Gaming-Features und Unterstützung für Android-Apps
Windows 11 bietet auch Gaming-Features und Unterstützung für Android-Apps. Um was es sich dabei genau handelt, erklären wir Ihnen in den folgenden Abschnitten.
In diesem Artikel
Gaming-Feature: Auto-HDR
Neben neuen Features für alle Nutzer, hat Microsofts Sarah Bond vom Xbox-Team noch spezielle Funktionen für PC-Spieler in dem Livestream gezeigt. Für Besitzer eines HDR-Monitors enthält Windows 11 die neue Funktion namens Auto-HDR, die bereits in der Insider Preview Build 21337 in diesem Jahr getestet worden ist. Mehr als 1.000 PC-Spiele, die auf DirectX 11 und DirectX 12 setzen, werden von Microsoft bereits mit Auto-HDR dargestellt, unabhängig davon, woher man die Videospiele gekauft hat. Weitere PC-Spiele sollen sukzessive folgen.
Auto-HDR bezeichnet einen Algorithmus von Microsoft, der Bereiche eines Bildes erkennt und diese Teile mit zusätzlichen Bildinformationen anreichert. So werden etwa dargestellte Lichtquellen wie Straßenlampen, Auto-Scheinwerfer und Co. mittels Mustererkennung identifiziert und automatisch mit einem erweiterten Farbraum versehen. So schließt der PC zur Xbox Series X/S auf, die bereits Auto-HDR bietet.
Gaming-Feature: Direct Storage
Die Funktion Direct Storage wird bereits heute in Xbox-Spielen eingesetzt, die für die Xbox Series X/S optimiert wurden oder die gar nur für die Next-Gen-Konsole Xbox Series X/S erscheinen. Hierbei wird der I/O-Zugriff auf die NVMe-SSD optimiert, indem Teile automatisch auf den Grafikspeicher ausgelagert werden. So sollen Spiele schneller laden. Um Direct Storage nutzen zu können, muss folgende Hardware verbaut sein:
- Eine NVMe-SSD mit mindestens 64 Gigabyte freiem Speicherplatz,
- Eine Grafikkarte mit Support für DirectX 12 und Shader Model 6.0. Hierzu zählen Grafikkarten ab der AMD Radeon Polaris (RX-400-Serie) oder Nvidia Geforce Pascal (GTX-10-Serie).
Alle PC-Spiele, die auf die neue Programmierschnittstelle Direct Storage API setzen, können alternativ auch auf einer herkömmlichen HDD installiert werden, dann verliert man aber den Vorteil der kürzeren Ladezeiten, so Microsoft. Spiele, die keine Implementierung von Direct Storage bieten, können natürlich auch auf Windows 11 genutzt werden, bieten dann aber eben nicht die Vorzüge der neuen Schnittstelle. Ab sofort steht die erste Developer Preview zur Direct Storage API für Spiele-Entwickler bereit. Laut dem Microsoft Program Manager Hassan Uraizee, müssen Entwickler nur die API in die genutzte Spiele-Engine implementieren, alle weiteren Anpassungen geschehen automatisch.
Direct Storage wird mit weniger Funktionsumfang auch für Nutzer von Windows 10 verfügbar sein. So sollen entsprechend optimierte PC-Spiele auch unter Windows 10 eine bessere Performance abliefern, da es beispielsweise GPU-Dekomprimierung auch für die Anwender des bisher aktuellen Microsoft-Betriebssystems geben wird. Allerdings bekommt nur Windows 11 eine erweiterte Optimierung des Speicherstapels. Unter Windows 11 besteht dies aus einem aktualisierten OS-Storage-Stack, der das volle Potenzial von Direct Storage freisetzt.
Gaming-Feature: VRR-Support
Windows 11 wird direkt eine Unterstützung für die dynamische Anpassung der Bildwiederholrate anbieten. Die Dynamic Refresh Rate ist in aktuellen Vorschauversionen von Windows 11 allerdings nur für Notebook-Nutzer aktivierbar. DRR soll dabei helfen, Energie zu sparen und die Akkulaufzeit zu verlängern.
