Alan Wake 2: Remedy verteidigt Publishing-Deal mit Epic Games
Remedy Entertainment stellt klar: Ohne Epic Games hätte es Alan Wake 2 nicht gegeben. Der Entwickler verteidigt den Publishing-Deal und bezeichnet die Zusammenarbeit mit Epic als fair und entscheidend für die Umsetzung.
Remedy Entertainment hat den Publishing-Deal mit Epic Games öffentlich verteidigt und dabei betont, dass Alan Wake 2 ohne diese Partnerschaft nicht existieren würde. Hintergrund sind anhaltende Diskussionen rund um exklusive Veröffentlichungen im Epic Games Store sowie Epics Rolle als Publisher.
Laut Remedy-CEO Tero Virtala war Epic Games bereit, das finanzielle Risiko des Projekts vollständig zu übernehmen. Dazu gehörten sowohl die Entwicklungskosten als auch das Marketingbudget für Alan Wake 2. Für Remedy bedeutete dies Planungssicherheit und die Möglichkeit, ein inhaltlich ambitioniertes Projekt ohne finanzielle Einschränkungen umzusetzen.
Virtala erklärte, dass Alan Wake 2 als reines Singleplayer-Spiel mit Fokus auf Story und Atmosphäre wirtschaftlich kein Selbstläufer sei. Mehrere Publisher hätten laut Remedy kein ausreichendes Interesse gezeigt, das Projekt unter diesen Bedingungen zu finanzieren. Epic Games habe sich hingegen klar positioniert und das Projekt vollständig unterstützt.
Fairer Deal und kreative Freiheit
Remedy bezeichnet den Publishing-Vertrag mit Epic als fair. Epic Games fungiert dabei nicht nur als Publisher, sondern hält auch die Markenrechte an Alan Wake 2. Die Finnen erhalten im Gegenzug eine vollständige Finanzierung sowie eine Gewinnbeteiligung, sobald die Investitionen von Epic gedeckt sind.
Nach Aussagen des Studios habe Epic keinen kreativen Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung des Spiels genommen. Remedy habe volle kreative Kontrolle behalten und das Spiel nach eigenen Vorstellungen entwickeln können. Diese Freiheit sei ein zentraler Faktor für die Entscheidung zugunsten von Epic gewesen.
Die Veröffentlichung von Alan Wake 2 als Exklusivtitel im Epic Games Store sei eine direkte Folge des Publishing-Modells. Remedy stellt klar, dass diese Exklusivität nicht Selbstzweck sei, sondern aus der Finanzierung durch Epic resultiere.
Debatte um Exklusivdeals hält an
Epic Games steht seit Jahren in der Kritik, Spiele durch Exklusivverträge an den eigenen Store zu binden. Remedy positioniert sich in dieser Debatte eindeutig: Ohne Epics Engagement hätte es Alan Wake 2 nicht gegeben. Der Deal habe es ermöglicht, ein wirtschaftlich riskantes, aber kreatives Projekt umzusetzen.
Gerüchte, wonach Alan Wake 2 ohne Epic später auch auf anderen Plattformen erschienen wäre, werden von Remedy nicht bestätigt. Das Studio verweist ausschließlich auf die bestehende Vereinbarung und die Rolle Epics als Publisher.
Mit dieser Stellungnahme unterstreicht Remedy erneut, dass Epic Games für Alan Wake 2 nicht nur Vertriebspartner, sondern Voraussetzung für die Realisierung des Spiels war. Losgetreten hatte die Debatte Larians Michael Douse, der kommentierte, dass die Verträge von Epic mehr Schaden als Nutzen bringen könnten, indem sie Spiele von Steam fernhalten. Der wollte bei dem Thema auch nicht lockerlassen.
Steam ist teuer für Entwickler
Und dabei darf man auch nicht vergessen, dass die Konditionen im Epic Games Store besser sind. Der EGS mag marketingtechnisch Steam unterlegen sein, aber 12 Prozent Beteiligung ab 1 Million US-Dollar Umsatz sind für viele Entwickler entscheidend, während Steam sich ohne Sonderkonditionen 30 Prozent bis 10 Millionen US-Dollar genehmigt und danach 25 und 20 Prozent.

Habe ich damals bei Bayonetta 2 (Entwicklung wurde von Nintendo bezahlt, kein anderer wollte Geld geben, Spiel erschien nur auf Nintendokonsolen, Spieler gingen auf die Barrikaden) nicht verstanden, verstehe ich bei Alan Wake 2 nicht. Klar, immer doof, wenn eine Fortsetzung nicht mehr auf allen Systemen erscheint wie der Vorgänger, aber Überraschung, wenn Du keine Millionen in die Entwicklung stecken kannst, dann bist Du nicht ausschlaggebend.
Wenns dir aber um einen Epic-Account generell oder um steam-eigene Features geht, bringt das natürlich auch nix...
Das ist der Grund, warum ich Epic meide. Ubisoft und EA sind eine Ausnahme, weil ich da halt mich schon als Kind bzw. junger Erwachsener registriert habe bzw. auch GOG, weil es ein paar Klassiker gibt, dies es sonst nirgends mehr hat.
Am Ende ist die Auswahl an Spielen eh so riesig, dass es für mich keinen weiteren Launcher bzw. Store braucht. Ist ähnlich wie mit Streamingdiensten. Wozu soll ich alles abonnieren? Lohnt sich nicht, es reicht mit Crunchyroll und wenn ich unbedingt was sehen will, dann halt Netflix oder Prime. Weitere Dienste werde ich auch nicht brauchen.