Spiele 2019: Bioware und Anthem - Die Bruchlandung eines Weltklasse-Entwicklers
Die Geschichte, die hinter der Entwicklung von dem im Februar erschienenen Anthem steht, ist ein vielschichtiges Drama von Design-Fehlentscheidungen, Konzeptlosigkeit und schier unzumutbarem Druck
Bioware und Anthem - Die Bruchlandung eines Weltklasse-Entwicklers
Für Bioware, Entwickler hochkarätiger Rollenspiel-Klassiker wie Baldur's Gate, Dragon Age oder Mass Effect, war 2019 wohl eins der härtesten Jahre seit dem Bestehen. Die Geschichte, die hinter der Entwicklung von dem im Februar erschienenen Anthem steht, ist ein vielschichtiges Drama von Design-Fehlentscheidungen, Konzeptlosigkeit und schier unzumutbarem Druck, der auf den Angestellten der Firma aufgrund dieser Führungslosigkeit lastete. Die Entwicklung des Mehrspieler-Shooters begann bereits 2012, direkt nach der Fertigstellung von Mass Effect 3. Und während schnell feststand, dass der Bioware-Titel ein Multiplayer-Koop-Shooter auf Basis der DICE'schen Frostbite-Engine werden sollte, war die Ausführung dieses losen und im Grunde simplen Design-Konzepts ein Beispiel von erschreckend chaotischem Missmanagement.
Schon zu Beginn der Entwicklung hatte Bioware Schwierigkeiten, dem angestrebten Spiel-Konzept einen roten Faden zu verleihen. Zu Beginn sollte Anthem (erst unter dem Arbeitstitel "Dylan", anschließend "Beyond" - letzterer Name wurde erst im späteren Verlauf der Entwicklung aufgrund von Lizenz- und Marketing-Bedenken zu "Anthem") eine Art Koop-Survival-Titel werden, indem Spieler mit mechanischen Fluganzügen eine mysteriöse Welt erkunden sollten, einen Planeten, der ähnlich einem intergalaktischen Bermuda-Dreiecks diverse Gefahren, Monstren und wertvolle Gegenstände bieten sollte. Dazu sollten Spieler gemeinsam auf Missionen gehen, Feinde und Gefahren überwinden und erzählenswerte Geschichten in der sich beständig wechselnden und daher stets interessanten Welt erleben - und garniert werden sollte alles mit den als klassisch angesehenen Bioware-Tugenden: In der lebendigen, atmosphärischen und ausgefleischten Spielewelt samt interessanten Bewohnern und liebenswerten Charakteren sollten Spieler eine dichte, komplexe Handlung verfolgen können, unterhaltsame und tiefgründige Gespräche führen, die erbeuteten Ressourcen mittels Crafting in die Verbesserung der metallenen Flug-Anzüge investieren und spannende Abenteuer in für Bioware gewohnt epischen Ausmaßen genießen. So wurde das Konzept um Anthem 2014 auf der E3 erstmals kommuniziert, doch schon damals gab es große Bedenken bezüglich Durchführbarkeit des Designs und der Eignung der eingesetzten Frostbite-Engine.
Was danach folgte, ist eine Entwicklung, die nur als planloses Chaos zu bezeichnen ist: Im August 2014 verließ der bislang zuständige Executive Producer Casey Hudson, der unter anderem für die ersten drei Mass-Effect-Teile zuständig war, Bioware und ließ das Studio ohne adäquate Führung zurück. Andere Entwickler, die für die technische Umsetzung via Frostbite-Engine zuständig waren, wurden von Bioware abgezogen und anderen Studios unterstellt, beispielsweise um den Grafikmotor für die FIFA-Reihe fit zu machen. Die restlichen für Engine und Technik zuständigen Entwickler bei Bioware stießen auf eine Vielzahl an Problemen mit dem prinzipiell für Ego-Shooter und begrenzte Level ausgelegten Grafikmotor. Dazu wurde die Hintergrundstory und das Weltdesign, welche um 2015 durch die federführende Hand des Dragon-Age- sowie Buch-Autors David Gaider entstanden, 2016 wieder über den Haufen geworfen, nachdem auch Gaider Bioware den Rücken kehrte. Die Survival- und Crafting-Elemente wurden ebenfalls entsorgt, das Umherfliegen mit den mechanischen Anzügen wurde mehrfach entfernt und wieder re-integriert. Irgendwann in dieser Zeit wandelte sich Athem außerdem zum Loot-Shooter, um die gestrichenen, weil zu komplexen Gameplay-Mechaniken durch die im Grunde recht simpel umzusetzende Loot-Mechanik zu substituieren.
