Benchmark-FAQ 2024: Die Spiele - Teil 2
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Benchmark-FAQ 2024: Die Spiele - Teil 2

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Ratchet & Clank: Rift Apart

Wenn ehemals Konsolen-exklusive Marken und Spiele ihren Weg zum PC finden, ist das ein Grund zum Feiern. Da sich die Hardware von PCs und Konsolen mittlerweile stark ähnelt, hält sich der Portierungsaufwand gegenüber früheren Generationen (u. a. Playstation 3) in Grenzen. Wir würdigen das, indem wir Ratchet & Clank einen Platz im CPU-Testparcours 2024 geben. Der Nefarious City Market, recht weit zu Beginn des Spiels, ist ein Fundus für viele NPCs, sodass sich dieser Ort hervorragend für CPU-Benchmarks eignet. Wir springen von der Plattform und rennen einmal quer über den Platz. Der Benchmark wird dreimal wiederholt, ohne dazwischen neu zu laden. Die Engine skaliert dabei sehr gut mit Kernen und Single-Core-Leistung, daher kann sich Intels Topmodell mit Leichtigkeit an die Spitze setzen. 3D V-Cache bringt zwar auch Bonuspunkte, jedoch ist selbst ein Ryzen 9 7950X3D nicht in der Lage, den ungleich günstigeren Core i7-13700K in Schach zu halten, während ein Ryzen 7 7800X3D nicht einmal den Core i5-13600K knackt. Insgesamt setzen Sie besser auf Intel, um flüssig unterwegs zu sein, wahlweise reicht jedoch auch unser Spartipp Ryzen 5 5600 aus.

Starfield

Die Grafikengine ist in der Lage, alle Kerne und Threads einer CPU auszulasten, ohne, dass es einen Vorteil hat. Schauen Sie sich einmal Ryzen 7 7700X und Ryzen 9 7950X in den Benchmarks an: Beide Prozessoren sind gleich schnell und die Threads werden im Mittel mit 85 Prozent belastet - aber wohin verschwindet dann die Last der acht Kerne und 16 Threads? Das weiß wohl nur Todd. Das führt so weit, dass ein Core i9-14900K derart stark ausgelastet wird, dass Teile der CPU durch das Powerlimit heruntertakten müssen und der i7-14700K die Überhand gewinnt. Ein seltener, ungewöhnlicher Anblick. Fakt ist jedenfalls, dass Sie im von AMD gesponserten Titel am besten auf eine Intel-CPU setzen und diese mit möglichst mächtiger Kühlung im offenen Powerlimit zum Spielen verwenden. Es sind nämlich gerade die Frametimes, welche unter AMD-Prozessoren zu leiden haben, mit Ausnahme des Ryzen 7 7800X3D, der sogar bessere P1-Fps als ein 7950X3D liefert, obwohl die CPU weniger Kerne besitzt. Gleichwohl läuft das Spiel zum Glück auch auf älteren Prozessoren flüssig. Hier sei ein Ryzen 5 5600 genannt, der immer noch eine gute Wahl für Sparfüchse darstellt.

Anno 1800

Im Rahmen des Aufrüstberichts von 5800X3D auf 7800X3D von CPU-Guru David Ney in der PCGH Print 12/23 haben wir den neuen Benchmark bereits angekündigt und erste Tests durchgeführt. Nach einer minimalen Optimierung der Spielstand-Konditionen gilt die "Mega City" nun als gesetzt. Eine größere Stadt haben wir noch nie für CPU-Benchmarks verwendet, und die Szene wurde im Hinterkopf natürlich so gestaltet, dass sie auch zukünftigen Prozessoren das Fürchten lehrt. 60 P1-Fps? Schafft keine einzige CPU! Zumindest bis jetzt, hier dürfen wir sehr auf Arrow Lake und Zen 5 gespannt sein. Auch hier gilt das bisher Bekannte: Viele Kerne helfen Ihnen nicht, wenn Sie Anno 1800 flüssig spielen wollen. Dagegen ist 3D V-Cache ein Geheimtipp, neben einer möglichst hohen Single-Core-Leistung. Das perfekte Anschauungsbeispiel für diese Analyse sind Ryzen 5 5600X3D und Ryzen 7 5800X3D. Auf Raptor-Lake-Prozessoren läuft das Spiel besonders gut, was sich in merklich höheren P1-Fps äußert. Je größer die Städte werden, desto besser kann sich Intel mit seinen Raptor Coves absetzen. Falls Sie keine High-End-CPU Ihr Eigen nennen, hilft nur Detailreduktion, was die CPU-Last spürbar senkt.

Stellaris

Der inzwischen fast acht Jahre alte Titel hat es endlich in den CPU-Testparcours geschafft. Die Schwierigkeit dabei war, ein großes Universum zu erschaffen und lange genug zu spielen, um möglichst viele KI-Völker zu finden. Je nach Schwierigkeitsgrad werden Sie vorher ausgelöscht und haben aus anderen Gründen keinen Erfolg, etwa weil Sie alte Reiche verärgert haben. Es gibt ein paar Besonderheiten, die uns beim CPU-Benchmark aufgefallen sind. Einmal sind es natürlich die katastrophalen Frametimes, die selbst bei den leistungsfähigsten Prozessoren schlecht ausfallen. Und auf der anderen Seite konnten wir einen großen Einfluss auf die CPU-Last feststellen, wenn wir uns der Simulationsgeschwindigkeit des Universums bedienen. Die unten abgedruckten Zahlen sind mit sehr hoher Geschwindigkeit entstanden. Schon der Wechsel auf "Hoch" verbessert die Fps merklich, während "normale" Geschwindigkeiten nahezu dreifache Fps aufweisen. Ursächlich für die hohe CPU-Last sind die Echtzeit-Aktionen der KI - je mehr Sie davon gleichzeitig berechnen lassen, desto wichtiger wird eine schnelle CPU.

