Microsoft: CO2-Ausstoß der Xbox und die Auswirkungen auf die Klimaziele
Bis zum Jahr 2030 will Microsoft möglichst eine negative CO2-Bilanz aufweisen können. Hierzu gibt es eine Reihe von Maßnahmen wie Elektroautos als Firmenfahrzeuge, die Nutzung von regenerativen Energiequellen und mehr. Auch Cloud Computing soll hierbei zum Einsatz kommen.
Umweltschutz geht uns alle etwas an und man kann die von der EU verabschiedeten Zielsetzungen zur Begrenzung der Erderwärmung nur dann erreichen, wenn möglichst jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. Das schließt natürlich auch große Unternehmen mit ein. So hat Microsoft jüngst verkündet, bis zum Jahr 2030 möglichst CO2 neutral zu arbeiten. In einem Interview mit der Webseite Grist, hat ein Unternehmenssprecher Einblick gegeben, wie die aktuelle Klimabilanz einer Xbox One X aussieht. Wenn man von einem Gebrauch von acht Jahren ausgeht, trägt die Konsole das Äquivalent von mehr als einer Tonne Kohlenstoffemissionen bei. 86 Prozent der Emissionen werden dabei durch den Betrieb bei Volllast verursacht, die übrigen 14 Prozent gehen auf das Konto von Herstellung, Verpackung, Versand und Recycling. Künftig möchte man die Xbox-Konsolen aber noch etwas umweltfreundlicher produzieren und betreiben können. Microsoft will erreichen, dass die Nutzer einer Xbox möglichst Energie sparen. Dies könnte eventuell mit speziellen, optional aktivierbaren Software-Einstellungen möglich werden. Sony hat beispielsweise angekündigt, bei der kommenden Playstation 5 einen optional vom Nutzer aktivierbaren "low power Verbrauchsmodus" einzuführen.
Xbox One X braucht gut 150 Watt beim Spielen - Spiele-PC ist deutlich stromhungriger
Die aktuell schnellste Xbox-Konsole benötigt beim Spielen eines aufwendigen Spiels etwa 150 Watt. Mit diesem wert ist sie erheblich genügsamer als ein High-End-Desktop-PC, der auch schon mal gut das Dreifache an Strom beim Spielen benötigt. Wer allerdings clever die Komponenten seines PCs auswählt, kann auch mit unter 200 Watt aktuelle Videospiele am Computer spielen, wie wir bei unserem Effizienz-PC selbst aufgezeigt haben. Wer den CO2-Ausstoß in Kilogramm pro Fahrtstrecke für verschiedene Verkehrsmittel ermitteln will, kann hierzu etwa den CO2-Rechner von Quarks nehmen.
Um nun bis zum Jahr 2030 klimaneutral und eventuell gar negativ in der CO2-Bilanz zu werden, muss sich Microsoft etwas einfallen lassen. Im Maßnahmenpaket ist festgelegt worden, dass sämtliche Büros, Cloudrechenzentren sowie Produktionsstätten von Microsoft weltweit mit Strom aus 100 Prozent regenerativen Quellen betreiben werden. So folgt man also etwa Google und Facebook. Auch Auftragsfertiger, die etwa die Xbox-Konsolen oder Surface-Geräte für Microsoft produzieren, müssen sich ab dem Jahr 2021 an diese Klimaziele halten und möglichst umweltfreundlich die Endgeräte produzieren. Zudem bekommen direkt bei Microsoft angestellte Mitarbeiter als Firmenfahrzeug nur noch vollelektrische Autos. Auch wird der Softwarehersteller eine weitere Milliarde US-Dollar in einen sogenannten Climate Innovation Fond investieren, damit man Technologien zur Reduktion vom CO2-Ausstoß entwickeln kann. Zudem wird es auch Investitionen in Klimaprojekte geben sowie Zahlungen von CO2-Steuern, wobei Microsoft eigenen Aussagen nach bereits heute 15 US-Dollar pro Tonne ausgestoßenem CO2 bezahlt. Laut Microsoft muss jede Abteilung des Konzerns seinen CO2-Ausstoß selbst bezahlen, abhängig vom jeweiligen Verbrauch.
