Intel in der Krise: Milliardenverlust und massive Entlassungswelle
Intel hat seine Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2024 veröffentlicht und musste einen Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar einräumen. Das hat Folgen und so plant der Chip-Gigant, gut 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen.
Was die Spatzen schon von den Dächern pfiffen, ist jetzt Realität geworden. Intel hat jetzt seine Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2024 (Q2/24) veröffentlicht und musste einen Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar einräumen. Das hat schwerwiegende Folgen und so wurde den Aktionären jetzt nicht nur vorerst die Dividende gestrichen, sondern der Chip-Gigant aus Santa Clara, Kalifornien, hat außerdem beschlossen, mehr als 18.000 seiner zuletzt 125.000 Mitarbeite zu entlassen. "Mehr als 15 Prozent" der weltweiten Belegschaft muss gehen, damit jährlich 10 Milliarden US-Dollar an Aufwendungen gespart werden können. Die Aktie wird derweil abgestraft.
10.000 Stellen weniger: Entlassungswelle bei Intel geht weiter
Intels neuester Quartalsbericht, die Second-Quarter 2024 Financial Results (PDF), lassen sich demnach wie folgt zusammenfassen:
- Intel hat im 2. Quartal 2024 (Q2/24) einen Umsatz von 12,8 Milliarden US-Dollar und damit 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (Q2/23) erzielt.
- Das Geschäftsergebnis für das 2. Quartal 2024 (Q2/24) weist einen Verlust in Höhe von rund 1,6 Milliarden US-Dollar aus. Im Vorjahreszeitraum (Q2/23) konnte das Unternehmen dagegen noch 1,5 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaften.
- Intel wird die Auszahlung der Dividende ab dem 4. Quartal 2024 (Q4/24) aussetzen, bekräftigte jedoch auch sein langfristiges Engagement für eine wettbewerbsfähige Dividende, wenn der Cashflow auf ein nachhaltig höheres Niveau ansteigen wird.
- Intel kündigte an, dass auch die Lage im zweiten Halbjahr schwieriger sein werde als bisher erwartet. Die Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise um beinahe 19 Prozent auf 23,57 US-Dollar nach.
Grafisch sieht das 2. Quartal gar nicht mal so verheerend aus, doch allein der getroffene Maßnahmenkatalog - dazu später mehr - zeigt, wie angespannt die Situation beim einstigen Branchenprimus mittlerweile ist.
Quelle: Intel
Intels CEO Pat Gelsinger sprach von einem enttäuschenden Ergebnis und äußerte sich im Rahmen der Bekanntmachung der neuesten Geschäftszahlen offiziell wie folgt:
Unser finanzielles Ergebnis im 2. Quartal war enttäuschend, auch wenn wir wichtige Meilensteine in der Produkt- und Prozesstechnologie erreicht haben. - Pat Gelsinger, CEO von Intel -
Auch die Umsatzprognose für das zweite Halbjahr 2024 bleibt hinter den Erwartungen der Analysten und des Unternehmens selbst zurück, was Intel zu einem umfangreichen Maßnahmenkatalog zwingt.
In seinem Memo, welches von der Website The Verge veröffentlicht wurde, beschreibt Intels CEO Pat Gelsinger die getroffenen Maßnahmen wie folgt:
Wir planen, im Jahr 2025 Kosteneinsparungen in Höhe von 10 Milliarden Dollar zu erzielen, und dies beinhaltet die Reduzierung unserer Belegschaft um mehr als 15.000 Mitarbeiter beziehungsweise 15 Prozent. Die meisten dieser Maßnahmen werden bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
- Pat Gelsinger, CEO von Intel -
Ausgehend von den rund 125.000 Mitarbeitern, die Intel zuletzt vermeldet hat, könnte die Entlassungswelle somit bis zu 18.000 Mitarbeiter treffen. Intels Chef wählt nicht umsonst so drastische Worte und führt sein Memo wie folgt aus.
Das ist eine der schmerzhaftesten Nachrichten für mich. Ich weiß, dass es für Sie noch schwieriger zu lesen sein wird. Dies ist ein unglaublich harter Tag für Intel, da wir einige der folgenreichsten Veränderungen in der gesamten Geschichte unseres Unternehmens vornehmen.
- Pat Gelsinger, CEO von Intel -
Pat Gelsinger weiß, dass ihm diese Entscheidung selbstverständlich viel Gegenwind aus Reihen der betroffenen Belegschaft einbringen wird und versucht die Wogen bereits im Vorfeld ein wenig zu glätten.
Diese Entscheidungen haben mich bis ins Mark gefordert, und das ist das Schwierigste, was ich in meiner Karriere getan habe. Mein Versprechen an Sie ist, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten eine Kultur der Ehrlichkeit, Transparenz und Respekts priorisieren werden.
- Pat Gelsinger, CEO von Intel -
Die folgenden Maßnahmen hat sich Intel für seine Umstrukturierung und Neufokussierung ins Lastenheft geschrieben.
- Wachstum aufrechterhalten
- Reduzierung der Betriebskosten
- Vereinfachung des Portfolios
- Aussetzung der Dividende
- Komplexität beseitigen
"Dies wird unsere Investitionen 2024 um mehr als 20 Prozent reduzieren", sagte Pat Gelsinger im Rahmen der Bekanntmachung.
Ein Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche zeigt, dass insbesondere Intels Geschäft mit seinen Fabriken ("Intel Foundry") das große Sorgenkind des Unternehmens bleibt und noch immer einfach nicht in Gang kommt.
Quelle: Intel
Weitere Details liefern die offizielle Inverstor Relations Website von Intel sowie die ausführliche PowerPoint-Präsentation (PDF) der aktuellen Geschäftszahlen.
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Quelle: Intel, The Verge

Luna Lake wird bisschen umsatz bringen, aber ob auch mehr gewinn ist fraglich da komplett bei TSMC gefertigt
der Gegner von Luna ist Kraken Point kommt erst 2025 Preislich sind die Mentor aber schon teurer wie die Hawk NB und kraken wird für AMD günstiger da kleiner.
Arrow wird die Kosten in die höhe treiben, aber ob auch den Umsatz ? das wird sich zeigen wie er sich gegen zen5 behaupten kann zumindest die Zen5 Leistung werden wir ja die woche noch erfahren
Das Investieren in die Chipfabriken ist der richtige Weg , da unbestreitbar ein riesiger Markt vorhanden ist .
Intel ist damit unabhäniger als die Konkurrenz.
Es braucht eben seine Zeit und auch viel Geld wie man bei TSMC sehen kann .
Positiv ist auch das Intel in Deutschland eine Chipfabrik baut was eine sehr grosse Menge neuer Arbeitsplätze bedeutet .
Und ganz ehrlich werden warscheinlich viele Stellen einfach nur nicht mehr besetzt ,und der zu grossen Teilen völlig überflüssige BWL. Wasserkopf in der Verwaltung eingedampft .
Intel stellt sich für die Zukunft neu auf , und das ist gut so .
Wer das nicht tut ist ist bald wieder mit Abstand letzter oder ganz weg vom Fenster .
Hier ein Rechenbeispiel anhand von Österreich (aus der Zeitschrift von Red Bull) https://www.derpragmaticu...
Muss bestimmt an der guten Hardware liegen.
Oder ist die Brechstange kaputt gegangen?
Gruß