Bay Trail: Intel listet erste Modelle samt Preisangabe in der Ark

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News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Chip-Hersteller Intel hat in seiner Prozessor-Datenbanken, der sogenannten Ark, die ersten drei Valleyview-SoCs (System on a Chip), welche auf der Architektur Silvermont basieren, eingetragen. Bei einer Abnahme von 1.000 Chips soll der Preis bis zu 94 US-Dollar pro Stück liegen, wobei keine zusätzliche PCHs mehr erworben werden müssen.

Bereits Anfang Juli sind nähere Informationen zu den verschiedenen Bay-Trail-Prozessoren aufgetaucht, die in Desktop, Mobile und Integrated unterteilt werden. Darunter gehörten auch der J1750, J1850 und J2850, die als Bay Trail-D eingestuft werden. Diese drei sind nun auch in Intels öffentlicher Datenbank aufgenommen worden, die der Hersteller selber Ark nennt. Offenbar scheint die Namensgebung aber noch nicht 100-prozentig final zu sein. Vor wenigen Wochen tauchten Gerüchte auf, die besagten, dass Intel den Eigennamen Atom nicht mehr allzu stark strapazieren wolle, weil dieser bei der Kundschaft als "Billig-Produkt" wahrgenommen werde. Daraufhin ging man davon aus, dass der J2850 als Pentium verkauft werde, wohingegen die beiden kleineren Modelle in die Kategorie Celeron fallen sollten.

Nun werden alle drei SoCs doch als Atom angegeben, wobei die restlichen Spezifikationen sich zu bewahrheiten scheinen. Sowohl der J1850 als auch der J2850 haben zwei sogenannte Module, wovon jeweils eins aus zwei Prozessorkernen besteht, die sich einen Megabyte L2-Cache teilen. Insgesamt haben diese also vier Rechenherzen mit 2 MByte L2-Cache. Der Takt soll 2,0 GHz respektive 2,4 GHz betragen. Der J1750 hat hingegen nur ein solches Modul, dessen Kerne auch mit 2,4 GHz takten. Die TDP ist nicht angegeben, jedoch wird vermutet, dass diese bei allen drei Modellen 10 Watt beträgt.

Intel gibt die Preise in seiner Datenbank für eine Stückzahl von 1.000 an. Demnach soll der J1750 pro Stück 72 US-Dollar kosten, wohingegen der J1850 und J2850 für 82 US-Dollar respektive 92 US-Dollar erhältlich sein sollen. Obwohl diese Angaben im Vergleich ziemlich hoch sind, muss man bedenken, dass der Platform Controller Hub (PCH) mit in dem Chip integriert ist. Bei den älteren Modellen musste dieser in Form des NM10 für rund 20 US-Dollar pro Stück mitbestellt werden. Außerdem stellt Silvermont die erste neu entwickelte Architektur für Atom-Prozessoren seit der Veröffentlichung in 2008 dar und soll eine erhebliche Leistungssteigerung mitbringen. Inoffiziellen Roadmaps zur Folge sollen die drei SoCs noch in diesem Jahr erscheinen.

Quelle: CPU-World

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