Intel stoppt Magdeburg: Subventionen sollen in Haushalt fließen
Intel hat den Bau seines Werks in Magdeburg, der Fab 29.1 und Fab 29.2, vorerst gestoppt und dies bereits im Vorfeld mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sowie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) besprochen.
Nun also doch. Was sich bereits zuvor klar abgezeichnet hatte, ist letztlich Realität geworden. Intel hat den Bau seiner Werke in Magdeburg, der Fab 29.1 und Fab 29.2, vorerst gestoppt und dies bereits im Vorfeld mit Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD sowie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU besprochen, wie der Mitteldeutsche Rundfunk jetzt berichtet hat.
Intel in Magdeburg: Regierung sucht schon nach einem Plan B
Wie der Regierungssprecher Dr. Matthias Schuppe von der CDU gegenüber dem MDR Sachsen-Anhalt mitgeteilt hat, habe Intels CEO Pat Gelsinger gegenüber Olaf Scholz und Reiner Haseloff erklärt, dass sich das Projekt "voraussichtlich um zwei Jahre" verzögern werde. "Der Ministerpräsident nehme die Entscheidung von Intel zur Kenntnis" und werde sich selbst am Dienstag um 14 Uhr in einer eigenen Pressekonferenz "zu den Folgen äußern", so heißt es weiter. Auch der Bundesfinanzminister Christian Lindner meldete sich zu Wort.
Alle nicht für #Intel benötigten Mittel müssen zur Reduzierung offener Finanzfragen im Bundeshaushalt reserviert werden. Alles andere wäre keine verantwortungsbewusste Politik. - Christian Lindner (FDP) -
Aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, war wiederum zu hören, dass über eine Weiterverwendung der nicht benötigten Mittel in Ruhe beraten werden sollte. Die jetzt im Klima- und Transformationsfonds ("KTF") belassenen Milliarden sollten lieber in Klimaprojekte investiert werden, hieß es im Umfeld von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, wie der MDR berichtet.
Wir werden jetzt gemeinsam beraten, wie wir mit nicht genutzten Mitteln sinnvoll und sorgsam umgehen und sie zum Wohle des Landes einsetzen.
- Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) -
Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2025 klafft eine Finanzierungslücke von rund zwölf Milliarden Euro, von der SPD, FPD und Bündnis 90/Die Grünen bisher nicht konkret wissen, wie sie geschlossen werden soll. Hierfür könnten die ungenutzten Subventionen für Intel reserviert werden, so zumindest die Planspiele in Berlin.
Wenngleich es bereits zuvor zahlreiche Hinweise darauf gab, dass Intel den Bau seiner Fab 29.1 und Fab 29.2 in Magdeburg aufgrund der momentanen finanziellen Schieflage des Unternehmens nicht wie geplant wird in Angriff nehmen können, zeigte sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff noch im August gegenüber dem MDR Sachsen-Anhalt noch äußerst optimistisch.
Einen Plan B brauchen wir nicht. So ein Filetstück würden auch Unternehmen aus anderen Branchen nirgendwo anders finden.
- Reiner Haseloff (CDU) -
Mittlerweile rudert aber auch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt ein wenig zurück und gibt sich etwas kleinlauter und eher zweckoptimistisch.
Intel hält, wenn auch mit einer zeitlichen Verzögerung, weiter an dem Projekt fest. Das ist für uns alle eine wichtige Nachricht. Die Nachricht kommt für uns nicht völlig überraschend, wir waren in den vergangenen Wochen in einem engen Austausch mit Intel. - Sven Schulze (CDU) -
Dem vorläufigen Stopp des Werks in Magdeburg waren zahlreiche Hiobsbotschaften für das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien, vorausgegangen. Mittlerweile steht fest, dass Intel beinah jede sechste Stelle streichen und mehr als 18.000 seiner weltweit 125.000 Mitarbeiter entlassen muss.
Intel hat den KI-Boom, den Konkurrenten wie Nvidia zu neuen Höhenflügen und AMD zu neuen Akquisitionen genutzt haben, weitestgehend verschlafen und spielt so in diesem momentan alles beherrschenden Segment so gut wie keine Rolle.
Die folgenden Maßnahmen hat sich Intel für seine Umstrukturierung und Neufokussierung ins Lastenheft geschrieben; eben diesen fallen jetzt vorerst auch die beiden Fabriken in Magdeburg zum Opfer.
- Wachstum aufrechterhalten
- Reduzierung der Betriebskosten
- Vereinfachung des Portfolios
- Aussetzung der Dividende
- Komplexität beseitigen
"Dies wird unsere Investitionen im Jahr 2024 um mehr als 20 Prozent reduzieren", sagte Intel-CEO Pat Gelsinger im Rahmen der Bekanntmachung. Im Anschluss daran möchte Intel dann jährlich 10 Milliarden US-Dollar einsparen. Bereits vor der heutigen Ankündigung wurden die Subventionen von Experten kritisch hinterfragt.
Es kommt häufig vor, dass Hersteller Investitionspläne ändern und Stellen abbauen müssen. Bei Intel kommt allerdings hinzu, dass das Unternehmen in letzter Zeit dafür kritisiert wird, wichtige technologische Entwicklungen verschlafen zu haben. Vor diesem Hintergrund ist es daher zumindest fragwürdig, dass Intel so hohe Subventionen bekommt.
