Spiele 2019: Battlefield 5 und der ewige Service-Krampf auf dem endlosen Betafeld
Auch die Shooter-Veteranen von DICE setzten sich mit Battlefield 5 mehr als ein wenig in die Nesseln.
Battlefield 5 und der ewige Service-Krampf auf dem endlosen Betafeld
Während Bethesda und Fallout 76 eine besondere Betonung verdienen, wenn es um Gaming-as-a-Service-Modelle geht, der ewig geflickschusterte Zustand des Online-Rollenspiels war 2019 keine Ausnahmeerscheinung. Auch die Shooter-Veteranen von DICE setzten sich mit Battlefield 5 mehr als ein wenig in die Nesseln. Der ebenfalls schon im November 2018 erschienene Multiplayer-Shooter sorgte ähnlich wie Fallout 76 über das gesamte Jahr 2019 für Schlagzeilen, allerdings in einem etwas weniger dramatischen Ausmaße. Trotzdem ist die Entwicklung von Battlefield 5 bemerkenswert, denn sie zeigt einen hässlichen und leider häufigen Umstand bei aktuellen Triple-A-Titeln auf, die zugleich als langläufiges "Service"-Modell konzipiert wurden: In vielen Fällen kommen diese Titel unfertig, unvollständig und hastig zusammengeflickt auf den Markt. Den unvollständigen Zustand rechtfertigen die Entwickler und Publisher mit dem Service-Modell sowie einer Roadmap, die Spieler mit irgendwo am entfernten Horizont erahnbaren Inhalten beschwichtigen (und zum frühzeitigen Kauf animieren) sollen, so auch Battlefield 5. Der jüngste Teil der Reihe kam unfertig und verbuggt auf den Markt und enthielt zum Launch weniger Karten, weniger Einzelspielermissionen, weniger Anpassungsmöglichkeiten und Progressionsmöglichkeiten als je ein Battlefield zuvor. Der groß und breit angekündigte, vom zusätzlichen DICE zur Hand gehenden Studio Criterion Games entwickelte Battle-Royale-Modus "Firestorm" erschien erst vier Monate nach dem Launch des Spiels - und liegt aktuell, auch wegen der starken und teils kostenlosen Konkurrenz, in Form von Apex auch aus dem eigenen Hause des Battlefield-Publishers Electronic Arts, wieder auf Eis. Der für den Firestorm-Modus betraute Entwickler Criterion Games hat die Arbeit eingestellt und die Verantwortung an DICE zurückgegeben, aktuell sind keinerlei Erweiterungen für diesen Modus geplant.
Zu dem auch bis zum Jahresende 2019 unfertig anmutenden Zustand von Battlefield 5 trugen neben dem Mangel an Inhalten außerdem eine Vielzahl Bugs bei, noch gravierender ist allerdings der Umstand, dass der Entwickler mehrfach stark in das Gameplay eingriff und beispielsweise den Schaden, Reichweite und Verhalten von Waffen und weitere gravierende Anpassungen vornahm, um die Time-to-Kill - die Zeit, die benötigt wird, einen Gegenspieler zu töten, beziehungsweise wie viel Blei die Gegner fressen können - sowie die Geschwindigkeit und Zugänglichkeit des Spiels zu beeinflussen. Und während kleinere Rebalancing-Eingriffe bei Multiplayer-Titeln die Norm und teils auch begrüßenswert sind, die Art und Weise wie DICE diese Eingriffe integrierte sowie den Spielern (miss-)kommunizierte und die Häufigkeit, mit der solcherart Gameplay-verändernde Maßnahmen 2019 auftraten, wirkt alles andere als solide und verlässlich. DICE schien lange Zeit nicht zu wissen, was die Spieler wollten, welche Spielergruppe die Entwickler mit ihrem Spiel überhaupt ansprechen wollten und wie dies zu bewerkstelligen ist. Bereits im Dezember 2018, kaum drei Wochen nach dem Launch, wurden Waffen-Handling, Feedback und die Schadenswerte drastisch verändert, nachdem die Entwickler Monate an Entwicklungszeit in das vorige System investiert hatten. Viele weitere Anpassungen folgten, häufig gefolgt von einem Aufschrei der sich missverstanden fühlenden Spielerschaft. Zu den letzten großen Eingriffen, die DICE im Dezember 2019 vornahmen, gehört eine mit dem Update 5.2 eingeführte, weitere komplette Anpassung des Waffenverhaltens, die - sie ahnen es vielleicht schon - auf einen Sturm der Entrüstung der Spielerschaft stieß.
Quelle: PC Games Hardware
Battlefield 5 - User Interface nach Patch verbuggt
In einer heilen Welt würde ein "Game-as-a-Service" als ein dem aufgerufenen Vollpreis gemäß vollwertiges Spiel erscheinen, dem die Entwickler dann über einen gewissen Zeitraum neue, interessante Inhalten beisteuern, um Spielern jene lange Beschäftigung zu gewähren, die offensichtlich von der Industrie erwünscht wird. Auf diese Weise können Fans außerdem mit einer gewissen Berechtigung dazu animiert werden, die Angebote im obligatorischen In-Game-Shop via Echtgeld-Investitionen wahrzunehmen und somit anhaltende Einnahmen für Entwickler und Publisher generieren. Aber die Spiele-Welt ist keine heile. Und im Sinne von Battlefield 5 dreht es sich beim Service-Modell weniger um coole neue Inhalte, sondern eher um die entnervende Frage, ob das nächste Service-Update das eigentliche Spiel endlich in jenen Zustand bringt, der von den Entwicklern und der Werbung bereits zum Launch des Titels versprochen wurde oder ob DICE schon wieder alles über den Haufen geworfen hat und das Balancing nochmals von vorn beginnt.
Trostlose Service-Wüsten, öde leere Welten und Maloche am Spiele-Fließband
Mit verbuggten und unfertigen Spielen ist das leidliche Thema "Gaming-as-a-Service" allerdings noch nicht abgeschlossen, über das Jahr 2019 erschienen viele weitere Titel mit einem solchen Service-Modell, die zumindest zum Teil jedoch für eine andere Art Aufregung und Schlagzeilen sorgten. Ein prominentes Beispiel ist das im Juli 2019 erschienene Ghost Recon Breakpoint. Während der Vorgänger durchaus gewisse Qualitäten hatte und auch Breakpoint zumindest für Fans des Vorgängers sowie Tom-Clancy-Nerds rein konzeptionell interessant anmuten mag, griff Entwickler und Publisher Ubisoft bei Spiel-Design und den Monetarisierungs-Maßnahmen gehörig in die KIoake. Ubisoft entschied sich für den zweiten Teil der modernen Ghost-Recon-Reihe, den prinzipiell realistischen und (zumindest auf höheren Schwierigkeitsgraden) auch taktisch anspruchsvollen Militär-Shooter mit Loot-Shooter-Mechaniken zu garnieren - obwohl 2018 und 2019 schon eine ganze Reihe dieser Art Spiele erschienen, darunter auch The Division 2 aus eigenem Hause, und der Markt bereits eine hohe Sättigung aufwies.
Quelle: PC Games Hardware
Ghost Recon Breakpoint
Ein Grund für diese - dem eigentlichen Kern der eher taktischen Ghost-Recon-Marke zuwiderlaufenden - Maßnahme ist wahrscheinlich, dass Looter-Shooter zum Zeitpunkt der Entwicklung eine hohe Popularität innehielten und insbesondere Triple-A-Schmieden stets dem aktuellen Trend folgen, weil dieser hohe Spieler- und Verkaufszahlen verspricht. Ein weiterer Grund, Loot- und Rollenspiel-Light-Elemente in ein Spiel zu integrieren, ist, dass damit die Monetarisierung einfacher umzusetzen ist. Was Ubisoft auch prompt und fast völlig ungeniert taten und zusätzlich zu den aufgesetzten Gameplay-Mechaniken einen nochmals aufgesetzter wirkenden Social-Hub sowie einen umfassenden Store integrierten, der neben typischen kosmetischen Gegenständen auch sogenannte "Timesaver" enthielt. Mit diesen kann gegen Echtgeld-Bezahlung der lästige Grind verkürzt werden, der mit den Gameplay-Neuerungen Einzug in Breakpoint erhielt. Und nicht nur das, direkt vor dem Launch enthielt der In-Game-Store der bereits vorab spielbaren Versionen gar gegen Echtgeld erwerbare Skillpunkte und andere Pay-to-Win-Elemente, die Ubisoft erst nach einem entrüsteten Aufschrei der Community entfernte - und darauf hinwies, dass es sich um ein "Versehen" handelte, die kaufbaren Skillpunkte hätten erst zu einem späteren Zeitpunkt integriert werden sollen, damit zu einem späteren Zeitpunkt neue Spieler (gegen Bezahlung) zu den älteren aufschließen könnten. Eine etwas fadenscheinig anmutende Begründung, die zudem suggeriert, dass diese Pay-to-Win-Elemente nicht auf ewig verschwunden sind, sondern zu einem späteren Zeitpunkt trotz offensichtlicher Abneigung der Spieler wieder re-integriert werden könnten.
Fadenscheinig ist im Übrigen ein gutes Stichwort, denn Ghost Recon Breakpoint macht sich in noch einem Punkt schuldig, der auch viele andere Open-World-Service-Games der letzten Jahre plagte: Die offene Welt mag schön anzusehen sein, doch sie besteht aus im Grunde aus einer mehreren Dutzend Quadratkilometer großen, leeren, leblosen und spielerisch langweiligen Ödnis. Es vergehen oft endlose und einschlafend monotone Minuten, bis Sie als Spieler den nächsten Einsatzpunkt erreichen, auf eine zufällig generierte Mission oder irgendetwas anderes stoßen, was Ihre schläfige Aufmerksamkeit kurzfristig der spielerischen Einöde entreißen zu vermag. Und in vielen Open-World-Titeln sind diese Aufgaben stets die gleichen, rudimentären Gameplay-Ansätze, die bereits nach dem dritten Mal all ihren Reiz verlieren. Die restliche Welt ist groß und leer, gefüllt einzig mit omnipräsenter Langeweile und schier endlosem Grind.
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Ich habe mich auch zunächst mit Control sehr schwergetan, habe mich aber schlussendlich voll und ganz darauf eingelassen, und dann merkt man, dass es wirklich ein tolles Spiel ist, dass im Gegensatz zu vielen Games, die heutzutage auf den Markt kommen, erfrischend anders ist.
Aber gut, Geschmäcker sind verschieden. Wenn es dir nicht gefällt, dann gefällt es dir eben nicht
Red Dead 2 lief bei mir von Anfang an... War schon auf der PS4pro ein Wahnsinn,
jetzt auf dem PC nach Witcher 3 das einzige Game in das man 2-3h komplett abtauchen kann. Genial!
Da merkt ma erst wie beschissen diese ganzen Ubisoft-service games sind...
Borderlands 3 - das einzige richtig geile Coopgame seit Äonen auf dem Pc.
Mechwarrior 5 - auch ok, da der Coop gut funktioniert.
Die Entwickler sind ja aeutzutage zu faul/blöd für echten Coop... es zählt nur massive multiplayer online, Geld machen !!!
Control - fand ich viel zu abgedreht und sinnlos, ganz abgesehn davon sieht es doch recht kacke aus...es sieht schlechter aus als Quantum Break. Und RTX ist naja...
Devision2 - die ubisoftformel kotzt mich an... Spaß ist anders.
Fängt schon bei Charaktereditor an... wozu brauch ich den wenn jeder Charakter aussieht wie FRATZENGULASCH?
Lauftent popt irgend ein Zeug auf ...immersion gleich null.
Am besten machen die nur noch Glücksspiel(automaten) ...darauf läufts hinaus.
SoTR: Optisch mit RTX und HDR absolut hui! Story am Anfang top... zum Ende hin ein megaFlop!
In der Film- und Gamebrache hat da entweder keiner mit Fantasy mehr das sagen oder keiner hat es mehr drauf...niemand kann/will mehr gute Geschichten erzählen.
Das ist so beschissene logiklose 0815 ******** das es mir echt weh tut... es tut ECHT WEH!
Ghost Recon Breakpoint - Heilige *******: Danach ist Ubishit entgültig für mich gestorben.
Nach 3 Monaten immernoch alle 5-10min Whalers 00301 Crash ...support Hilfe Null,Komma Null
Die ganzen Router/firewall 0815 Einstellungstips- fürn Arsch!
PS: Im Koop-Camp wird man entweder von nem NPC dauer zu gehustet ...oder es spielt beschissener Trash Metal. Ist das ein Entwicker-Psychoterror-Scherz??? Saudämlich und Nervtötend!
Hab mir die beiden Kack-games zum Weihnachts Angebot billigst geholt aber... Geld zurück wär mir lieber. Unspielbarer Schrott.