Neben einem Notebook mit einem Display samt Adaptive-Sync und Support für verschiedene Hertz-Zahlen benötigen Nutzer noch angepasste Software zur Nutzung von DRR. Aktuell bietet etwa der Adobe Illustrator an, auf 120 Hz umzuschalten, wenn die Zeichen- und Malfunktionen verwendet werden. So soll das Arbeiten mit der Software besonders flüssig von der Hand gehen. Wenn man dann Adobe Illustrator schließt, schaltet Windows 11 automatisch wieder auf den Standardwert von 60 Hz zurück, um Strom zu sparen.
Android-Apps und neuer Microsoft Store
Neben klassischen Windows-Programmen bringt Windows 11 erstmals auch Support für Android-Apps mit. Um Zugriff auf Android-Apps zu erhalten, hat Microsoft die bereits bestehende Partnerschaft mit Amazon genutzt und integriert den Amazon Appstore in den vorinstallierten Microsoft Store. So wird es in Windows 11 eine eigene Android-Rubrik geben, die Apps aus dem Amazon-Appstore auflistet. Wenn man nun auf eine solche Anwendung klickt, wird man direkt zur Amazon-Webseite weitergeleitet, auf der man sich dann die Android-App herunterladen kann.
Microsoft wird auch die Installation von APK-Dateien und AAB-Dateien aus anderen Quellen zulassen, sodass man Android-Apps aus verschiedenen Quellen installieren kann. Die erste Version von Windows 11 kommt aber noch ohne Support für Android-Apps daher. Laut Panos Panay enthält der Microsoft Store einen komplett neuen technischen Unterbau und eine neue Optik. Falls ein Entwickler ein eigenes Distributionsmodell nutzen möchte, verlangt Microsoft keine Gebühr. Lediglich bei PC- und Xbox-Spielen müssen Entwickler das Microsoft-Distributionsmodell verwenden und somit 12 Prozent Provision pro Verkauf an Microsoft bezahlen. Generell möchte Microsoft den Store für alle möglichen Partner öffnen, sodass neben der Verlinkung zum Amazon Appstore künftig beispielsweise eine Anzeige von Suchergebnissen aus Steam denkbar wäre. Der neue Microsoft Store wird auch für Nutzer von Windows 10 zur Verfügung stehen, allerdings wohl ohne Android-Apps.
Release
Microsoft wird allen Nutzern mit einem unterstützten PC ein kostenloses Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 anbieten. Nach der Aktualisierung haben PC-Nutzer zehn Tage Zeit, Windows 11 zu testen und können innerhalb dieser Frist jederzeit - ohne Datenverlust - wieder zurück zu Windows 10 wechseln. Falls man später wieder zurückmöchte, muss man den Umweg über eine Neuinstallation des Betriebssystems gehen. Die Upgrades werden ab 5. Oktober an die Nutzer ausgerollt. Dies findet aber in Wellen statt, bei dem zuerst neuere PCs Windows 11 angeboten bekommen. Bis Mitte 2022 sollen alle PCs, die einen unterstützten Prozessor verwenden, ein Angebot zum Upgrade auf Windows 11 erhalten haben.
Laut Microsoft sollen alle Apps und Spiele mit Windows 11 funktionieren, die bereits mit Windows 10 nutzbar sind. Windows 11 soll am 05. Oktober auf den Markt kommen. Laut dem Microsoft-CEO Satya Nadella ist Windows 11 für die nächste Dekade entwickelt, sprich das Betriebssystem soll wohl bis zum Jahr 2030 unterstützt werden.

Warum grenzt Microsoft alte Prozessoren aus?
Laut Microsoft ist es nur auf den offiziell als kompatibel gelisteten Prozessoren gewährleistet, dass das Betriebssystem stabil und sicher läuft. In Tests hat sich gezeigt, dass es etwa bei PCs mit Intel Core-i-Prozessoren der 6. Generation oder bei einigen, älteren AMD-CPUs zu wesentlich mehr Abstürzen kommt, als bei den offiziell unterstützen Prozessoren. So sollen 52 Prozent mehr Bluescreens of Death erscheinen, wenn man Windows 11 auf einem PC installiert, der eine nicht-unterstützte CPU nutzt. Zudem stürzen Programme und Apps 17 Prozent häufiger ab, als auf einem Computer mit unterstützen Prozessor. All diese Daten stammen von PCs aus dem Windows Insider Programm und haben dazu geführt, dass Microsoft ältere CPUs offiziell ausschließt. Die offiziell als kompatibel geltenden Prozessoren dagegen sollen zu 99,8 Prozent gar keinen Bluescreen mehr anzeigen und unterstützen das aktuelle Treibermodell DCH und IHV, welches ebenfalls für eine bessere Performance sorgen soll.
