Clair Obscur: Expedition 33 - Der Ausnahme-Titel mit UE5 im Tech-Test mit 33 Grafikkarten

Clair Obscur: Expedition 33 ist ein wunderschön gestaltetes Rollenspiel mit an JRPGs erinnernden Rundenkämpfen in einem von französischen Einflüssen durchzogenen Belle-Époche-Setting. Dargestellt wird das fantastische Abenteuer mit der Unreal Engine 5. Wir laden zum Technik-Test.

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Clair Obscur: Expedition 33 - Der Ausnahme-Titel mit UE5 im Tech-Test mit 33 Grafikkarten
Quelle: PCGH

Clair Obscur: Expedition 33 ist ein eher untypisches Rollenspiel im Jahre 2025. Das von dem im französischen Montpellier ansässigen Studio Sandfall Interactive entwickelte Clair Obscur orientiert sich Gameplay-technisch an japanischen Rollenspielen, insbesondere früheren Final-Fantasy-Titeln, inklusive Oberweltkarte und Rundenkämpfen. Das Setting ist allerdings nicht japanisch, sondern deutlich europäisch geprägt, stark an Frankreich und die "Belle Époche" des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts angelehnt.

Die französischen Einflüsse sind unübersehbar, bei Clair Obscur quillt der charakteristische Charme aus allen Poren: Art- und World-Design wirken beinahe wie eine Reise durch die französische Kunst- und Kulturhistorie, die englische Synchronisation ist durchzogen von französischen (Kraft-)Ausdrücken. Für einen besonderen Flair können Sie - ähnlich wie in JRPGs die japanische Tonspur - statt der englischen optional französische Sprachausgabe samt Untertiteln zuschalten. Vertonungen in anderen Sprachen abseits Englisch und Französisch bietet Clair Obscur nicht an.

Kleiner Flair-Eindruck gewünscht, par coïncidence? Hier ist der Launch-Trailer in französischer Sprache.

Dabei brilliert Clair Obscur: Expedition 33 mit einem fantastischen Art- und World-Design und bietet neben einer engagierenden, bewegenden Story außerdem eine bildhübsche grafische Darstellung sowie einen wundervollen, teils melancholischen, teils poppig-treibenden Soundtrack inklusive feiner Gesangsdarbietung. Mit Spiel-Design, Art-Style, Setting und Flair hat Clair Obscur: Expedition 33 offenkundig einen Nerv getroffen: Das Spiel heimst absolute Traumwertungen auf Steam, Metacritic und Co. ein und konnte auch unsere Kollegen von der PC Games begeistern. Clair Obscur: Expedition 33 wird bereits jetzt als eins der besten Spiele 2025 gehandelt und hat sich innerhalb der ersten drei Tage nach dem Release mehr als 1.000.000 Mal verkauft. Und das außerdem auch noch im Zeitfenster der Veröffentlichung eines Oblivion Remastered - Bravo, encore!

Clair Obscur: Expedition 33 ist seit dem 24. April 2025 auf unter anderem Steam für moderate 49,99 Euro erhältlich. Die bisherigen Nutzerbewertungen liegen bei 92 Prozent Zustimmung und "sehr positiv". Die offiziellen Systemanforderungen sind trotz Unreal Engine 5 und schicker Grafik relativ gemäßigt, diese gelten indes lediglich für Full-HD-Darstellung sowie niedrige Einstellungen und 30 Bilder pro Sekunde respektive hohe Details und 60 Fps. Für höhere Auflösung sowie "Epic"-Details ist demnach primär mehr Grafikpower vonnöten. Mit rund 55 GiByte macht sich das Rollenspiel außerdem auf der SSD nicht über Gebühr breit. Clair Obscur bietet Upsampling-Unterstützung via TSR, DLSS und XeSS (kein FSR). Frame Generation wird zum aktuellen Zeitpunkt nicht unterstützt.

  Minimale Hardware (1080p, niedrige Details, 30 Fps) Empfohlene Hardware (1080p, hohe Details, 60 Fps)
Windows Windows 10 x64 Windows 11 x64
CPU Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 1600X Intel Core i7-12700K oder AMD Ryzen 7 5800X
RAM 8 GiByte RAM 16 GiByte RAM
Grafikkarte Geforce GTX 1060 6GB, Radeon RX 5600 XT 6GB oder Arc A380 6GB Geforce RTX 3060 Ti 8GB, Radeon RX 6800 XT 16GB
API DirectX 12 DirectX 12
Festplatte 55 GiByte freier Speicherplatz (SSD erforderlich!) 55 GiByte freier Speicherplatz (SSD erforderlich!)

Der Entwickler, Sandfall Interactive, ist ein relativ kleines, junges Studio - tatsächlich sind lediglich 33 Mitglieder (plus ein Hund) auf der offiziellen Homepage gelistet. Clair Obscur: Expedition 33 ist der erste Titel des französischen Entwicklers. Unter den Mitwirkenden befinden sich allerdings einige talentierte und erfahrene Veteranen, darunter nicht zuletzt Firmengründer Guillaume Broche (CEO) sowie Tom Guillermin (CTO, Lead Programmer), die zuvor bei Ubisoft arbeiteten. Der fantastische Soundtrack, der über 8 Stunden feinste Akustikuntermalung von melancholischen Klavierstücken bis treibenden Pop-Beats bietet, stammt von Lorien Testard, unter tatkräftiger Unterstützung der französischen Sängerin Alice Duport-Percier. Falls Sie lauschen mögen: Sandfall Interactive hat den Soundtrack unter anderem auf Youtube veröffentlicht.

