Game wischt mit den hingeschissenen AAA- und "Modern audience"-Dreck wie DA:V, SW:O, Avowed und AC:S den Boden auf. Hier wurde das Medium "Computerspiel" endlich mal wieder als Kunst verstanden und behandelt - nicht als Gelddruckmaschine oder Mittel zur Verbreitung irgendeiner sozialpolitischen Agenda.
Gibt von mir ne empfehlenswerte 8/10. (entspricht einer 12/10 - IGN)
Wen das (jetzt noch) juckt? Mir egal...
Ich hoffe, nach Wukong 2024 und Clair Obscur 2025 geht es so weiter und ich bekomme jetzt jedes Jahr zumindest eine solcher gut produzierten, knackigen 50h Spieleperlen, die endlich mal wieder frisch und unterhaltsam sind.
Nach dem New Game+ Run steht wieder New Game+ (ist das noch schwerer?!?!?! haha)
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Hier noch ein Bonus Screenshoot(ist im Video auch am Anfang). Der ist mir eigetnlich nur aus Luck gelungen ;D
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