Raytracing-Benchmarks
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Raytracing-Benchmarks

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Bildhübsches Raytracing hält in immer mehr Spielen Einzug, sodass eine neu angeschaffte Grafikkarte darauf vorbereitet sein sollte. Der Raytracing-Leistungsindex 2024 macht keine Gefangenen, um diese Frage zu beantworten. Aufwärmübungen wie Far Cry 6 und World of Warcraft sind Geschichte, die neuen Benchmarks fordern den Grafikkarten deutlich mehr ab, um deren Zukunftstauglichkeit abzuklopfen. Wie Sie im Folgenden sehen, vereinen wir das "Who's who" der aktuellen Raytracing-Implementierungen, deren Nutzwert nicht infrage steht - die Leistung der Grafikkarte entscheidet, ob man die Aufwertung in Anspruch nehmen kann. Einzig Pathtracing verkneifen wir uns für diese Benchmarkperiode, denn dafür fehlt den allermeisten Grafikkarten die Leistung.

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Da wir erstmals mit maximaler Raytracing-Komplexität testen - alle Effekte stehen auf dem jeweiligen Maximum -, kommt den GPUs das zweite Novum im Raytracing-Leistungsindex 2024 zu Hilfe: Upsampling, das wir in 8 von 10 Spielen aktivieren. AMD-GPUs setzen auf FSR 2 Quality, Nvidia-GPUs auf DLSS 2 Quality und Intel-GPUs auf XeSS Quality. Damit ist zwar die Bildqualität nicht mehr identisch - ein großer Bruch in der Geschichte der PCGH-Leistungsindizes -, allerdings sieht so die Gaming-Realität aus und wir beugen uns dieser praxisnahen Einstellung. Frame Generation, Variable Rate Shading und Nvidia Reflex bleiben konsequent abgeschaltet, um ansonsten gleiche Bedingungen zu schaffen.

PCGH Raytracing Benchmarks 2024 Engine API Version (Platform) Benchmark Sequence
Alan Wake 2 Northlight Engine DirectX 12 Stets aktuell (Epic) „Nightingale”
Cyberpunk 2077 RED Engine 4 DirectX 12 v2.02 (GOG) „Dog Days”
Desordre Unreal Engine 5.2.1 DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Room 5”
Dying Light 2 Chrome Engine 6 DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Walk in the Park”
F1 23 EGO Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Azerbaijan”
Forza Motorsport Forzatech Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Cherryflections”
Hogwarts Legacy Unreal Engine 4.27.2 DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Broomwood”
Metro Exodus EE 4A Engine DirectX 12 v3.08.39 (GOG) „Bounce Base”
Ratchet & Clank: Rift Apart Insomniac Engine 4.0 DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Rooftops”
The Witcher 3 Next-Gen RED Engine 3 DirectX 12 v4.04a (GOG) „Duskwood”

Nachdem die Warnung ob des hohen Anspruchs erneut ausgesprochen wurde, kommen wir zu den spannenden, nicht immer flüssigen Ergebnissen:

Die Sache ist eindeutig: Intel Arc und Strahlenverfolgung passen einfach zusammen. Die Arc A770 16GB kann hier alle Transistoren gleichzeitig auslasten und damit eine beeindruckende Vorstellung abliefern. Intels Architektur, welche sich an Nvidia orientiert und zahlreiche Schaltungen in kräftige Raytracing-Rechenwerke investiert, zahlt sich hier aus. Ebenfalls als hilfreich erweisen sich 16 GiByte Speicher, denn während Radeon RX 7600 und Geforce RTX 4060 (Ti) vereinzelt an ihren 8 GiByte in Full HD verhungern, rendert die Arc A770 16GB ungebremst weiter (primär in Ratchet & Clank zu beobachten). Kompromisse sind auf allen genannten Grafikkarten notwendig, um 60 Fps zu erreichen. Werfen wir einen Blick auf die sich daraus ergebenden Leistungsindizes:

Auch hier drängt sich der Direktvergleich mit dem vorherigen Raytracing-Leistungsindex auf. Die Aufnahme der anspruchsvollsten Raytracing-Spiele führt dazu, dass Intel- und Nvidia-Grafikkarten ihren Abstand gegenüber AMD-Modellen ausbauen können. Die Endergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, was sich in den einzelnen Spielen beobachten ließ: Intels Arc A770 16GB ist nicht nur die schnellste Grafikkarte im 300-Euro-Bereich, sie kann ihren Vorsprung gegenüber der Geforce RTX 4060 beim Raytracing sogar deutlich ausbauen. Falls Ihnen diese Leistung nur ein müdes Lächeln entlockt, weiten wir die Betrachtung: Die Radeon RX 7800 XT ist beim Rasterizing um stolze 81 Prozent schneller als die Arc A770 16GB, beim Raytracing aber nur um 31 Prozent. Damit rangiert das Intel-Topmodell rechnerisch irgendwo zwischen Radeon RX 6800 und RX 7700 XT - wo genau, klären wir schnellstmöglich beim Vergleich aktueller Grafikkarten zwischen rund 250 und 500 Euro.

Die Raytracing-Leistung des Arc-Topmodells A770 16GB hat die Spiele-Auswahl des Raytracing-Leistungsindex 2024 übrigens maßgeblich beeinflusst. Unsere Messungen im Vorfeld und die finalen Werte im Vergleich belegen ohne jeden Zweifel, dass sowohl Arc als auch Geforce mit hoher Raytracing-Komplexität klarkommen, während Radeon-GPUs deutlich stärker einbrechen. Der Vorwurf, PCGH bevorteile gezielt Nvidia-GPUs, erweist sich somit (wie immer) als haltlos. Unsere neuen Benchmarks betonen vielmehr das Potenzial moderner Architekturen, GPUs mit Reserven können sich in Szene setzen.

Arc Alchemist: Intels Architektur geht den Weg Nvidias, mit mächtigen, dedizierten Raytracing-Rechenwerken. Quelle: Intel (Screenshot: PCGH) Arc Alchemist: Intels Architektur geht den Weg Nvidias, mit mächtigen, dedizierten Raytracing-Rechenwerken.

Zur Erinnerung: Intels Xe-Architektur legt von Anfang an großen Wert auf Raytracing-Leistung. Große Teile der Chip-Fläche werden für starke Raytracing-Einheiten sowie unterstützende Funktionen - wie XeSS-Upsampling - investiert. Dies beinhaltet relativ unflexible, aber rasante Rechenwerke für bestimmte Zwecke - sogenannte Fixed-Function-Units. Diese übernehmen bei Intel und Nvidia die Beschleunigung der Raytracing-Datenstruktur BVH (Bounding Volume Hierarchy) inklusive Intersection-Arbeiten und halten die Daten in einem dedizierten Cache vor. Damit nicht genug, Arc beinhaltet außerdem eine Zutat, die Nvidia erst ins Ada-Silizium gegossen hat: die sogenannte Thread Sorting Unit (TSU). Eine solche steckt in jedem Xe-Core und soll den diffusen Datenstrom beim Raytracing in effizienter ausführbare Sequenzen vorsortieren. Nvidia nennt diese Funktion Shader Execution Reordering (SER).

Die Ursache, dass AMD beim Raytracing derart an Boden verliert, liegt in der Umsetzung auf Hardware-Ebene begründet: Die anfallende Arbeit wird bei RDNA 2 und RDNA 3 von den Shader-ALUs übernommen, welche zu diesem Zweck etwas potenter ausfallen. Dieser transistorsparende Ansatz funktioniert gut, solange sich die Strahlenlast in Grenzen hält (sie erhöht dann sogar die Auslastung, was positiv ist). Bei komplexem Raytracing geht die Rechnung jedoch nicht mehr auf, da die Rechenleistung dann für "normales" Shading fehlt, sodass es zu einem stockenden Betriebsablauf kommt. Wir sind daher besonders auf AMDs RDNA-4-Generation gespannt, welche im Laufe von 2024 erscheinen soll. Falls AMD hier erstmals dedizierte Raytracing-Beschleuniger im Stile von Intel und Nvidia implementiert, wird der Leistungssprung groß ausfallen, was Raytracing generellen Auftrieb verleihen könnte - spätestens dann, wenn die nächste Konsolengeneration mit entsprechender AMD-Hardware erscheint.

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  1. Seite 1 Intel holt auf: Übersicht
  2. Seite 2 Rasterizing-Benchmarks
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks
  4. Seite 4 Energie-Effizienz & Preis-Leistung
  5. Seite 5 Fazit und Ausblick auf Arc Battlemage
    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von 7seven7
        Zitat von Lichtspieler2000
        Die Karten reifen wie guter Wein. Das Warten auf bessere Treiber zieht sich aber immer noch hin.
        Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
        Bei Amd reift halt garnix, wie ich schon erwähnt hatte hätte der 10600K gegen einen 4600G ersetzt werden sollen,
        aber wenn bei AMD mit der Vega alle 2-3 Tage ein Bluescreen kommt ist das unbrauchbar als Heimserver der laufen soll.

        Daher bleibt im Heimserver weiter der 10600K mit UHD 630 mit bisher ganze 0 Bluescreen seit kauf..

        Gleichzeitig darf der 4600G jetzt als Plattform für die ARC 750 herhalten,
        funktionert ganz gut also eine AMD CPU mit einer Intel Grafikkarte

        Amd mag in sachen Performance bei den Treiber noch besser sein,
        aber in sachen Stabilität braucht man schon heute kein AMD mehr kaufen egal ob IGP oder GPU.

