Intel bald mit mehr Details zu Meteor Lake und Arrow Lake
Intel will sich zur Hot Chips zu Foveros Packaging äußern, mit dem man Tiles stapelt. AMD macht das beim Ryzen 5 5800X3D mit dem zusätzlichen Cache und lernte da auch die ersten Probleme kennen. Umso spannender ist es, was Intel mit der grundlegend gleichen Herangehensweise ausbrütet.
Intel wird bald mit mehr Details zu Meteor Lake und Arrow Lake verraten. Zur Hot Chips im August ist ein Vortrag angekündigt, bei dem Wilfred Gomes von Intel über die nächste Generation der "3D Client Architecture mit Foveros" sprechen wird. Im Zeitstrahl sind wir hier bei Produkten für die Jahre 2023 und 2024. Aktuell verkauft Alder Lake, der voraussichtlich Ende des Jahres von Raptor Lake abgelöst wird. Erst danach kommt Meteor Lake und Arrow Lake. Meteor Lake ist im Moment für das zweite Quartal 2023 ein Thema; Arrow Lake für 2024.
Bei Meteor Lake ist Intel offenbar schon einigermaßen weit. Bilder eines Compute Tile existieren schon. Tile ist auch das Stichwort, um das es bei dem Vortrag schwerpunktmäßig gehen wird. Intel wird, so der aktuelle Wissensstand, das CPU-Tile weiter monolithisch fertigen, dem aber dann Huckepack das GPU-Tile per Foveros -Packaging mitgeben. AMD macht das mit dem 3D-Cache beim Ryzen 7 5800X3D. Tiles erlauben beiden Herstellern grundlegend mehr Flexibilität.
Bei Intel kombiniert man CPU- und GPU-Tile; letzteres soll angeblich von TSMC in 3 nm gefertigt werden. Durch die relativ kleine Fläche der IGP lässt sich die einfacher in Prozessen fertigen, die bei großen Flächen schnell Probleme bei der Ausbeute verursachen. Zusätzlich lässt sich das CPU-Tile leichter fertigen, weil keine Defekte in der IGP den monolithischen Chip unbrauchbar oder zur B-Ware machen.
Meteor Lake wäre dann eine Kombination aus Intel 4 und TSMC N3, Arrow Lake soll nach letztem Stand in Intel 20A gefertigt werden. Mit genug Erfahrung könnte Intel auch wie AMD zusätzliche Caches anbieten. Es bleibt aber erst bleibt abzuwarten, wie gut beide Parteien die Temperaturen in den Griff bekommen. AMD musste beim Ryzen 7 5800X3D die Compute-Kerne wegen der Thermik etwas zügeln. Das Durchleiten von Wärme wird eines der wichtigen Elemente beim Stapeln der Tiles sein und bei Meteor Lake soll, dem Vernehmen nach, mit 2.560 Shadern eine gar nicht mal so kleine IGP zum Einsatz kommen. Als Alternative bieten sich MCM an, wo mehrere Chips auf dem Package sitzen, was aber auch wieder mit eigene Vor- und Nachteilen einhergeht.
Quelle: Hot Chips, via Tom's Hardware


Deine Formulierung " der neue heiße Shice, also mal zumindest fertigungstechnisch." stellt mit dem nachgestellten Nebensatz eine ganz klare Einschränkung dar. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es für eine derartige Einschränkung nach bisherigem Kenntnisstand keinen Grund gibt, nicht mehr. Wenn du dich da jetzt in irgendeiner Form angegriffen(?) fühlen möchtest, ist das ein anderes Thema ... und wie erklärt, von mir in keinster Weise intendiert.
*) Ergänzend: Den Blick auf den Konkurrenten habe ich hinzu genommen und es hat dir keiner vorgeworfen dies (nicht) getan zu haben und ich will doch hoffen, dass es mir erlaubt ist in meinen eigenen Postings den Kontext auch bei Bedarf etwas weiter aufzuspannen.
Darüber hinaus stand dir selbstredend auch frei diesen zusätzlichen "Blick" zu ignorieren und dich rein auf meine Aufzählung an technischen Features zu beschränken, die in der Summe alleine schon ausreichend sein sollten um die von dir aufgestellte Einschränkung unnötig erscheinen zu lassen.
**) Btw, ich hoffe nicht, dass du der irrigen Annahme erlegen bist, dass der Post in der Ausführlichkeit ausschließlich für dich bestimmt war. Insofern darfst du dir selbst ausmalen was ich von deinem "Film" und dieser Drohgebärde(?) "gar nicht erst weiter gelesen" halte.
