Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Benchmarks
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Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Benchmarks

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Auf Seite 2 beschäftigen wir uns mit der Leistung der neuen CPUs, wie schnell sind diese in Spielen und was hat es mit dem Gear-1- und Gear-2-Modus auf sich? Des Weiteren begutachten wir die Leistung des Topmodell mit Adaptive-OC-Modus.

Die Prozessor-Messmethodik der PCGH

Jede CPU wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Im UEFI konfigurieren wir ein TDP-Limit: Jede CPU wird auf die Parameter konfiguriert, die der Hersteller für das jeweilige Modell vorsieht. Die Geschwindigkeit des verbauten Speichers wird ebenfalls auf die Herstellervorgabe forciert, die Menge mit 32 GiB und die Timings (XMP) geben wir vor. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte und ermöglichen einen fairen Vergleich. Wir nutzen, wenn möglich, immer die neueste Version von Windows inklusive allen (Sicherheits-)Updates. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt.
<strong>Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: </strong>Auf dem Thron ist nur Platz für einen Prozessor&nbsp;(2) Quelle: Intel Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Auf dem Thron ist nur Platz für einen Prozessor (2) Bevor wir zu unseren durchgeführten Benchmarks übergehen, zeigen wir Ihnen gerne noch einmal die Intel-eigenen Benchmarks zum Launch von Rocket Lake auf, behalten Sie diese Zahlen im Hinterkopf, wenn Sie unsere Benchmarks studieren.

Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Benchmarks

Rund einen Monat vor dem Launch von Rocket Lake debütierte der neue CPU-Index 2021, welchen wir im CPU-FAQ ausführlich vorstellen. Alle Benchmarks basieren auf einem neuen Testsystem, welches für die Messungen aufgerüstet haben. Fester Bestandteil ist die Asus ROG Strix RTX 3090 OC, ein 1200-Watt-Netzteil von Corsair (AC1200i) sowie drei SATA-SSDs. Neu hinzugekommen ist der CPU-Kühler, eine MSI-Kompaktwasserkühlung: Die auserwählte Coreliquid K360 bietet gleich drei Lüfter und sorgt mit einem zusätzlichen Lüfter in der Nähe der Pumpe am CPU-Sockel für beste Kühlung der Spannungswandler. Letzterer ersetzt den von uns bis dahin verwendeten "Gehäuselüfter".

Lassen wir die 20 Benchmarks Revue passieren. Wir können festhalten, dass Rocket Lake in Form des i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K auf Augenhöhe mit Ryzen 5000 agiert. Mal liegt die Zen-Architektur von AMD vorn, mal Sunny Cove von Intel. Rocket Lake präsentiert sich sehr stark in Titeln, die von einer geringen Speicherlatenz und hohen Taktraten profitieren, da wären insbesondere Anno 1800 und Kingdom Come Deliverance zu nennen. Da unsere Benchmarks auf Vielfältigkeit getrimmt sind und möglichst jedes Detail einer CPU abbilden können soll, sind auch viele Spiele vertreten, die mit mehr als acht Kernen (oder besonders gut mit ihnen) skalieren können. Battlefield 5, Hitman 3 oder Red Dead Redemption 2 gehören dazu, ebenso Watch Dogs: Legion und Borderlands 3. Gerade im letzteren Fall zeigt sich deutlich, dass sich AMD mit Zen 3 nicht zu verstecken braucht. In der Summe liegt Intels neues Topmodell Core i9-11900K auf Augenhöhe mit AMDs Spitzenreiter Ryzen 9 5950X. Der Core i7-11700K muss sich hingegen öfters mit einem Ryzen 5 5600X prügeln, als ihm lieb ist, und sieht gegen den eigentlichen Konkurrenten, Ryzen 7 5800X, unterlegen aus. Der neue Hexacore Core i5-11600K legt sein Ei genau zwischen Core i9-10900K und i7-10700K, ergattert sich also eine sehr gute Bewertung bei der Preis/Leistungs-Benotung.