        Die letzte brauchbare I/GPU von AMD war mit GCN.
        (Der Treiber meines Kaverie mit GCN macht viel viel weniger Probleme als der mit VEGA)

        Edit:
        Compute mit der IGP z.b. Handbrake
        Mit einem A10 7870K und dessen IGP geht ein UHD Film in einmal durch,
        4600G mit Vega, Error, Error, Error
      • Von 7seven7
        Zitat von Lichtspieler2000
        Die Karten reifen wie guter Wein. Das Warten auf bessere Treiber zieht sich aber immer noch hin.
        Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
        Bei Amd reift halt garnix, wie ich schon erwähnt hatte hätte der 10600K gegen einen 4600G ersetzt werden sollen,
        aber wenn bei AMD mit der Vega alle 2-3 Tage ein Bluescreen kommt ist das unbrauchbar als Heimserver der laufen soll.

        Daher bleibt im Heimserver weiter der 10600K mit UHD 630 mit bisher ganze 0 Bluescreen seit kauf..

        Gleichzeitig darf der 4600G jetzt als Plattform für die ARC 750 herhalten,
        funktionert ganz gut also eine AMD CPU mit einer Intel Grafikkarte

        Amd mag in sachen Performance bei den Treiber noch besser sein,
        aber in sachen Stabilität braucht man schon heute kein AMD mehr kaufen egal ob IGP oder GPU.

        Die letzte brauchbare I/GPU von AMD war mit GCN.
        (Der Treiber meines Kaverie mit GCN macht viel viel weniger Probleme als der mit VEGA)

        Edit:
        Compute mit der IGP z.b. Handbrake
        Mit einem A10 7870K und dessen IGP geht ein UHD Film in einmal durch,
        4600G mit Vega, Error, Error, Error
      • Von Atlan2101 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Die Karten reifen wie guter Wein. Das Warten auf bessere Treiber zieht sich aber immer noch hin.
        Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
        Das kann ich nur bestätigen.

        Meine Karte läuft übertaktet mit 2500Mhz und bringt in Cyberpunk, Hogwarts Legacy und Forspoken für mich gute Leistungen und Bildqualität mit ca. 50 - 70FPS in WQHD. Natürlich nicht alles in den höchsten Einstellungen wenn ich die will greife ich auf meine anderen PC's zurück mit einer 3090 oder 7900XTX.

        PS: Hallo Raff, danke für den aufwendigen Test du hast alles richtig gemacht.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Bluebird
        Wie alle hier tun als hätte Intel 2022 die erste GPU auf den Markt geworfen... Sorry aber im Bereich CPU Grafik wursten die schon mehr als 10 Jahre mit, Treiber Fehler sollte man da schon deutlich besser im Griff haben... Und nein der Vergleich hinkt nicht, es war Intel nur einfach vor ihrer arc einfach Scheiss egal ... Dann noch Modelle bringen mit nur PCIe 8 x also ne ...
        Ja und nein.
        Intel hatte vor 10 Jahren sogar schon sehr gute iGPUs. Die HD 2000 und 3000 Serie war echt nicht schlecht. Schnell, effizient - aber am Treibersupport mangelte es und auch an der Weiterentwicklung. Hätte man DAMALS begonnen die Chips in China auch als Desktopgrafikkarten anzubieten und von dortweg Marktanteile zu holen, wär das ganze heute ausgereift. Hat man aber nicht.
        Die Treiberabteilung für Spiele war chronisch unterbesetzt (Carmack hat mal Beschrieben, dass dort 2 Leute die (OpenGL) Spieleoptimierung machen, das ist mit AMDs und Nvidias Hundertschaften nicht vergleichbar).
        Die Weiterentwicklung der GPUs wurde außerdem dann stark zurückgefahren, denn für Intel war das offensichtlich mehr ein Beiwerk: dadurch wurden alle CPUs von ihnen zu APUs und das ist was die Büropcs wohl brauchten.

        Arc ist dann doch wieder ganz was anderes und im Prinzip ein Neustart.
      • Von Lichtspieler2000
        Die Karten reifen wie guter Wein. Das Warten auf bessere Treiber zieht sich aber immer noch hin.
        Meine ARC A770 schlägt teilweise aber auch eine 7800XT um 10 bis 15%, einfach ein geiles Ding, wenn es mal von der Leine gelassen wird.
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        Schön das die Treiber nun etwas besser sind. Aber immernoch zuweit von der Konkurenz weg finde ich. Man darf halt auch nicht vergessen das diese Karten locker 1 Jahr zuspät kamen.

        Das Thema Leistungsaufnahme / Performance muß unbedingt gelöst werden. Noch Konkuriert Intel ja nur mit den Einsteiger Karten, was schon richtig schwach ist. Es kann nur besser werden. Ich denke mit der nächsten Gen geht es weiter vorwärst.
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