Windows 11: Kostenloses Upgrade, Systemanforderungen und Testversion (Update)

52
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Neues Startmenü in Windows 11.
Quelle: Microsoft

Jetzt aktualisiert: Microsoft hat nun Details zum kostenlosen Upgrade für Windows-10-Nutzer auf Windows 11 bekannt gegeben. Hierzu zählen die Systemanforderungen (auch für Direct Storage) und den Release einer Testversion.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Update vom 29.06.

Microsoft hat mittlerweile die erste Vorschauversion von Windows 11 mit der Build-Nummer 22000.51 an registrierte Windows Insider verteilt. Zudem hat sich Microsoft zur Kritik an den Systemanforderungen geäußert und verspricht nun, gemeinsam mit Windows Insidern in den kommenden Monaten Windows 11 auch auf älteren CPUs zu testen, die bislang nicht auf der Liste der offiziell unterstützten Prozessoren stehen. Nach erfolgreichem Testlauf wird Microsoft die Mindestanforderungen von Windows 11 entsprechend anpassen.


Update vom 28.06.

Mittlerweile hat Microsoft die Systemanforderungen auf der offiziellen Webseite überarbeitet, um Klarheit beim Thema TPM-Pflicht zu schaffen. OEMs dürfen aber auch bei Windows 11 weiterhin neue Geräte ohne TPM-Chip entwickeln und auf den Markt bringen, wenn sie eine Genehmigung von Microsoft haben. Im Dokument über die minimalen Hardware-Erfordernisse für Windows 11 steht dazu geschrieben:

"Mit Genehmigung von Microsoft ist es für Systeme von Erstausrüstern nicht nötig, die TPM-Unterstützung für kommerzielle Systeme mit besonderem Zweck, als Sonderausstattungen und in Kundensystemen mit einem benutzerdefiniertem Profil auszuliefern."


Original-Artikel vom 25.06.

Wie wir berichtet haben, ist nun Windows 11 offiziell von Microsoft vorgestellt worden. Zu den Neuerungen zählen ein geändertes Startmenü, welches ohne Live-Kacheln daherkommt, aber einen Bereich mit zuletzt geöffneten Programmen enthält. Zudem gibt es nun wieder Windows-Widgets, die optional auf dem Desktop eingeblendet werden können. Nun hat Microsoft weitere Details zum kostenlosen Upgrade für Nutzer von Windows 10 bekannt gegeben.

Minimale Systemanforderungen von Windows 11

Laut dem Chef der Windows & Devices Group Panos Panay soll Windows 11 das bislang sicherste Microsoft-Betriebssystem werden. Hierzu hat der Softwarehersteller aus Redmond die Mindestsystemanforderungen angezogen und setzt das TPM-Modul in Version 1.2 oder höher sowie SecureBoot voraus. Beide Sicherheitstechnologien müssen - unter Umständen - erst vom Nutzer im UEFI-BIOS aktiviert werden, bevor man auf Windows 11 aktualisieren kann. Mit der Nutzung vom Trusted Platform Module steckt ein kryptografischer Schlüssel im PC, der so den Boot-Vorgang absichern soll, damit das Betriebssystem und der Computer besser geschützt sind. Windows 11 besitzt folgende minimalen Systemanforderungen:

  • CPU

    • Unterstützte AMD-Prozessoren: AMD Raven Ridge (Ryzen 2000 APU; z. B. AMD 3015e, 3020e, AMD Athlon 300U, Athlon Silver 3050C/e/U/GE, Athlon Gold 3150C/U/G), AMD Ryzen (ab 2. Generation), Epyc (alle Generationen);
    • Unterstützte Intel-Prozessoren: Intel Atom x6, Intel Gemini Lake (Celeron 3867U, N4000 oder höher, Celeron J4005 oder aktueller, Celeron G4900 oder aktueller, Pentium Silver/Gold ab 4000), Intel Core ab 8. Generation, Intel Xeon Bronze 3104/3106, Xeon Silver 4108 oder höher, Xeon Gold ab 5115 oder höher, Xeon Platinum 8153 oder höher, Xeon W-Serie;
    • Unterstützte Qualcomm-Prozessoren (nach dem ARM-Befehlssatz): Snapdragon 850, Snapdragon 7c, 8c, 8cx (alle Generationen), Microsoft SQ1, SQ2;
  • Systemsicherheit durch Firmware:
  • RAM (Arbeitsspeicher)

