Nvidia RTX Spark: Geforce-Treiber für N1X und Windows 11
Nvidia hat einen ersten nativen Geforce-Grafiktreiber für Windows 11 on ARM veröffentlicht und rückt damit den RTX Spark alias N1X näher an den Marktstart. Die Entwickler-Vorschau ist vorerst für Microsofts Surface RTX Dev Box vorgesehen.
Aufgetaucht ist der Grafiktreiber als Geforce v616.00 Developer Preview auf dem Download-Server des US-Unternehmens, aufgespürt hatte ihn Windows Latest. Das native ARM64-Treiberpaket für Windows 11 gilt als erster handfester Beleg dafür, dass die auf der Computex 2026 vorgestellten Systeme auf Basis des Nvidia RTX Spark, einem ARM-Superchip, welcher den Codenamen "N1X" trägt, auf ihren für das kommende Weihnachtsgeschäft 2026 geplanten Marktstart zusteuern.
Geforce-Grafiktreiber 616.00 nennt zwei N1X-Ausbaustufen
Wer als Entwickler schon jetzt Anwendungen für Windows on ARM vorbereiten möchte, findet die passenden Hinweise in Nvidias RTX Spark Developer Preview. Wie sich die Plattform beim Gaming unter Windows 11 on ARM schlagen dürfte, hat die Redaktion von PCGH bereits ausführlich beleuchtet und eingeordnet. Die erste Entwickler-Vorschau adressiert die Microsoft Surface RTX Dev Box.
Quelle: Microsoft
Entpackt man das Installationspaket, stößt man auf die Datei nv_surface_woa.inf. Eine solche INF-Datei hinterlegt sämtliche Geräte-IDs und Installationsvorgaben für einen Windows-Treiber. Aufschlussreich ist vor allem die Geräteliste, welche gleich mehrere Nvidia-Kennungen jenseits der reinen Grafikeinheit umfasst.
Zwei N1X-Grafikeinheiten und ein Desktop-Chip
Die INF-Datei führt zwei unterschiedliche N1X-Konfigurationen: eine Blackwell-GPU mit 6.144 Kernen und eine kleinere Variante mit 5.120 Kernen. Der Vollausbau deckt sich mit den zur Computex 2026 genannten Eckdaten, die kleinere Stufe wurde damit in dieser Form erstmals überhaupt offiziell dokumentiert. Erwartet werden derweil insgesamt vier Ausbaustufen des Nvidia N1(X).
| Grace-GPU | Blackwell-GPU | TDP | Speicher | |
|---|---|---|---|---|
| Nvidia N1X 675 | 10 × Cortex-X925 10 × Cortex-A725 |
6.140 CUDA-Cores | 45 - 80W | 16 - 128 GiB LPDDR5X 16-Channel |
| Nvidia N1X 650 | 9 × Cortex-X925 9 × Cortex-A725 |
5.120 CUDA-Cores | 45 - 80W | 16 - 128 GiB LPDDR5X 16-Channel |
| Nvidia N1 | 8 × Cortex-X925 4 × Cortex-A725 |
2.560 CUDA-Cores | 15 - 45W | 8 - 64 GiB LPDDR5X 8-Channel |
| Nvidia N1 | 7 × Cortex-X925 3 × Cortex-A725 |
2.056 CUDA-Cores | 15 - 45W | 8 - 64 GiB LPDDR5X 8-Channel |
Damit bestätigt das Treiberpaket eine zweite N1X-Ausbaustufe unterhalb des Flaggschiffs. Zusätzlich verzeichnet die Datei ein bislang nicht näher benanntes "Nvidia Desktop Device", das zu einem der kompakten RTX-Spark-Mini-PCs passen könnte, sowie mehrere Einträge für eine "Nvidia NPU" auf der Basis der hauseigenen DLA-Architektur ("Deep Learning Accelerator").
Developer Preview: kein Treiber für Endkunden
Der Geforce-Treiber 616.00 ist ausdrücklich als "Developer Preview" gekennzeichnet und allein für Microsofts Surface RTX Dev Box freigegeben. Endkunden haben von dem Paket derzeit nichts, zumal noch keine Systeme mit N1X im Handel sind.
Wer ein RTX-Spark-Notebook plant, wartet also besser auf finale, WHQL-zertifizierte Treiber und unabhängige Benchmarks. Die reale Spieleleistung dürfte nach bisheriger Einordnung eher auf dem Niveau einer Geforce RTX 5070 Laptop-GPU liegen, was laut den Herstellerangaben von Nvidia dank DLSS für 100 Fps in 1440p reichen soll.
Surface Laptop Ultra und Yoga Pro 9n zum Start
Die ersten Seriengeräte mit Nvidia RTX Spark sollen im Herbst 2026 erscheinen, darunter Microsofts Surface Laptop Ultra und Lenovos Yoga Pro 9n. Beide setzen auf bis zu 128 GiB Unified Memory und bis zu 20 ARM-Kerne, die sich aus je zehn Performance- und Effizienzkernen zusammensetzen.
Gegen diese Ausrichtung stellt AMD den Ryzen AI Max 400 ("Gorgon Halo") mit bis zu 192 GiB LPDDR5X, sodass sich im Prosumer-Segment der Workstation-PCs mit lokalem KI-Beschleuniger der Zweikampf Nvidia vs. AMD abzeichnet.
Nvidia RTX Spark dürfte ein teurer Spaß werden
Erste Listungen zeigen, dass ein Notebook mit RTX Spark teuer wird: Das Lenovo Yoga Pro 7 mit Nvidia N1 steht mit rund 2.769 Euro in der Liste, die Konfiguration mit N1X 675 und 64 GiB bei rund 4.049 Euro. Die genauen Eckdaten haben wir im Preis-Leak zu N1X und N1 zusammengetragen.
Die Topmodelle mit 128 GiB Systemspeicher dürften die Marke von 5.000 Euro weit überschreiten. Zum Vergleich: Gaming-Notebooks mit Geforce RTX 5070 sind hierzulande bereits ab rund 1.250 Euro gelistet.
Eine Basis aus AMD Ryzen 7 9800X3D mit 32 GiB DDR5-6000 und Nvidia Geforce RTX 5080 liegt samt AM5-Mainboard bei etwa 2.200 bis 2.300 Euro und liefert deutlich mehr Gaming-Performance als Nvidias Superchip.
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Quelle: Nvidia via Windows Latest
