WoW: Midnight im Test: Ein unerwarteter CPU-Fresser - welche Hardware packt WoW 12.0?
Wie läuft WoW: Midnight auf gängigen Grafikkarten? Die GPU-Benchmarks.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für WoW: Midnight? Diese Frage beantworten wir anhand einer breiten Spanne von Gaming-Hardware, wobei unser Fokus diesmal auf Prozessoren liegt - diese haben in Midnight stark zu knabbern. Dabei ist die Erkenntnis, dass WoW eine starke CPU benötigt, keineswegs neu. Passionierte Raid-Gänger benötigten schon immer einen potenten Motor, doch in WoW: Midnight haben diese enormen Anforderungen ihren Weg in das "normale" Gameplay gefunden. Die Hauptstadt Silbermond (Silvermoon) ist gnadenlos und auch das Umland ist wegen der höheren Detaildichte als bei früheren WoW-Welten sehr prozessorlastig.
GPU-Benchmarks
Obwohl in WoW: Midnight der Prozessor über Gedeih und Verderb entscheidet, haben wir natürlich auch Grafikkarten durch Quel'Thalas gescheucht. Diese Abhandlung halten wir zugunsten der CPUs jedoch deutlich kürzer. Als GPU-Test haben wir ein märchenhaftes Plätzchen in den Eversong Woods auserkoren, das viele Effekte und somit GPU-Last darstellt. Es handelt sich um eine typische Szene mit hoher Mischlast, wie sie in WoW: Midnight oft anzutreffen ist. Alle Details sehen Sie im folgenden Video. Mit- und Nachbencher sind, wie immer, herzlich willkommen!
Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 26.2.2, Intel GOD 8531 und der Nvidia Game-Ready-Treiber 591.86 (den neueren 595er-Branch klammern wir wegen der Fehlerdichte zunächst aus). Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an. Legen wir direkt los:
Spannende Ergebnisse allerorten! Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Die GPU-Benchmarks sind CPU-limitiert. Das ist etwas, das wir normalerweise tunlichst vermeiden, um stets die Leistung der zu testenden Komponente abzubilden - allerdings nicht um jeden Preis. Zwar gibt es durchaus Bereiche in Midnight, die sehr GPU-lastig sind, dabei handelt es sich aber oft um Szenen mit wenig Geometrie, vielen Effekten und hohen Bildraten. Das ist nicht die Norm, die meiste Zeit verbringt man im Umland der Stadt und schlägt sich dort mit Mobs sowie dem markanten CPU-Limit herum. Dieses äußert sich an hohen Boost-Frequenzen der Grafikkarten und geringer Power-Ausfüllung (siehe Video oben). Erst mittels Supersampling - WoW bietet seit vielen Jahren die Option auf 200 Prozent Renderauflösung - lässt sich zuverlässig ein Grafiklimit provozieren.
Das bedeutet nicht, dass WoW keinerlei Grafikleistung benötigt, wie sich an den älteren Modellen ablesen lässt. Für 60 Fps in Full HD und maximalen Details (mit 4× statt 8× MSAA) ist die Leistungsklasse der Geforce RTX 5060, Radeon RX 9060 XT oder Arc B580 nötig. Höhere Auflösungen schlagen heftig ins Kontor, für dauerhaft über 60 Fps in WQHD/1440p raten wir bereits zum Kaliber Geforce RTX 4070 Super und Radeon RX 7900 XT, denn WoW: Midnight hat ein leichtes Faible für Nvidia-GPUs. Dass WoW nicht völlig anspruchslos ist, sehen Sie auch am Spezialgast in den Benchmarks, der Moore Threads MTT S80 (PCGH-Test). Chinas beste Gaming-Grafikkarte ist in der Lage, WoW: Midnight mit allen Details fehlerfrei darzustellen - allerdings nicht flüssig.
Latenzen: erfreulich gering
Spätestens seit dem Aufkommen von (Multi) Frame Generation ist der Fokus vieler PC-Spieler auf jene Zeit gerückt, die zwischen Knopfdruck und Umsetzung auf dem Bildschirm vergeht: die Latenz. Die neue "PC Latency"-Option unseres primären Messprogramms CapFrameX erlaubt es, neben den Bildraten auch die Latenz zu erfassen, ohne spezielle Hardware (wie LDAT) anzuschließen. Damit lässt sich die Zeit innerhalb der Hardware messen, bevor die Frames dem Monitor übermittelt werden. Das funktioniert noch nicht in allen Spielen, World of Warcraft: Midnight ist aber einer der Fälle, bei denen das klappt. Der folgende Benchmark zeigt Full HD und ist aufsteigend nach den Latenzen sortiert, wobei gilt: Weniger ist besser!
Wie Sie sehen, ist die Pipeline von WoW auf eine direkte Frame-Ausgabe getrimmt, die Latenzen sind durchweg gering. Auf Wunsch geht es sogar noch tiefer, denn wir haben ohne Latenzreduktion getestet. Zur Wahl stehen ein universelles Verfahren, Nvidias Reflex und Intels XeLL. Weshalb AMDs Anti-Lag 2 fehlt, ist unbekannt. Doch Vorsicht: Die Straffung der Render Queue führt zu einem noch dominanteren CPU-Limit. Damit sind wir schon beim Thema: dem Prozessor-Anspruch.

Am besten ist meiner Meinung nach die Grafikeinstellung 10 und danach die sichtweite auf 7 reduzieren.
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Das Bild ist nicht per Software skaliert, sondern jeweils Originalaufnahmen in nativer Monitorauflösung.
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