Intel: "...nicht einmal in den Top 10 der Halbleiterunternehmen"
Intels neuer CEO Lip-Bu Tan hat sich hinsichtlich der Entlassungswelle beim ehemaligen Chip-Giganten an die weltweiten Mitarbeiter des Unternehmens aus Santa Clara gewandt. Demnach werden die Einschnitte noch einmal deutlich schmerzlicher.
Intels neuer CEO Lip-Bu Tan, welcher im März auf Pat Gelsinger gefolgt ist, der im Dezember 2024 in Santa Clara vor die Türe gesetzt wurde, von hat sich hinsichtlich der Entlassungswelle beim ehemaligen Chip-Giganten an die weltweiten Mitarbeiter des Unternehmens gewandt. Demnach werden die Einschnitte noch einmal deutlich schmerzlicher und sowohl das Personal als auch ganze Sparten betreffen.
Der einstiege Chip-Gigant muss kleine Brötchen backen, wie der letzte Finanzbericht belegt, denn nicht nur die Fabriken laufen schlecht, was dazu geführt hat, dass in etwa 20 Prozent der Fabrikarbeiter entlassen werden sollen, auch wurde der hochgepriesene 18A-Prozess beerdigt. Intels-CEO schätzt deshalb die Gesamtsituation des US-Chipherstellers kühl und realistisch ein.
Vor zwanzig, dreißig Jahren waren wir wirklich die Marktführer. Jetzt denke ich, dass sich die Welt verändert hat. Wir gehören nicht zu den Top 10 der Halbleiterunternehmen. - Lip-Bu Tan, CEO -
Der Stellenabbau ist deshalb jetzt im vollen Gange und an vielen Standorten werden Hunderte von Arbeitsplätzen gestrichen. Lip-Bu Tan ist weiterhin der Auffassung, dass zu viel Personal vorrangig in Ebenen, in denen schnelle Entscheidungen gefragt sind, bei Intel beschäftigt sind, wie die Website OregonLive zuerst berichtet hat.
Der gesamte Prozess der Entscheidungsfindung ist so langsam, sodass letztendlich niemand eine Entscheidung trifft. - Lip-Bu Tan, CEO -
Intels "Kehrtwende" werde zu einem "Marathon", sagte Lup-Bu Tan und beschrieb die Entlassungen, welche in dieser Woche begonnen haben, als Versuch, Intel noch mehr "wie Nvidia, Broadcom und AMD aufzustellen", die er für "schneller und agiler" hält, betonte der Intel-CEO. Deshalb sollen weitere Mitarbeiter in Oregon, Kalifornien, Arizona und Israel sowie weiteren weltweiten Standorten entlassen werden.
Beim KI-Training denke ich, dass es für uns zu spät ist. - Lip-Bu Tan, CEO -
Der Marktwert von Intel liegt aktuell bei etwa 100 Milliarden US-Dollar, etwa die Hälfte dessen, was das Unternehmen vor 18 Monaten wert war. Im Gegensatz dazu erreichte Nvidia am Mittwoch kurzzeitig einen Marktwert von 4 Billionen US-Dollar - das erste Unternehmen, das jemals diese Schwelle durchbrochen hat. Hier sieht sich Intel überhaupt nicht mehr in der Position mit Nvidia wirklich zu konkurrieren.
"Ich denke, es ist zu spät für uns", um Nvidias Position beim KI-Training einzuholen, sagte Intel-CEO. Aber er sagte, "Intel habe andere Möglichkeiten auf dem Gebiet", ließ allerdings offen, welche das sein könnten. Vom KI-Kuchen wollen ohnehin auch alle Konkurrenten ihr Stück abhaben, weshalb Intel hier erst einmal liefern muss. Die Fertigungsprozesse und die damit verbundene Auslastung der Foundry ist gegenwärtig eine der größten Baustellen des US-Chipherstellers.
Unsere oberste Priorität ist sicherzustellen, dass unser 18A für unseren internen Abnehmer robust ist. Die zweite Priorität besteht darin, mit der Betrachtung eines anderen, 14A, zu beginnen, und das wird dann die nächste Grenze. - Lip-Bu Tan, CEO -
Nach Intel 20A wird es auch Intel 18A nicht für externe Kunden geben und Intels hauseigene Produkte werden auch zukünftig teilweise beim taiwanischen Weltmarktführer TSMC gefertigt.
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Quelle: OregonLive

Von daher ja ein Verkauf/Ausgliederung und Einbringung von frischen Partnern/Kapital ist die einzige Option, auch wenn es intel erstmal Geld kostet.
AMD hat die Trennung von ihren Fabs ja auch erstmal Geld gekostet und im Nachinein aber den Arsch gerettet.
Von daher stimmt das nicht ganz was du behauptest. Wobei man auch die ganzen Qualcomms und co gerne haben möchte, nur muss sich intel da mehr öffnen. Aktuell sind sie noch zu sehr auf die Abstimmung mit ihren eigenen Produkten fokussiert und das kostet sie imo Kundschaft.
Wenn AMD auch mehr bei Firmen wie HP, Dell, Lenovo usw. ankommt, wird AMD sicher auch mehr bei OEM's verbaut.
Die Verkaufszahlen gehen ja an denen auch nicht vorbei und schließlich haben sie auch Workstations und Serverinfrastruktur am Laufen, bei derer AMD momentan ein besseres P/L-Verhältnis bieten kann.
Wenn AMD auch mehr bei Firmen wie HP, Dell, Lenovo usw. ankommt, wird AMD sicher auch mehr bei OEM's verbaut.
Die Verkaufszahlen gehen ja an denen auch nicht vorbei und schließlich haben sie auch Workstations und Serverinfrastruktur am Laufen, bei derer AMD momentan ein besseres P/L-Verhältnis bieten kann.
Aber Gut das man so Hart mit sich selbst ins Gericht geht und offen dazu.
Ich bin weiter vorrangig dort Kunde. Mir gefällt das Zeug angesichts der ausgegebenen Kröten einfach zu Gut.
Wie tief die berühmte Schublade war, konnte man sehen, als der 10nm Prozess nicht in Gang kam. Plötzlich war die Skylakearchitektur auch mit 10 Kernen möglich, das hat bis Zen 3 auch einigermaßen gereicht.
Intel war zu jeder Zeit sehr aktiv. Nach Skylake sollten Cannonlake und Icelake kommen, die haben eben Seltenheitswert, weil die 10nm Fertigung eben nicht in Gang kam. Auch darüber hinaus war Intel mit vielen Ideen unterwegs. Larabee sollte Nvidia den Grafikthron streitig machen und mit Optane hatten sie eine Speichertechnik entwickelt, die absolut überlegen war.
Im Prinzip trifft auf Intel eben das alte Fußballerzitat zu: "erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu".
Ein Glückliches Händchen hatten sie beim Netbookboom, da hat AMD gepennt und vorher die überlegenen Geode CPUs einstellt. Gepennt hat Intel bei den Smartphones, aber die hat kaum jemand kommen sehen, da ging es AMD, Microsoft und Nvidia nicht viel besser.
Das heißt: Microsoft hat das schon über 10 Jahre zuvor kommen sehen, sie waren nur in dem Moment nicht bereit. Win 8 kam mindestens 3 Jahre zu spät, auch wenn die Vision in der Hinsicht genial war.