AMD öffnet die Mottenkiste: Dualcore-Ryzen kehrt zurück
Mit dem Ryzen 3 3100U und dem Ryzen 5 3501U listet AMD zwei "neue" Picasso-APUs auf Basis von Zen+ und Vega. Die beiden Prozessoren stammen architektonisch aus dem Jahre 2019, für den Marktstart nennt AMD das zweite Quartal 2026.
AMD hat gleich drei Prozessoren aus eigentlich abgeschlossenen Baureihen neu in den Produktkatalog aufgenommen, wie Videocardz zuerst berichtete. Den größten Wiedererkennungswert dürfte der Ryzen 3 3100U haben: ein Zwei-Kern-Prozessor, wie ihn AMD im Notebook seit der "Raven-Ridge"-Ära kaum noch geführt hat.
Ryzen 3 3100U und 3501U: AMD reaktiviert "Picasso"
Die Zen+-Generation "Picasso" kam Anfang 2019 in den Handel und bildete damals das mobile Schlusslicht der Ryzen-3000-Reihe; Hintergründe dazu liefert das großen PCGH-Special zum Picasso-Refresh für Notebooks. Dass AMD reife Bausteine ein zweites Mal verwertet, ist kein Einzelfall:
Zuletzt fielen die Ryzen AI 400 alias "Gorgon Point" durch einen ganz ähnlich überschaubaren Generationssprung auf. Neu ist diesmal, dass ein Dualcore wieder den Weg in die offizielle Preisliste findet. Die Hinweise hierzu stammen einmal mehr von @Olrak29_ alias Gray.
Der AMD Ryzen 3 3100U arbeitet mit zwei Zen+-Kernen ohne SMT, einem Basistakt von 1,9 GHz und bis zu 3,2 GHz im Boosttakt. Gefertigt wird die APU in 12 nm bei Globalfoundries, beim Speicher bleibt es bei DDR4-2400, als Plattform dient der Sockel FP5.
Die kleine Zwei-Kern-APU erhält damit dieselbe Radeon Vega 8 wie das stärkere Quad-Core-Modell, während der einstige Ryzen 3 3200U noch mit einer Vega 3 auskommen musste. Die voreingestellte cTDP beträgt 15 Watt und lässt sich vom Anwender zwischen 12 und 35 Watt konfigurieren.
Ryzen 5 3501U und Ryzen 7 4700LE: Noch mehr Altbestände
Der Ryzen 5 3501U ergänzt die "Picasso"-Familie um einen Vierkerner mit acht Threads, 2,1 bis 3,7 GHz Takt und 4 MiB L3-Cache. Technisch entspricht das Modell weitgehend dem 2019 eingeführten Ryzen 5 3500U, inklusive Radeon Vega 8, FP5-Sockel und DDR4-2400, wie das offizielle Datenblatt bestätigt.
Abseits der mobilen APUs taucht zudem der Ryzen 7 4700LE auf: ein Achtkerner auf Basis der Zen-2-Generation "Renoir", der mit 3,6 bis 4,2 GHz taktet, 65 Watt aufnimmt und im Sockel AM4 sitzt. Eine integrierte Grafik fehlt diesem reinen OEM-Modell, eine separate Grafikkarte ist Pflicht. Als Marktfenster für alle drei Neuzugänge nennt AMD das zweite Quartal 2026.
AMD Ryzen 3 3100U: Warum "Picasso" 2026 wieder auftaucht
Den Ryzen 3 3100U und die übrigen Neuzugänge richtet AMD erkennbar an OEMs und günstige Geräte, in denen Rechenleistung zweitrangig bleibt. Die abgeschriebene 12-nm-Fertigung hält die Kosten niedrig, und weil Sockel sowie Package bekannt sind, lassen sich bestehende Notebook-Designs ohne großen Aufwand neu auflegen.
Für Einsteiger-Notebooks, Thin Clients und Büro-Geräte ergibt eine sparsame Zen+-APU bis heute Sinn, auch wenn die Architektur aus dem Jahr 2019 stammt. Spürbare Mehrleistung gegenüber den damaligen Originalen sollte niemand erwarten, denn die Taktraten bewegen sich im Rahmen der bekannten "Picasso"-Modelle.
Unter dem Strich handelt es sich hierbei schlicht und ergreifend um eine wirtschaftlich sinnvolle Resteverwertung. Endkunden sollen mit den APUs hingegen weniger adressiert werden. Zen+ und Zen 2 sind hier nicht mehr zeitgemäß.
Als Embedded-Version alias Ryzen Embedded sind die Picasso-APUs ohnehin bis 2032 verfügbar, weshalb es nicht überrascht, dass AMD weiterhin entsprechendes Silizium anbieten kann.
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Quelle: @Olrak29_ via VideoCardz

Die KI-Blase kann nicht schnell genug platzen!
Das sind CPUs für den Embedded-Markt wo relativ wenig Leistung benötigt wird und wo die Geräte völlig ausreichend sind. Da braucht keiner DDR5 und brachiale GPU/CPU Power.
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