    • Mindestens vier Gigabyte
  • Speicher

    • Mindestens 64 Gigabyte freier Speicherplatz
  • GPU

    • DirectX 12 kompatibler Grafikchip mit Support für WDDM 2.0
  • Bildschirm

    • Windows 11 benötigt eine Bildschirmdiagonale von mindestens neun Zoll.
    • Die Auflösung muss mindestens 720p betragen. Falls man den neuen Snap-Assist nutzen will, um drei oder mehr Programmfenster parallel auf einem Bildschirm anordnen zu können, benötigt man eine Auflösung mit mindestens 1.920 Pixeln in der Breite, etwa Full-HD oder höher.
  • Internetverbindung

    • Alle Editionen von Windows 11 benötigen eine aktive Internetverbindung, um Updates herunterladen zu können. Für manche Funktionen ist ein kostenloser Microsoft-Account notwendig.
    • Windows 11 Home erfordert bei der Ersteinrichtung eine aktive Internetverbindung und die Anmeldung mittels Microsoft-Konto, um die Einrichtung abzuschließen.

Bildergalerie

Falls ein PC, ein Notebook oder Tablet diese minimalen Systemanforderungen nicht erfüllt, kann man kein Upgrade auf Windows 11 durchführen. Um zu überprüfen, ob der eigene Computer die Hardwareanforderungen genügt, kann man - voraussichtlich ab Herbst - das kostenlose Programm Windows PC Health Check ausführen. Dieses Microsoft-Tool arbeitet noch nicht ganz fehlerfrei, sodass sich Microsoft dazu entschlossen hat, es erst wieder im Herbst in einer neuen Version zu veröffentlichen. Eine Alternative ist der manuelle Abgleich der Gerätespezifikationen mit den oben aufgelisteten Systemanforderungen. Unter Windows 10 befindet sich in der Einstellungsapp im Bereich System im Punkt "Info" die Auflistung, welchen Prozessor der gerade eingesetzte PC verwendet.

Systemanforderungen für Gaming-Features wie Direct Storage

Direkt von der Xbox Series X/S kommt die neue Funktion namens Direct Storage für Nutzer von Windows 11. Hierbei wird der I/O-Zugriff auf die NVMe-SSD optimiert, indem Teile automatisch auf den Grafikspeicher ausgelagert werden. So sollen PC-Spiele schneller laden als unter Windows 10, wenn der Gaming-PC die entsprechende Hardware verbaut hat. Um Direct Storage nutzen zu können, muss abweichend von den Mindestanforderungen von Windows 11 bestimmte Hardware verbaut sein. Hier sorgte Microsoft gestern für Verwirrung, denn in ersten Fassung verlangte man noch nach einer mindestens 1 TB großen NVMe-SSD und einer DX12-Ultimate-GPU. Das hat sich heute aber geändert. Nun braucht man:

  • Eine NVMe-SSD ohne Angabe einer Speicherkapazität und mindestens 64 Gigabyte freiem Speicherplatz,
  • Eine Grafikkarte mit Support für Direct X 12 (ohne Ultimate) und Shader Model 6.0

Windows 11 wird darüber hinaus noch weitere neue Funktionen bieten, die wir in diesem separaten Artikel zusammengefasst haben. Microsoft wird Windows 11 voraussichtlich ab November in den Handel bringen. Alle Windows-10-Nutzer mit einem PC, der die Mindestanforderungen erfüllt, erhalten das Upgrade auf Windows 11 kostenlos. Laut dem Microsoft-CEO Satya Nadella ist Windows 11 für die nächste Dekade entwickelt, sprich das Betriebssystem soll wohl bis zum Jahr 2030 unterstützt werden. Ab nächster Woche wird es eine erste offizielle Testversion von Windows 11 für bereits registrierte Windows-Insider zum kostenfreien Download geben.


