Bestenliste SSDs: Die neue Testübersicht mit SSD 840 Evo, OCZ, Plextor und Intel (März 2014)

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k.A.

Bestenliste SSDs: Die neue Testübersicht mit SSD 840 Evo, OCZ, Plextor und Intel (März 2014)

Reinhard Staudacher
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13.03.2014 18:00 Uhr
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34°
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Die besten SSDs in der Test-Übersicht (März 2014): SSDs sind das beste Mittel, um den PC aufzurüsten. Nicht nur sind aktuelle Solid State Disks rasend schnell, auch das Euro-pro-Gigabyte-Verhältnis stimmt selbst bei Luxus-Modellen mit einem TByte inzwischen einigermaßen. PC Games Hardware bringt die SSD-Bestenliste, konkrete Kauftipps und generelle Hinweise zu SSD-Auswahl.
03:33
SSD-Kaufempfehlungen: Wo erhalten Sie aktuell am meisten für Ihr Geld?
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Die aktuelle SSD-Bestenliste und Kaufberatung vom März 2013 beinhaltet wie immer alle Modelle unserer Marktübersichten (aktuell bis Ausgabe PCGH 02/2014). Mehrere empfehlenswerte und bewährte 256-GByte-Modelle gibt es bereits für um die 140 Euro und flotte 128-GByte-SSDs sind bereits konstant unter 120 Euro zu haben. Wenig empfehlenswert ist inzwischen die 64-GB-Klasse. Vor mehr als einem Jahr noch als guter Einstieg sinnvoll, sind die Glanzzeiten der kleinen SSDs mittlerweile vorbei - denn für Anwender, die von HDD-Speicherplatzdimensionen verwöhnt sind, fallen die Einschränkungen und die Performance-Verluste gegenüber 128- und 256-GByte-SSDs einfach zu groß aus und das Preis-Leistungsverhältnis ist inzwischen nicht mehr gut.

In der PCGH-SSD-Bestenliste stellen wir Ihnen regelmäßig empfehlenswerte SSDs samt passender Alternativen für nahezu jeden Geldbeutel vor. Außerdem sagen wir Ihnen auf Seite 2 des Artikels, was Sie beachten sollten, wenn Sie sich selbst auf die Suche nach der für Sie passenden SSD machen.


Vom Geheimtipp zum Muss: SSDs versprechen, für ein neues PC-Gefühl zu sorgen. Einem mit SATA-Anschluss, am besten nach SATA-6-GB/s-Standard, ausgestatteten aktuellen PC geben Sie mit kaum einer anderen Komponente einen solchen "Kick"; abseits von Spiele-Fps wird sich der Rechner wie nach einer Frischzellenkur anfühlen, nahezu alle kleineren, aber nervigen Wartezeiten verringern sich oder entfallen komplett, das Ansprechverhalten ist einfach sensationell - auch ein RAID-Verbund aus herkömmlichen Festplatten kann hier längst nicht mithalten, selbst wenn die durchschnittlichen oder maximalen Transferraten den Festplatten ähnliche MB/s-Werte bescheinigen. Wenn auch Sie überlegen, eine SSD anzuschaffen, sich aufgrund des unüberschaubaren Angebotes aber nicht recht entscheiden können, geben wir Ihnen hier ein wenig Starthilfe mit den gesammelten Ergebnissen und Erfahrungen aus den PCGH-Tests und der SSD-Bestenliste.

SSDs im Test: SSD-Marktüberblick

      

Geben Sie im PCGH-Preisvergleich das Stichwort "SSD" ein, werden Sie allein im Bereich der üblichen 2,5-Zoll-SSDs von Hunderten von Suchtreffern geradezu erschlagen: Zwischen Samsung, Corsair, Crucial, Intel, OCZ, Photofast und Winkom, zwischen mSATA, Expresscard/34 und USB 3.0, zwischen Indilinx, Arowana, Phison, Marvell 88SS9174 und Sandforce, zwischen Single-, Multi- und Triple-Level-Cells, Toggle-DDR und eMLC ist man hoffnungslos verloren - selbst wenn die Entscheidung für eine Größenkategorie aufgrund des zur Verfügung stehenden Budgets bereits gefallen ist. Unsere Empfehlungen helfen weiter!