Worin ich die meiste Zeit des letzten Jahres verbracht habe:
1.) WoW ... ich werde aber jetzt das Abo wieder an den Nagel hängen
2.) WorldofWarships ... für immer mal wieder ein bis zwei Gefechte zwischendurch ganz nett
3.) AC Odyssey ... ein Augenschmaus, nur irgendwann wurde es eintönig, die Erweiterungen habe ich mir nicht geholt
4.) The Division2 ... wäre mein absoluter Favorit, wenn die Gesichter der Mädels in der Charaktererstellung und ingame ein bißchen hübscher wären.
5.) SWtOR ... habe ich seit der Onslaught-Erweiterung wieder im Abo laufen.
6.) Diablo3 ... wenn garnix mehr geht
7.) Skyrim/Fallout4 ... sind meine Platzhalter, wenn mal wieder das Internet auf dem Land weg ist.
8.) Shadow of TombRaider .. mein persönlicher Flop. Ich mochte die alten Teile lieber, wo Klettern, Wegfinden und Rästeln und nicht Ballern im Vordergrund standen.
Worauf ich mich dieses Jahr freue: natürlich Cyberpunk 2077.
Ein neues C&C (im Stile von C&C1 oder RA1 nur halt in zeitgemäß hübsch für 4K) wäre auch was leckeres.
Schöner Überblick über die Tops und Flops des Spielejahrs
Wenn am 16. April Cyperpunk 2077 erscheint und ich vermutlich die Hebel in Bwegung setzen werde, um es in einen zufriedenstellenden Maße spielen zu können, (gegesätzlich von mir getätigter Aussagen auch ohne neue Grafikkarte) und wenn es dann noch so wird wie ich hoffe, - dann könnte es sein dass das Spiel mich bis wenigstens 31.12. 2020 gut unterhält und zufriedenstellt, sodass ich gar keine anderen Spiele bis 2021 mehr ausprobieren brauche. Das wäre dann natürlich Pech für alle anderen Hersteller - aber für mich wäre das Spielejahr 2020 dadurch gerettet.
Und den Rest von 2020 hole ich mir dann im Sale irgendwann später - vielleicht auch viel viel später - wenn mich in Cyberpunk alles gesehen und erlebt habe.
Meine Spiele mit der meisten aktiv verbrachten Spielzeit 2019:
1. Diablo 3 (vermutlich an die 1000 std)
2. Batman Arkham Knight (ca 230) --- 120% abgeschlossen - aber im Herausforderungsmodus gibt es noch was zu tun.
3. Mittelerde Shadow of War (180) --- (2 Festungen noch nicht eingenommen..) und mein Held ist auf level 69 - 11 Level kann ich also noch aufsteigen - soviel ich weiß.
4. Shadow of Tomb Raider (69) ---100% Spielabschluss - Game+ aber noch nicht fertig
5. Wreckfest (68) --- Karriere zu 95% abgeschlossen. Online Mehrspieler ist aber zu vergessen. - Die letzten 5% wären mit 2 std Spielzeit erreichbar - heb ich mir für 2020 auf
6. Fallen Order (53) Einmal bis zum Ende durch und 95% aller Dinge gefunden und erledigt 2. Durchlauf gestartet um den Rest auch noch zu finden / entdecken
7. Kingdom Come Deliverance (25) (derzeit am Spielen)
8. Witcher 3 (13) (Ich mag den Gerald nicht - das wird echt schwer mit dem Spiel)
9. Tomb Raider (10) (Gefällt mir besser als Rise of Tomb Raider - spiel ich auch weiter - aber erst wenn ich nichts Interessanteres mehr finde.)
10. Dishonored 2 (5) muss ich mich überwinden - aber es war ja eigentlich ganz interessant - nun ja - vielleicht später wieder...
Dark Souls 3 liegt an 11. Stelle. (Bin nur halbherzig bei der Sache gewesen und das Spiel hat mir gezeigt, dass ich mich mit Steuerung beschäftigen muss - aber ich hab nichts gesehen, was dazu motiviert hätte.)
Und alle weiteren Titel haben deutlich unter einer Stunde Gesamtspielzeit.
Bis 16. April werd ich die Zeit mit Kingdome Come Deliverance, Hellblade Senua's Sacrifice (ist schon installiert) und wahrscheinlich auch mit Diablo 3 verbringen (wenn mir sonst nichts Spaß macht - das geht fast immer)