Für Vega & Volta denkbar: Samsung verbessert HBM2 erheblich
Samsung hat in einer Pressemitteilung die zweite Generation seines High-Bandwidth Memory 2 alias Aquabolt angekündigt. Der Speicher erreicht Geschwindigkeiten von 1.200 MHz (2,4 Gbps) bei einer Spannung von 1,2 Volt und arbeitet damit wesentlich effizienter als bisher. Weitere Verbesserungen betreffen die Temperaturentwicklung und die Stabilität.
Die erste Generation von HBM2-Modulen, von Samsung Flarebolt genannt, konnte die ursprünglichen Versprechungen nicht einhalten. Statt Übertragungsraten von 1.000 MHz beziehungsweise 2 Gigabit pro Sekunde bei einer Spannung von 1,2 Volt zu erreichen, braucht es schon 1,35 Volt. Laut Samsung sollen bei den 8-GiByte-Stacks mit der erhöhten Spannung die versprochenen 2 Gbps drin gewesen sein, AMD legt bei seiner Radeon Vega Frontier Editions (und der RX Vega 64 mit 4-GiByte-Stacks) allerdings nur 1,89 Gbps (945 MHz) an. Mit 1,2 V kommt Samsung auf 1,6 Gbps.
In einer Pressemitteilung hat der Hersteller nun die zweite HBM2-Generation mit dem Codenamen Aquabolt angekündigt, welche die ursprünglich angedachten Spezifikationen erreichen und sogar übertreffen soll. Vorerst ausschließlich in Form von 8-Hi-Stacks mit 8 GiByte Kapazität verspricht Samsung Geschwindigkeiten von 1.200 MHz (2,4 Gbps) bei 1,2 V. Ein einzelnes HBM2-Modul erreicht folglich an einem 1.024 Bit breiten Interface eine Übertragungsrate von 307 GB/s. Eine Radeon RX Vega mit zwei Stacks würde 614 GB/s schaffen.
Samsung setzt in den Aquabolt-HBM2-Stacks wie schon beim Vorgänger 5.000 Durchkontaktierungen (TSVs) ein, deren Taktversatz durch Optimierungen verringert worden sein soll. Die Performance falle dadurch "signifikant höher" aus. Mittels zusätzlicher "Thermal Bumps" möchte der Hersteller darüber hinaus das Problemkind Wärmeentwicklung entschärft haben. Zu guter Letzt sorgt eine untere Schutzschicht für zusätzliche Stabilisierung - bisher waren Packages bestehend aus GPU, Interposer und HBM2 außergewöhnlich empfindlich.
Ein Blick in SK Hynix' aktuelles Databook (PDF-Download) verrät, dass die Südkoreaner im laufenden ersten Quartal ebenfalls bis zu 2,4 Gbps schnellen HBM2 mit 8 GiByte anbieten wollen. 4-Hi-Stacks mit 4 GiByte sollen im zweiten Quartal folgen. Kurios: Die alten Module mit bis zu 1,6 Gbps wurden nie als verfügbar angegeben und sind jetzt komplett aus dem Katalog verschwunden. Ob AMD auf den RX-Vega-56-GPUs tatsächlich HBM2 von SK Hynix einsetzt, ist fraglich. GDDR6 mit bis zu 14 Gbps soll übrigens schon verfügbar sein, sofern der Zeitplan eingehalten werden konnte.

Teilweise ja, die gleiche Low-Power-Schiene sollte bedient werden, aber AMD gab den ganzen etwas mehr Beef, als Intel zu Beginn.
Die ersten Atoms waren echte Krücken mit In-Order-Kernen, grausiger IPC und SMT als Rettungsanker, damit die Maschine nicht immer stallen, wenn in einem Thread Abhängigkeiten bestehen.
Bobcat war Out-of-Order und hatte deswegen in mehreren Bereichen Vorteile.
Jaguar war ein großes Update, die FP-Pipes boten doppelten Durchsatz und die IPC ist allgemein gestiegen.
Für das Power-Budget war Jaguar eine ausbalancierte und gute Architektur, ganz im Gegensatz zu Bulldozer, was man am Stromverbrauch und der IPC gesehen hat.
Jaguar wurde dann auch als Kabini/Temash/Beema etc. für Low-Power-Devices verwendet und findet sich in den Konsolen, anstatt Bulldozer-Derivate.
Erst mit 28nm Excavator hat AMD den eigenen Jaguar im Low-Power-Bereich schlagen können und das nicht viel bei der Perf/Watt, bei der Perf/mm² weiß ich es nicht mehr genau, aber deutlich besser war es definitiv nicht und alle Vorgänger haben massiv mehr Fläche benötigt.
Jaguar war vom Grunddesign deutlich besser, als Bulldozer, aber hatte klare Kompromisse für den Low-Power-Bereich.
Es gab nur wenige Pipelinestufen und entsprechend gab es auch nicht viel mehr Takt, als 2-2,4 Ghz in offiziellen Produkten.
Ein Zen-Kern sieht übrigens grob und damit meine ich nur auf dem Schaubild, wie ein doppelter Jaguar-Kern aus.
Statt zwei Int-Pipes gibt es vier, statt eine AGU, zwei, statt zwei FP-Pipes, entsprechende vier.
Statt ein Thread pro Kern, können zwei bearbeitet werden.
Das Cache-System ist bei beiden Write-Back und L1$/L2$ inklusive gehalten, jeder Kern hat seine eigene Fetch/Decode-Einheit.
Jaguar wurde mit 4-Kern-Blöcken skaliert, bei Zen skaliert AMD auch in 4-er Blöcken.
Zen schlägt Jaguar vermutlich nicht um Faktor 2 bei der IPC, wenn nur ein Thread pro Kern verwendet wird.
Wäre die IPC ähnlich wie bei Piledriver gewesen, wäre er doch die wesentlich bessere CPU für viele Bereiche gewesen?
Jaguar-IPC lag eher bei Piledriver/Steamroller, wobei ich die Quelle mit einem Kabini vs. Steamroller Benchmark nicht mehr finde, beide waren @ 1.6 Ghz oder 2 Ghz auf einem sehr ähnlichem Niveau.
Zen schlägt Jaguar vermutlich nicht um Faktor 2 bei der IPC, wenn nur ein Thread pro Kern verwendet wird.
In der XBOX One X sind 12 GB GDDR5 verbaut.
Mich würde mal interessieren wie sich so eine Jaguar CPU mit 8 Kernen gegen einen 1700X schlägt.
Apple braucht jedoch wesentlich weniger Vega Chips/HBM als die meisten hier annehmen, deren Marktanteil ist verschwindend gering und diese spezielle Ausführung des iMacs wird sich nicht oft verkaufen
@Locuza: Merci! The more you know...
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Ich würde erwarten dass Jaguar am ende etwa 30% langsamer als der R3 1200 ist.