Ebenfalls lesenswert: Windows 11: Android-Apps, Gaming-Features und mehr angekündigt

Sammlung zu den Systemanforderungen von Windows 11:

  • Microsoft hat zum kommenden Betriebssystem Windows 11 die Systemanforderungen veröffentlicht.
  • Der Nachfolger von Windows 10 läuft nur noch auf PCs mit einer Bildschirmdiagonale von mindestens neun Zoll und einer Auflösung von 720p.
  • Zudem werden nur noch Prozessoren unterstützt, die TPM-Version 2.0 unterstützen. Hierzu zählen alle Intel Core-CPUs ab der 8. Generation, sowie alle AMD Ryzen-Prozessoren ab der 2. Generation.
  • Gemeinsam mit Windows Insidern testet Microsoft in den kommenden Monaten bis zum Release von Windows 11 den Support von älteren Prozessor-Generationen und passt dann die Systemanforderungen an.
  • Wer die Funktion Direct Storage von der Xbox Series X/S nutzen will, damit PC-Spiele schneller laden, braucht eine NVMe-SSD (SATA funktioniert nicht) und eine Grafikkarte mit Support für das Shader Model 6.0.

Quellen: Microsoft (1), Microsoft (2), Microsoft (3), Microsoft (4), Microsoft (5), The Verge, Wikipedia

52
    • Kommentare (52)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AlterSchwde-3366 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von BenW
        Nur ist das Problem, dass es absolut kein sachliches Argument gibt, Ryzen nur ab der 2. Generation zu unterstützen, welche nur minimal schneller ist und etwas bessere RAM-Unterstützung hat, aber ansonsten gleich im Vergleich zur 1. Generation ist.
        Abwarten und Tee trinken.... Vielleicht wurden sie einfach nur in der Tabelle vergessen? Vielleicht werden sie trotzdem funktionieren, trotz fehlenden Supports? Vielleicht hilft ja auch AMD mit einem Chipsatztreiber für W11 später nach? Anfangs habe ich mich auch aufgeregt, aber die Informationspolitik ist dann letzten Endes doch zu unsicher. Erst wenn die finale Version draußen ist, kann man erst wirklich darüber etwas sagen. Und das wird wohl dann im Herbst sein.
      • Von AlterSchwde-3366 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von BenW
        Nur ist das Problem, dass es absolut kein sachliches Argument gibt, Ryzen nur ab der 2. Generation zu unterstützen, welche nur minimal schneller ist und etwas bessere RAM-Unterstützung hat, aber ansonsten gleich im Vergleich zur 1. Generation ist.
        Abwarten und Tee trinken.... Vielleicht wurden sie einfach nur in der Tabelle vergessen? Vielleicht werden sie trotzdem funktionieren, trotz fehlenden Supports? Vielleicht hilft ja auch AMD mit einem Chipsatztreiber für W11 später nach? Anfangs habe ich mich auch aufgeregt, aber die Informationspolitik ist dann letzten Endes doch zu unsicher. Erst wenn die finale Version draußen ist, kann man erst wirklich darüber etwas sagen. Und das wird wohl dann im Herbst sein.
      • Von Kavalier27 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also ich habe mich mal dran gewagt und von Windows 10 64Bit (Neuste Insider Updates) per Win Update auf Windows 11 gewechselt. Bisher keinerlei Probleme. Alle Spiele und Einstellungen wurden übernommen und laufen bisher Alle ohne Probleme.

        Mein System:

        Ryzen 3900x
        B550 Taichi
        32 gb 3600 Ram
        System NVME (1 Terrabyte)
        Diverse weitere SSds und 1 Datengrab HDD
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Listen der älteren Betriebssysteme sind definitiv nachträglich angelegt beziehungsweise geändert worden. Ich könnte mich nicht erinnern, dass es so etwas zum Windows-8-Start schon gab (bei Windows 10 ist gut möglich, dass ich es übersehen habe), also standen Prozessoren aus dieser Zeit nie auf einer Liste. Zudem wäre es wäre auch nachvollziehbar, wenn Microsoft alte Prozessoren nach und nach streicht. Letztlich richten sich die Listen an OEMs, die sollen und wollen sowieso keinen alten Schrott verkaufen. Aber: Hier steht nicht einmal aktueller Schrott auf der Liste.

