RAM-Preise Mai 2026: DDR5 und DDR4 im Überblick - Preisentwicklung und Kauftipps
Die Preise für DDR5- und DDR4-Arbeitsspeicher liegen aufgrund der exorbitant hohen Nachfrage aus dem KI-Segment nach wie vor auf höchstem Niveau. PCGH fasst die aktuelle Marktlage zusammen, zeigt die besten verfügbaren Angebote und erklärt, was hinter dem massiven Preisanstieg steckt.
Wer dieser Tage einen neuen Gaming-PC baut oder sein System aufrüsten möchte, erlebt beim Blick auf die RAM-Preise einen handfesten Schock. Arbeitsspeicher hat sich seit dem Sommer 2025 dramatisch verteuert - und ein Ende der Preisspirale ist vorerst nicht in Sicht.
Aktuelle Preise für DDR5 und DDR4
Die beliebtesten DDR5-Kits wie das Kingston Fury Beast und das G.Skill Trident Z5 Neo bewegen sich für ein 32-GB-Kit mit DDR5-6000 CL30 im Bereich von 400 bis 450 Euro - Tendenz zuletzt leicht stabilisierend, aber auf hohem Niveau. Ein 64-GB-Kit des Kingston Fury Beast notiert aktuell bei rund 800 Euro; noch im Oktober 2025 waren es 220 Euro.
DDR4 bleibt zwar günstiger, doch auch hier zeigt der Zeiger steil nach oben. Ein Corsair Vengeance LPX mit 32 GB DDR4-3200 CL16 kostet aktuell knapp 200 Euro - vor einem Jahr war das gleiche Kit für 40 bis 50 Euro erhältlich.
Warum sind RAM-Preise 2026 so hoch?
Die Ursachen der aktuellen RAM-Krise sind vielschichtig, aber im Kern lassen sie sich auf einen zentralen Faktor herunterbrechen: Neue Rechenzentren für Künstliche Intelligenz fressen die globale DRAM-Kapazität beinahe vollständig auf.
Drei Hersteller - Samsung, SK Hynix und Micron - kontrollieren zusammen mehr als 90 Prozent der weltweiten DRAM‑Produktion. Alle drei haben ihre Produktionskapazitäten massiv auf HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) für KI-Beschleuniger und GPU-Server umgestellt. Datacenter-Betreiber weltweit reißen sich um jedes verfügbare Speicher-IC - und verdrängen dabei den Consumer-DRAM vom Produktionsband.
Laut TrendForce wächst die Produktionskapazität für DRAM 2026 nur um etwa fünf Prozent, während die Nachfrage - getrieben von KI-Infrastruktur - weit schneller steigt. Die Marktforscher von Bernstein und TrendForce gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Speicherkrise erst Ende 2026 erreicht wird und Preissenkungen nicht vor 2027 zu erwarten sind. Neue Produktionsstätten, etwa Samsungs Fabrik in Texas oder die erweiterten Kapazitäten von SK Hynix in Südkorea, liefern frühestens Ende 2027 nennenswerte Mengen.
Ein weiterer Faktor: DDR4 wird aktiv abgebaut. Da die großen Hersteller die Produktion zugunsten von DDR5 und HBM einstellen, wird DDR4 zum Nischenprodukt - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis. Was nach einer attraktiven Ausweichoption klingt, ist es kaum noch.
Preisentwicklung von DDR5 und DDR4 im Jahresvergleich
| Produkt | Sommer 2025 | Januar 2026 | April/Mai 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| 32 GB DDR5-6000 CL30 (generisch) | ~90 € | ~240 € | ~380–450 € | +320–400 % |
| Kingston Fury Beast 32 GB DDR5-6000 CL30 | ~95 € | ~240 € | ~350–420 € | +268–342 % |
| Corsair Vengeance 32 GB DDR5-6000 CL30 | ~95 € | ~180 € | ~390–420 € | +310–342 % |
| G.Skill Trident Z5 Neo 32 GB DDR5-6000 CL30 | ~95 € | ~180 € | ~430–500 € | +352–426 % |
| Patriot Viper Venom 32 GB DDR5-6000 CL30 | ~100 € | ~100 € | ~370 € | +270 % |
| Kingston Fury Beast 64 GB DDR5-6000 CL30 | ~190 € | ~480 € | ~650–850 € | +242–347 % |
| Corsair Vengeance LPX 32 GB DDR4-3200 CL16 | ~40 € | ~150 € | ~200 € | +400 % |
| G.Skill Aegis 32 GB DDR4-3200 CL16 | ~38 € | ~130 € | ~223 € | +487 % |
| Kingston Fury Beast 16 GB DDR4-3200 CL16 | ~25 € | ~80 € | ~149 € | +496 % |
Aktuelle Angebote: Die beliebtesten DDR5-Kits im Mai 2026
Trotz des angespannten Marktes gibt es Unterschiede zwischen den Angeboten. Wer jetzt kaufen muss, sollte die folgenden Kits auf dem Schirm haben - sie bieten das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis im DDR5-Segment.
