Energie-Effizienz & Preis-Leistung
In diesem Artikel
Quelle: PCGH
Leistungsaufnahme im Leerlauf: weiterhin ein Trauerspiel.
Nachdem wir die Leistung der Arc A770 16GB in neuen Spielen skizziert haben, kommen wir zur B-Note. Wie viel Strom benötigt die schnellste Intel-Grafikkarte, und wie steht es um ihre Effizienz? Das sind die Themen dieser Artikelseite.
Vorweg: An der Leistungsaufnahme im Leerlauf (Idle Power) gibt es keine Fortschritte zu vermelden. Arc Alchemist erweist sich hier weiterhin als verschwenderisch, da der Speichertakt in den meisten Konstellationen nicht heruntergefahren wird. Unter bestimmten Umständen, welche nicht auf jedem Mainboard zum Erfolg führen, kann das explizite Einstellen des Active State Power Management (ASPM) die Leistungsaufnahme im Leerlauf senken. Dieser Eingriff ist bei Radeon und Geforce nicht notwendig.
Gaming-Grafikkarten: Energie-Effizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) ermittelt haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen. Dafür haben wir erneut einen Balken-Chart für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme setzt. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen.
Das vertraute Bild: Zwar hält die Arc A770 16GB in Sachen Leistung mit, benötigt dabei jedoch verhältnismäßig viel Energie. Tatsächlich führt die bessere Auslastung der neuen Treiber zu einer etwas höheren durchschnittlichen Leistungsaufnahme als vor einem Jahr, was die bessere Nutzung des Grafikprozessors unterstreicht. Mit der ersten Arc-Generation namens Alchemist unterliegt Intel den vergleichbar schnellen Modellen von AMD und Nvidia deutlich. Beim Raytracing sieht das bereits anders aus:
Erneut führt die relative Raytracing-Stärke von Intel Arc und Nvidia Geforce zu veränderten Platzierungen, bei denen AMD deutlich Federn lässt. Intel schiebt sich dank signifikant höherer Raytracing-Leistung um 25 Prozent an der Radeon RX 7600 vorbei. Nvidias Geforce RTX 4060 ist zwar nicht mehr so weit weg wie beim Rasterizing, bleibt allerdings uneinholbar.
Gaming-Grafikkarten: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung(saufnahme) der Arc A770 16GB, Geforce RTX 4060 und Radeon RX 7600 erläutert wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die frischen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 19. Dezember 2023) gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:
Beim Rasterizing mit Grafikkarten zwischen rund 200 und 400 Euro gibt es klare Sieger: Intels Arc A750 und A580 erzielen die meisten Fps pro Euro, dicht gefolgt von der AMD Radeon RX 6600. Die zwischenzeitlich auf 300 Euro gefallene Arc A770 16GB reiht sich im Mittelfeld ein - vor allen Geforce-Grafikkarten dieses Preisbereichs. Intels Angebot wirkt fair, immerhin handelt es sich um die günstigste Gaming-Grafikkarte mit 16 GiByte Speicher. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:
Dank der attraktiven Preise und Raytracing-Stärke erzielt Intel einen Durchmarsch, die Top 3 besteht aus Arc-Grafikkarten. Das Topmodell A770 16GB belegt zwar nur Platz 3, bereitet jedoch den größten Spaß - dank 16 GiByte kann man hier ohne Reue mit der Technologie spielen, ohne Leistungseinbußen durch Speichermangel befürchten zu müssen.


Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
aber wenn bei AMD mit der Vega alle 2-3 Tage ein Bluescreen kommt ist das unbrauchbar als Heimserver der laufen soll.
Daher bleibt im Heimserver weiter der 10600K mit UHD 630 mit bisher ganze 0 Bluescreen seit kauf..
Gleichzeitig darf der 4600G jetzt als Plattform für die ARC 750 herhalten,
funktionert ganz gut also eine AMD CPU mit einer Intel Grafikkarte
Amd mag in sachen Performance bei den Treiber noch besser sein,
aber in sachen Stabilität braucht man schon heute kein AMD mehr kaufen egal ob IGP oder GPU.
Die letzte brauchbare I/GPU von AMD war mit GCN.
(Der Treiber meines Kaverie mit GCN macht viel viel weniger Probleme als der mit VEGA)
Edit:
Compute mit der IGP z.b. Handbrake
Mit einem A10 7870K und dessen IGP geht ein UHD Film in einmal durch,
4600G mit Vega, Error, Error, Error
Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
Meine Karte läuft übertaktet mit 2500Mhz und bringt in Cyberpunk, Hogwarts Legacy und Forspoken für mich gute Leistungen und Bildqualität mit ca. 50 - 70FPS in WQHD. Natürlich nicht alles in den höchsten Einstellungen wenn ich die will greife ich auf meine anderen PC's zurück mit einer 3090 oder 7900XTX.
PS: Hallo Raff, danke für den aufwendigen Test du hast alles richtig gemacht.
Intel hatte vor 10 Jahren sogar schon sehr gute iGPUs. Die HD 2000 und 3000 Serie war echt nicht schlecht. Schnell, effizient - aber am Treibersupport mangelte es und auch an der Weiterentwicklung. Hätte man DAMALS begonnen die Chips in China auch als Desktopgrafikkarten anzubieten und von dortweg Marktanteile zu holen, wär das ganze heute ausgereift. Hat man aber nicht.
Die Treiberabteilung für Spiele war chronisch unterbesetzt (Carmack hat mal Beschrieben, dass dort 2 Leute die (OpenGL) Spieleoptimierung machen, das ist mit AMDs und Nvidias Hundertschaften nicht vergleichbar).
Die Weiterentwicklung der GPUs wurde außerdem dann stark zurückgefahren, denn für Intel war das offensichtlich mehr ein Beiwerk: dadurch wurden alle CPUs von ihnen zu APUs und das ist was die Büropcs wohl brauchten.
Arc ist dann doch wieder ganz was anderes und im Prinzip ein Neustart.
Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
Das Thema Leistungsaufnahme / Performance muß unbedingt gelöst werden. Noch Konkuriert Intel ja nur mit den Einsteiger Karten, was schon richtig schwach ist. Es kann nur besser werden. Ich denke mit der nächsten Gen geht es weiter vorwärst.