X4 Foundations

Nach dem eher schwachen Rebirth bedient sich Foundations wieder der Stärken der Vorgänger. Befeuert wird das Spiel von der X Tech 5 Engine. Die ist zwar nicht so hübsch wie die in Star Citizen, aber das wäre auch ein unfairer Vergleich. Die Suche nach einer Benchmark-Szene hat uns ganz schön ins Grübeln gebracht. Das hat dann sogar der Chefentwickler Bernd Lehahn mitbekommen und uns prompt gefragt, ob er uns nicht eine spezielle Szene bauen soll. Wir haben dieses Angebot direkt angenommen, denn wann bekommt man schon mal so eine Chance? Gesendet wurden uns somit drei spezielle Spielstände, von denen wir nach einigen Analysen einen ausgewählt haben: Zwei Flotten bekämpfen sich in der Nähe einer riesigen Station. Das ist noch kein Worst Case, aber die CPU-Last ist ziemlich hoch, wie unsere Zahlen unten zeigen. Herauskristallisiert hat sich, dass sowohl 3D V-Cache als auch Single-Core-Leistung für die meisten Fps sorgen. Viele CPU-Kerne benötigen Sie dagegen nicht. Auch mit zusätzlichen E-Cores kann X4 nicht viel anfangen. Zudem erkennen wir ein Faible für Intel-CPUs, wenn selbst der im Vergleich winzige Core i5-13400F einem Ryzen 9 7950X die Rücklichter zeigt.

Cyberpunk 2077

Es gibt kein Spiel, welches wir jemals im CPU-Testparcours hatten, das besser mit den Eigenschaften eines Prozessors skaliert. Nicht einmal Doom Eternal war dazu in der Lage. Dank des SMT-Patches, der durch die Hilfe der großartigen PCGH-Community von der Redaktion an den Entwickler herangetragen wurde, ist auch die Performance von AMD-Prozessoren (nach geschlagenen drei Jahren) endlich da, wo sie hingehört. Gleichwohl lief Cyberpunk 2077 schon immer etwas besser auf Intel-Prozessoren, was sich auch bei den neuesten Messungen für 2024 nicht verändert. Wir nutzen im Übrigen noch immer dieselbe Szene, der Spielstand wurde zwischenzeitlich nur mal aufgefrischt, um nicht Gefahr zu laufen, dass man diesen irgendwann nicht mehr laden kann. Jeder Prozessor feuert hier aus allen Rohren, es zählen Kerne, es zählt Cache, es zählt Single-Core-Leistung, es zählt die RAM-Anbindung - alles, was vorhanden ist, wird in Mehrleistung verwandelt. Einzig auf Pathtracing mussten wir verzichten, denn dafür ist selbst eine RTX 4090 nicht schnell genug, nicht einmal mit DLSS Ultra Performance. Für maximale Leistung empfiehlt sich ein Core-i7- oder i9-Raptor.

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  1. Seite 1 Benchmark-FAQ 2024: Die Basics
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  4. Seite 4 Benchmark-FAQ 2024: Die Anwendungen
    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BenHarper Kabelverknoter(in)
        ich weiss zwar nicht, warum man eine .exe umbenennen muss aber es freut mich, dass wir da jetzt sehr ähnliche Ergebnisse erzielt haben
      • Von BenHarper Kabelverknoter(in)
        ich weiss zwar nicht, warum man eine .exe umbenennen muss aber es freut mich, dass wir da jetzt sehr ähnliche Ergebnisse erzielt haben
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Liegt bei Cyberpunk übrigens an der .exe, die ich nicht umbenannt habe, ich Böser

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      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Das sieht so weit korrekt aus. Wie gesagt, ich weiß nicht, woran es liegt. Mein X670E Pro RS Brett ist solide, alle Einstellungen auf Leistung getrimmt, ich hab nur unnötige Sachen aus (SATA-Ports zum Beispiel, weil ich die gar nicht nutze).
      • Von BenHarper Kabelverknoter(in)
        In Windows 10 ist HAGS aktiviert, Game Mode nicht. Hab die Settings mal angehängt, nicht, dass ich da doch einen groben Schnitzer drin hab.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BenHarper
        Ein relativ schlankes Windows 10 (ca. 80 Prozesse im Idle) und ein paar Sachen von Verangry im BIOS abgeguckt (Prefetcher, Interleaving, Bank Swap etc.) + einen konservativen CO.
        Bei mir sind es nur 65 Prozesse, auch kompromisslos alles auf Gaming-Leistung ausgelegt
        Vielleicht muss ich die Kiste mal neu machen, ich hab das Windows hier schon ewig drauf.

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        Aber eigentlich sollte das kaum etwas ausmachen. Mein Stock-7800X3D ist jedenfalls auch etwas langsamer als der Stock-7800X3D aus dem Büro. Ich weiß aber nicht, warum. Liegt es nur an der Windows-Version? Fände ich komisch.
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