        Wenn ich diesen Satz nehme und unter jeder einzelen Windows-10-Meldung poste: Würde er dann irgendwo deplatziert wirken?
        Ist mir echt ein Rätsel, warum man für die älteren Windows-Versionen dann überhaupt noch neue Listen auflegt...

        Wie gesagt für OEMs... Aber wenn selbst in den Listen von Windows 8.1 (2013), scheinbar kein Prozessor vor "Broadwell" (2015) gelistet ist, ist das schon ziemlich absurd. Insbesondere da OEM's in 2021 wohl kaum noch Systeme mit Windows 8.1 verkaufen werden?!?

        Und die Liste für Windows 11 ist ohnehin die reinste Frechheit...

        Wenn es dann tatsächlich so kommt, ist es mir aber auch langsam Wurscht...
        Hatte Anfangs ja fast noch die Hoffnung MS würde endlich mal wieder ein ganzes OS auf den Markt bringen, aber nachdem es schon Gerüchte gibt, dass selbst Windows 11 immernoch die alte Systemsteuerung hat, scheint mir
        das auch nur wieder son' halbgarer Schnellschuss zu sein. Nur um irgendwas aus den Resten von Windows 10X zu machen...

        Dafür werde ich sicher nicht meine Workstation "abwracken"...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DragonX1979
        Nur mal so ein kleiner Nachtrag, für die dies eventuell interessiert...

        Bezüglich der von Microsoft Windows "unterstützten" Prozessoren, scheint es nach Begutachtung der von MS
        veröffentlichten (vermeintlich aktuellen) Listen eher so zu sein, dass MS scheinbar "willkürlich" Prozessoren auf Kompatibilität "Testet" (?) und in ihre Listen aufnimmt - oder eben rausschmeißt.

        Sicherlich, diese Listen sind vermeintlich für Systgemintegratoren (also OEM's), dennoch scheinen diese
        insb. die von Windows 8.1 und Windows 10 keinen Sinn zu machen.

        Habe mir mal diese Listen bezüglich meiner eigenen Prozessoren angesehen. In diesem Fall
        der Intel Xeon E5-2643v3 (von Ende 2014 bzw. Anfang 2015).

        Stellt euch meine Überraschung vor als ich merkte, dass dieser weder in den Windows 11 oder Windows 10 Listen
        und noch nicht einmal in denen von Windows 8.1 oder "Windows 7 und früher" steht!
        Genau so wenig wie scheinbar Core (oder sonstige) Prozessoren vor der 5er Serie, also Haswell oder älter.

        Ganz ehrlich, wenn ich mir das so ansehe, sind diese Listen absolut nichtssagend...
        Die Listen der älteren Betriebssysteme sind definitiv nachträglich angelegt beziehungsweise geändert worden. Ich könnte mich nicht erinnern, dass es so etwas zum Windows-8-Start schon gab (bei Windows 10 ist gut möglich, dass ich es übersehen habe), also standen Prozessoren aus dieser Zeit nie auf einer Liste. Zudem wäre es wäre auch nachvollziehbar, wenn Microsoft alte Prozessoren nach und nach streicht. Letztlich richten sich die Listen an OEMs, die sollen und wollen sowieso keinen alten Schrott verkaufen. Aber: Hier steht nicht einmal aktueller Schrott auf der Liste.

        Zitat von RyzA
        Ich kann mir nicht vorstellen dass das so bleibt. Damit verprellt man sich ja eine Menge Kunden.
        Wenn ich diesen Satz nehme und unter jeder einzelen Windows-10-Meldung poste: Würde er dann irgendwo deplatziert wirken?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk