DDR5-Preise: AMD sieht erst 2028 ein Ende der RAM-Krise

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DDR5-Preise: AMD sieht erst 2028 ein Ende der RAM-Krise
Quelle: G.Skill

AMD-Manager David McAfee erwartet erst in rund zwei Jahren wieder normale DDR5-Preise. Wer auf eine schnelle Entlastung beim RAM-Kauf hofft, wird wohl enttäuscht und muss sich demnach voraussichtlich bis 2028 gedulden.

Wer derzeit einen Gaming-PC plant oder aufrüsten möchte und beim Arbeitsspeicher auf sinkende Preise spekuliert, erhält jetzt eine Wasserstandsmeldung aus allererster Hand. Nachdem die historische Speicherkrise die DDR5-Preise in Deutschland zuletzt um mehr als 300 Prozent nach oben getrieben hat, äußert sich nun erstmals auch ein hochrangiger Manager von AMD konkret zum erwarteten Ende dieser Krise. Derselbe David McAfee hatte zur Computex 2026 bereits den Support des Sockels AM5 bis mindestens 2029 sowie mögliche Bedingungen für einen Nachfolger skizziert.

Normale DDR5-Preise erst in zwei Jahren erwartet

AMD hat im Rahmen der Computex 2026 in Taipeh eine Prognose zur weiteren Entwicklung der DDR5-Preise abgegeben. David McAfee, welcher als Vice President den Geschäftsbereich für Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarten verantwortet, erklärte im Interview mit dem taiwanischen Portal 4Gamers, dass sich der Markt für Arbeitsspeicher voraussichtlich erst in rund zwei Jahren wieder auf einem normalen Preisniveau einpendeln wird. Vor 2028 sei das unrealistisch.

KI-Nachfrage absorbiert die weltweite DDR5-Produktion

Als Hauptursache für die anhaltend hohen RAM-Preise benennt David McAfee wenig überraschend die exorbitant hohe Nachfrage aus dem KI-Segment, welche große Teile der weltweiten Speicherproduktion "aufsaugen" würden. Die DDR4-Kapazitäten seien indes bereits seit ein bis zwei Jahren rückläufig, da die großen Speicherhersteller sämtliche Kapazitäten mittlerweile nahezu vollständig auf DDR5 sowie den margenstarken HBM für KI-Rechenzentren ausgerichtet hätten.

Für den Endkundenmarkt bleibt damit letztlich nur, was Hyperscaler, Serverhersteller und KI-Rechenzentren übrig lassen. Eine Rückkehr zu normalen DDR5-Preisen erwartet der AMD Vice President erst im Jahr 2028.

Neue Fertigungskapazitäten greifen erst ab Ende 2027

Samsung, Micron und SK Hynix sowie der chinesische Hersteller CXMT bauen ihre DDR5-Produktionskapazitäten derzeit massiv aus, doch kurzfristig hilft das dem Markt nicht. Der Aufbau neuer DRAM-Fertigungsstätten dauert nach wie vor mehrere Jahre, weshalb die enorme Nachfrage frühestens mittelfristig bedient werden kann.

Gegenüber PC Gamer präzisierte David McAfee, dass der Kapazitätsausbau Ende 2027 und im Verlauf des Jahres 2028 spürbar greifen soll. Offen bleibe allerdings, ob selbst diese Mengen ausreichen, um den Bedarf des "KI-Superzyklus" zu decken.

DDR5-Preise in Deutschland: Keine kurzfristige Entlastung in Sicht

Hierzulande kosten populäre DDR5-Speicherkits mit 32 GiB und DDR5-6000 CL30 derzeit zwischen 400 und 450 Euro, im Sommer 2025 lagen vergleichbare Kits noch deutlich unter 200 Euro. Die Prognose von David McAfee deckt sich mit den aktuellen Einschätzungen von TrendForce, welches den Höhepunkt der Preisspirale erst gegen Ende 2026 und nennenswerte Preissenkungen frühestens ab Mitte 2027 erwarten.

Für preisbewusste Aufrüster bleibt DDR4 hingegen kaum eine Alternative, da auch dessen Preise infolge der eingestellten Produktion deutlich angezogen haben.