Einsteiger-SSDs bis 64 Gigabyte

      

Die ehemals empfehlenswerten Einsteiger-SSDs mit rund 55 bis 64 Gigabyte Speicher bieten inzwischen viel zu wenig Platz pro Euro. Selbst die besseren Mini-SSDs wie Adatas S511 sowie Crucials m4 ) leisten deutlich weniger als ihre Geschwister mit 128 GByte und mehr, kosten mit rund 45 bis 70 Euro aber kaum weniger. Hier passt neben dem Betriebssystem, einigen wichtigen Programmen und vielleicht einem größeren Spiel (wenn es nicht gerade einer der 20-GByte-Klopper wie WoW, Rage oder Max Payne 3 ist) nicht viel mehr auf einmal auf den Flash-Flitzer. Deshalb sehen wir inzwischen auch von einem Test solcher Laufwerke ab. Fazit: SSDs mit 64 Gigabyte Speicherplatz oder weniger können wir derzeit daher nur noch Interessenten empfehlen, die wirklich jeden Cent zweimal umdrehen müssen - vom Preis-Leistungsverhältnis sind Sie mit SSDs der 250-GB-Klasse wesentlich besser bedient.

SSDs mit 120 bis 128 Gigabyte

      

Die besten Einsteiger-SSDs mit 120/128 GByte: Plextor M5 Pro (Preisvergleich) Die besten Einsteiger-SSDs mit 120/128 GByte: Plextor M5 Pro (Preisvergleich) [Quelle: Siehe Bildergalerie] SSDs mit einer Größe von 128 GB stellen die aktuelle Einsteigerklasse dar - viele Hersteller bieten für ihre Serien keine kleineren Kapazitäten mehr an. Für die wirklich empfehlenswerten SSDs dieser Klasse müssen Sie allerdings etwas mehr berappen, aber selbst der Spitzenreiter unserer SSD-Bestenliste in dieser Größenordnung, Plextors M5 Pro ist inzwischen für rund 100 Euro zu haben. Die Samsung 840 Pro ist mit 95 Euro sogar etwas günstiger. Der zuletzt getestete Vertreter dieser Größenklasse ist die Vector 150 von OCZ für ebenfalls etwa 95 Euro, die ebenfalls sehr gut abschneidet. Da OCZ nun ein Teil von Toshiba ist, bestehen bei einem Neukauf auch keine Unwägbarkeiten bei der Garantie mehr. Fazit: SSD-Modelle mit rund 120 bzw. 128 Gigabyte Speicherplatz bieten derzeit noch die beste Einstiegsgröße bei noch gutem Preis pro Gigabyte. Kleiner sollten Sie auf keinen Fall mehr kaufen.

Unsere Top-5-SSDs mit 120/128 GByte:

• Plextor M5 Pro (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• OCZ Vertex 4 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Samsung SSD 840 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• OCZ Vector 150 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Kingston Hyper-X (Kit) (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

SSDs mit 240 bis 256 Gigabyte

      

Die Besten SSDs mit 240/256 GB: OCZ Vector 256 GB
 (Preisvergleich) Die Besten SSDs mit 240/256 GB: OCZ Vector 256 GB (Preisvergleich) [Quelle: Siehe Bildergalerie] SSDs mit dieser Kapazität stellen den aktuellen Standard dar. In dieser Klasse, ab circa 240 Gigabyte und um etwa 150 Euro, sind die Platzprobleme größtenteils gelöst. Auch die Performance ist bei vielen Modellen (insbesondere solchen mit Sandforce-Controller) noch einmal messbar besser als bei den kleineren Varianten. Preislich stellt diese Größe aktuell den besten Kompromiss dar. Der Spitzenreiter in der PCGH-Bestenliste ist die Samsungs SSD 840 Pro für rund 165 Euro, die aber leider auch eine der teureren SSDs ist. Gleich dahinter folgen zwei Modelle von OCZ: Die Vector und ihr Nachfolger Vector 150. Erstere ist aber aufgrund der sinkenden Verfügbarkeit mit 255 Euro inzwischen relativ uninteressant. Die Vector 150 hat vor Kurzem jedoch eine Preissenkung erfahren, sodass sie mit einem Kaufpreis von 160 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.. Ebenfalls ein gutes Laufwerk ist die Neutron GTX von Corsair und die Plextor M5 Pro und wobei Plextor im Vergleich zur Samsung 840 Pro ähnliche Performancewerte, die Samsung aber einen geringfügig niedrigeren Stromverbrauch ins Feld führen kann.