Nicht umsonst darf man Zen5 schon Ende 2023 oder um den Jahreswechsel herum erwarten nach bisherigem Stand ... und hier geht der Spekulatius dann auch gleich weiter, weil man sich noch gar nicht so sicher ist, ob AMD für Zen5 nennenswerte 3nm-Kapazitäten zur Verfügung stehen werden oder ob sie sich ggf. mit einer 5nm-Optimierung in Form eines N4-Prozesses zufrieden geben müssen. (Im Augenblick ist da sehr viel Bewegung im Markt.)
Zur 2022er-Gen: In allgemeinen Aussagen sind natürlich primär die typischen Consumer-Workloads für eine Gesamtbetrachtung und -bewertung entscheidend und da wird es vermutlich erneut so sein, dass Intel leistungstechnisch nicht so weit zurückfallen wird, wie es ihnen so mancher wünschen würde.
Erst mit Blick auf speziellere Workloads sowie die Effizienz erwarte ich größere Unterschiede aber bei letzterem wird der größere Anteil wie in den Jahren zuvor auch weitestgehend der Verwendung des moderneren Fertigungsprozesses zuzuschreiben sein. Entsprechend wird es auch spannend zu beobachten sein, wie AMD seinen Wachstumskurs fortsetzen (können) wird, wenn dieser Vorteil bald absehbar entfällt.
Beispielsweise im Gaming erwarte ich keine allzu große Gap zwischen den beiden neuen CPUs solange es den V-Cache nicht bei Zen4 geben wird, d. h. RPL wird sehrwohl Zen4 etwas entgegenzusetzen haben. *)
Der größte Unterschied wird vermutlich erneut die Effizienz sein, die sich aber vorrangig in massivparallelen MT-Workloads bemerkbar machen wird und damit für den Consumer-Markt insgesamt eher von geringerer Relevanz sein wird.
Aber das ist am Ende durchaus einer der spannenderen Punkte wenn man sich den diesmal nahezu gleichzeitigen Launch der beiden konkurrierenden Designs ansieht, also wie weit wird sich AMD noch einmal absetzten können, solange sie noch einen nennenswerten Fertigungsvorteil haben werden, der ihnen vermutlich bereits in 2023 verloren gehen wird.
Alder Lake ist rein was die Leistung betrifft eine nette CPU geworden. Unter Spielen ist man auch gleich effizient bis sogar effizienter wie AMD.
Ich bezog mich hier eher auf den absoluten Verbrauch und die Effizienz bei der absoluten Leistung.
Daran wird sich bei Raptor Lake wenig ändern.
Ich erwarte aber aufgrund der zusätzlichen E-Cores mehr MT Leistung. Zen 4 scheint hier auch deutlich zuzulegen, vermutlich auch aufgrund des neuen Prozesses der es ermöglicht @Allcore höhere Taktraten zu halten.
Raptor Lake wird dieses MT Leistung aber bei wesentlich höherem Verbrauch umsetzen.
Und ohne natürlich Details zu haben, gehe ich davon aus, dass Meteor Lake dies besser umsetzen wird.
Schon allein wegen des Prozesses (Intel 4). Intel selbst gibt ja noch nicht viel bekannt über die Architekturänderungen bzw. über die IPC-Verbesserungen (und ob der neue Prozess dann gleich hohe Taktraten zulässt oder erst in späterer Iteration).
Oder anders gesagt: das ist eine Aussage aus dem Bauch heraus gewesen: Alder Lake lacht mich noch nicht an wegen dem hohen Verbrauch im 12900K (die kleineren Modelle sind natürlich anders zu betrachten), Raptor Lake wird das nicht viel besser machen - Zen 4 jedoch schon. Deshalb wird aus für meine persönlichen Erfordernisse (hohe Effizienz) wohl das Duell eher Zen 4 vs Meteor Lake lauten. Eventuell auch Zen 5 vs was auch immer danach kommt.
Aber du hast recht: in meiner pauschalen Art war meine von dir zitierte Aussage falsch.
Ich hätte wohl schreiben sollen: für mich ist das Duell Zen 4 (oder später) vs Meteor Lake interessanter als Zen 4 vs den Alder-Lake Aufguss namens Raptor Lake
Die Schlagzahl von Intel dürfte vermutlich auch der Grund sein, warum bei AMD Zen5 relativ schnell auf Zen4 folgen soll und man die Amortisierungsphase nicht noch mit einem echten Zen4+ nennenswert streckt. Eine Art Hilfs-Zen4+ könnten aber die V-Cache-Modelle werden, die es möglicherweise noch nicht in 2022 geben wird, sondern die sich AMD vielleicht als Reaktion auf MTL vorbehalten könnte, da man ansonsten keine Reaktionsmöglichkeit bzgl. MTL hätte, denn der wird vermutlich eher zur Jahresmitte bzw. ggf. gar schon in 2Q23 erscheinen (wobei bisher unklar ist wie man hier veröffentlichen wird, also Desktop-S zuerst oder dieses Mal ggf. eher Mobile first...?). Wenn ich mich recht erinnere, sollte die Intel 4-Fertigung bereits zum Jahreswechsel hin anlaufen.
