Sony zieht den Stecker: Über 70 Geräte verlieren das Streaming
Sony stellt zum 17. November 2026 die Netzwerkdienste von 71 Geräten ein, darunter Blu-Ray-Player, AV-Receiver und Soundbars. Die lokale Wiedergabe über Disc, USB und HDMI funktioniert auf den betroffenen Modellen weiterhin.
Sony hat die Abschaltung sämtlicher Netzwerkdienste für insgesamt 71 Audio- und Heimkino-Geräte zum 17. November 2026 angekündigt. Wer einen älteren Blu-Ray-Player, AV-Receiver oder eine Soundbar des japanischen Herstellers betreibt, sollte daher einen genauen Blick auf die offizielle Modellliste des Herstellers werfen.
Sony zieht den Stecker: Netflix, Spotify & Co. verschwinden
Der nun offiziell kommunizierte Schritt reiht sich in einen Rückzug auf Raten ein: Die Produktion beschreibbarer Blu-Ray-Discs hatte Sony bereits Anfang 2025 beendet, der Verkauf von Blu-ray-Rekordern wurde inzwischen ebenfalls eingestellt. Es ist noch ein Sterben auf Raten, in einer Produktsparte, welche vollständig aussterben wird.
Diese Streaming-Dienste stellt Sony ein
Netflix, Spotify, Google Cast und die Amazon-Dienste stehen nach dem 17. November 2026 auf keinem der betroffenen Sony-Geräte mehr zur Verfügung. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung von Sony Deutschland hervor. In den USA entfallen laut der globalen Support-Website zudem Pandora, Slacker Radio und Vudu.
Ab dem 18. November 2026 entfernt der Hersteller die zugehörigen Dienst-Symbole aus der Benutzeroberfläche der betroffenen Geräte, auch bereits heruntergeladene Apps sind dann nicht mehr nutzbar. Sony "entschuldigt sich aufrichtig für etwaige Unannehmlichkeiten", nennt indes keinen konkreten Grund für die Abschaltung.
Lokale Wiedergabefunktionen wie Disc, USB und HDMI und nicht netzwerkgebundene Features arbeiten nach Angaben des Herstellers weiterhin normal, wie Sony im Rahmen seiner offiziellen Bekanntmachung bestätigt.
Betroffene Geräte: 17 Blu-ray-Player und einstige Flaggschiffe
Insgesamt 71 Geräte umfasst die weltweite Liste: 17 Blu-Ray-Player, 16 AV-Receiver, 16 Heimkinosysteme, 9 Soundbars sowie 13 weitere Audio- und Mediaplayer. Bei den Blu-Ray-Playern reicht die Spanne von günstigen Einsteigergeräten wie beispielsweise dem Sony BDP-S185 bis zu den früheren Oberklasse-Modellen wie dem BDP-S780.
Bemerkenswert ist, welche einstigen Flaggschiffe es ebenfalls trifft: Die Dolby-Atmos-Soundbar HT-ST5000, der beliebte AV-Receiver STR-DN1080 und der audiophile High-Resolution-Audio-Player HAP-Z1ES stehen gleichfalls auf der Liste, obwohl diese Geräte bis vor wenigen Jahren noch regulär im Handel erhältlich waren.
Welche Sony-Geräte sind in Deutschland betroffen?
Die deutsche Support-Mitteilung von Sony führt 25 Modelle auf, darunter sechs AV-Receiver von STR-DN850 bis STR-DN1080, elf Soundbars und Heimkinosysteme wie HT-CT790, HT-NT5 und HT-ST5000 sowie kabellose Lautsprecher wie die SRS-X9.
Hinzu kommen die beiden High-Resolution-Audio-Player HAP-S1 und HAP-Z1ES sowie der Mediaplayer FMP-X5. Die regionalen Listen unterscheiden sich, da nicht alle Modelle in sämtlichen Regionen verkauft wurden.
Die 17 Blu-ray-Player tauchen bislang nur in der globalen Übersicht auf, viele davon waren hierzulande jedoch ebenfalls erhältlich. Weitere Informationen zu betroffenen Geräten liefert die nachfolgende Übersicht des japanischen Elektronikkonzerns.
Sony und das Heimkino: Ein Rückzug auf Raten
Bereits am 23. April 2025 hatte Sony den bekannten Musik-Streaming-Dienst Deezer auf sämtlichen AV-Receivern und Audiosystemen wie dem STR-DN1050 und der SRS-X9 eingestellt. Die jetzige Abschaltung fällt aber deutlich umfangreicher aus.
Nach dem Ende der Rohling-Produktion und dem Aus für Blu-Ray-Rekorder zieht sich der Erfinder des Formats Stück für Stück aus dem Geschäft zurück, während einige Hersteller wie Verbatim und I-O Data (noch) an dem Speichermedium festhalten.
Besitzer betroffener Geräte können derzeit nur ausweichen: Ein externer Streaming-Player am HDMI-Eingang ersetzt die wegfallenden Apps, bei reinen Audio-Geräten bleiben je nach Modell Bluetooth und analoge Eingänge als Zuspielwege erhalten.
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Quelle: Sony via Golem

Man verkauft ein Produkt und später entfernt man einfach Produkteigenschaften - aber einen Teil des Kaufpreises bekommt natürlich niemand erstattet, weil er nun ein schlechteres Produkt hat.
Ich hab meinen TV, meinen Bluray-Player und das Heimkino-System von Sony. Mich betrifft es nicht, da ich Streaming nicht nutze (max. die Youtube- und Joyn-App am Fernseher). Aber wenn ich sehe, wie die Geschäftspraxis von Sony aussieht, würde ich mir auf jeden Fall gut überlegen, ob ich wieder ein Produkt von Sony kaufe.
Aber sonst echt krass... das ist schon ein Kahlschlag!