Intransparenz bei Netflix: Abonnentenzahlen werden künftig nicht mehr veröffentlicht

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Intransparenz bei Netflix: Abonnentenzahlen werden künftig nicht mehr veröffentlicht
Quelle: Netflix

Wie viele Abonnenten hat Netflix weltweit? Bisher gab es diese Informationen stets im Geschäftsbericht des Streaming-Dienstes, doch ab 2025 wird diese Statistik nur noch bei "größeren Veränderungen" veröffentlicht.

In den vergangenen Jahren hat der Streaming-Dienst Netflix quartalsweise im Rahmen des jeweils anfallenden Geschäftsberichts auch die Anzahl der globalen Abonnenten veröffentlicht. Damit ist künftig Schluss, denn im Zuge des Finanzberichts für das erste Quartal 2024 kündigte das börsennotierte Unternehmen an, dass man diese Statistik ab 2025 geheim halten wird. Stattdessen sollen nur noch "größere Unterschiede" mit entsprechenden Mitteilungen aufgezeigt werden, wie das Branchenportal Reuters berichtet. Eine ähnliche Vorgehensweise führen auch Facebook-Mutterkonzern Meta oder die vormals als Twitter bekannte Plattform X.

Laut dem Quartalsbericht seien statt des reinen Abowachstums die "Einnahmen nach Region" eine bessere Metrik, um über die Entwicklung des Unternehmens zu informieren. Marktbeobachter würden demzufolge auch eine Bewertung unter dem Gesichtspunkt der aktiven Abonnenten vornehmen. Die Anleger scheinen dieser Einschätzung allerdings nicht zuzustimmen, denn kurz nach der Ankündigung fiel die Netflix-Aktie um rund 4,8 Prozent.

Dabei liest sich der aktuelle Geschäftsbericht von Netflix für Q1 2024 durchaus positiv: Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Umsatzplus in Höhe von 14,8 Prozent erwirtschaftet und liegt beim aktuellen Vierteljahr bei 9,37 Milliarden US-Dollar. Ebenso ist der Reingewinn im gleichen Zeitraum um 78,7 Prozent auf rund 2,33 Milliarden US-Dollar angestiegen.

Damit trotzt Netflix auch der ursprünglichen Erwartungshaltung nach der Einführung der Maßnahmen gegen das Konto-Sharing, als man sich angesichts dessen auf einen leichten Rückgang eingestellt hatte. Für das laufende Quartal erwartet Netflix indes ein etwas geringeres Wachstum im Hinblick auf die Abonnentenzahl, das YoY-Umsatzwachstum soll indes bei 16 Prozent leicht ansteigen - wohl auch, weil man in einigen Ländern die Preise für Neukunden etwas angezogen hat.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)
        Ja, gegen Gendern und Neoliberalismus (was ist das nochmal? Gibt es auch bald Neogendern?) zu sein, sind schöne Massenargumente. Es geht immer um die Kohle, das weiß ich ohne BWL Studium. Sandman oder so was schaue ich mir nicht an. Ob man das nun über alles Maßen mit weiblicher und/oder multinationaler Besetzung machen muss um clean zu wirken, weiß ich auch nicht. Ist gerade etwas im Ungleichgewicht, weil sie es jahrelang nicht beachtet haben um die Massen zu erfreuen. Hat halt keinen interessiert. Die Preise sind doch ok? 20-50 € im Monat für zich Filme und Serien sind nicht zu viel mMn. Überleg mal, was eine Filmproduktion kostet. 70-90 Mio. Army of the dead. 20 Mio. Im Westen nichts Neues. 170 Mio. Rebel Moon 2. Ich hab damals im Monat deutlich mehr als 100 DM (Fahrerei und Zeit nicht mit eingerechnet!) in den Videotheken gelassen und hatte weniger Auswahl, schon gar nicht auf Knopfdruck. Ich freue mich über das riesige Angebot, nur nicht wenn Werbung aufpoppt. Die können sie behalten.
      • Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)
        Ja, gegen Gendern und Neoliberalismus (was ist das nochmal? Gibt es auch bald Neogendern?) zu sein, sind schöne Massenargumente. Es geht immer um die Kohle, das weiß ich ohne BWL Studium. Sandman oder so was schaue ich mir nicht an. Ob man das nun über alles Maßen mit weiblicher und/oder multinationaler Besetzung machen muss um clean zu wirken, weiß ich auch nicht. Ist gerade etwas im Ungleichgewicht, weil sie es jahrelang nicht beachtet haben um die Massen zu erfreuen. Hat halt keinen interessiert. Die Preise sind doch ok? 20-50 € im Monat für zich Filme und Serien sind nicht zu viel mMn. Überleg mal, was eine Filmproduktion kostet. 70-90 Mio. Army of the dead. 20 Mio. Im Westen nichts Neues. 170 Mio. Rebel Moon 2. Ich hab damals im Monat deutlich mehr als 100 DM (Fahrerei und Zeit nicht mit eingerechnet!) in den Videotheken gelassen und hatte weniger Auswahl, schon gar nicht auf Knopfdruck. Ich freue mich über das riesige Angebot, nur nicht wenn Werbung aufpoppt. Die können sie behalten.
      • Von m33ow
        Zitat von Ben das Ding
        Naja, seichte Neuauflagen und voge Massenproduktion kann ich jetzt nicht so stehen lassen. Die strengen sich schon an und liefern ab. Schau mir gerade Rebel Moon 1+2 an und später Crooks. Gibt sehr viel, was da sonst noch (wieder) anschaubar ist. Ob nun 300 oder Kill Bill. Mit ihren Eigenproduktionen wie Army of the dead oder Im Westen nichts Neues (4 Oscars) stehen die Hollywood in nichts nach und sind sogar besser. Ob nun ewiger Wachstum notwendig ist, weiß ich nicht. Wenn die Kosten gedeckt sind und der Laden läuft, ist doch alles gut. Schön Qualität abliefern. Mir reicht das. Netflix ist mMn die Nr. 1 unter den Streaming Diensten.
        Ich fand die Sichtweise, in Bezug auf den Content, sehr spannend.
        Ich finde persl. auch das Netflix einen weg geht bezüglich "woke/politisch korrekt" sein zu müssen, der mir argh missfällt. Paradebeispiel ist da immernoch für mich "Sandman". Tolle Serie mMn, jedoch ging mir zum Ende hin die überproportional dargestellte Wokeness, echt auf die Nüsse. Es war kaum auszuhalten...

        Gendern ist ja auch bei Netflix ganz groß im kommen. Wenn ich überall den *innen-Kram in den Kurzbeschreibungen lese, wird mir echt schlecht beim lesen.

        Netflix hat gute Sachen, dass steht außer Frage, jedoch hat die Firma mMn einfach auf das falsche Pferd gesetzt und sich einer Ideologie gebeugt, weshalb mich die Newsmeldung auch nicht wundert. Disney wird es genauso ergehen, es ist nur eine Frage der Zeit.

        Bin ja selbst auch schon am überlegen, mein Abo zu kündigen, da einfach mehr schlechtes als gutes angeboten wird. Hinzukommend natürlich deren Preispolitik.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        BWL trifft auf Wirklichkeit und zieht wie immer den Kürzeren. So ist es mit den Neoliberalismus. Es wird auf schönes Wetter gemacht, solange man die Zahlen biegen kann. Es wird solang weiter gemacht wie es in der Bilanz ein Plus für die Aktionäre gibt. Die Zeche zahlen am Ende die Kunden und Angestellten.
      • Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)
        Naja, seichte Neuauflagen und voge Massenproduktion kann ich jetzt nicht so stehen lassen. Die strengen sich schon an und liefern ab. Schau mir gerade Rebel Moon 1+2 an und später Crooks. Gibt sehr viel, was da sonst noch (wieder) anschaubar ist. Ob nun 300 oder Kill Bill. Mit ihren Eigenproduktionen wie Army of the dead oder Im Westen nichts Neues (4 Oscars) stehen die Hollywood in nichts nach und sind sogar besser. Ob nun ewiger Wachstum notwendig ist, weiß ich nicht. Wenn die Kosten gedeckt sind und der Laden läuft, ist doch alles gut. Schön Qualität abliefern. Mir reicht das. Netflix ist mMn die Nr. 1 unter den Streaming Diensten.
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        Es gibt 0 Gründe dafür, das einzuführen, als den Fokus vom Wachstum auf etwas anderes zu lenken. Das andere könnte dabei Gewinn sein, aber dazu muss dieses einigermaßen positiv sein. Wie erhöht man den Gewinn ohne wachsenden Kundenstamm so, dass es jeder Aktionär versteht, ohne Ahnung von irgendwas zu haben?

        Stellenabbau, Preiserhöhung.

        Nichts anderes. Tja, wenn es sich nicht lohnt, können sie ja versuchen, die Belegschaft auf 3 zu reduzieren und zeitgleich das Abo auf 800k € / Monat zu erhöhen. Vielleicht machen das ja ein paar Hundert mit. Reicht dann ja.

        Gesund sieht diese Entwicklung jedenfalls nicht aus. Was für andere Innovationen soll es sonst noch geben? KI-generierte Filme?

        ... Wäre vielleicht sogar ein Fortschritt.

        Fokus auf den Kunden ist das jedenfalls nicht. Und einen Backlog wie Disney mit gutem Content besitzt Netflix inhouse auf gar keinen Fall. Irgendwann wird man sich die Lizenzen fürs Streamen bestimmter Filme und Serien auch nicht mehr leisten wollen, da ja jeder mittlerweile seinen eigenen Dienst anbietet. So kommt Netflix runter aufs Niveau von Amazon Prime Video, welches immerhin dem Kunden dazu noch sehr viel andere Sachen außerhalb vom Streaming anbietet (Rabatt bei Amazon, Prime Gaming, Kindle Bücher, ...) und das zu einem Bruchteil.

        Was bietet einem Netflix?

        Einige interessante Filme und Serien, größtenteils immer wieder die gleichen. Dazu Eigenproduktionen mit stark schwankender Qualität, oft bei Serien sogar von Staffel zu Staffel unterschiedlich. Eigene Filme, die kaum jemanden interessiert (Irish Man, Bird Box). Dann bieten die noch sehr tolle Versionen von Spiele an. GTA DE. Wow.
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