Alle diese SSDs liegen im Preisbereich um 150 Euro. Wem das zu viel Geld ist, will sich vielleicht im Preis-Leistungs-Segment dieser Größenkategorie umsehen. Hierbei stechen aktuell besonders die Samsung 840 Evo und die Toshiba Q-Series heraus, die aktuell für rund 120 bis 130 Euro angeboten werden. Während die Samsung 840 Evo eine für den Preis sehr gute Leistung bietet, ist die Toshiba Q-Series vor allem dann interessant, wenn geringer Stromverbauch wichtig ist. Letztere eignet sich also gut für Notebooks. Fazit: SSD-Modelle mit rund 240 bzw. 256 Gigabyte kosten kaum noch mehr als SSDs mit 128 Gigabyte, bieten allerdings die doppelte Kapazität und sind oftmals auch noch schneller als die kleineren Serienbrüder. In dieser Größenklasse erhalten Sie in der Regel am meisten für Ihr Geld.

Unsere Top-5-SSDs mit 240 bis 256 Gigabyte:

• Samsung SSD 840 Pro (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• OCZ Vector (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• OCZ Vector 150 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Corsair Neutron GTX (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Plextor M5 Pro (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

Unsere Preis-Leistungs-Tipps mit 240 bis 256 Gigabyte:

• Samsung SSD 840 Evo (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Toshiba Q-Series (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

SSDs mit 480 bis 512 Gigabyte

      

Die Ex-Königsklasse mit 480 bis 512 Gigabyte: Adata XPG SX910 512 GB (Preisvergleich) Die Ex-Königsklasse mit 480 bis 512 Gigabyte: Adata XPG SX910 512 GB (Preisvergleich) [Quelle: Siehe Bildergalerie] In der 500-Gigabyte-Klasse der SSDs sind die Platzprobleme der kleineren Modelle weitgehend gegessen - rund 500 Gigabyte genügen auch für umfangreiche Steam-Libraries und Foto-Sammlungen (nur nicht für beides zusammen).

In dieser Kategorie führt aktuell Plextor das Feld an: Bei Plextor M5 Pro Xtreme handelt es sich eigentlich nur um eine normale M5 Pro, die mit einem Firmware-Update beschleunigt wurde. Diese ist aktuell ab 330 Euro erhältlich. Die Samsung SSD 840 Evo fällt auch in dieser Kategorie durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf: Trotz des zweiten Platzes in unserer aktuellen 512-GByte-Bestenliste ist das Laufwerk bereits ab 220 Euro erhältlich. Weitere getestete SSDs in dieser Kategorie sind die Crucial M500 für sehr günstige 190 Euro und die Crucial m4, welche allerdings nur noch vereinzelt und zu einem hohen Preis erhältlich ist. Unter Berücksichtigung des alten Bewertungssystems sind auch die Samsung SSD 840 Pro für 320 und die OCZ Vector für 500 Euro empfehlenswerte Laufwerke.

Unsere Top-SSDs mit 480 bis 512 Gigabyte:

• Plextor M5 Pro 512 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Samsung SSD 840 Evo (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Crucial M500 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Crucial m4 (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

Unsere Top-SSDs mit 480 bis 512 Gigabyte (Altes Bewertungssystem):

• OCZ Vector (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Samsung SSD 840 Pro (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

SSDs mit 960 bis 1.000 Gigabyte

      

'Speicherwunder': Samsung 840 Evo (1.000 GB) ist technisch ein Zwischenschritt zwischen Basic und Pro. (Preisvergleich) "Speicherwunder": Samsung 840 Evo (1.000 GB) ist technisch ein Zwischenschritt zwischen Basic und Pro. (Preisvergleich) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Königsklasse der SSDs lässt sich ohne große Einschränkungen als einziges Laufwerk in einem Rechner verwenden - Kapazitäten von bis zu einem Terabyte sind ausreichend für fast alle Anwendungsfälle. Aktuell sind SSDs aus diesem Segment aber noch dünn gesäht und vor allen Dingen teuer. Eine SSD mit dieser Kapazität schlägt mit dem Preis einer High-End-Grafikkarte zu Buche.

Weit vorne im Testfeld befindet sich die Samsung SSD 840 Evo, technisch ein Zwischenschritt zwischen Basic und Pro. Seit Release ist der Preis bereits stark gesunken, aktuell ist der SSD-Riese für 400 Euro zu haben. Ein zweiter Vertreter dieser Klasse ist die Crucial M500 mit 960 Gigabyte. In Leistung und Eigenschaften ist der Samsung 840 Evo etwas unterlegen. Allerdings ist sie aktuell rund 10 Euro günstiger.

