WoW: Midnight im Test: Ein unerwarteter CPU-Fresser - welche Hardware packt WoW 12.0?
Auf dieser Seite finden Sie CPU-Benchmarks zu WoW: Midnight, Tipps für höhere Fps sowie das PCGH-Fazit.
Inhaltsverzeichnis
Ein MMORPG wie WoW läuft doch eigentlich auf jedem Toaster. Richtig? Falsch. Wer dachte, die Unreal Engine 5 hätte hohe Anforderungen, kennt WoW: Midnight nicht. Selbst die schnellsten CPUs sind nicht in der Lage, ein konstant flüssiges Gameplay zu ermöglichen. Ältere Prozessoren, selbst mit acht Kernen und 16 Threads, scheitern sogar komplett und produzieren ein Ruckel-Fest, das selbst die PCGH-Redaktion selten sieht. Als Benchmarkszene dient die neue Hauptstadt in WoW: Midnight, Silbermond (Silvermoon), welche sich als absoluter Härtefall herauskristallisiert hat. Die Einstellungen und den Ablauf der Benchmarks sehen Sie im folgenden Video:
Benchmarks von 40 Prozessoren
Rufen wir uns kurz die offizielle Mindestanforderung für WoW: Midnight ins Gedächtnis: ein 6-Kern-Prozessor mit 4 GHz Boost-Takt. In den Jahren davor wurde noch ein Vierkerner mit ähnlichem Takt genannt. Inwiefern das passt, zeigen unsere Benchmarks von 40 Prozessoren zwischen 4 und 32 Threads über viele Generationen hinweg.
Uns fällt kein Spiel ein, das Prozessoren vergleichbar stark zusetzt wie WoW: Midnight. Zwar handelt es sich beim Flug durch die Blutelfen-Metropole um ein absolutes Worst-Case-Szenario, allerdings ist dieses keineswegs konstruiert, sondern wird von jedem Spieler mehrfach aufgesucht - in die Stadt geht jeder Abenteurer nach einer langen Quest-Reihe. Neben schwachem Multi-Threading fallen die durchweg miserablen Frametimes auf, welche wir im Folgenden aufbereitet haben:
Solche Ausschläge stören den Spielfluss extrem. Diese sind reproduzierbar, es handelt sich folglich nicht um klassische Nachladeruckler. Unser Verdacht ist, dass nicht nur zu viele Drawcalls anfallen, sondern das sogenannte Phasing, welches die aktiven Spieler in unterschiedliche, nicht parallel dargestellte Gruppen unterteilt, in diesem Härtefall nicht optimal arbeitet. So kommt es, dass die Stadt mit diversen Prozessoren ungenießbar ist. Erst mit Zen-2-CPUs stellt sich eine leichte Besserung ein, oder überhaupt erst mögliches Gameplay. Aber harte und lange Ruckler gibt es auch auf Prozessoren wie einem AMD Ryzen 7 5800X3D. Bis Blizzard das Problem entschärft, helfen nur reichlich Cache (u. a. beim 9800X3D) oder rohe Gewalt (u. a. beim 14900KS). Ein Prozessor, der konstant mehr als 60 Fps (Perzentile) ausgeben kann, muss jedoch erst noch gebaut werden.
CPU-Tuning-Tipps
Da wir diese Performance nicht hinnehmen wollten, haben wir uns auf die Suche nach dem Grund dafür begeben. Dazu haben wir einmal alle Grafik-Presets durchgeschaltet, von 1 bis 10. Dabei ist uns etwas Spannendes aufgefallen: Nur die Umgebungsdetails haben einen Einfluss auf die CPU-Fps - alle anderen Optionen nicht (zumindest bezogen auf unsere Testszene).
Auf dem Bild sehen Sie die Performance der einzelnen Presets. Nur bei 9 und 10 gibt es merkliche Auswirkungen. Als Unterbau dienen ein übertakteter Ryzen 9 9950X3D und eine Geforce RTX 4090. Ändern wir die Umgebungsdetails von 10 auf 7, reiht sich das 10er-Preset damit bei den anderen ein. Sollten Sie also Performanceprobleme haben, lohnt sich der Blick auf die Umgebungsdetails.
WoW: Midnight - "Maxed out"-Impressionen
PCGH-Fazit
World of Warcraft feiert den Release seiner elften Erweiterung. Midnight scheint den Nerv vieler WoW-Spieler zu treffen - kein Wunder, denn es fährt in vielen Bereichen die ganz großen Geschütze auf. Blizzard hebt mit WoW: Midnight eine alte Stärke in neue Sphären: Die neue Welt mit ihrer riesigen, verspielten Hauptstadt Silbermond und dem wunderschönen Umland ist ein Augenschmaus. Wir meinen das ernst, das Spiel mit Farben und Formen war schon immer ein bestechendes Merkmal der World of Warcraft, obwohl das Tech-Level damals wie heute zu wünschen übrig lässt. Hier steckt der größte Kritikpunkt an WoW 12.0: Die altehrwürdige Engine ist zwar fitter denn je, die Performance lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Während Grafikkarten mit der maximalen Qualität zurechtkommen, lässt das Spiel die vielen Kerne moderner Prozessoren links liegen und ruckelt sich deswegen zu Tode. Das CPU-Limit in der Hauptstadt ist derart hoch - selbst auf den schnellsten Prozessoren -, dass wir nicht umhin kommen, eine Warnung auszusprechen. Detailverzicht ist unumgänglich. Möglicherweise schaffen Patches Abhilfe.
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Am besten ist meiner Meinung nach die Grafikeinstellung 10 und danach die sichtweite auf 7 reduzieren.
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Das Bild ist nicht per Software skaliert, sondern jeweils Originalaufnahmen in nativer Monitorauflösung.
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