CPU-Index, Update mit Rocket Lake

Sie haben richtig gelesen. Im Durchschnitt bei 20 Spielen unterscheiden sich die beiden Topmodelle von AMD und Intel nur noch um 0,1 Prozent. Wir sind uns bewusst, dass die geringste Abweichung die Krone für den jeweils anderen bedeuten kann. Spiele erhalten oft Updates und Erweiterungen und selbstverständlich halten wir den CPU-Index auf dem neuesten Stand. Spätestens nach dem Release einer neuen CPU-Generation müssen die alten Werte neu überprüft werden. Wundern Sie sich daher bitte nicht, wenn mal AMD und mal Intel auf dem Thron sitzt, dort ist eben nur Platz für einen Prozessor.

Gear 1 und Gear 2 - Leistungsunterschiede

Wie eingangs erwähnt, verfügen die Rocket-Lake-Prozessoren über einen neuen Speichercontroller. Dieser bietet, ähnlich wie AMD bei den Zen-Prozessoren, einen Speicherteiler an. Im Gear-1-Modus laufen Controller und Arbeitsspeicher synchron, mehr Leistung und geringe Latenzen sind der Vorteil davon. Im Gear-2-Modus hingegen leidet die Performance, dafür sollen viel höhere Frequenzen und schärfere Timings möglich sein. PCGH wurde im Vorfeld dieses Artikels nur insofern über diesen Modus informiert, als dass gesagt wurde, dass Gear 2 zu Gear 1 "kaum" Leistung koste. Wir haben das in einem Feldversuch ausprobiert. Den Core i9-11900K haben wir einmal mit Gear 1 und einmal bei Gear 2 bei DDR4-3200 durch eine Vielzahl durch Benchmarks gejagt. Wir zeigen exemplarisch fünf Titel und haben dabei den Standardmodus, also Gear 1, fett markiert.

Würde man jene Werte in den CPU-Index übertragen, ergäbe sich am Ende in Index-Wert von 90,9 Prozent für den Gear-2-11900K, also ziemlich genau auf Niveau des Core i9-10900K. Das ist kein kleiner Fisch und wie die Zahlen in Borderlands 3 zeigen, sind die Auswirkungen des Gear-2-Modus nicht nur mess-, sondern auch fühlbar. Laut den Informationen, die uns von Asus vorliegen, welche einen OC-Guide für das hauseigene Maximus Hero XIII verfasst haben, entspräche DDR4-3600 im Gear-1-Modus etwa der Leistung von DDR4-4400 im Gear-2-Modus. Das hätte den großen Vorteil, dass Sie als Nutzer solch einer CPU in ein günstiges RAM-Kit investieren und trotzdem die Performance-Vorteile eines schnellen Arbeitsspeichers genießen könnten. Wir planen indes für die PCGH 06/21 ein großes OC-Special zu Rocket Lake, der neue Speichercontroller wird darin eine prominente Rolle einnehmen, so viel sei gesagt.

Core i9-11900K Benchmarks mit Adaptive-OC-Modus

Aktiviert man im unterstützten UEFI Adaptive-OC, wird für die CPU ein neuer Boost-Modus freigeschaltet. Nur der Core i9-11900K sowie -KF verfügen über diesen Modus. Damit beschleunigt die CPU im besten Fall um weitere 300 MHz. Ein kleiner Wert, ein Allcore-Boost von 5,1 GHz liest sich jedoch beachtlich, vor allem wenn man die erhöhte IPC im Hinterkopf behält und die 4,9 GHz des Core i9-10900K als Maßstab nimmt. Doch was bringt der OC-Modus in Spielen wirklich? Auch das haben wir ausprobiert. Für diesen Modus haben wir auf die TDP-Restriktionen verzichtet, der unlocked-11900K darf so frei und so hoch boosten, wie die CPU das für richtig hält. Die einzig limitierende Komponente stellt die Kühlung dar. Fett markiert ist abermals der normale i9-11900K, in dem Fall also der mit 4,8 GHz.

Wir konnten bei den Tests durchaus eine Mehrleistung feststellen, allerdings erkauft sich der Prozessor diese mit einer deutlich erhöhten Leistungsaufnahme, auf die wir auf der nächsten Seite noch zu sprechen kommen. Die Mehrleistung beträgt im Schnitt über 20 Spiele nur 1,3 Prozent, je nach Titel mal mehr, mal weniger. Das ist nichts, was uns vom Hocker reißt, dennoch sollte man beachten, dass Intel diesen Bonus innerhalb der Spezifikation freigibt, Sie zahlen also nicht mit der Garantie dafür, dass Sie den Prozessor mithilfe von Adaptive OC "übertakten". Bei den Benchmarks konnten wir beobachten, dass die CPU nicht immer mit 5,1 GHz rechnet, oft fällt die Frequenz auf 5,0, oder sogar 4,9 GHz. Das zeigt, dass hohe Spannungen im Spiel sind und die Last sich dynamisch verhält. Wir waren jedoch in jedem Fall über 4,8 GHz, der Boost greift demnach und beschleunigt die CPU, wann immer möglich.

