Benchmark-FAQ 2024: Die Anwendungen
Diese Seite zeigt alle Anwendungen, die PCGH für die CPU-Tests verwendet. Sie können dem Fließtext alle nötigen Informationen entnehmen, um die Benchmarks nachstellen zu können.
In diesem Artikel
Es folgt jetzt die Übersicht aller Anwendungen im CPU-Benchmark-Index, welche wir für die Ermittlung der Performance von Prozessoren verwenden. Als Plattform für PC-Spieler messen wir den Anwendungen nicht so viel Priorität bei. Die Benchmarks lassen sich allerdings leicht nachstellen und können als Grundlage verwendet werden, um die Performance der eigenen Hardware mit unseren Werten zu vergleichen.
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7-Zip Version 24.01
Die Software existiert bereits seit 1999 und dient vereinfacht gesagt dazu, Dateien zu packen und zu entpacken. Für den Test nutzen wir den integrierten Benchmark: Sie klicken dazu im Hauptfenster einfach auf "Extras" und dann "Benchmark". Dann öffnet sich ein neues Fenster, wo Sie die Wörterbuchgröße und die Anzahl der Threads festlegen. Wir haben uns für 128 MiB und die 100 Prozent der vorhandenen Threads entschieden. Die Wörterbuchgröße beschreibt die Stärke der Komprimierung, höhere Werte belegen allerdings schnell den gesamten Arbeitsspeicher, 256 MiB beispielsweise sprengen bei acht Threads bereits über 12 GiB. Das Tool startet den Benchmark automatisch, wir warten, bis zehn Durchläufe zu Ende sind und lesen die Ergebnisse ab. Die Werte werden in "million instructions per second" (MIPS) angegeben, zu Deutsch "Instruktionen pro Sekunde" (IPS), und beschreiben die Leistungsfähigkeit der CPU sowie des Arbeitsspeichers beim Packen sowie Entpacken.
3DMark CPU Profile Benchmark
Der 3DMark ist vielen Lesern seit über 20 Jahren ein Begriff. Schon immer konnte man damit die Leistung und Performance von Prozessoren und Grafikkarten miteinander vergleichen. UL Solution, ehemals Futuremark bieten hierzu eine ganze Fülle an Benchmarks und Tests an. Einen davon haben wir uns für unseren Testparcours herausgepickt, den CPU-Profile-Benchmark. Hier wird ein immer gleicher Workload auf verschieden vielen Kernen berechnet. Es gibt sechs verschiedene Tests: Maximal, 16 Kerne, 8 Kerne, 4 Kerne, 2 Kerne und 1 Kern. Wir nutzen jeden dieser Tests und vergleichen die Werte einzeln. Aus Sicht des Anwenders ergibt sich damit ein spannendes Leistungsbild, denn CPU Profile zeigt auch auf, wie gut die CPU mit Teillast umgehen kann und wie hoch die Single-Core-Performance ausfällt. Die Entwickler des Tools sprechen im Test zwar von Threads, aber es hat sich schnell herauskristallisiert, dass damit eigentlich Kerne gemeint sind. Leider ist die Skalierung beim "Maximal"-Test über 32 Kerne hinaus kaum noch gegeben, doch bis Desktop-CPUs, die PCGH eigentlich testet, diesen Rahmen sprengen, dürfte noch viel Zeit vergehen. Die sechs Tests werden am Stück nacheinander ausgeführt.
Handbrake Version 1.7.1
Handbrake ermöglicht die Transkodierung von DVDs und anderen Videoquellen in H.264 (mit x264), MPEG-4 ASP (FFmpeg) oder Theora (VP3). Handbrake wird häufig genutzt, um Filme von DVDs/Blu-ray Discs zu konvertieren, damit sie auf Geräten wie iPhone, iPod, Apple TV, Xbox 360, Playstation Portable oder Playstation nutzbar sind. Durch Einstellungs-Profile kann der Anwender festlegen, zu welchen Endgeräten die erstellten Dateien kompatibel sein sollen. Für 2024 nutzen wir das größte Jellyfish-Video, welches wir finden konnten (https://www.larmoire.info/jellyfish/) und encodieren es mithilfe des Preset Super HQ 2160p60 4K AV1 Surround. Das Tool gibt danach eine Fps-Zahl aus, welche wir für Benchmarks und Bewertung in die absolut benötigte Transcoding-Zeit für das gesamte Testvideo umrechnen. Bitte beachten Sie, dass alle CPUs für die Fertigstellung deutlich länger brauchen als in früheren PCGH-Messungen, für die eine kleinere Datei genutzt wurde.
Cinebench R24
Es gibt praktisch keinen CPU-Vergleich ohne Cinebench. Das liegt ganz einfach daran, dass dieses Programm wirklich einfach zu bedienen ist. Sie drücken auf Start und der Rest passiert automatisch. Da Version 23 im CPU-Index für 2024 nichts mehr verloren hat, wird Platz für Version 24 gemacht. Die Last ist hier noch einmal höher und die Tests dauern entsprechend länger, vor allem auf älteren Prozessoren. Mithilfe dieser Version können sogar Grafikkarten getestet werden, doch das überlassen wir lieber dem GPU-Fachredakteur. Doch was macht Cinebench eigentlich und wie funktioniert der Benchmark?