Unsere Top-SSDs mit 960 bis 1.000 Gigabyte:

• Samsung SSD 840 Evo 1 TB (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)
• Crucial M500 960 GB (Link zum PCGH-Preisvergleich powered by Geizhals)

SDD-Tests bei PCGH-Online

      

OCZ Vector 150 (240GB)
Samsung SSD 840 Evo (1TB)
OCZ Vertex 450 (256 GB)
OCZ Vector (256 GB)
Asus ROG Raidr (240 GB)
Crucial M500 (960 GB)
Samsung SSD 840 Basic (250 GB)
Samsung SSD 840 Pro (256 GB)
Intel SSD 520 Cherryville (240 GB)
Samsung SSD 830 (256 & 512 GB)
Crucial m4 mit neuer Firmware (64 & 256 GB)

SSD-Tests und -Marktübersichten in der Printausgabe der PCGH:

      


Das aktuelle Heft finden Sie auch als E-Paper im iKiosk.

• 02/2014: Vector 150 240 GB & 120 GB und drei andere SSDs im Test (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 12/2013: Samsung 840 Evo: Die kleinen Modelle bis 500 GB (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 09/2013: Marktübersicht 14 neue und aktuelle SSDs mit neuem Testystem (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 07/2013: Seagate SSD 600 (240 GByte) (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 06/2013: 20-nm-Update - neue SSDs in allen Klassen von M-SATA bis Terabyte (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 02/2013: Massen Speicher - Markübersicht SSDs mit 512 GByte (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 12/2012: Samsung SSD 840 Basic im Test (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 10/2012: 33 SSD-Tipps (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 09/2012: HDD-Totengräber? 12 256-GB-SSDs im Test (Heftvorschau - Heftbestellung im Computec-Shop)
• 05/2012: Preisbrecher mit Platz: SSDs der 120/128-GB-Klasse (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 11/2011: Rundum-Sorglos-SSDs (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 11/2011: 120-GByte-SSDs (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 09/2011: Günstige SSDs (Heftbestellung im Computec-Shop)
• 09/2011: PCGH-Premium-Ausgabe mit dem Schwerpunktthema SSDs (Heftbestellung im Computec-Shop)

SSD-Bestenliste - Hintergründe und Technik: Der SSD-Effekt

      

Die Marktlage bei SSDs ist unübersichtlich wie in kaum einem anderen Bereich - von Einsteigermodellen bis hin zum Topmodell für mehr als 1.000 Euro werden alle Segmente mit Transferraten und ominösen "IOPS" in astronomischen Höhen beworben. Für den unbedarften Kunden stellt sich hier die Frage, zu welchem Modell er unbesorgt greifen soll, denn die Modellbezeichnungen sind nur selten hilfreich. Dabei sei eines vorab gesagt: Auch wenn Sie sich nicht für ein Modell mit Spitzenleistung entscheiden, werden auch Sie - von einer Magnet-Festplatte ausgehend - den SSD-Effekt erleben. Denn der am meisten unterschätzte Vorteil liegt nicht in rasend schnellen Kopieraktionen, sondern darin, wie stark das Ansprechverhalten auch alltäglicher Aktionen im Umgang mit dem PC profitiert. Das fängt mit dem beschleunigten Bootvorgang an und hört mit der beinahe Sofort-Verfügbarkeit auch größerer lokaler E-Mail-Postfächer noch lange nicht auf. Kleine Dinge wie das Aufklappen des Startmenüs nach längeren Spielesitzungen geschehen ohne merkliche Verzögerung, ohne die HDD-Gedenkpause. Allein dieses Arbeitsgefühl wird Ihnen auch beim Griff zu einer günstigeren SSD abseits von Fps-Raten in Spielen den Eindruck vermitteln, wie stark die Reaktionsgeschwindigkeit des PCs durch eine SSD gewinnt.

SSD-Bestenliste: Hilfreiche Tipps um Umgang mit den Flash-Speichern

      

Da sich SSDs in vielen Punkten von Festplatten unterscheiden, ist auch die Pflege eine gänzlich andere. SSDs können nach längerer Benutzungsdauer langsamer werden. Aber auch der Einbau will richtig erledigt werden. Was genau Sie bei all diesen Punkten beachten müssen, lesen Sie in unserem Artikel. Neben dem richtigen Anschließen zeigen wir Ihnen, wie Sie das Betriebssystem und das BIOS richtig konfigurieren. Außerdem erläutern wir, wie Sie mit einem ATA Secure Erase sich schon länger im Gebrauch befindliche ältere SSD beschleunigen.

