Wann endet die Chipknappheit? Laut Intel-CEO dauert es noch Jahre
Intels CEO Pat Gelsinger schätzt, dass die Chipknappheit noch mehrere Jahre andauert. Außerdem beklagt Gelsinger, dass nur noch zwölf Prozent aller Halbleiter in den Vereinigten Staaten hergestellt werden.
Pat Gelsinger, seines Zeichens Intel-Chef, glaub nicht an ein baldiges Ende der Chipknappheit. "Es wird ein paar Jahre dauern, bis wir die steigende Nachfrage in allen Geschäftsbereichen aufholen können", sagte Gelsinger gegenüber dem Fernsehsender CBS. Ein Grund dafür sei, dass Chipfabriken sehr viel Geld kosten. Pro Foundry müsse man mit Baukosten von 10 Milliarden Dollar rechnen.
Außerdem beklagt Gelsinger, dass heute nur noch zwölf Prozent aller Halbleiter in den USA produziert werden. Vor 25 Jahren habe der Anteil noch bei 37 Prozent gelegen. Gelsinger sieht es als höchst riskant an, sich auf eine einzige Region so dermaßen zu verlassen, vor allem auf eine so "unvorhersehbare" wie Asien. Intel habe sich daher bei der US-Regierung dafür eingesetzt, die Fertigung im eigenen Land wieder anzukurbeln - "durch Anreize, Subventionen und/oder Steuererleichterungen, wie es die Regierungen in Taiwan, Singapur und Israel getan haben." Darauf sei die Biden-Regierung auch angesprungen: Im Rahmen des 2 Billionen schweren Infrastrukturprogramms stellt sie der Halbleiterindustrie 50 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Auf die Frage, ob ein Unternehmen mit 78 Milliarden US-Dollar Umsatz nicht aus eigener Kraft Fabriken hochziehen kann, antwortet Gelsinger: "Das ist eine große, kritische Industrie und wir wollen mehr davon auf amerikanischem Boden haben: Die Arbeitsplätze, die wir in Amerika haben wollen, die langfristige Kontrolle über unsere technologische Zukunft und, wie schon gesagt, geht es um die Unterbrechungen in der Lieferkette." Aktienrückkäufe wolle man überdies zurückfahren und wieder mehr Geld in Forschung und Entwicklung stecken.
Intel will technisch aufholen und Autoindustrie bedienen
Im Interview gibt sich Gelsinger auch überraschend ehrlich. US-Firmen, die Chips mit den kleinsten Transistoren einkaufen wollen, hätten gar keine andere Wahl, als sich in Asien umzusehen. "Es gibt die 'Made in U.S.'-Option nicht. Intel hat derzeit nicht das Know-how für die Fertigung modernster Chips, wie sie Apple und andere brauchen." Gelsinger glaubt allerdings, wieder auf die Konkurrenz aufschließen zu können, auch wenn es noch ein paar Jahre dauert. So entstehen in Arizona gerade zwei neue Fabriken im Wert von 20 Milliarden Dollar. Weitere 3,5 Milliarden investiert Intel, um ein bestehendes Werk in New Mexico zu modernisieren.
Außerdem teilt Intel mit, dass man mehr Chips für die Autoindustrie produzieren will. Aktuell sind derartige Chips für Intel wohl keine große Sache, allerdings hatten verschiedene Autohersteller in Ermangelung an Mikrochips die Produktion von Fahrzeugen zurückgeschraubt. US-Autobauer Ford geht zum Beispiel davon aus, dass er in diesem Jahr 1,1 Millionen Fahrzeuge weniger produziert.
Auch Mark Liu, Vorsitzender der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, wurde von CBS zum Interview zitiert. Liu erwartet, dass die Chipknappheit zumindest mit Blick auf die Automobilbranche in etwa sieben bis acht Monaten endet. Schon im Januar habe man versucht, so viele Chips wie möglich für die Automobilindustrie herauszuschlagen. Allerdings seien die Lieferketten lang und komplex.
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Sorgen, sich zu sehr auf Asien zu verlassen, könne Liu verstehen. Die aktuelle Knappheit habe jedoch nichts mit dem Standort zu tun, sondern ihre Ursache in COVID und der sprunghaft angestiegenen Nachfrage nach Mikrochips.
Quelle: CBS

In den 90ern war VW auch noch ok und nicht so überteuert wie heute (meiner ist einer der letzten Golf3 die gebaut wurden).
Mein Vater hat zB. etwas neueren (ca. 10J. alt) Nissan, da geht auch alle paar Mon. mal was an der Elektronik kaputt, während Motor recht gut ist. Und auch zu unübersichtlich für mich das Cockpit von dem..Bruder BMW der ist ganz gut besonders auf Autobahn (im Stadtverkehr ist mir Golf lieber, wendiger), der hat alles mögliche da drin, zB. ein Sensor der automatisch Schilder ließt und HUD (war früher nur in Jets) , natürlich Navi und Satelittenkomunikation und was weiß ich noch alles.....der ist aber robuster kaum Elektronikfehler.
Im CPU-Bereich hat sich die Knappheit mittlerweile stark verringert, weil der große Home-Office-Run nachgelassen hat und zunehmende Engpässe an anderen Stellen (keine Gaming-Komplett-PCs mehr, Massenspeicher und RAM werden auch teurer) die Absatzmöglichkeiten zunehmend begrenzen. Intel dürfte also tatsächlich der eine Fab-Betreiber sein, an dem das Füllhorn einfach vorbeigeht.