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Technologien zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks als Geschäftsmodell für Azure IoT
Langfristig ist man bestrebt, möglichst den gesamten seit Unternehmensgründung im Jahr 1975 verursachten CO2-Ausstoß von Microsoft wieder gut zu machen. Hierzu setzt Microsoft auf ein Portfolio von Technologien mit negativen Emissionen (NET). Diese technischen Lösungen umfassen die möglicherweise Aufforstung und Wiederaufforstung, Kohlenstoffbindung im Boden, Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCs) und direkte Luftfilterung (DAC). In Kooperation mit dem Stromkonzern Vattenfall will Microsoft auch IoT-Lösungen anbieten, damit Unternehmenskunden selbst einen Überblick über den Stromverbrauch sowie Einsparpotenziale erhalten. So soll es Firmen ermöglicht werden, ihre Geschäftsabläufe zu optimieren, um möglichst viel grüne Energie nutzen zu können. Bereits heute gibt es im Power BI Dashboard den sogenannten Microsoft Sustainability Calculator um sichtbar zu machen, wie hoch der aktuelle Umwelteinfluss der genutzten Cloudservices ist.
Ebenfalls lesenswert: Gamescom 2019: Wie umweltfreundlich ist Spielen? - Erkenntnisse aus der Wissenschaft
Fakten zu den Klimazielen von Microsoft und den Technologien dazu:
- Microsoft hat verkündet bis zum Jahr 2030 den eigenen CO2-Fußabdruck auf null zu setzen. Dies soll durch ein ganzes Maßnahmenpaket gelingen. So werden sämtliche Microsoft-Büros, Serveranlagen und eigene Produktionsstätten künftig komplett mit regenerativen Energiequellen betrieben. Zudem sollen verschiedene Technologien eingesetzt werden, um die Umweltbelastung zu reduzieren.
- Auch Auftragsfertiger, die etwa die Xbox oder Surface-Geräte bauen, müssen sich ab dem Jahr 2021 an diese Klimaziele halten. Im jährlichen Umweltbericht will Microsoft zudem offenlegen, wie hoch die jeweilige Umweltbelastung ausgefallen ist.
- Microsoft wird aber - unter anderem in Kooperation mit Vattenfall - auch IoT-Lösungen auf Azure-Basis an Unternehmenskunden verkaufen, damit diese ihre Geschäftsabläufe abstimmen können und einen Überblick erhalten, wie hoch die Umweltbelastung der eigenen Firma ist.
- Die Xbox One X verbraucht beim Spielen etwa 150 Watt und stößt bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren inklusive Produktion, Transport zum Kunden und Recycling etwa eine Tonne CO2 aus. Ein auf Effizienz getrimmter Desktop-PC kann beim Spielen auf gut 200 Watt kommen.
Quellen: Grist, Microsoft(1), Microsoft (2), Quarks

Weil ihr es euch mit eurer Ignoranz und eurem Hochmut nicht ansatzweise vorstellen könnt, dass uns die ganze ******* auf die unsere hemmunglosse Lebensweise beruht, bald bis zum Hals stehen wird. Von der Verantwortung sich mit den bisher geposteten Dingen auseinanderzusetzen und für unsere ignorante Lebensweise Verantwortung zu übernehmen, einmal ganz von abgesehen.
Der Großteil zeigt doch wie eh und je mit dem Finger auf alle anderen, als wie bei sich selbst anzufangen und alles was unsere Lebensweise ausmacht, mit allen Konsequenzen, kritisch zu hinterfragen. Da wird sich an einem Thema wie der CO² Problematik aufgehangen. Wobei unsere Probleme noch viel tiefgründiger sind. Denn selbst wenn wir alle emissionsfrei leben würden, würde es schlussendlich trotz alledem noch um den hohen Ressourcen Verbrauch den unser Wohlstand und unsere Lebensweise ausmacht, gehen.
Zum Thema Xbox, wie kommt diese denn überhaupt zustande, wenn nicht durch politische Prozesse um der dafür benötigten Ressourcen. Befasst euch mal damit was alles in unseren Computern, Handys und auch in einer Spielekonsole steckt. Dann befasst euch einmal damit was davon an Ressourcen regional in Deutschland sowie Rest Europas vorhanden ist. Das fängt schon allein beim Gehäuse und dem Controller aus Plastik an.