Neben diesem Performance-Aspekt führt Microsoft auch den Sicherheitsaspekt an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Mutmaßlich bezieht sich der Softwarehersteller hier auf die neueren Versionen der Sicherheitslücke Spectre, die nur durch ein Redesign der CPUs behoben werden konnte. Intel hat dieses Redesign erst mit der 9. Generation der Core-Prozessoren eingeführt, bei AMD gibt es die Neufassung erst seit Ryzen 2000. Offiziellen Support für Windows 11 will Microsoft nur dann übernehmen, wenn man einen PC mit unterstütztem Prozessor nutzt.
Früher war eine neues Btriebssystem oft und gerne ein Vorwand für neue Hardware, doch Windows 11 ist kein neues Betriebssystem, im besten Fall eine Verbesserung von Windows 10, wobei ich selbst das negieren würde.
Und wie immer alles im Namen der Sicherheit, die Sicherheit der Einflussnahme und des Machterhalts.
Android-Apps wurden ja auch verschoben, ehrliche wäre es da, wenn man W11 gleich um mindestens 6 Monate verschoben hätte!
Taskleiste ist nun Fest ... dann will man noch mehr Überwachung und zudem schließt man älter Hardware aus.
Für mich ist Windows 11 das neue ME !
Ist aber in english
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Falls der Link hier gelöscht werden sollte das steht da übersetzt:
Gute Nachrichten! Microsoft hat angekündigt, dass Benutzer Windows 11 auf jeder modernen Hardware installieren können, einschließlich Ryzen-Prozessoren der 1. Generation und Core-Prozessoren der 6. und 7. Generation. Es gibt jedoch einen Haken. Sie können Ihren PC nicht direkt von Windows 10 auf 11 aktualisieren, wenn Sie ältere Hardware verwenden, die nicht in der offiziellen Anforderungsliste enthalten ist. Stattdessen müssen Sie das Windows 11-ISO von der offiziellen Microsoft-Website herunterladen und eine Neuinstallation durchführen. Auf der anderen Seite sind die offiziellen Prozessoranforderungen weitgehend unverändert, und wenn Sie einen 64-Bit-Prozessor verwenden, der nicht in der obigen Liste enthalten ist (1. Generation Ryzen/7. Generation Core oder niedriger), müssen Sie die ISO separat herunterladen und formatieren Sie Ihr Laufwerk. Aber hey. Zumindest müssen Sie jetzt nicht mehr einige optimierte ISO-Dateien von einem zwielichtigen Server herunterladen, um das Betriebssystem auf Ihren alten PCs zu installieren.
Das heißt Windows 11 Creation Tool wenn es dann welchen gibt runter laden damit die ISO ein UEFI Windows 11 Stick mit Rufus oder etwas vergleichbaren erstellen und los gehst
Wie gesagt habe es schon am Montag getestet. Tolles Windows und ja so gut wie Win 10 nur besser dank des neuen Designs unter anderem denn viele vergessen hier. Windows 11 ist eigentlich Windows 10 21 H2 dass dann erst später in Windows 11 umgetauft wurde
Also ist Spectre mit Schuld, das einige CPUs nicht in der Supportliste sind. Jetzt wird langsam ein Schuh draus.
Wenn es dann zu Inkompatibilitäten mit Treibern o. Ä. auf einem PC mit nicht offiziell unterstütztem Prozessor kommt, kann Microsoft immer auf die Mindestanforderungen des Betriebssystems verweisen... Für den Otto-Normal-Verbraucher sollte das so klarer werden, diejenigen, die sich auskennen, können ja via ISO-Datei oder mittels Microsoft Media Creation Tool auch PCs auf Windows 11 aktualisieren, die eben eigentlich nicht unterstützt werden. Das geschieht dann eben "auf eigene Gefahr", wobei man ja von Windows 11 auch wieder zurück zur vorherigen Windows-Version wechseln kann, wenn man das möchte...