AMD Ryzen Embedded V1000: Eingebettete Raven-Ridge-APU für Spieleautomaten
Ein Hersteller aus Taiwan bietet erste Module mit eingebetteter Raven-Ridge-APU an. Der AMD Embedded Ryzen V1000 soll bis zu vier Zen-Kerne mit einer Taktrate von bis zu 3,5 GHz und einer Vega-Grafikeinheit mit bis zu 11 Compute Units beherbergen. Die TDP ist konfigurierbar, das aktuell vorgestellte Modul kann entweder mit 25 Watt lüfterlos oder mit 54 Watt und aktiver Lüftung betrieben werden.
Prozessorhersteller AMD hat mit den Ryzen-, Threadripper- und Epyc-CPUs den Desktop und Servermarkt bedient und erfolgreich viele Marktanteile erkämpft, nachdem diese zuvor während der Zeit der Bulldozer-Architektur-Ableger verloren gingen. Mit den aktuellen Ryzen-2000-APUs, also Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit, hat AMD die leistungsfähigen CPU-Kerne um Compute-Units basierend auf der aktuellen Vega-Architektur ergänzt. Die neuen Ryzen-2000-Produkte sind nicht nur für Laptops und Desktop-Systeme interessant, sondern eignen sich auch sehr für eingebettete Systeme.
Der Hersteller Advantech Innocore aus Taiwan will im Rahmen der Embedded-World-Messe in Nürnberg ein neues Rechenmodul mit Ryzen-Technik vorstellen. Das neue Modul trägt die Bezeichnung DPX-E140 und verwendet den AMD Ryzen Embedded V1000. AMD hat bisher keine technischen Angaben bezüglich des Ryzen Embedded V1000 veröffentlicht, es ist aber bekannt, dass es sich um einen Ersatz für die betagten APUs der Merlin-Falcon-Serie (basierend auf der Carrizo-Technik) handelt. Laut früherer Leaks sollen die eingebetteten Ryzen-APUs unter dem Codenamen "Great Horned Owl" laufen und bis zu vier Zen-Kerne enthalten, während die Grafikeinheit über bis zu 11 Compute Units verfügen kann. Damit handelt es sich praktisch um eine eingebettete Raven-Ridge-APU. Der CPU-Takt soll bei bis zu 3,5 GHz liegen. Eingebettete Threadripper- oder Epyc-Prozessoren sollen unter dem Codenamen "Snowy Owl" folgen. Ein älteres Datenblatt von Advantech Innocore listet die Möglichkeit, bestimmte Module mit Dual-, Quad- oder Octa-Core-Prozessoren mit TDPs zwischen 12 bis 54 Watt zu bestücken.
Das DPX-E140-Modul ist für Glücksspielautomaten gedacht und kommt ohne Lüfter aus, da die konfigurierbare TDP der APU auf 25 Watt gesetzt werden kann. Der Hersteller des Moduls gibt an, dass der Ryzen Embedded V1000 auch Arbeitsspeicher mit der ECC-Fehlerkorrektur verwenden kann. Die integrierte Vega-Grafikeinheit kann im DPX-E140 vier Displayport-1.4-Ausgänge gleichzeitig ansteuern, was die Verwendung von vier 4K-UHD-Bildschirmen ermöglicht. Der AMD Platform Security Processor, ein in den Chip eingebauter Cortex-A5-Kern mit spezieller Software, soll die mögliche Manipulation der einarmigen Banditen verhindern. Das Modul des taiwanesischen Herstellers bietet auch die Schnittstellen ccTalk und ID003, sowie einem IGT-SAS-Anschluss, mit welchen Banknoten, Münzen und Bezahlkarten geprüft werden können.