In gewisser Weise langweiliger wird RPL zweifellos sein, denn Intel führte das neue Grundgerüst schon rund 1 Jahr zuvor ein (plattform- wie CPU-technisch).
In vielen Mainstream-Workloads und vermutlich auch inkl. Gaming wird RPL absehbar dennoch passabel abschneiden und der Abstand zu Zen4 wird vermutlich geringer ausfallen also so manchem Fan lieb sein dürfte. Ebenso würde ich jedoch auch davon ausgehen, dass Zen4 die Nase vorn behalten wird, wenn das am Ende wahrscheinlch auch nicht allzu viel ausmachen wird, da, wenn man nicht gerade in 720p spielt, der Großteil des Workloads auf der GPU und eben nicht auf der CPU prozessiert werden wird.
So kommt man am Ende wieder zur Effizienz und hier würde ich erwarten, dass Zen4 mit seinen 5nm selbst im Gaming signifikant besser abschneiden können wird.
In umgekehrter Weise kann man weitaus problemloser über MTL und ARL reden, da die noch deutlich weiter entfernt sind, als dass die nennenswerten Einfluss auf aktuelle Absätze haben könnten und gleichzeitig kann man mit ersten, selektiven Konkretisierungen bei diesen Produkten das fertigungstechnische Comeback unterstreichen.
AMD und Intel unterliegen hier aktuell vollkommen anderen Marktbedingungen und entsprechend agieren die marketingtechnisch auch gänzlich anders bzgl. der in greifbarer Nähe befindlichen NextGen-CPUs.
Beispielsweise im Gaming erwarte ich keine allzu große Gap zwischen den beiden neuen CPUs solange es den V-Cache nicht bei Zen4 geben wird, d. h. RPL wird sehrwohl Zen4 etwas entgegenzusetzen haben. *)
Der größte Unterschied wird vermutlich erneut die Effizienz sein, die sich aber vorrangig in massivparallelen MT-Workloads bemerkbar machen wird und damit für den Consumer-Markt insgesamt eher von geringerer Relevanz sein wird.
Aber das ist am Ende durchaus einer der spannenderen Punkte wenn man sich den diesmal nahezu gleichzeitigen Launch der beiden konkurrierenden Designs ansieht, also wie weit wird sich AMD noch einmal absetzten können, solange sie noch einen nennenswerten Fertigungsvorteil haben werden, der ihnen vermutlich bereits in 2023 verloren gehen wird.
*) Beispielsweise der 5800X3D kann sich dennoch nur knapp vor ADL schieben (zumeist ausschließlich im Gaming) und bei ADL könnte man auch zu einer etwas kleineren, günstigeren CPU greifen und stattdessen Gebrauch vom deutlich höheren OC-Potential machen.
Und der 5800X3D ist insgesamt auch nur ein einziges CPU-Modell, während Intel mit ADL über das gesamte Portfolio hinweg relativ gut aufgestellt ist, sodass AMD schließlich nicht ohne Grund seit Jahresanfang sukzessive seine Preise für Zen3 deutlich reduziert um nun Tiefststände zu erreichen, die AMD i. V. um den Jahreswechsel 2020/21 herum wie das sonst überlicherweise geld-/raffgierige Intel erscheinen lassen.
**) Letzten Endes ist das bzgl. dem Mainstream und Gaming aber grundsätzlich schon schwierig, da außer Enthusiasten die wenigsten User dem letzten Frame hinterherrennen und eine maximale Kosten/Nutzen-Optimierung betreiben werden und bereits die aktuelle Generation bietet schon mehr als genug Leistung in dieser Hinsicht und bspw. Intel's Hybrid Technology wird aktuell noch nicht einmal gezielt unterstützt ... und am Ende ist die GPU typischerweise weitaus relevanter bzgl. der Gaming-Performance, also ist in dieser Hinsicht vielleicht der viel interessantere Schlagabtausch der zwischen nVidia und AMD und möglicherweise auch Intel mit ihrem MCM-Design Battlemage in 2023, was möglicherweise näher sein könnte als man denkt, da bspw. der gesamte RDNA3-Release sich angeblich ebenso bis deutlich in das Jahr 2023 ziehen soll.
Einfach mal abwarten, im Augenblick ist extrem viel Entwicklung im Markt was schlicht an der wachsenden Bedeutung der neuen Packaging-Technologien liegt und der damit verbundenen, schrittweisen Abkehr von rein monolithischen Chipdesigns.