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Als Publisher fungiert das Londoner Unternehmen Kepler Interactive, eine Mitinhaber-Vereinigung unterschiedlicher Indie-Entwickler, darunter Epp Software (Scorn) und Sloclap (Sifu). Der Publisher möchte es Indie-Studios erleichtern, auf dem Markt Fuß zu fassen, auch kleinen Entwicklern nötige finanzielle Mittel sowie genügend Publicity zukommen zu lassen, um auch gegen Großproduktionen bestehen zu können. Offenkundig kann dies ein Erfolgsmodell darstellen.

Sandfall Interactive hingegen ist überzeugt, dass auch kleine Studios mithilfe fortschrittlicher Engines großartige Spiele auf einem mindestens ebenbürtigen Niveau schaffen können, das sich hinter "Triple-A"-Großproduktionen weder spielerisch, grafisch noch technisch zu verstecken nötig hat. Die Mitarbeiter Sandfall Interactives, die mit merklichem Herzblut ein spielerisches Kunstwerk schufen, sind zudem offenkundige Fans von JRPGs wie Final Fantasy und Persona und außerdem der Ansicht, dass (Rollen-)Spiele dieserart zu wenig Vertretung durch die moderne Gaming-Industrie erfahren:

Spiele mit starkem Fokus auf Charakteren und deren sozialen Interaktionen und menschlichen Emotionen, mit einem Schwerpunkt auf einer ausgefeilten, komplexen und bewegenden Erzählung; Spiele mit Charme, die Massen bewegen können, sich den unkomprimitierenden Massenvorlieben indes nicht unterordnen. Und mit abwechslungsreichen, kunstfertig gestalteten und erinnerungswürdigen Inhalten punkten wollen, statt mit schierer Gewaltigkeit und eintönig retortenhaftem, austauschbarem und nahezu geschmacksneutralem Open-World-Einheitsbrei. Es mag eventuell verwunderlich anmuten, dass sich unter Sandfall Interactive nicht wenige ehemalige Ubisoft-Mitarbeiter tummeln; aus einem etwas anderen Betrachtungswinkel ist es allerdings vielleicht auch besonders wenig überraschend.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Final Fantasy trifft Unreal Engine auf Französisch
  3. Seite 3 Benchmarks von 33 GPUs & Fazit
    • Kommentare (143)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Schaut gut aus, danke. Hol ich mir dann wenn ich irgendwann mal wieder aufrüste. Für 1440p in vollem Glanz reicht meine Hardware aktuell nicht aus bzw. keinen Bock da unter 60FPS rumzudümpeln auf reduzierten Details oder so.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Schaut gut aus, danke. Hol ich mir dann wenn ich irgendwann mal wieder aufrüste. Für 1440p in vollem Glanz reicht meine Hardware aktuell nicht aus bzw. keinen Bock da unter 60FPS rumzudümpeln auf reduzierten Details oder so.
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] was fehlt denn für die restlichen beiden Punkte?
        Einen halben Punkt Abzug gibt es jeweils für:

        - stückweise unzureichendes Storytelling (hauptsächlich zu den Aktwechseln)
        - etwas Mangel an Herausforderung und mechanischer Abwechslung bei den Kämpfen (vor allem Story-Bosskämpfe)
        - man merkt grafisch und technisch dann doch, dass es die UE5 ist
        - kleinere Sachen im Gamedesign (u.a. Jump-Puzzle bei der Steuerung/Movement eher meh oder kein Teleportieren zwischen freigeschalteten Waypoints zwischen verschiedenen Orten)

        Alles nix besonders wildes.
        Für jemanden, der mit dem JRPG-Genre was anfangen kann, ist das ein Must-Play.
        Und das von Franzosen ( @Ubisoft).
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] was fehlt denn für die restlichen beiden Punkte?
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Etwas spät zur Party, aber meine Einschätzung nach ~50 Stunden:

        Das Game wischt mit den hingeschissenen AAA- und "Modern audience"-Dreck wie DA:V, SW:O, Avowed und AC:S den Boden auf. Hier wurde das Medium "Computerspiel" endlich mal wieder als Kunst verstanden und behandelt - nicht als Gelddruckmaschine oder Mittel zur Verbreitung irgendeiner sozialpolitischen Agenda.

        Gibt von mir ne empfehlenswerte 8/10. (entspricht einer 12/10 - IGN)
        Wen das (jetzt noch) juckt? Mir egal...

        Ich hoffe, nach Wukong 2024 und Clair Obscur 2025 geht es so weiter und ich bekomme jetzt jedes Jahr zumindest eine solcher gut produzierten, knackigen 50h Spieleperlen, die endlich mal wieder frisch und unterhaltsam sind.
      • Von Fleischi7 PC-Selbstbauer(in)
        Hier fals jemand langeweile hat. Mein New game+ Run ist zuende und hier sind ca. 200 Killshoots(ich hab von jeder Gruppe ein screenshot gemacht XD bzw. am ende nicht mehr von allem, weil der trash so oder so mit 1 attacke tot war ohne das ich gebufft hab sind gesamt so ca. 400 Screenshots und 200 sind 8 sekunden kills und nicht im Video).... Beinnahe hatte ich einen kompletten RUN Hitless . Paar intressante timestamps hab ich in der Beschreibung und am Ende seht ihr meine Pictos, Waffen und jeden Char(nicht die Pictos einzelener CHARS). Ich hatte selten mal wieder so viel spaß in einem Game

        Nach dem New Game+ Run steht wieder New Game+ (ist das noch schwerer?!?!?! haha)

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Hier noch ein Bonus Screenshoot(ist im Video auch am Anfang). Der ist mir eigetnlich nur aus Luck gelungen ;D
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