AMDs neue x86-Mikroarchitektur heißt Zen: Bulldozer war kein "Game-Changer"
Während einer Vorstellung vor Analysten der Deutschen Bank hat AMDs Ceo, Rory Read, erstmals den Namen für die kommende, runderneuerte x86-Mikroarchitektur aus eigenem Hause fallen gelassen: Zen. Sonstige Details nannte man aber leider noch nicht. Man gab lediglich zu, dass die im Jahre 2011 eingeführte Bulldozer-Mikroarchitektur nicht der erhoffte "Game-Changer" gewesen sei.
Anfang Mai gab AMD bereits seine groben CPU/APU-Veröffentlichungspläne für die Jahre 2015 sowie 2016 an und nannte dabei zwei Neuheiten: Mit K12 sollen 2016 die ersten selbstentwickelten, 64-bittigen ARM-Kerne für Project Skybridge erscheinen, wobei eine neue x86-Mikroarchitektur für dasselbe Jahr ebenfalls auf den Folien eingezeichnet war. Kurz darauf wurde bekannt, dass es ein komplett neues Design ohne Modul-Bauweise werden wird. Mit verantwortlich dafür ist Jim Keller, der bei AMD schon für den K8-Kern verantwortlich war.
Nun hat AMDs CEO, Rory Read, erstmals den Namen für die neue x86-Mikroarchitektur genannt, welche auf den Namen Zen hören wird. Sie wird explizit als Nachfolger für Bulldozer dargestellt, weshalb Desktop-Ableger sehr wahrscheinlich erscheinen. Die genauen Marktsegmente nannte man allerdings nicht. Zum Einsatz kommen soll ein verkleinerter Fertigungsprozess, jedoch nannte man auch hier keine Details. Da die aktuellen FX-CPUs noch in 32 nm gefertigt werden, könnten die neuen Zen-CPUs/APUs theoretisch auch in 28 nm gefertigt werden. Künftig wolle man jedoch auf Prozessoren mit FinFETs (14/16 nm) setzen.
Auf den bisherigen Folien vermerkte AMD, dass die K12-SoCs parallel zu neuen x86-Kernen auf Skybridge zum Einsatz kommen – vermutlich war damit schon Zen gemeint, sodass man die beiden Codenamen als "Brüder" ansehen könnte. In Bezug auf Bulldozer gab Read derweil zu, dass es sich nicht um den erhofften "Game-Changer" gehandelt habe, mit dem man aufgrund der fertigen Entwicklung aber vier Jahre lang leben muss - eine neue Architektur lässt sich nicht mal eben aus dem Boden stampfen.
Quelle: seekingalpha.com (Transkript)

Folgendes Enthält eigene Meinungen und Spekulationen:
Laut Hwluxx ist 2015 für Zen wahrscheinlich. Nimmt man das als wahr, könnte ein Angriff auf die i5 bis i7 Liga nicht unwahrscheinlich sein.
Das Zen Puma als Low End ablösen wird (und damit Nolan ersetzen) ist mit dieser Neuigkeit annuliert, denn Puma hat mit Bulldozer nichts am Hut.
Da 2015 auch Excavator erscheint ist eine Ablöse durch Zen ebenso unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass Excavator@Desktop wohl nur DDR3 unterstützen wird, und eine 65er TDP haben wird.
Selbst wenn man den Tonga-Effizenzsprung auf Excavator draufrechnet, und noch ein wenig durch die CPU-Architektur, dann sind 65 Watt mit Leistungssteigerung eher sehr unwahrscheinlich.
Also könnte auf der CES 2015 Excavator als Mid-End Serie kommen, gegen Mai Nolan als Low-End Serie und als Broadwell Konter Zen im Sommer.
Wenn das so kommen würde, würde ich davon ausgehen, dass 2016 Excavator keinen Nachfolger mehr erhält, sondern der Nolan Nachfolger den Tablet, Laptop und Low End Bereich abdeckt, wohingegen der Zen Nachfolger den High End und Mid End Bereich abdeckt.
Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, aber wehe die Zens werden zu stark, ich will auch mal was anderes kaufen
Und ja...ich bin AMD Fan !!!
Nimmt man mal die PCGH-Bestenliste und den Gesamtdurchschnitt zur Brust, dann fängt die Preis-Leistungskrone für AMD erst bei CPU's unter 110 € an (also unter dem 8320). Und das auch nur, weil der i3 stark in der Anwendungsleistung lahmt! Aber über 110 € ist man definitiv mit nem i5, i7 oder E3-1231v3 besser bedient. Leider !
Zu hoffen ist das AMD diese Roadmap auch einhält, mit 2016+ lässt man sich wieder Spielraum nach hinten.
Warum muss ich bei "Zen" an "Guru Meditation" denken?
Wär aber auch froh wenn ich meinen Phenom II mal endlich durch was performanteres ersetzen könnte. Ich befürchte aber, da wird auch mal wieder ein neues Mainboard fällig...