- Pro. Dr. Clemens Fuest, ifo Institut -
Mit dem heutigen Tag dürften sich die Kritiker der Ansiedlung von Intel in Magdeburg und den damit verbundenen Subventionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro bis auf Weiteres in ihrer Meinung bestätigt fühlen.
Hinweis: Im Anschluss an die Pressekonferenz der Landesregierung von Sachsen-Anhalt wird PCGH diese Meldung entsprechend aktualisieren.
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Quelle: MDR Sachsen-Anhalt, T-Online, Tagesschau


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Sagt zumindest die Tagesschau und die... ähm... Maischberger.
Subventionen sollen in Haushalt fließen
Wer auf die Idee kommt gegen 1,3Mrd Inder oder 1,4Mrd Chinesen zu konkurrieren hat ehnicht die Weitsicht.
Bals kommt noch Afrika dazu.
Hohe Energiepreise sind auch längst kein Argument mehr, da gibt es Mittel diese im Griff zu halten. Gerade bei solchen Flächendimensionen solcher Fabs.
Die können sich Ihre Pläne aus anderen Gründen an die Backe nageln, und das ist die anhaltend schlechte Nachfrage.
Während Corona und der Homeoffice offensive wurde der Markt extrem gesättigt. Die Hardware die infolgedessen angeschafft wurde ist einfach noch lange nicht obsolet. Und die übrigen Krisen und Kriege die den Energie Markt kräftig durchgeschüttelt haben, haben das übrige dazu beigetragen, den klugen Verbrauchern die Kauflaune komplett zu verhageln.
Also wäre ich Politiker, würde ich aktuell eher mit Siemens und Bosch darüber verhandeln, Fertigungsanlagen für Mikroprozessortechnik aus deutscher Hand, aufbauend auf ARM Technik, zu etablieren als dem Amerikaner weiter unsere Steuergelder in den arsch zu blasen.
Wie man sieht haben die aktuell ganz eigene Sorgen. Und wir haben beileibe auch kein Geld für irgendwelche Luftschlösser zu verschenken.
Und wenn der deutsche Michel für Schlüsseltechnologien aus dem Steuerportemonnaie locker machen soll, dann doch bitte mal wieder in eigene Industrieunternehmen stecken, die hier ihre Wurzeln haben!
Jetzt mal ehrlich, wir wollen unabhängiger werden von Taiwan und Asien und investieren in einen anderen gerade wackeligen Konzern, einer Nation die schneller Ihre "Freunde" neu sortieren, als wir Flughäfen bauen können?
Nicht im ernst oder? Unabhängig wird man meiner bescheidenen Meinung nach nicht durch Suchtverlagerung. Da wird das Heroin durch Opium ersetzt, einwandfrei! Da kann man sich echt nur an den Kopf fassen.
Wenn wir überhaupt mal wieder ein Wörtchen mitreden wollen auf dem Halbleiter Markt, bzw etwas Unabhängigkeit erreichen möchten und Souveränität zurück erlangen. Dann müssen die Finanz Spacken aus Berlin endlich mal wieder ins eigene Land investieren, und aufhören unsere Steuergelder auf der ganzen Welt zu verschenken!
Und um Gottes Willen! Fachkräfteabkommen mit Kenia und Usbekistan? Also wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, das deren so genannte Fachkräfte lediglich als Lohndumpingpersonal gebraucht werden, der wird es auch nicht mehr verstehen bis er in die Kiste gehüpft ist.
Deutschland hat sowas von fertig! Da kann nicht mal der hier...
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
...mithalten! 😂
Aber leider bin ich kein Politiker, darum interessiert meine Meinung selbst hier kaum eine Sau!
Nur "FALLS" das einer von den überbezahlten Realitätsverweigerern aus Berlin, hier doch zufälligerweise lesen sollte...
Alternativ könntet ihr die Milliarden ja mal in Bildung und Familie investieren. Wo ihr doch immer über Fachkräfte Mangel faselt. Dann könntet ihr evtl auch mal so einen Quatsch bleiben lassen mit Ländern wie Kenia Fachkräfteabkommen zu vereinbaren die sie selbst dringend benötigen! Ihr tickt alle nicht mehr ganz richtig. Euch geht's doch bloß darum idioten zu finden die sich für euren Wohlstand krum buckeln und dann von ihrer Rente trotzdem nie vernünftig leben können.
Pfui deibel! Habgieriges Pack!!!
Ich meine es wäre ja denkbar, zumindest in meiner beschränkten kleinen Welt, das die Marktwirtschaftlichen Gesetze, die man mir vor an die 30 Jahren mal beigebracht hatte, vielleicht noch ihre Gültigkeit hätten...
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und so... Also auch Gehälter!
Ich mein vielleicht wäre es ja möglich das dann wieder Menschen das Lehramt studieren?
Dann noch Handy verbot an Schulen. Wieder Kunst und Musik unterrichten um Kreativität zu fördern, hey und vielleicht kämen dann wieder ein paar Denker unter die Dichten! Mit nem Buch in der Hand über Thermodynamik anstelle von botanischen Anleitungen zu "wie baue ich Hanf an" oder werde Influencer!!
So das musste auch mal raus... ^^
Sorry dafür, aber man wird doch wohl träumen dürfen!
Peace and out
Sagt zumindest die Tagesschau und die... ähm... Maischberger.