Windows 11: Kommt Direct Storage auch für Windows 10?

22
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Windows 11 Speicher Einstellungen
Quelle: PCGH

Microsoft hat nun in einem Blogpost die Entwickler-Schnittstelle Direct Storage API für Windows 11 vorgestellt und sich auch zum Support unter Windows 10 geäußert.

Als Microsoft Windows 11 am 24. Juni offiziell vorgestellt hatte, war das Thema Gaming einer der Schwerpunkte des neuen Betriebssystems. Eine neue Funktion hört auf den Namen Direct Storage und soll Spiele schneller laden lassen. Bislang war man davon ausgegangen, dass diese von der Xbox Series X adaptierte Technologie nur auf Windows 11 kommen wird. Nun stiftet Microsoft etwas Verwirrung mit einem offiziellen Blogpost rund um Direct Storage. Einige Portale meinen, dass Direct Storage auch für Windows 10 erscheinen könnte.

Was bietet Direct Storage?

Hintergrund ist die getroffene Aussage, dass Spiele, die die Direct Storage API unterstützen, auch auf Windows 10 lauffähig sein werden und dort ebenfalls eine bessere Performance abliefern sollen, als Spiele, die auf die Implementierung der neuen Schnittstelle verzichten. Microsoft schreibt aber, dass nur Windows 11 in der Lage sein wird, von der I/O-Speicherzugriffsoptimierung vollumfänglich zu profitieren. Folgende Funktionen bietet die Entwickler-Schnittstelle Direct Storage:

  • Das neue Direct-Storage-API-Programmiermodell, das ein DX12-ähnliches Batch-Aufrufmuster für die Übermittlung/Vervollständigung von Daten bereitstellt, entlastet Anwendungen von der Notwendigkeit, Tausende von I/O-Anfragen pro Sekunde einzeln zu verwalten.
  • GPU-Dekomprimierung für superschnelle Asset-Dekomprimierung für Ladezeit- und Streaming-Szenarien.
  • Exklusiv für Windows 11 gibt es eine erweiterte Optimierung des Speicherstapels. Unter Windows 11 besteht dies aus einem aktualisierten OS-Storage-Stack, der das volle Potenzial von Direct Storage freisetzt.

Systemanforderungen für Gaming-Features wie Dircet Storage

Die Funktion Direct Storage wird bereits heute in Xbox-Spielen eingesetzt, die für die Xbox Series X/S optimiert wurden oder die gar nur für die Next-Gen-Konsole Xbox Series X/S erscheinen. Hierbei wird der I/O-Zugriff auf die NVMe-SSD optimiert, indem Teile automatisch auf den Grafikspeicher ausgelagert werden. So sollen PC-Spiele schneller laden als unter Windows 10, wenn der Gaming-PC die entsprechende Hardware verbaut hat. Um Direct Storage nutzen zu können, muss folgende Hardware verbaut sein:

  • Eine NVMe-SSD mit mindestens 64 Gigabyte freiem Speicherplatz,
  • Eine Grafikkarte mit Support für Direct X 12 und Shader Model 6.0. Hierzu zählen Grafikkarten ab der Modellreihe AMD Radeon Polaris (RX 400-Serie) oder ab der Baureihe Nvidia Geforce Pascal (GTX 10-Serie).

Alle PC-Spiele, die auf die neue Programmierschnittstelle Direct Storage API setzen, können alternativ auch auf einer herkömmlichen HDD installiert werden, dann verliert man aber den Vorteil der kürzeren Ladezeiten, so Microsoft. Spiele, die keine Implementierung von Direct Storage bieten, können natürlich auch auf Windows 11 genutzt werden, bieten dann aber eben nicht die Vorzüge der neuen Schnittstelle. Ab sofort steht die erste Developer Preview zur Direct Storage API für Spiele-Entwickler bereit. Laut dem Microsoft Program Manager Hassan Uraizee müssen Entwickler nur die API in die genutzte Spiele-Engine implementieren, alle weiteren Anpassungen geschehen automatisch.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ebenfalls lesenswert: Direct Storage in Windows 11: SSD-Turbo kommt nicht für Windows 10

Sammlung zur neuen Funktion Direct Storage:

  • Mit der Funktion Direct Storage wird der I/O-Zugriff auf die NVMe-SSD optimiert, indem Teile automatisch auf den Grafikspeicher ausgelagert werden. So sollen PC-Spiele schneller laden.
  • Neben der Xbox Series X/S, die Direct Storage bereits für Series-X/S-optimierte-Spiele offerieren, kommt das Feature auch auf PCs mit Windows 11.
  • In abgespeckter Form wird Microsoft Direct Storage aber auch für PC-Anwender unter Windows 10 veröffentlichen.

Quellen: Microsoft, Dsogaming

22
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Viel mehr darf man doch auch nicht erwarten, was die Verkürzung der Ladezeiten angeht
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Viel mehr darf man doch auch nicht erwarten, was die Verkürzung der Ladezeiten angeht
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tripleh84
        Da bin ich echt mal gespannt, das muss doch ein Quantensprung sein mit einem High End Rechner
        Ein Quant springt so 10 hoch -10m weit.
      • Von Tripleh84 BIOS-Overclocker(in)
        Da bin ich echt mal gespannt, das muss doch ein Quantensprung sein mit einem High End Rechner
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wenn ein Spiel eine Schnittstelle anspricht und diese auch im System vorhanden ist, wird sie automatisch genutzt; solange eins von beiden nicht gegeben ist eben nicht. Da dürfte sich Direct Storage nicht von anderen Direct-X-Bestandteilen unterscheiden. Vielleicht wird es, ähnlich wie bei Direct-3D-Versionen oder Direct Input gegenüber XInput Spiele geben, die eine Auswahlmöglichkeit in den Optionen anbieten.
      • Von PCGH_Claus Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Tripleh84
        Gibts die Option denn nun Jetzt schon oder nicht? Hab Windows 11 und finde davon garnichts.
        Nein, Direct Storage ist derzeit noch nicht in Windows 11 enthalten. Nun ist erstmal die erste Developer Preview der "Direct Storage API" verfügbar, die aber ausschließlich für Software-/Spiele-Entwickler als SDK zur Verfügung steht, damit diese die Funktion in ihre Spiele einbauen können. Wie das dann in Windows 11 umgesetzt wird, wird man sehen. Vielleicht geschieht das automatisch ohne Wahlmöglichkeit der Nutzer...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk