WoW: Midnight im Test: Ein unerwarteter CPU-Fresser - welche Hardware packt WoW 12.0?
WoW Midnight ist seit dem 3. März verfügbar - und überrascht mit gesalzenen CPU-Anforderungen. Wir haben uns in das Königreich Quel'Thalas begeben, um Prozessoren und Grafikkarten auf ihre Mitternachtstauglichkeit zu prüfen, Tuning-Tipps für mehr Fps inklusive.
Inhaltsverzeichnis
World of Warcraft ist nicht totzukriegen. Mit WoW: Midnight erschien just die elfte Erweiterung des MMORPG-Evergreens - Zeit für den obligatorischen PCGH-Techniktest! Wir schmeißen uns direkt in das Benchmark-Getümmel, denn im Hinblick auf den Hardware-Hunger ist WoW ein echter Wolf im Schafspelz. Falls Sie mehr zum Umfang und Gameplay von WoW: Midnight erfahren möchten, schauen Sie gerne bei unseren unermüdlichen Kollegen von Buffed vorbei. An dieser Stelle dreht sich alles um die Technik und die Hardware-Anforderungen von World of Warcraft: Midnight.
WoW: Midnight = WoW 12.0
Die Systemanforderungen und -empfehlungen für World of Warcraft: Midnight sind gegenüber Dragonflight erneut angestiegen. Anstelle eines Vierkerners sollen nun mindestens sechs CPU-Kerne mit 4 GHz vorhanden sein, empfohlen werden indes acht Kerne der neuesten Generation mit gut 5 GHz. Wenngleich diese Zahlen happig wirken, ergeben sie doch Sinn. Wir haben viele Stunden in der Welt Quel'Thalas verbracht und können bzw. müssen WoW: Midnight einen beinahe unstillbaren CPU-Hunger attestieren. Aus diesem resultiert die dritte Spalte der Tabelle:
| Minimale System-Specs | Empfohlene System-Specs | PCGH-Empfehlung (60 Fps in 1440p) |
|---|---|---|
| Windows 10 64-bit (Update vom Mai 2019 oder neuer) | Windows 11 | Windows 11 |
| 6-Kern-CPU mit 4,0 GHz (Intel Core 8000/9000 oder AMD Ryzen 3000) | 8-Kern-CPU mit 5,2 GHz (Intel Core Ultra 200 oder AMD Ryzen 9000) | AMD Ryzen 7 9850X3D (OC) |
| Grafikkarte mit 4 GiB VRAM (GTX 1000 oder RX 5000) | Grafikkarte mit 8 GiB VRAM (RTX 4000, RX 7000, Arc B) | RX 7900 XT, RX 9070, RTX 3080, RTX 4070S, RTX 5070 (mehr für UHD/4K) |
| 8 GiByte RAM | 16 GiByte RAM | 32 GiByte RAM (DDR5-6000+) |
| Solid State Drive (SSD) mit 128 GB freiem Speicherplatz | Solid State Drive (SSD) mit 128 GB freiem Speicherplatz | NVMe-SSD |
Sicherlich sind Sie jetzt neugierig, welche Bildraten wir zu Gesicht bekamen - dazu gleich mehr, nach einem Abriss der zugrunde liegenden Technik. World of Warcraft basiert auf In-house-Technologie von Blizzard, welche seit über 20 Jahren erweitert wird. In den ersten Jahren war WoW stets vorn dabei, wenn es um neue Technologien ging. Mit jeder Major-Version implementierten die Entwickler neue Technik-Errungenschaften. So hielten im Laufe der Zeit nicht nur Prozessor-Multithreading Einzug in die Engine, sondern auch DirectX-11-Support sowie ein 64-Bit-Modus. All das war notwendig, um den Anschluss zu halten und die Welt der Kriegsführung immer komplexer zu gestalten. Eine realistischere Wasserdarstellung, God-Rays, Umgebungsschattierung, erhöhte Sichtweite sowie drastisch verbesserte Charaktermodelle gehören zu den deutlichsten Grafikaufwertungen der ersten zehn Jahre. Seit 2018 ist World of Warcraft DirectX-12-fähig, was auf Systemen mit Windows 10 und 11 die Anzahl der Drawcalls deutlich reduziert und damit das Rendering beschleunigt.
Seit Shadowlands im Jahr 2020 bietet World of Warcraft außerdem Raytracing-Schatten, die auch in WoW: Midnight in drei Qualitätsstufen aktiviert werden können. Die RT-Shadows sind damals wie heute eine gute, aber subtile Aufwertung. Deren Qualitätsstufe regelt nicht nur die Auflösung der erzeugten Schattenmuster, sondern auch die Anzahl der Lichtquellen. "Mittel" entspricht der niedrigsten Qualität und berücksichtigt nur die Sonne als Lichtquelle. "Gut" lässt auch lokale Lichter, wie Lagerfeuer, Schatten werfen - somit kann WoW mehr als einen Schatten gleichzeitig darstellen (vorgebackene Schatten ausgenommen). Erst "Hoch" zeigt die volle Pracht, hier werfen alle berücksichtigten Lichtquellen Schatten mit maximaler Auflösung und Qualität.
Alle genannten Errungenschaften gelten auch für das neue WoW: Midnight. Bahnbrechende Neuerungen gibt es nicht, das Motto "mehr vom Alten" regiert, wobei vor allem die Objekt- und Effektdichte weiter aufgemöbelt wurde. Stilistisch und akustisch fährt Blizzard erneut die großen Geschütze auf, Quel'Thalas, die Hauptstadt Silvermoon und die umliegenden Wälder sind kreativ gestaltet und wunderschön - wenngleich mit einem relativ niedrigen Tech Level. Kritisch sind die erstaunlich hohen Hardware-Anforderungen, daher leiten wir nun zur Performance-Betrachtung über. Welche Grafikkarten und Prozessoren flüssige Bildraten in WoW: Midnight erreichen, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Am besten ist meiner Meinung nach die Grafikeinstellung 10 und danach die sichtweite auf 7 reduzieren.
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Das Bild ist nicht per Software skaliert, sondern jeweils Originalaufnahmen in nativer Monitorauflösung.
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