SSD-Bestenliste - Hintergründe und Technik: Hilfe zur Auswahl- und Bench­markinterpretation

      

Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit der getesteten aktuellen SSDs mit SATA-6-Gb/s-Anschluss liegt um über 200 Prozent höher als die der an sich schon flotten Festplatte. Bei der Ergebnisanalyse könnte man auf die Idee kommen, fast alle SSDs wären nahezu gleich.

Doch wie so oft trügt ein nur oberflächlicher Blick: Die maximalen Übertragungsraten sind nur ein kleiner Teil des Leistungsbildes (und werden bei PCGH entsprechend gering gewichtet). Ganz besonders gilt das in SSD-Klassen unterhalb der 240/256-GByte-Fraktion - diese erreichen oft dieselben Maximalwerte, reißen in den Praxistests aber deutlich nach unten aus. Übertragen Sie daher nicht die in diversen Artikeln gezeigten Werte auf andere SSD-Größen, auch wenn die SSDs möglicherweise denselben Modellreihen angehören. Die Zugriffszeiten, wenngleich prozentual deutlich unterschiedlicher, sind ebenfalls samt und sonders auf einem Niveau, welches für Heimanwender rundum ausreicht - aber gerade hier zeigt sich der SSD-Effekt. Die Ansprechzeit des Systems sinkt von minimal circa 7 Millisekunden mit einer sehr schnellen 10.000-U/Min-Festplatte (andere Modelle erreichen mit 11 bis 16 Millisekunden deutlich schlechtere Werte) auf gerade mal 2 bis 3 Prozent davon. Und das bei jedem Zugriff auf eine Datei, von denen alleine Windows etliche durchführt.

Viele winzige Wartezeiten entfallen, das System fühlt sich einfach wesentlich flüssiger an als es ein Vergleich der Übertragungsraten oder Kopierzeiten allein vermuten lassen würde. Und das Beste ist, dass Sie diesen SSD-Effekt bei allen SSDs verspüren. Trotzdem unterscheiden sich SSDs hinsichtlich ihrer Leistung und je nach Ihrem Anwenderprofil ist dieser Unterschied mehr oder weniger deutlich spürbar - darum ist auch nicht jedes Billigangebot ein Schnäppchen!

   
Bildergalerie: SSD
Bild 1-4
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01:59
Seagate Momentus XT im Vergleich: Windows 7 Startzeit
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Volt-Modder(in)
23.04.2014 14:57 Uhr
Kel
Freizeitschrauber(in)
23.04.2014 14:24 Uhr
Zitat: (Original von tommywhite84;6363866)
Naja ich findet es aber dennoch etwas bescheiden wenn ich mir eine Festplatte kaufe der Hersteller mir spitzen Werte verspricht aber am Ende nur ein Bruchteil erreicht werden kann.

Die Werte werden doch erreicht, in genau diesem Szenario mit genau diesen Daten.
Hat schon seine Gründe, dass man nicht nur den seriellen Zugriff testet ....... oder man beim Spritverbrauch nicht unbedingt auf die Autohersteller hören sollte, (Autohersteller verfälschen Spritverbrauch: Das sind die miesen Tricks der Autobauer - Spritverbrauch: Die miesen Tricks der Autobauer - FOCUS Online - Nachrichten).

Testszenario != reale Nutzung.
Wenn dir das zu hoch ist dann greif zu der SSD mit den hübschesten Zahlen .
Schraubenverwechsler(in)
23.04.2014 14:04 Uhr
Naja ich findet es aber dennoch etwas bescheiden wenn ich mir eine Festplatte kaufe der Hersteller mir spitzen Werte verspricht aber am Ende nur ein Bruchteil erreicht werden kann. Auch wenn man diese Werte vielleicht nie erreichen könnte mit seinem Pc, dennoch suche ich danach meine SSD aus.
Volt-Modder(in)
23.04.2014 13:33 Uhr
Das sind alles Max.-Werte, die mit der Realität wenig gemein haben und im Alltag übehaupt keine Rolle spielen - sofern man nicht mit riesen Dateien zwischen mehreren SSDs hin- und herjongliert.
Schraubenverwechsler(in)
23.04.2014 13:23 Uhr
Ja die Seite war eher ein Beispiel da die Werte in einem Diagramm abgebildet sind. ^^ Ich mag halt Diagramme. Icedaft das die Werte manchmal nicht stimmen hat ja nichts mit der Seite zu tun. Das ist ja nunmal Fakt oder geht es dir da anders?
Colonel Faulkner wie meinst du das? Errechnet ATTO nur einen Wert? Ich dachte immer die schieben eine Datenpaket hin und her und messen die Zeit. Naja gut irgendwie so halt.

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