Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks und Fazit
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Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks und Fazit

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Benchmarks von Pathtracing, Raytracing und Rasterizing: Wie schneiden Grafikkarten in Alan Wake 2 ab? Und wie lautet das PCGH-Fazit?

Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks

Wir haben alle Benchmarks auf dieser Seite aktualisiert und erweitert. Dabei kommt nicht nur die offizielle Launch-/Finalversion von Alan Wake 2 zum Einsatz, sondern auch jeweils die angepassten Grafikkarten-Treiber von AMD, Intel und Nvidia. Was Sie hier sehen, ist die aktuelle Performance von Alan Wake 2.

Um die Pathtracing-Anforderungen abzuklopfen, setzen wir auf das Privatsystem des Autors, bestehend aus einem AMD Ryzen 9 5950X, MSI Geforce RTX 4090 Suprim X sowie 32 GiByte DDR4-3600-RAM. Alle Komponenten sind handoptimiert. Ziel der Benchmarks ist es, die Anforderungen zu skizzieren, welche mit der "vollen Packung" - Pathtracing nebst Ray Reconstruction - anfallen. Dafür setzen wir, wie immer, auf eine überdurchschnittlich anspruchsvolle Testsequenz, welche Sie im folgenden Video sehen:

Diese fanden wir nach einiger Erkundung von Bright Falls und des Cauldron Lake als Saga Anderson. Da wir nichts von der Story verraten möchten, belassen wir es bei dieser Information und dem Verweis auf das Video: Wir befinden uns auf dem Weg zum ersten "Boss", welcher einer sehenswert ausgeleuchteten Waldpassage entspricht. Die hier anzutreffenden Bildraten liegen deutlich tiefer als woanders. Da wir zum jetzigen Zeitpunkt nur einen kleinen Teil von Alan Wake 2 gesehen haben, können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob im späteren Verlauf der Story noch anspruchsvollere Szenen kommen - ein GPU-Härtetest ist unsere Szene "Nightingale" dennoch. Kommen wir direkt zur Sache - mit maximalen Details (Pathtracing) und verschiedenen Upsampling-Modi:

Sie sehen das richtig: Trotz manueller Übertaktung erreicht unsere Geforce RTX 4090 nur 20 Fps, wenn das Spiel mit allen Effekten und nativer Auflösung Ernst macht. Im Gegensatz zu Cities Skylines 2 liefert Alan Wake 2 aber einen angemessenen Gegenwert fürs Auge, die Crysis-Vibes sind deutlich spürbar. Da das gesamte Bild eine Pathtracing-Aufwertung erhält, schlägt Auflösung heftig ins Kontor - womit Upsampling außerordentlich effektiv wird. Bereits DLSS Quality, das intern mit 2/3 der räumlichen Auflösung und im Beispiel somit WQHD arbeitet, steigert die Bildrate um stolze 77 Prozent. Flüssig ist aber selbst das nicht ansatzweise. Erst die Aktivierung von Frame Generation bringt die ersehnten 60 Fps (+69 Prozent ggü. DLSS Q ohne Frame Generation). Ohne diesen optischen Fps-Verstärker ist Alan Wake 2 mit allen Effekten ein zähes Vergnügen, selbst internes Full HD (durch DLSS Performance) entlockt der Geforce RTX 4090 OC nur knapp 50 Fps.

Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks mit Pathtracing

Nachdem wir wissen, wie unheimlich teuer Pathtracing auf der schnellsten verfügbaren Grafikkarte ist, werfen wir einen Blick auf einige Modelle darunter. Ab hier setzen wir auf unser neues GPU-Testsystem. Dabei kommt konsequent Quality-Upsampling zum Einsatz.

Sieht man von der Geforce RTX 4090 und RTX 4080 ab, welche DLSS Frame Generation als zusätzlichen Boost verwenden könnte, ist die Sache eindeutig: Pathtracing ist selbst mit Quality-Upsampling, das die räumliche Auflösung auf 67 Prozent reduziert, nur auf Nvidia-GPUs der aktuellen Generation flüssig nutzbar. Bei AMD klemmt es trotz des angepassten Treibers: Die Radeon RX 7900 XTX kann sich zwar um bis zu 60 Prozent von der RX 6900 XT LC (= 6950 XT OC) absetzen, kommt aber nicht in Reichweite der alten Geforce RTX 3090 Ti (ähnlich wie in Desordre mit Unreal Engine 5). Mit diesen Anforderungen bleibt Pathtracing den wenigsten Spielern vorbehalten - oder leidensfähigen Spielern, die auch mit 15 oder 20 Fps zufrieden sind. Haben Sie Crysis zum Release gespielt?

Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks mit Raytracing

Sehen wir uns an, was beim Wechsel von voller Pathtracing-Beleuchtung auf Raytracing passiert. Wir schalten für diesen Test nur die Pathtracing-Aufwertung ab, alle weiteren Effekte bleiben eingeschaltet. Auch hier kommt konsequent Quality-Upsampling zum Einsatz.

Das sieht bereits deutlich freundlicher aus - vor allem für RDNA 2, die RX 6900 XT LC (= 6950 XT OC) erreicht hier doppelt so hohe Bildraten wie mit Pathtracing. Interessanterweise schrumpft jedoch der Abstand der RX 7900 XTX, was bedeutet, dass RDNA 3 in erster Linie bei komplexer Strahlenverfolgung gegenüber RDNA 2 auftrumpft. Raytracing in Alan Wake 2 ist somit deutlich leichter mit spielbaren Bildraten vereinbar als Pathtracing, wenngleich die Radeon-Grafikkarten auch hier abgeschlagen bleiben. Wirklich flüssige Bildraten erreichen auch hier nur wenige Grafikkarten, daher sehen wir uns abschließend an, wie Grafikkarten mit reinem Rasterizing - also der nur noch sehr guten, nicht mehr herausragenden Grafikqualität - zurechtkommen.

Alan Wake 2: Grafikkarten-Benchmarks mit reinem Rasterizing

Genug des Ruckelns - wie läuft Alan Wake 2 ganz ohne Strahlenverfolgung? Die letzte Messreihe gibt darüber Aufschluss. Wir maximieren alle Details, lassen jedoch Ray- und Pathtracing außen vor. Erneut kommt konsequent Quality-Upsampling zum Einsatz, denn Alan Wake 2 ist zu keiner Zeit ein Spaziergang für Grafikkarten.

Reines Rasterizing lässt den Wind drehen - AMD überholt mit der Radeon RX 7900 XTX die Geforce RTX 4080. An den automatischen Taktraten ist ablesbar, dass die AMD-Chips ohne Strahlverfolgung wesentlich besser ausgelastet werden. Mit reinem Rasterizing ist Alan Wake 2 folglich auf sehr vielen Grafikkarten flüssig spielbar.

Alan Wake 2: Fazit

Auf Remedy ist Verlass: Alan Wake 2 tritt erfolgreich in die großen Fußstapfen seines Vorgängers und der früheren Werke des Studios. Man merkt Remedys Humor und Liebe zum Detail traditionell in den ruhigeren Abschnitten, die zur Erkundung einladen, ohne dass man ständig von einem Nichtspieler-Charakter angetrieben wird. Die verwobene Geschichte rund um Saga Anderson und Alan Wake fängt harmlos an, entwickelt sich dann aber schnell zu einem abgefahrenen, übernatürlichen Trip, der an den Bildschirm fesselt. Ein großer Teil der Faszination geht von der Technik aus, denn Alan Wake 2 ist zweifelsfrei eines der schönsten - wenn nicht das schönste - PC-Spiel des Jahres 2023. Detaillierte, fein texturierte Assets treffen am PC dank Pathtracing auf pixelgenaue Beleuchtung, sodass es ein Fest ist.

Bildergalerie

Doch aus großer Pracht kommt großer Anspruch, Alan Wake 2 ist ein "Grafikkarten-Killer", wie er im Buche steht - nicht etwa, weil es GPUs überhitzen lässt, sondern weil es jede erhältliche Grafikkarte in die Knie zwingen kann. Das Ruckeln der Northlight-Engine ist jedoch eine Wohltat gegenüber so manch anderem Spiel dieses Jahres, denn es ist regelmäßig. Shader- oder Traversal-Stuttering? Fehlanzeige! Somit rettet eine wohldosierte Mischung aus Detailverzicht und Upsampling den Tag. Doch die wahren Glückspilze sind jene, die Alan Wake 2 in voller Pracht am PC erleben können. Eines ist schon jetzt klar: Selbst die nächste GPU-Generation, welche voraussichtlich in einem Jahr um diese Zeit erscheint, wird Alan Wake 2 nicht ohne Upsampling stemmen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Alan Wake 2 auch mit reinem Rasterizing eine gute Figur macht und dann mit einem Vielfachen der Bildrate läuft - das Preis-Leistungs-Verhältnis der Engine passt.

Abschließend noch ein gut gemeinter Rat: Spielen Sie Alan Wake 2 nach Möglichkeit auf Englisch, denn die deutsche Synchronisierung kann es nicht mit der englischen aufnehmen. Letztere wartet erneut mit Max Paynes Stimme auf und trifft die Stimmung wesentlich besser. Auch die schriftliche Übersetzung ins Deutsche fällt mit Unsauberkeiten auf, sowohl Tipp- als auch Übersetzungsfehler (kennen Sie schon den FSR-Modus "Einheimisch"?) trüben das Bild. Unsere Nachfrage bei Remedy ergab, dass die Übersetzung relativ spät fertig wurde und der erste große Patch, geplant für die Woche nach dem Release von Alan Wake 2, einige Verbesserungen bringen werde. Der beste Kompromiss für alle, die des Englischen nicht so mächtig sind, dürften englische Stimmen mit deutschen Texten sein.

Alan Wake 2 ist seit dem 27. Oktober exklusiv im Epic Games Store verfügbar und wird dort für 50 Euro angeboten. Es geht auch anders: Falls Sie gerade eine neue Gaming-Grafikkarte suchen, könnte Sie das Geforce-RTX-40-Bündel interessieren. Wer sich dieser Tage für eine Geforce RTX 4070 oder besser entscheidet, erhält Alan Wake 2 als Gratis-Code dazu - Geforce RTX 4060 und RTX 4060 Ti werden bedauerlicherweise ausgeklammert.

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    • Kommentare (307)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1719868203
        Ich finde Alan Wake 2 gar nicht so toll. Da wird nicht mal volles Pathtracing eingesetzt. Dagegen läuft Cyberpunk in vollem Pathtracing deutlich besser. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht mal, wieso Alan Wake so hohe Anforderungen hat. Ist doch alles nur Schlauchlevel.
      • Von Gast1719868203
        Ich finde Alan Wake 2 gar nicht so toll. Da wird nicht mal volles Pathtracing eingesetzt. Dagegen läuft Cyberpunk in vollem Pathtracing deutlich besser. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht mal, wieso Alan Wake so hohe Anforderungen hat. Ist doch alles nur Schlauchlevel.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BullX92
        Wie kommt es das bei pcgh die 4070 in 4k raytracing noch vor z.b. einer 7900Xt ist ?
        In vielen anderen Benchmarks ist die 4070 inkl ti in 4k absolut unbrauchbar aufgrund des vram.
        Na wegen RT, was die AMD deutlich stärker einbrechen lässt. Die 4070 ist in 4K max. noch immer völlig unbrauchbar, auch mit RT, aber da bringt sie knapp über 20fps, während die 7900XT knapp unter 20fps liefert. Beides unbrauchbar. Auch eine 4080 schafft da gerade mal 33fps, was ebenso wenig spielbar ist. eine 4090 44fps, also deutlich unter 60 und das schon mit DLSS-Q. Nur darfst du nicht vergessen, dass PCGH hier wirklich die schlimmsten Szenen sucht und testet, also du meist mit mehr fps unterwegs sein wirst, wenn auch nicht viel mehr.
      • Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)
        Gestern noch mal angespielt um zu schauen wie es mit dem neuen System läuft. Komme bei Maximum Einstellungen.
        DLSS Q / FG / PT in 3840x1600 auf um die 100 fps. Im Spiel am Anfang dann 80-110. Läuft aber flüssiger als am Anfang mit meinem alten System 9900k und 32 GB Dominator @3600.
        4090 @2850Mhz+14900K @5,7-5,8Ghz+48GB Dominator Titanium @7200 (XMP 1/AI Overclock). Spielt übrigens keine Rolle ob Standardtakt oder XMP 1 oder 2 eingestellt ist im BIOS.
        Das Spiel hat enormen Hardwarehunger, oder?
        Leider ist das Setting nach einem Durchlauf keinen zweiten Wert mMn.
      • Von sho_xen Freizeitschrauber(in)
        Das Spiel sieht für die Anforderungen und das Rumgeruckel in den Reviewvideos einfach nur zum K..tzen aus um es mal ehrlich zu sagen. Kann den Hype nicht nachvollziehen.
      • Von BullX92 Schraubenverwechsler(in)
        Wie kommt es das bei pcgh die 4070 in 4k raytracing noch vor z.b. einer 7900Xt ist ?
        In vielen anderen Benchmarks ist die 4070 inkl ti in 4k absolut unbrauchbar aufgrund des vram.
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