Cinebench bietet einen praxisnahen Benchmark, der die üblichen Aufgaben eines Anwenders bei der Verwendung von Cinema 4D und Redshift einbezieht, um die Leistung eines Systems zu messen. Dazu wird die Redshift-Rendering-Engine von Maxon verwendet. Sie basiert auf dem neuesten Cinema-2024- und Redshift-Code, der aktualisierte Compiler verwendet (Clang). Im Vergleich zum Cinebench R23 hat sich der Rechenaufwand für die Szene im Multithreaded-Rendering-Test versechsfacht. Dies spiegelt die gestiegenen Anforderungen wider, mit denen Künstler und Content Creator heutzutage umgehen müssen, und erlaubt es uns, die Verbesserungen der CPU-Leistung zu erfassen. Wie üblich verwenden wir sowohl den Multi- als auch Single-Core-Benchmark und geben die Punktzahlen an. Ihnen ist vielleicht schon aufgefallen, dass die Punkte im Gegensatz zur R23-Version viel geringer ausfallen. Doch diese beiden Benchmarks dürfen aufgrund der Code- und Compiler-Änderungen auf keinen Fall miteinander verglichen werden.
V-Ray 5 Benchmark
V-Ray ist ein kommerzieller Renderer für 3D-Grafiksoftware. Er wird von der Chaos Group entwickelt, einem 1997 gegründeten Unternehmen mit Hauptsitz in Sofia, Bulgarien. V-Ray wird im Bereich Visual Effects, Werbung, Design und Architektur eingesetzt. Den Renderer gibt es als Plug-in für diverse 3D-Grafikpakete oder Standalone als Kommandozeilenprogramm. Darüber hinaus existiert ein Software Development Kit für die Anbindung weiterer Software. Sie können sowohl Grafikkarten als auch Prozessoren mit V-Ray testen; wir verwenden für unsere CPU-Tests natürlich den regulären Prozessor-Benchmark. Dieser rendert eine Minute lang mithilfe von Software-Raytracing an einem Bild und gibt danach eine Punktzahl aus. Letztere umschreibt, wie groß der Teil des Bildes ist, den die CPU innerhalb dieser einen Minute fertig berechnen konnte. Wie bei Raytracing üblich ist diese Berechnung gut parallelisierbar, sodass alle Kerne und Threads maximal ausgelastet werden. Hier zeigt sich, wie hoch die Multi-Core-Performance tatsächlich ausfällt, denn Raytracing-Lasten sind generell erdrückend, wie wir von den Spiele-Benchmarks ehemaliger CPU-Tests wissen. Die Rechenwerke gehen hier an ihr Äußerstes und die CPU-Kerne müssen klug mit dem Energie-Budget haushalten. Auch Temperaturlimits spielen eine wichtigere Rolle als bei vergleichbaren Benchmarks.
Corona 10 Benchmark
Corona 10 berechnet ebenfalls ein Bild mithilfe von Raytracing. Hier werden allerdings keine Punkte angegeben. Die Leistung wird in Rays per Second gemessen, abgekürzt als rays/s, wobei ein höherer Wert besser ist. Render-Engines senden Strahlen in die Szene, um die Farbe eines bestimmten Pixels zu bestimmen, indem sie herausfinden, welche Materialien, Lichter und so weiter an diesem Punkt zum Bild beitragen. Es ist dabei aufgrund der Testdauer von nur einer Minute nicht möglich, ein sauberes, finales Bild zu berechnen. Ein Bild, auf dem noch Rauschen zu sehen ist, bedeutet damit nicht, dass mit Ihrem Test etwas nicht in Ordnung wäre. Die Szene wurde absichtlich so erstellt, damit sie auf diese Weise funktioniert, denn wenn man zu schnell ein sauberes Bild erhalten würde, wäre ein guter Vergleich zwischen aktuellen und zukünftigen CPUs nicht möglich. Wie V-Ray belastet auch Corona 10 Prozessoren maximal. Alle Kerne und Threads tragen zum Gesamtergebnis bei und das Energie-Budget spielt dank der guten Auslastung eine große Rolle. Gemeinsam mit V-Ray bilden diese beiden Benchmarks den größten Bewertungsanteil an der Multi-Core-Performance im neuen CPU-Index 2024.

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Vielleicht muss ich die Kiste mal neu machen, ich hab das Windows hier schon ewig drauf.
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Aber eigentlich sollte das kaum etwas ausmachen. Mein Stock-7800X3D ist jedenfalls auch etwas langsamer als der Stock-7800X3D aus dem Büro. Ich weiß aber nicht, warum. Liegt es nur an der Windows-Version? Fände ich komisch.