Internetdienste haben hohen Energieverbrauch laut EU-Kommissarin
Margrethe Vestager, Vizepräsidentin der EU-Kommission, warnt vor dem hohen Energiebedarf des Internets gewarnt. Die Nutzung von Streaming-Diensten und Co. sei schlecht für die Umwelt. Allerdings brauche man digitale Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel.
Der Klimawandel ist ein globales Problem, dem man nur gemeinsam Herr werden kann. Wie die Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager nun erklärt hat, sei der Energiebedarf für Internetdienstleistungen enorm. So sei das Streaming von Filmen beispielsweise sehr energieintensiv. Um den europäischen Kontinent bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen, sei es eine große Herausforderung den Energieverbrauch zu minimieren und die Energieeffizeinz zu verbessern. Zwar schade der hohe Energieverbrauch dem Klima, aber man braucht zwingend moderne, digitale Lösungen um gegen den Klimawandel zu kämpfen. Oder man verzichtet auf sämtliche digitalen Geräte und Dienstleistungen, um das Klima zu schonen.
Videostreaming mit Strombedarf von Deutschland Italien und Polen zusammen
Der Stromversorger Eon hat ermittelt, dass Videostreaming-Dienste wie Amazon Prime Video, Netflix, Youtube und Co. pro Jahr gut 200 Milliarden Kilowattstunden Strom benötigen. Diese Summe entspricht dem jährlichen Stromverbrauch aller Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen, so der Stromanbieter. Inzwischen gehen 58 Prozent des Datenvolumens des Internets auf das Konto von Videostreams. Es müssen aber nicht nur die Rechenzentren mit Strom aus nachhaltigen Quellen betrieben werden, sondern auch Klimaanlagen zur Kühlung der Server-Anlagen.
Die klassische Alternative Filme und Serien auf physischen Datenträgern wie DVDs zu kaufen, ist allerdings auch keine energieeffiziente Lösung. Schließlich müssen für die Herstellung und den Transport der Datenträger ja auch eine gewisse Menge Energie aufgewendet werden. So verbraucht das Ansehen einer ausgeliehenen DVD gut 12 Megajoule pro Stunde, wohingegen das Videostreaming nur gut acht Megajoule pro Stunde verschlingt, so eine wissenschaftliche Studie. Problematisch bei den optischen Datenträgern ist der Transport zum Kunden und vom Kunden zum Abspielgerät, sowie der Energieverbrauch des Endgeräts selbst. Die Anbieter von Streaming-Diensten wie Netflix und Google versuchen möglichst alle Rechenzentren mit grünem Strom zu betreiben. Allerdings sollten natürlich auch die Endgeräte auf denen die Konsumenten die Internetvideos ansehen, mit Strom aus umweltfreundlichen Quellen betrieben werden.
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Fakten zum Energieverbrauch von Internetdienstleistungen:
- Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager warnt vor dem hohen Energieverbrauch des Internets. Vor allem das Videostreaming sei sehr energiehungrig.
- Pro Jahr verbraucht das Videostreaming gut 200 Milliarden Kilowattstunden Strom. Es müssen schließlich Rechenzentren mit viel Strom versorgt werden. Der Stromverbrauch entspricht dem jährlichen Strombedarf von Deutschland, Italien und Polen zusammen.
- Die Alternative Filme und Serien auf DVD oder Blu-ray zu kaufen, bringt auch wenig, da diese optischen Datenträger erstmal hergestellt und vertrieben werden müssen.
Quellen: DMS Berlin, Eon, Golem


Den Energiekonzernen ist das wurscht, die wollen Profit machen!
Woher der Strom kommt ist denen egal, Hauptsache billig, um ihn teuer an die Endkunden in Deutschland verkaufen zu können...
mfg
Wer sich wohl noch daran erinnern kann monatelang auf eine Lieferung aus dem Ausland zu warten oder wochenlang auf eine innerhalb Deutschlands. Und dann noch zu absurden Portogebühren, weil andauernd was nachberechnet wurde....
Zum Thema an sich muss ich sagen, dass ich glaube, dass sich das Konsumverhalten massiv geändert hat. War man damals noch unterwegs und hat ein Buch oder eine Zeitschrift gelesen, so schaut man jetzt unterwegs viel YT, Netflix oder hört Spotify. Instagram, Twitter und Facebook sind auch allgegenwärtig und erzeugen mächtig viel Last im Netz. Pauschal würde ich sagen, dass man heutzutage viel mehr Umweltverschmutzung über das Internet betreibt als früher mit analogen Medien. Ein Buch besteht unter Umständen hunderte von Jahren und ist einmalig produziert, um das gleiche Buch digital zu nutzen muss es immer vorgehalten werden und verbraucht durchgehend Energie. Bei Filmen und Musik ist es das Gleiche, Fotos sowieso.
Der Wiederaufbau lokaler Kapazitäten und die Entschleunigung unserer Gesellschaft würden das Problem von alleine lösen. Aber da es heute nur noch ums Geld geht und das Just in Time Modell günstiger ist als ein lokales Lager, wird das nicht mehr besser. Nur noch schlimmer.