| Produkt | Kapazität | Takt / Timings | Aktueller Preis |
|---|---|---|---|
| Crucial Pro Overclocking | 32 GB (2×16) | DDR5-6000 CL36 | ~360 € |
| Crucial Pro Overclocking | 32 GB (2×16) | DDR5-6400 CL38 | ~350 € |
| Kingston Fury Beast | 32 GB (2×16) | DDR5-6000 CL30 | ~420 € |
| Patriot Viper Venom | 32 GB (2×16) | DDR5-6000 CL30 | ~369 € |
| Corsair Vengeance RGB | 32 GB (2×16) | DDR5-6000 CL36 | ~480 € |
| Corsair Vengeance RGB | 32 GB (2×16) | DDR5-6000 CL38 | ~390 € |
| Kingston Fury Beast | 64 GB (2×32) | DDR5-6000 CL30 | ~800 € |
| Kingston Fury Beast | 32 GB (2×16) | DDR5-5600 CL40 | ~370 € |
Hinweis: Alle Preise inkl. MwSt., Versandkosten können variieren. Preise wurden zuletzt am 12. Mai 2026 redaktionell geprüft.
Aktuelle Angebote: Die beliebtesten DDR4-Kits im Mai 2026
DDR4 eignet sich für alle, die noch auf Intel LGA 1700, AMD AM4 oder älteren Plattformen unterwegs sind. Die Preise sind zwar ebenfalls drastisch gestiegen, aber im Vergleich zu DDR5 noch überschaubarer.
| Produkt | Kapazität | Takt / Timings | Aktueller Preis |
|---|---|---|---|
| G.Skill Aegis | 16 GB (2×8) | DDR4-3200 CL16 | ~125 € |
| Kingston Fury Beast | 16 GB (2×8) | DDR4-3200 CL16 | ~120 € |
| G.Skill RipJaws V | 16 GB (2×8) | DDR4-3600 CL18 | ~130 € |
| Patriot Viper Elite II | 32 GB (2×16) | DDR4-3200 CL18 | ~220 € |
| Crucial Pro | 32 GB (2×16) | DDR4-3200 CL22 | ~220 € |
| G.Skill Aegis | 32 GB (2×16) | DDR4-3200 CL16 | ~215 € |
| Corsair Vengeance LPX | 32 GB (2×16) | DDR4-3200 CL16 | ~220 € |
| Corsair Vengeance RGB Pro | 32 GB (2×16) | DDR4-3200 CL16 | ~260 € |
| Corsair Vengeance RGB Pro | 32 GB (2×16) | DDR4-3600 CL18 | ~288 € |
| Crucial Pro | 64 GB (2×32) | DDR4-3200 CL22 | ~400 € |
Hinweis: Alle Preise inkl. MwSt., Versandkosten können variieren. Preise wurden zuletzt am 12. Mai 2026 redaktionell geprüft.
Kauftipps: Was tun bei diesen Preisen?
Die Marktlage ist ungewöhnlich, auch wenn man sich mittlerweile bereits daran gewöhnt hat, und erfordert eine andere Einkaufsstrategie als in normalen Zeiten. Unsere wichtigsten Empfehlungen und Strategien für die RAM-Krise:
- Jetzt kaufen, wenn es nötig ist: Wer dringend RAM braucht - etwa weil das System ausfällt oder ein Neubau ansteht - sollte nicht auf sinkende Preise warten. Marktforscher sind sich einig: 2026 bringt keine Entspannung. Eine Rückkehr auf das Niveau des Sommers 2025 ist laut TrendForce und Bernstein ausgeschlossen, selbst langfristig werden die Preise 30 bis 50 Prozent über dem Durchschnitt von 2024 bleiben.
- Warten, wenn möglich: Wer nicht dringend aufrüsten muss, sollte noch sechs bis zwölf Monate abwarten. Der Preisanstieg hat sich im ersten Quartal 2026 leicht verlangsamt, eine echte Trendumkehr ist aber nicht in Sicht.
- DDR4-Systeme länger nutzen: Wer noch auf AM4 oder LGA 1700 sitzt, muss nicht zwingend auf DDR5 wechseln. Solange das System läuft und kein zwingendes Upgrade nötig ist, ist Abwarten die günstigste Option.
