Nvidia Titan V: Angeblich mit Rechenfehler in wissenschaftlichen Anwendungen
Nvidias Titan V soll in manchen wissenschaftlichen Anwendungen für ein kurioses Bild sorgen. Manche Exemplare würden falsche Ergebnisse liefern, während andere immer korrekte ausspuckten. In Simulationen, wo die Nutzer auf einwandfreie Berechnungen angewiesen sind, könnte das problematisch sein. Vermutungen zufolge könnte der HBM2-Speicher schuld sein.
Offiziell vermarktet Nvidia die Titan V als Grafikkarte für professionelle Anwender, die nur die rohe Leistung der GV100-GPU, nicht aber die zertifizierten Profi-Treiber der Tesla V100 benötigen. Genau aus diesem Kreis möchte die britische Webseite theregister.co.uk Stimmen vernommen haben, laut denen die Titan-V-Grafikkarten inkonsistente Ergebnisse lieferten. Im konkreten Fall gehe es um simulierte Interaktionen zwischen Proteinen und Enzymen. Zwei Titan-V-Modelle sollen stets die korrekten Ergebnisse liefern, zwei andere in rund zehn Prozent der Fälle abweichende.
Ein wissenschaftlicher Nutzer habe den High-Bandwidth Memory 2.0 in Verdacht. Samsung spezifiziert seine 4-GiByte-Module, von denen vier auf einer Titan V eingesetzt werden, bei 1,2 Volt mit 800 MHz und erst bei 1,35 Volt mit 1.000 MHz. Nvidia betreibt die HBM2-Module jedoch mit 850 MHz. Denkbar also, dass Qualitätsunterschiede der Chips bei manchen Modellen für Fehler sorgten und bei anderen wiederum nicht. Wohlgemerkt beherrscht die Titan V keine ECC-Fehlerkorrektur, die der Tesla V100 vorbehalten ist. Andere Möglichkeiten stellen etwaige Fehler in der Software, der GPU-Firmware oder gar in der Hardware dar - letztere Variante erscheint jedoch vergleichsweise unwahrscheinlich. Mit Maxwell-basierten Titan-X-Grafikkarten sollen die Fehler indes nicht aufgetreten sein.
Nvidia habe sich gegenüber theregister.co.uk nicht zu dem Thema äußern wollen. Mit der gerade laufenden GDC, der nahenden GTC und dem Thema Geforce Partner Program dürfte Nvidias Marketing-Abteilung bereits alle Hände voll zu tun haben. Auf Reddit gibt es eine einzige unabhängige Meldung über angeblich auftretende Rechenfehler im Falle der Titan V. Der Nutzer führe Physik- und Proteinsimulationen durch und habe ebenfalls vereinzelte Fehler beobachten können. Für Spieler ist ein möglicher Fehler weitestgehend irrelevant, da sich ein solcher maximal in kaum sichtbaren Grafik-Bugs äußern würde.

Allerdings muß ich dazu sagen, es hat etwas von schnell Zusammengewürfelten.
Das zeigt eigentlich nur, daß hier nicht ausreichend entwickelt,geprüft, bzw. eine auslieferungstechnisch einwandfreie Karte auf den Markt geworfen wurde.
Nicht sehr Seriös und wirkt nur Geldgeil.
Sorry, so sehe ich das.
Nvidia bekäm von mir die Karte pronto zurückgeschickt und wenn es nur zum Prüfen wäre aber mal ehrlich, wollte ich nicht besitzen wenn ich 3000.00 $/€ hätte zahlen müssen, kann man später nicht gut verkaufen
Durch das ECC hat man dann halt eine Erkennung als Fehler und anschließende Neuberechnung.
Soll heißen, dass kein Rechner wirklich fehlerfrei arbeitet und selbst mit ECC werden irgendwann Speicherfehler auftreten. Halt nur noch mal ein paar Größenordnungen seltener. Aber was sich diese Volta-Exemplare da leisten, ist wohl definitiv inakzeptabel.