Xbox Scarlett kommt wohl ohne VR-Support
Wie Microsofts Chef der Gaming-Abteilung Phil Spencer bestätigt, steht VR nicht im Fokus bei der kommenden Xbox Scarlett. Spencer begründet dies mit fehlendem Interesse der Xbox-Spieler.
Im kommenden Jahr wird Microsoft die neue Xbox Scarlett auf den Markt bringen. Einen offenen Punkt hat nun der Chef der Gaming-Abteilung, Phil Spencer, persönlich geklärt. Die neue Konsole aus dem Hause Microsoft wird nicht kompatibel mit VR-Headsets sein. Im Interview mit dem Magazin Stevivor erläutert er, dass die Xbox-Kunden einfach kein Interesse an VR hätten.
Geringe Verkaufszahlen und Problemstellung
Ein Problem sieht Spencer in den Verkaufszahlen. Kein einziger Anbieter von VR-Headsets verkaufe - bislang - davon mehrere Millionen Stück. Die Mehrheit der VR-Nutzer sei auf dem PC oder an anderen Orten (Anmerkung der Redaktion: beispielsweise bei Unternehmenskunden) zu finden. Microsoft selbst offeriert mit Windows Mixed Reality ein eigenes PC-Portal für VR- und AR-Anwendungen an. Im Konsolen-Markt hingegen spielt Sony eine Rolle. Der japanische Konzern bietet seit die VR-Brille PSVR an. Bis zum 03.März 2019 hat Sony weltweit 4,2 Millionen PSVR-Headsets verkauft. Im Vergleich zu mehr als 100 Millionen Playstation 4, ist das eine überschaubare Zahl. Allerdings soll auch die kommenden Playstation 5 kompatibel mit der PSVR sein.
"Ich habe einige Probleme mit VR - es ist isolierend und ich betrachte Spiele als eine Art gemeinsame Erfahrung. Wir reagieren auf die Wünsche unserer Kunden und... niemand fragt nach VR. Die überwiege Mehrheit unserer Kunden weiß, dass es viele Möglichkeiten gibt, ein VR-Erlebnis zu bekommen. Wir sehen die Menge dieser Nutzer auf dem PC und anderen Orten." - Phil Spencer, Chef der Microsoft Gaming-Abteilung.
Ebenfalls lesenswert: HTC Vive Cosmos im Test: Hervorragender Nachfolger mit einem Preisproblem
Fakten zur VR-Unterstützung der Xbox Scarlett:
- Wie Microsofts Gaming-Chef Phil Spencer im Interview erläutert, wird die kommende Xbox Scarlett keinen Support für VR-Headsets mitbringen. Das Interesse der Xbox-Spieler an VR sei zu gering.
- VR würde die Spieler voneinander isolieren. Videospiele sollten aber als ein gemeinschaftliches Erlebnis gesehen werden.
- Die Verkaufszahlen von VR-Headsets seien zu niedrig. Wer VR-Headsets benutzen will, tue dies oft am PC, so Spencer.

Kann Microsoft die Stärke irgendwo anders nutzen.
z.b in Kompatibilität oder Leistung.