Intel 14nm: Intels XMM 7560-Modem für iPhone Xs und Co. verschärft Kapazitätsengpässe
Mit dem Exklusiv-Deal für die iPhone-Modems der kommenden Generation an Apple-Smartphones hat Intel zwar einen milliardenschweren Auftrag ans Land gezogen, riskiert damit jedoch zusätzlichen Boden im CPU-Markt zu verlieren. Grund: Intels XMM 7560 - so die Bezeichnung des Modems - wird in 14 nm gefertigt. Hier sieht sich das Unternehmen derzeit jedoch mit argen Kapazitätsproblemen konfrontiert.
Für die jüngst vorgestellte, neue iPhone-Generation, dessen Line-Up das iPhone Xs, Xs Max sowie das günstigere Xr umfasst, hat sich Intel nach Jahren den milliardenschweren Auftrag als exklusiver Modem-Lieferant gesichert. Doch so lukrativ der Deal zwischen den beiden Unternehmen auf den ersten Blick erscheint, könnte dieser Intel in anderen Märkten letztlich das Genick brechen. Das bei den neuen iPhones verbaute XMM 7560 stammt aus Intels 14-nm-Produktion und die ist momentan von starken Engpässen gebeutelt.
Apple hat Vorrang, CPUs und Chipsätze das Nachsehen
Wurzel allen Übels ist - wie so oft in jüngerer Vergangenheit - die Verzögerung der 10-nm-Fertigung. Schon seit Jahren angekündigt, verschiebt sich die Massenfertigung weiter nach hinten und soll erst zum Weihnachtsgeschäft 2019 voll anlaufen. Bis dahin setzt Intel weiterhin auf den 14-nm-Technologieknoten, sodass sich die Palette an Chips, die in 14 nm gefertigt werden, zunehmend vergrößert. Kaby Lake, Coffee Lake, Skylake SP, Gemini Lake, Amber Lake Y und Whiskey Lake laufen in den 14-nm-Fabs vom Band und auch die 300er-Chipsätze für die Mainboards sind mittlerweile dort angelangt. Die Fertigung des XMM 7560-Modems sorgt für eine zunehmende Verschärfung der Kapazitätsprobleme und das wohl eher zu Ungunsten der CPU-Sparte, denn mit Apple wird es sich Intel nicht verscherzen wollen, nachdem man jahrelang auf einen exklusiven Deal hingearbeitet hat, wie Computerbase anmerkt.
Für etwas Entspannung könnte die spekulierte Auslagerung der Chipsatz-Produktion an Auftragsfertiger TSMC sorgen. Zum kolportieren Start des Coffee-Lake-S-Refresh in den kommenden Monaten dürfte es um deren Verfügbarkeit sowie auch jener der Z390-Chipsätze eher schlecht bestellt sein. Aktuell machen sich die Lieferengpässe vor allem in Hinsicht auf die Preise für aktuelle Intel-Prozessoren bemerkbar. Insbesondere betroffen ist der Intel Core i7-8700K. Kostete der Sechskerner im März noch knapp über 300 Euro, so stieg der Preis innerhalb weniger Tage zunächst um rund 20 Prozent auf etwa 360 Euro. Derzeit werden für lieferbare Boxed-Varianten über 400 Euro fällig. Der kleine Bruder ohne K-Suffix ist indes kaum noch erhältlich. Nur sehr wenige Händler listen den Core i7-8700 noch als lieferbar. Moderater geht es bei den aktuellen Core-i5- sowie Core-i3-CPUs zu. Durch die Bank kostet die Mittel- und Einsteigerklasse jedoch rund 30 Euro mehr als noch zu Monatsbeginn.
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Profiteur der Misere dürfte letztlich einmal mehr AMD sein. Partner, Distributoren und Systemintegratoren warnen seit derzeit vor Intels-Lieferengpässen. Asrock empfiehlt mittlerweile AMD-Plattformen und Hewlett Packard Enterprise (HPE) rät zum Griff zu Epyc-Prozessoren anstelle einer Xeon-CPU. Preislich bewegt sich AMDs derzeitiges CPU-Line-Up stabil knapp unter der UVP. Endverbraucher können sich derweil wohl über fallende Preise in anderen Produktkategorien freuen. Sowohl Arbeitsspeicher als auch SSDs sollen durch die Lieferengpässe und die dadurch sinkende Nachfrage seitens OEMs günstiger werden.
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Ihr könnt doch einfach mal rechnen.
Eine Straße zur Fertigung der IPhone schaft es mit reiner Bestückung und Verkabelung in ca 45s 1 Gerät heraus zu bringen da kann man schnell ausrechnen wie lange es dauert bis 100.000 fertig sind.
Die 45s sind sogar hoch gegriffen eine Straße des IPhone 6S und 7S waren bei ca 35s, das sind so um die 2.000 Geräte je Straße von der blanken Platine aus. Und ich kenne noch die Zahlen wie viele der Straßen verkauft worden da mein Vater in der Firma gearbeitet hatte bis zur Rente.
Die Straßen kosten auch nicht wenig das sind ähnliche Preise wie für eine EUV Fertigungs Anlage.
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"aber eher letzteres" Keine Ahnung warum du hier so einen Stress machst
Außerdem unterstellst du ihm, dass er Umsatz und Gewinn nicht unterscheiden kann, bzw das er es für das Gleiche hält, was du gerade mit deinem Zitat widerlegst...
Foxconn produziert pro Tag mehr als 300.000 Iphones und in jedes davon muss ja ein Chip von Intel drin sein.
Wenn 200 Millionen Iphones verkauft werden und Intel pro Chip 15$ nimmt, dann sind die da sehr wohl bei mehr als einer Milliarde und wir wissen nicht, ob es Gewinn oder Umsatz ist, aber eher letzteres.
Somit hätte Intel 3 Milliarden eingenommen. Wie die Kosten für die Produktion sind kann ich nicht sagen, aber da bleibt sicher was übrig für Intel und es handelt sich hier um sehr kleine Chip, wo der Ausschuss an Chips auch sehr gering ausfallen dürfte, plus die Produktionskosten gleichzeitig auch sinken.