Crimson Desert: KI-Slop wohl ohne Kennzeichnung

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Crimson Desert: KI-Slop wohl ohne Kennzeichnung
Quelle: Pearl Abyss

Crimson Desert ist aktuell in aller Munde und begeistert insbesondere durch seine riesige offene Spielwelt, in der sich Spieler so richtig austoben können, und hübsche Grafik. Doch jetzt droht Ärger wegen eines mutmaßlichen KI-Slops.

Das von Pearl Abyss entwickelte Action-Abenteuer Crimson Desert ist aktuell in aller Munde und begeistert dabei insbesondere durch seine riesige offene Spielwelt, in der sich Spieler so richtig austoben können, und hübsche Grafik. Doch jetzt droht Ärger wegen eines mutmaßlichen KI-Slops, welcher in Form eines Gemäldes im Spiel gefunden wurde. Sollte dem wirklich so sein, könnte dem südkoreanischen Entwicklerstudio weiteres Ungemach seitens Steam drohen, denn eine dementsprechende Kennzeichnung für generative KI-Inhalte fehlt.

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Unsere Kollegen von PC Games haben ebenfalls bereits ausführlich über dieses Thema berichtet und die möglichen Folgen für Pearl Abyss skizziert. Seit Anfang 2024 schreibt Valve nämlich explizit vor, dass die Entwickler den Einsatz von generativer KI bei der Einreichung ihrer Spiele auf Steam transparent offenlegen müssen. Auch die Shopseite muss entsprechende Hinweise über den Einsatz von KI-Inhalten offen deklarieren und für die Spieler klar erkennbar ausweisen. Pearl Abyss hätte entsprechend handeln müssen, wenn sich der Verdacht bestätigt.

Ganz besonders pikant ist dieser Verdacht, weil Will Powers, seines Zeichens der Direktor der PR-Abteilung von Pearl Abyss, noch im Februar stolz betont hatte, dass sämtliche NPCs im Spiel von echten Schauspielern vertont worden seien und man bewusst auf den Einsatz von KI-Stimmen verzichtet habe. Sollte das Thema nun gerade bei der Grafik, dem Punkstück von Crimson Desert, wirklich wieder hochkommen, wäre das natürlich ziemlich peinlich für den Entwickler.

KI auf Steam Quelle: Valve In Crimson Desert sind inzwischen zahlreiche Bilder aufgetaucht, welche zumindest den Anfangsverdacht nähren, sie seien mittels generativer KI entstanden. Figuren aus seltsamen Perspektiven, und vermeintlich anatomischen Fehlern, wie merkwürdig deformierte Hände oder irritierende Pferdebeine. Auf Reddit häufen sich die fragwürdigen Spielinhalte, welche wie ein KI-Slop wirken. Eine Anfrage zu einer Stellungnahme von Play3.de an Pearl Abyss blieb bislang unbeantwortet.

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Quelle: PC Games, Play3.de, Reddit

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CptMetal14 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von inhuman_nature
        Das ist offenbar eine "Kröte", die schon geschluckt worden ist. Entlassene Programmierer:innen dürften von dieser Entwicklung aber auch nicht durchweg so positiv berichten, schätze ich.
        Dem bin ich mir durchaus bewusst, ich mach das ja selber beruflich. Aus meinem Umfeld habe ich noch von keinen Entlassungen gehört (Deutschland hat auch mal Vorteile was Arbeitsrechte angeht), aber es gibt definitiv weniger Neuanstellungen speziell für Junior-Entwickler.
      • Von CptMetal14 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von inhuman_nature
        Das ist offenbar eine "Kröte", die schon geschluckt worden ist. Entlassene Programmierer:innen dürften von dieser Entwicklung aber auch nicht durchweg so positiv berichten, schätze ich.
        Dem bin ich mir durchaus bewusst, ich mach das ja selber beruflich. Aus meinem Umfeld habe ich noch von keinen Entlassungen gehört (Deutschland hat auch mal Vorteile was Arbeitsrechte angeht), aber es gibt definitiv weniger Neuanstellungen speziell für Junior-Entwickler.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Jeder nutzt KI-Upscaling, aber wehe, der Entwickler vergisst mal ein unbedeutendes Bild, genau mein Humor
        Sind das nicht zwei verschiedene Dinge? Sich selbst optimierende Algorithmen für eine bessere flüssigere Darstellung und (nichtdeklarierte) Bilderstellung mittels KI (Tool)?

        Zitat von CptMetal14
        Mittlerweile hat fast jedes Software-Produkt KI-Inhalte, nur kann die der Nutzer überwiegend nicht sehen. In den IDEs ist das mittlerweile fester Bestandteil (Copilot und ähnliche) und in den Build-Pipelines ist es allgegenwärtig für manigfaltige Checks (Code-Quality, Open-Source-Lizenzen, etc.). Und es wird ausgiebig genutzt für Bug-Fixing oder neue Features, in der Software-Entwicklung hat sich das sehr schnell etabliert. Da kräht auch kein Hahn nach. Aber wehe eins von 100erten bis 1000enden Assets ist mal mit der KI generiert worden.
        Das ist offenbar eine "Kröte", die schon geschluckt worden ist. Entlassene Programmierer:innen dürften von dieser Entwicklung aber auch nicht durchweg so positiv berichten, schätze ich.
      • Von CptMetal14 PC-Selbstbauer(in)
        Mittlerweile hat fast jedes Software-Produkt KI-Inhalte, nur kann die der Nutzer überwiegend nicht sehen. In den IDEs ist das mittlerweile fester Bestandteil (Copilot und ähnliche) und in den Build-Pipelines ist es allgegenwärtig für manigfaltige Checks (Code-Quality, Open-Source-Lizenzen, etc.). Und es wird ausgiebig genutzt für Bug-Fixing oder neue Features, in der Software-Entwicklung hat sich das sehr schnell etabliert. Da kräht auch kein Hahn nach. Aber wehe eins von 100erten bis 1000enden Assets ist mal mit der KI generiert worden.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Jeder nutzt KI-Upscaling, aber wehe, der Entwickler vergisst mal ein unbedeutendes Bild, genau mein Humor
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Ich finde die Kennzeichnungspflicht gut, habe auch nichts gegen den gezielten und sinnvollen Einsatz von KI in entsprechenden Teilen oder Situationen.
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