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Quelle: 4Gamers / PC Gamer via VideoCardz

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AlteraZ Komplett-PC-Käufer(in)
        Also vom Xeon auf garnichts ein Update machem was irgendwie was mit DDR5 zu tun hat,
        naja schlimmer geht auch der 2695 V4 ist in Anwendungen immer noch paare mit einem Ryzen5 9600.

        Ob jetzt der Xeon 86w oder der R5 9600 65w braucht macht dem 0 aus
      • Von AlteraZ Komplett-PC-Käufer(in)
        Also vom Xeon auf garnichts ein Update machem was irgendwie was mit DDR5 zu tun hat,
        naja schlimmer geht auch der 2695 V4 ist in Anwendungen immer noch paare mit einem Ryzen5 9600.

        Ob jetzt der Xeon 86w oder der R5 9600 65w braucht macht dem 0 aus
      • Von PC_User_404 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also erst 2027 ein Update machen von meinem ROG Ally.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Und ich nicht vor 2030. Warum sollte 2028 jetzt plötzlich die Krise beendet sein?
        TSMC, Samsung, Hynix sind Stand heute auf 2 Jahre ausgebucht, da wird auch in 2 Jahren noch was dazu kommen.

        Was nicht dazu kommt vor 2029: Produktionskapazitäten.
        Und wer sagt uns, dass die Kapazitäten die ca 2030/31 kommen werden, nicht auch wieder für KI draufgehen. Angenommen die Preise sinken, warum würde die Industrie erst recht zuschlagen?

        Solange keine Langzeitverträge existieren die sagen "ab 2028 nur noch ein Viertel" wird hier keine Krise beendet sein. Im Gegenteil gibt es eher Berichte, die über 2028 hinaus die hohen Preise akzeptieren.
        Vermutlich sind die RAM Preise sowieso eher ein Tropfen auf dem heißen Stein für solche KI Rechenzentren
        Zitat von Pu244
        3: Der Technische Fortschritt übernimmt und die Speichergrößen steigen langfristig. Man hat dann zwar relativ, zum Fortschritt, weniger, aber absolut wieder das, was man vorher hatte.

        Das ist noch die Version auf die man am sichersten Zählen kann:
        RAM größen werden... nun größer.
        Damit werden die "kleinen" RAM größen die jetzt um 120€ erschwinglich sind eben irgendwann groß genug, sodass sie wieder interessant werden.
        Hinzu kommen deine beiden anderen Faktoren natürlich auch.
      • Von Wired BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DerSnake
        Ehrlich: Glaubt wirklich jemand das die Preise wieder sinken werden? Ich habe ein ganz blödes Gefühl das Hohe Preise gekommen sind und zu bleiben auch weil wir uns irgendwann an diese Preise gewöhnt haben. Und am Ende werden trotzdem viele im sauren Apfel beißen und neuen Ram kaufen weil man vielleicht nicht anders kann.
        Wie ich es schon vorhergesagt hatte das eine Entlastung erst gegen Ende 2028 zu sehen is aber wenn ich da an DDR 6 denke dann kann es gut sein das eine Preissenkung auf vielleicht das Ursprüngliche Niveau ausbleiben wird.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DerSnake
        Ehrlich: Glaubt wirklich jemand das die Preise wieder sinken werden?
        Im Prinzip gibt es dafür drei Möglichkeiten:
        1: Die Nachfrage, durch KI geht zurück, sei es durch ein Platzen der Blase, Sättigung oder andere Probleme, wie dei Stromversorgung.
        2: Die RAM Hersteller bauen ihre Kapazitäten aus.
        3: Der Technische Fortschritt übernimmt und die Speichergrößen steigen langfristig. Man hat dann zwar relativ, zum Fortschritt, weniger, aber absolut wieder das, was man vorher hatte.

        Das ganze ist auch in der zeitlichen Reihenfolge. Das erste kann schnell gehen, wenn wir Glück haben ist es 2028 soweit. Das zweite wird sich wohl bis Anfang der 2030er Zeit lassen und beim dritten wird es so richtig lange dauern.

        Zitat von Rainer B. Trug
        Ist auch ok, die 700 Tage kriegt man mit seiner Möhre noch rum. Und dann wird richtig dicke zugeschlagen, für 80€ oder auch mehr
        Das ganze dürfte so übel altern...
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