Bist du sauer, weil keiner deinen langen Beitrag gelikted hat?
Das hat in meinem Fall wohl vor allem damit zu tun, dass ich -wie beschrieben- das Thema Klimawandel nicht mehr auf dieser Ebene diskutieren möchte. Alles was du gepostet hast ist für mich und viele andere hier vollkommen klar und darum hab ich mir auch nicht mehr jeden einzelnen Link von dir durchgelesen. Das für und wider von Grüner Ökonomie und die anderen Fragen die du einbringst, sprengen in gewisser Weise dem Rahmen, von dem was ich hier diskutieren möchte. Nach meinen bisherigen Posts ist eine Zustimmung implizit, wie ich finde.
Ansonsten denke ich, dass viele Menschen heutzutage versuchen, ihren eigenen Lebensstil anzupassen und auch einzuschränken. Nur glaube ich eben auch, dass die meisten Menschen dabei riesige blinde Flecken haben wohingegen sie ihre eigenen "Maßnahmen" hemmungslos überbewerten.
Ich schließe dabei nur von mir selber auf andere aber so ähnliches höre ich auch immer wieder in Gesprächen mit Freunden und Kollegen raus.
Worauf ich damit hinaus will ist, dass ich nicht glaube, dass es etwas bringt, wenn sich eigentlich Gleichgesinnte in einem Forum oder sonstwo ankeifen weil beide der Meinung sind, dass sie mehr für die Umwelt tun als der jeweils andere. Darum befürworte ich auch die meisten (fiskal)politischen Maßnahmen (auch wenn sie im Detail nicht fehlerfrei sind), weil sie helfen, dass die Probleme im Kollektiv angegangen werden.
Leider Stimme ich Standecks geopolitischer Einschätzung zu (danke für den Lesetipp!) , auch wenn ich die Hoffnung noch nicht so ganz aufgegeben habe. Vielleicht erlischt meine Hoffnung ja nach der Lektüre...
Wie dem auch sei, ich denke Thorsten hat schon Recht. Das wird hier langsam ein bisschen viel, wenn man bedenkt worum es in dem Artikel eigentlich ging.
Wir können gerne in einem passenden Thread oder per PN weiterquatschen aber hier bin ich erstmal raus.
Besten dank an alle für die interessanten Posts!
Ich nutze darum möglich viel mein 15W Laptop anstatt des Gamingrechners und empfehle ansonsten für allerlei Anwendungen auch sparsame Atom NUCs. Mich würde hierbei auch interessieren, ob "Cloudgaming" in Summe effizienter ist als der eigene Rechner.
https://extreme.pcgamesha...
Weil ihr es euch mit eurer Ignoranz und eurem Hochmut nicht ansatzweise vorstellen könnt, dass uns die ganze ******* auf die unsere hemmunglosse Lebensweise beruht, bald bis zum Hals stehen wird. Von der Verantwortung sich mit den bisher geposteten Dingen auseinanderzusetzen und für unsere ignorante Lebensweise Verantwortung zu übernehmen, einmal ganz von abgesehen.
Der Großteil zeigt doch wie eh und je mit dem Finger auf alle anderen, als wie bei sich selbst anzufangen und alles was unsere Lebensweise ausmacht, mit allen Konsequenzen, kritisch zu hinterfragen. Da wird sich an einem Thema wie der CO² Problematik aufgehangen. Wobei unsere Probleme noch viel tiefgründiger sind. Denn selbst wenn wir alle emissionsfrei leben würden, würde es schlussendlich trotz alledem noch um den hohen Ressourcen Verbrauch den unser Wohlstand und unsere Lebensweise ausmacht, gehen.
Zum Thema Xbox, wie kommt diese denn überhaupt zustande, wenn nicht durch politische Prozesse um der dafür benötigten Ressourcen. Befasst euch mal damit was alles in unseren Computern, Handys und auch in einer Spielekonsole steckt. Dann befasst euch einmal damit was davon an Ressourcen regional in Deutschland sowie Rest Europas vorhanden ist. Das fängt schon allein beim Gehäuse und dem Controller aus Plastik an.