Windows 11: Android AAB wird unterstützt
In Windows 11 können bald auch Android-Apps genutzt werden. Nun hat Amazon bekannt gegeben, dass man das neue Android App Bundle in Windows 11 unterstützen wird.
Neben klassischen Windows-Programmen bringt Windows 11 erstmals auch Support für Android-Apps mit. Um Zugriff auf Android-Apps zu erhalten, hat Microsoft die bereits bestehende Partnerschaft mit Amazon genutzt und integriert den Amazon Appstore in den vorinstallierten Microsoft Store. So wird es in Windows 11 eine eigene Android-Rubrik geben, die Apps aus dem Amazon Appstore auflistet. Wenn man nun auf eine solche Applikation klickt, wird man direkt zur Amazon-Webseite weitergeleitet, auf der man sich dann die Android-Applikation herunterladen kann. Nun hat Amazon bekannt gegeben, dass man neben dem bisher genutzten APK-Datei-Format auch das neue Format Android App Bundle unterstützen wird.
Android-Apps aus dem Amazon Appstore lassen sich in Windows 11 nutzen
Google möchte mit dem neuen Datei-Formate AAB erreichen, dass die Android-Apps weniger Datenvolumen beim Herunterladen verbrauchen und somit schneller an Nutzer verteilt werden können. Zudem müssen App-Entwickler beim AAB-Format zwingend die Google-eigene Sicherheitsfunktion Play App Signing nutzen. Ab August wird AAB den bislang verwendeten APK-Standard im Google Play Store ablösen, da Google ab diesem Zeitpunkt keine neuen APK-Apps mehr im eigenen digitalen Shop erlaubt. Bei Amazon hingegen können Entwickler auch weiterhin APK-Apps veröffentlichen oder bald auch AAB-Apps. Wie auch schon bei den Fire-Tablets muss man damit leben, dass es keine Google-Apps bei Amazon gibt.
Microsoft wird in Windows 11 nicht nur Android-Apps aus dem Amazon Appstore zulassen, sondern auch das Sideloading von Apps ermöglichen. So können Anwender von Windows 11 aus beliebigen Quellen ihre Android-Apps installieren. Microsoft nutzt in Windows 11 einen Runtime Post-Compiler, welcher auf der Intel Bridge Technology aufbaut, um Android-Apps auf x86-Prozessoren lauffähig zu machen. Obwohl diese Technik von Intel stammt, können auch Nutzer mit einem AMD-Prozessor Android-Apps auf Windows 11 verwenden. Neben dem Compiler verwendet Microsoft die Multi-Architektur XPU-Strategie von Intel, um die Auslastung zwischen Android- und Windows-Programmen besser verteilen zu können. Möglicherweise spielt auch das integrierte Windows Subsystem for Linux eine Rolle, da schließlich Android auf Linux aufbaut. Windows 11 wird als kostenloses Upgrade für Nutzer von Windows 10 ab November verfügbar sein, vorausgesetzt der PC erfüllt die Mindestanforderung des Betriebssystems.
Ebenfalls lesenswert: Windows 11: So kommen Android-Apps zu Windows
Sammlung zur Unterstützung von Android-Apps in Windows 11:
- Amazon wird im eigenen Appstore bis zum Release von Windows 11 auch das neue Datei-Format Android App Bundle unterstützen. Zudem können Entwickler auch weiterhin im APK-Format Apps hochladen.
- Microsoft wird in Windows 11 nicht nur Android-Apps aus dem Amazon Appstore zulassen, sondern auch das Sideloading von Apps ermöglichen.
- Der Amazon Appstore wird direkt im Microsoft Store verlinkt, wenn man Windows 11 benutzt.
Quellen: Amazon (1), Amazon (2), Google, Microsoft, Intel, Windowslatest

Wird also wohl darauf hinauslaufen, dass viele Apps demnach auch bei Amazon erhältlich sein werden.
Da hat der Glatzkopf wohl gute Lobbyarbeit geleistet ^^
Edit:
Quasi ist der Microsoft Store das Fundament und der Amazon Store dann die Basis für andere Apps
Link: https://www.zdnet.de/8830...
Nun hat man "lediglich" diese bestehende Kooperation erweitert um die Integration des Amazon Appstores in Windows 11.
Für Amazon ist dieser Schritt logisch. Schließlich wird - bisher - der Amazon Appstore deutlich weniger genutzt, als der Google Play Store. Die Zielsetzung von Amazon ist es, möglichst viele Kunden anzusprechen, da kommt eine Vorinstallation bei allen PCs mit Windows 11 gerade recht. Auf Android-Smartphones ist es für jeden "alternativen" Appstore schwierig, weil der Google Play Store automatisch mit vorinstalliert ist, sobald ein Smartphone-Hersteller die "Google Mobile Services" kostenpflichtig bestellt hat, damit er auf seinem Endgerät den Play Store, Gmail-App, Google-App etc. anbieten kann. Viele Nutzer klicken dann intuitiv auf den Play Store, melden sich mit einer Gmail-E-Mail-Adresse dort an (anders geht es im Google Play Store nicht!) und laden nur von dort Apps auf ihr Android-Smartphone, obwohl man - theoretisch - auch aus anderen Quellen, wie etwa dem Amazon Appstore Apps installieren könnte... Zumal viele App-Entwickler ihre Apps (zunächst) nur im Google Play Store zum Herunterladen anbieten, weil man dort die meisten Nutzer erreichen kann...
Wird also wohl darauf hinauslaufen, dass viele Apps demnach auch bei Amazon erhältlich sein werden.
Da hat der Glatzkopf wohl gute Lobbyarbeit geleistet ^^
Edit:
Quasi ist der Microsoft Store das Fundament und der Amazon Store dann die Basis für andere Apps
das wäre natürlich klasse
das wäre natürlich klasse