- Preisvergleich täglich checken: Der RAM-Markt ist aktuell so volatil wie Börsenkurse. Preisschwankungen von mehreren Prozentpunkten innerhalb weniger Tage sind keine Seltenheit. Der PCGH-Preisvergleich von Geizhals hilft dabei, den richtigen Moment zu erwischen.
- Gebraucht kaufen als Alternative: Arbeitsspeicher hat keine mechanischen Verschleißteile. Wer gebrauchte Module kauft und diese mit MemTest86 testet, bekommt oft deutlich günstigere Kits - viele Hersteller bieten zudem lebenslange, teils übertragbare Garantien.
- Auf renommierte Händler setzen: In der Krise tauchen vermehrt zweifelhafte Angebote über Marktplätze auf. Kauft bevorzugt bei bekannten Händlern wie Alternate, Mindfactory oder direkt über Amazon - und prüft bei eBay-Shops sorgfältig Bewertungen und Rückgabekonditionen.
Ausblick: Wann sinken die RAM-Preise wieder?
Die kurze Antwort lautet: nicht in absehbarer Zeit. Laut den Vertragspreisen, die Hersteller mit Großabnehmern aushandeln, ist davon auszugehen, dass die Einzelhandelspreise noch bis mindestens Mitte bis Ende 2027 auf dem aktuell hohen Niveau verbleiben werden. Neue Produktionskapazitäten werden zwar aufgebaut, liefern aber frühestens Ende 2027 nennenswerte Mengen. Das KI-Segment wird auch zukünftig weiter priorisiert.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Im ersten Quartal 2026 verlangsamte sich der Preisanstieg bei DDR5 in Deutschland spürbar. Analysten sprechen von einer ersten Stabilisierungsphase - aber eben nicht von einer Trendumkehr. Wer also flexibel ist, fährt damit am besten, die Preisentwicklung weiter zu beobachten und bei kurzfristigen Dellen zuzuschlagen.
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Quelle: PCGH-Preisvergleich

kann Lager-Platz bei RAM doch nicht soo teuer sein um ausgerechnet da Preise reduzieren zu müssen.
RAM ist doch Verfügbar.
Wem er zu teuer ist, der hat halt keinen ausreichend großen Bedarf.
Ich bleibe mal dabei:
Müsste es ohne Nachschub nicht noch teurer werden?
https://geizhals.de/?phis... -20% seit dem Allzeithoch.
Bis auf den dafür nötigen Sicherheitsdienst
Alle Unternehmen die Privatkunden beliefern machen keine Preisreduzierungen weil Sie bock drauf haben, sondern weil sonst kaum einer kauft. Die Ware liegt schon Monate, irgendwann muss Sie mal weg.
Selbst Amazon DE verkauft nur noch bei einem Top Produkt wie Samsung 990 Pro 2TB, 10% Menge wie vor der Krise. Gehen die Preise nochmal hoch, gehts nochmal runter.
In den USA sind die Preise bei diesem Produkt von 339$ auf 449$ hoch und die Verkäufe sind von 5K+ Sales auf 1K+ Sales eingebrochen. Das sollte ganz klar zeigen, die Leute kaufen nur noch wenn Sie müssen nicht, wenn Sie mal bock drauf hätten.
Der Privatkundenmarkt ist schlichtweg wie ausgestorben.
Macht mein Xeon von 2016 auch 76,8GB/s.
Für DDR5 ists natürlich blöd DDR5 ist eine Frechheit von den Preisen selbst 4800er ist dermaßen überteuert.
Das wird den Speicherproduzenten nach dem KI Hype auf die Füße fallen,
der DiY, OEM, ODM Markt wird kleiner dann brauchs keine neuen RAM Monster mehr.
Dann brauchs wieder die Flut und sonstigen Bullshit.
Nach DDR5, 2x16 GB, ab 6000 zu suchen ist doch echt kein Hexenwerk.
Die Fury 32GB für 114Fr geschossen und mehr brauch ich nicht.
Ich würde nie solche Preise bezahlen.
Da muss eben der Bedarf mitgehen dann gehen auch die Preise mit.
Die Wahrheit ist, ja die AI Centers haben den Speicher angefragt, aber wegen mangelder Einsatzmöglichkeit, ob wegen langsammen ausbau oder weil der Strom nicht verfügbar ist, gehen auch die Bestellungen zurück.
Deren schon bestellte Hardware ist derzeit auf Lager und nicht am rechnen!
Ja, den Herstellern gefallen die Preise und viele haben teure Umstellungen auf sich genommen und da kann man nicht so einfach eine Kehrtwende machen.
Eine Kartelabsprache/Preisabsprache würde mich nicht wundern und wäre nicht das erste Mal.