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    • Kommentare (460)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CmdrBambina Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Also hat Intel es mit aller Gewalt (+neuer Arch) gerade so geschafft +/- mit nem 5800X gleichzuziehen.
        Einerseits ne ansehnliche Leistung da noch hinzukommen in 14nm, andererseits natürlich auch ein bisschen peinlich für so einen Konzern nicht mehr draufzuhaben.

        Wirklich spannend dürfte sowieso erst das Duell Alderlake gegen ZEN4 werden. Bis dahin ist nüchtern betrachtet wohl nur der Preis entscheidend für den Normalnutzer.
        Alderlake gegen Zen4 wird wohl ausfallen da AMD sich Zeit läßt mit Zen4.
        Im Moment muss Alderlake nur mit den bisher unveränderten Zen3 kämpfen und steht im Bereich bis 8 Kerne da auch ganz gut da.

        Vielleicht sehen wir noch Zen3 refresh (mit oder ohne IF cache) gegen Alderlake, aber Zen4 wird sich dann schon mit intel next gen vergelichen müssen.
      • Von CmdrBambina Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Also hat Intel es mit aller Gewalt (+neuer Arch) gerade so geschafft +/- mit nem 5800X gleichzuziehen.
        Einerseits ne ansehnliche Leistung da noch hinzukommen in 14nm, andererseits natürlich auch ein bisschen peinlich für so einen Konzern nicht mehr draufzuhaben.

        Wirklich spannend dürfte sowieso erst das Duell Alderlake gegen ZEN4 werden. Bis dahin ist nüchtern betrachtet wohl nur der Preis entscheidend für den Normalnutzer.
        Alderlake gegen Zen4 wird wohl ausfallen da AMD sich Zeit läßt mit Zen4.
        Im Moment muss Alderlake nur mit den bisher unveränderten Zen3 kämpfen und steht im Bereich bis 8 Kerne da auch ganz gut da.

        Vielleicht sehen wir noch Zen3 refresh (mit oder ohne IF cache) gegen Alderlake, aber Zen4 wird sich dann schon mit intel next gen vergelichen müssen.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Zitat von AyC
        Viel zu finden ist da nicht...
        Das ist ja gerade mein Problem: Ich höre immer wieder, was für ein Forschritt es wäre, aber harte Leistungsdaten gibt es entweder nicht oder sie lesen sich eher ernüchternd.

        Zitat von Olstyle
        Oder wir vergleichen das was bei einer IGP wirklich interessiert und da bringt die neue GPU immerhin AV1 Unterstützung im Vergleich zum alten Modell.
        Das ist immerhin mal ein handfestes Feature. Allerdings wird nur Decode hardwareseitig unterstützt, und das bringt softwareseitig selbst ältere CPUs nicht unbedingt ins Schwitzen.

        Zitat von fotoman
        Und ja, sowas zählt für mich zur Leistung der Grafikkarte/des Grafikchips. Wenn ich kein UHD@60Hz nutzen kann, mag die IGP in ein paar Jahren wirklich nur noch als Notfall-Ausgabe nutzbar sein.
        Kein Widerspruch meinerseits.

        Was ich hier allerdings als Problem sehe: Die "kleinen" CPUs von Rocket Lake kommen nicht in den Genuss von UHD 7x0, sondern nur die größeren Modelle. Diese landen aber nicht unbedingt in Rechnern, in denen nicht ohnehin ein dedizierte Grafikkarte zum Einsatz kommt. Wer auf einen Office-Rechner oder einen Multimedia-PC schielt, der in ein paar Jahren noch zeitgemäße Grafikausgabe bietet, kann die komplette i3, Pentium- und Celeron-Riege von Rocket Lake vergessen, denn die hat weiterhin nur UHD 630.