Der Volkswagenkonzern produziert die Mehrheit seiner Autos außerhalb Deutschlands, ich glaube das gilt selbst für die Marke VW und bei VAG insgesamt könnte es sogar mehrheitlich außerhalb der EU sein. BMW und Mercedes haben ebenfalls große Kapazitäten in Asien und Nordamerika, über Opel als Teil von PSA und damit Stellantis braucht man gar nicht zu reden. Neueröffnungen/Kapazitätsaufstockungen führen diese internationalen, nicht deutschen, Hersteller spätestens seit den 90ern in Gegeden mit niedrigen Löhnen durch. Die Gesamtzahl der hiesigen Beschäftigten ist trotz aller politischen Interventionen deutlich rückläufig und eher als fortgeführter Altbestand zu betrachten. Zudem wurde die vertikale Integration unserer Hersteller immer weiter reduziert, sodass selbst die in Deutschland entmontierten Fahrzeuge in weiten Teilen "made in China" sind.
Wenn heimische Firmen in den letzten Jahrzehnten immer mehr ins Ausland verlagert haben und dadurch bereits gutes Geld verdient haben, welches natürlich im Inland durch weniger Arbeit und Kaufkraft fehlte, und nun von der Regierung "Subventionen" verlangt, damit diese wieder zurückkehrt, finde ich dies, sagen wir mal vorsichtig, unseriös.
Vor allem kann sich das "Rädchen" in 10, oder 15 Jahren wieder anders herum drehen und dann bezweifle ich, dass die heimische Regierung eine Rückerstattung bekommt...
Es gibt da so ein kleines Wort, da heißt Bedürfnis.
Das wurde leider vom Sozialismus zweckentfremdet, gilt aber immer noch.
Wer keine Bedürfnisse hat, soll doch bitte die Fre... halten.
Und dan auch noch als heiliger Samariter aufzutreten, der die vielen Arbeitsplätze und Umsatz schafft.
Dafür kann man ruhig meine Steuern verwenden.
Ich hab lange mit Kohlen geheizt und weiß, was dreckige Luft ist.
Das ist über 20 Jahre her.
Mir ging die Art von Gelsinger über die Hutschnur.
Eine Firma, die 5.000 EUR für einen kurzfristigen Kredit braucht, bekommt ein eiskaltes Nein von Banken und anderen Verantwortlichen.
Meinem ehemaligen Chef haben sie die Firma wegen 1.000 EUR zugemacht, weil die Umsatzkurve nicht mehr im berechneten Feld lag.
Der hatte 7 Mitarbeiter und war zukunftsfähig als Windows-Entwicklerfirma.
Anstatt eine kleine Überbrückung zu gewährleisten - einfach STOP.
Und die Firma hat sich dann teilweise in anderen Firmen wiedergefunden und sehr viel Umsatz generiert als Automatenprogrammierer.
Aber so weit reicht es ja nicht, wenn der Kredit nicht in die zig Millionen geht.
Jedenfalls werden wir die Fabrik nicht bekommen.
Ich kann dir aber als Beispiel sagen, dass man für nen Golf8 GTI CS aktuell um die 10 Monate einplanen sollte bei Neubestellung und wenn man Chipintensive Extras wie adaptive Dämpferregelung o.ä. haben will.
Bei PKW hat man aber, insbesondere wenn man die ... rasanten technischen Fortschritte unser heimischen Herstellern bei z.B. der Effizienz bedenkt ... aber eine ziemlich große Auswahl an nahezu genauso guten, gebrauchten Alternativen. Und die meisten Autofahrer dürften auch relativ entspannt die komplette Anschaffung um 1-2-3 Jahre verschieben können. Den Mangel an GPUs finde ich da schon deutlich störender. Wer zum Beispiel Anfang 2018 auf einer GTX 1070 aufgerüstet hat und letztes Jahr "noch auf gute Angebote im Zuge der neuen Generation warten wollte", der muss zunehmend deutliche Einbußen in Spielen hinnehmen, hat aber womöglich bis 2022 weder neu noch gebraucht eine vernünftige Aufrüstoption.
Schade, daß es keinen gerechten Gott gibt.
... nicht. Sowas hat gefälligst das gemeine Volk per Steuern zu bezahlen. Von den Gewinnen wird es wie zu erwarten nichts abbekommen, bis auf ein paar armseelige Werksverträge. Die Gewinne gehen an die Philantropen dieser Erde. Das sind dann die, die sagen wir alle müssen den Gürtel enger schnallen und für sie CO2 sparen... irgendwie ändert sich diese verlogene Welt nie ... nur die Texturen und das Setting variieren ab und zu und die meisten fallen jedesmal von neuem drauf rein.
Gewinne werden privatisiert (Aktionäre, Vorstände, ect.) und Verluste verstaatlicht (Arbeiter, Angestellte = Steuerzahler).
Etwas neuer dagegegen ist, das gar nicht erst auf die "Verluste" gewartet wird...man versucht es jetzt gleich mit "Spenden" von und durch das Volk...früher war man wenigstens so fein und hat einen Kredit, trotz gut gefülltem Säckel, aufgenommen und diesen steuerlich "verrechnet"...