        Zitat von fotoman
        Auch die braucht einen Slot (was mich beim i7-2600K erst 7 Jahre nach Kauf des Mainbaords gestört hat) und man muss sie Samstags Abends herum liegen haben um zu prüfen, ob der Bildausfall an der Grafikarte, dem Mainbaord, Netzteil oder sonstwas liegt. Meine alten ISA-Bus, AGP und PCI Grafikkarten wollten leider nicht in den PCIe Bus passen.
        Das ist richtig, war allerdings nicht die Frage, denn es ging ja nicht um das Format, sondern um die Leistung. Und wenn UHD 7x0 keine relevante Mehrleistung liefert, ist diese komplett verschenkt, da für Office und Multimedia unerheblich und für Light-Gaming immer noch zu gering. Es zählt somit - wie oben ganz richtig von dir festgestellt - allein das erweiterte bzw. aktualisierte Featureset ab i5 aufwärts.
      • Von AyC Software-Overclocker(in)
        Genau das ist der Punkt, man sollte sich im klaren darüber sein wo zu die integrierte Grafikkarte in der Lage ist. Auf der einen Seite wird im Test z.B. die Anwendungsleistung weggelassen und zum anderen eine integrierte Grafikkarte relativ hoch bewertet, obwohl sie in Sachen Spieleleistung einfach nicht relevant ist.

        Das ist ja das, was ich bemängelt habe. Entweder man testet und empfiehlt eine Grafikkarte auf die Spieletrauglichkeit oder im Gesamten. Hier hat man Dinge mit bewertet, die pro Intel sprechen und Dinge weggelassen, die pro AMD sprechen. Kann man machen, ist aber nicht seriös.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von AyC
        Das Feature bei Intel ist einfach, dass man den Rechner bei einer defekten Grafikkarte weiter nutzen kann (Windows, Surfen). Das so hoch zu bewerten bei einer "Spiele-CPU" ist für mich weiterhin sehr fragwürdig!
        Gemäß Intel (hier der Einfachheit halber von GH kopiert) gilt:
        i9-10900K (Intel® UHD-Grafik 630)
        HDMI 1.4b (4096x2160@30Hz), DisplayPort 1.2 (4096x2304@60Hz), eDP 1.4 (4096x2304@60Hz)

        DirectX 12, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0, Quick Sync Video, InTru 3D, Clear Video HD, 3x Display Support, H.265 encode/decode, VP9 encode/decode, HDCP 2.2

        i9-11900K (Intel® UHD Graphics 750)
        HDMI 2.0b (4096x2160@60Hz), DisplayPort 1.4a (5120x3200@60Hz), eDP (5120x3200@60Hz)

        DirectX 12.1, OpenGL 4.5, OpenCL 3.0, Vulkan 1.0, Quick Sync Video, InTru 3D, Clear Video HD, 3x Display Support, H.265 encode/decode, VP9 encode/decode, AV1 decode, HDCP 2.3

        Und ja, sowas zählt für mich zur Leistung der Grafikkarte/des Grafikchips. Wenn ich kein UHD@60Hz nutzen kann, mag die IGP in ein paar Jahren wirklich nur noch als Notfall-Ausgabe nutzbar sein.

        Zitat von Mahoy
        3.) gegenüber dedizierten Einstiegsgrafikkarten ein?
        Auch die braucht einen Slot (was mich beim i7-2600K erst 7 Jahre nach Kauf des Mainbaords gestört hat) und man muss sie Samstags Abends herum liegen haben um zu prüfen, ob der Bildausfall an der Grafikarte, dem Mainbaord, Netzteil oder sonstwas liegt. Meine alten ISA-Bus, AGP und PCI Grafikkarten wollten leider nicht in den PCIe Bus passen.

        Alles kein Grund, einne i9-11900K anstatt einen R9 5950X zu kaufen aber, je nach Anwendung (NICHT Spielen) eine Intel-Desktop-CPU anstatt einer AMD CPU zu kaufen. Nur weil Intel etwas als Gaming-CPU bewirbt ist die Nutzung abseits vom Gaming zum Glück noch nicht verboten.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Oder wir vergleichen das was bei einer IGP wirklich interessiert und da bringt die neue GPU immerhin AV1 Unterstützung im Vergleich zum alten Modell.
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