Quelle: PC Games Hardware
Anthem
2017 war das Entscheidungsjahr bei Bioware - Anthem war bereits fünf Jahre in Entwicklung, ohne dass das Studio ob der schon recht langen Entwicklungszeit gemäß entsprechende Inhalte und Gameplay-Mechaniken vorweisen konnte. EAs Management drückte in Person von Patrick Söderlund starkes Bedenken aus und kritisierte die gegenüber dem kommunizierten Spielkonzept von 2014 starken Abweichungen des Prototypen. Der mäßige Erfolg von Mass Effect Andromeda setzte den Entwickler zudem weiter unter Druck, obendrein verlor Bioware weiterhin wichtige Mitarbeiter, zu diesen zählte auch Anthems Lead-Designer Corey Gaspur, der 2017 tragisch verstarb. Bis zur E3 2017 gelang es Bioware in einem sechswöchentlichen Gewaltakt dennoch, eine lauffähige Demo zu erstellen, die - dem Feedback von EAs Söderlund sei Dank - auch wieder die fliegenden Anzüge enthielt. Diese Demo war das erste Gameplay-Material - jedenfalls im losen Sinne -, das Spieler von Anthem zu Gesicht bekamen und war obendrein beinahe alles, was Bioware in fünf Jahren Entwicklungszeit auf die Beine gestellt bekommen hatte.
Erst nach der E3 2017 begann laut des bekannten wie schockierenden Berichts des Kotaku-Redakteurs Jason Schreier, der an der Entwicklung beteiligte Bioware-Mitarbeiter im Schutze der Anonymität interviewen konnte, die eigentliche Arbeit an Anthem. Mitarbeiter anderer Bioware-Studios, die unter anderem mit Dragon Age 4 beschäftigt waren, wurden abgezogen und mit der Arbeit an Anthem betraut, darunter auch Mark Darrah, der die Leitung übernahm. Dieser fokussierte die Entwicklung und forcierte Design-Entscheidungen, um die Entwicklung voranzutreiben. In diesem Zeitraum entstand ein Großteil des eigentlichen Spiels, allerdings blutete die Mitarbeiterschaft Biowares auch währenddessen stark aus, viele weitere Personen verließen die Firma, andere Mitarbeiter brachen unter dem beständigen Druck, dem Missmanagement und dem Mangel an klarer Führung nervlich zusammen und fielen teils über Monate aus.
Betrachtet man die gesamte Entwicklung, so ist es kein Wunder, dass sich Anthem bereits kurz nach dem Launch im Februar 2019 als herbe Enttäuschung herauskristallisierte. Technische Macken, darunter anfänglich häufige Abstürze, nervige Verbindungsprobleme und Ärgerlichkeiten wie teils minutenlange Ladezeiten und relativ hohe Systemanforderungen hätten Spieler Bioware wohl noch verziehen und diese Probleme wären lösbar gewesen. Doch das Kernproblem von Anthem ist nicht technischer Natur, selbst die für das Spielkonzept nur sehr bedingt taugliche Frostbite-Technik ist nicht verantwortlich zu machen. Das Problem von Anthem ist in der Führungsetage zu suchen: Es existierte kein brauchbares Konzept, die Leitung des Projekts war mangelhaft, beständige Wechsel bei Design, Story, Gameplay und Auslegung des Spiels machte viel von der bereits geleisteten Arbeit der Bioware-Mitarbeiter zunichte, dem Spiel mangelt es deshalb auch bis heute und trotz des groß angekündigten, aber enttäuschenden Cataclysm-Content-Updates an Inhalten. Die Welt wirkt lose zusammengesetzt und leblos, die Loot-Mechaniken sind dysfunktional. Obendrein setzte die chaotische Entwicklung zusammen mit dem anschließend einsetzenden Zeitdruck die Bioware-Mitarbeiter unter einen dermaßen großen Druck, dass viele von ihnen entweder unter der Last zusammenbrachen oder kündigten und dem Studio den Rücken kehrten - es ist eine Geschichte, die so nicht hätte passieren dürfen und vielleicht eine der traurigsten Entwicklungen der modernen Spiele-Industrie. Es ist auch einer der größten Fehltritte 2019, doch bei Weitem nicht der einzige.
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Ich habe mich auch zunächst mit Control sehr schwergetan, habe mich aber schlussendlich voll und ganz darauf eingelassen, und dann merkt man, dass es wirklich ein tolles Spiel ist, dass im Gegensatz zu vielen Games, die heutzutage auf den Markt kommen, erfrischend anders ist.
Aber gut, Geschmäcker sind verschieden. Wenn es dir nicht gefällt, dann gefällt es dir eben nicht
Red Dead 2 lief bei mir von Anfang an... War schon auf der PS4pro ein Wahnsinn,
jetzt auf dem PC nach Witcher 3 das einzige Game in das man 2-3h komplett abtauchen kann. Genial!
Da merkt ma erst wie beschissen diese ganzen Ubisoft-service games sind...
Borderlands 3 - das einzige richtig geile Coopgame seit Äonen auf dem Pc.
Mechwarrior 5 - auch ok, da der Coop gut funktioniert.
Die Entwickler sind ja aeutzutage zu faul/blöd für echten Coop... es zählt nur massive multiplayer online, Geld machen !!!
Control - fand ich viel zu abgedreht und sinnlos, ganz abgesehn davon sieht es doch recht kacke aus...es sieht schlechter aus als Quantum Break. Und RTX ist naja...
Devision2 - die ubisoftformel kotzt mich an... Spaß ist anders.
Fängt schon bei Charaktereditor an... wozu brauch ich den wenn jeder Charakter aussieht wie FRATZENGULASCH?
Lauftent popt irgend ein Zeug auf ...immersion gleich null.
Am besten machen die nur noch Glücksspiel(automaten) ...darauf läufts hinaus.
SoTR: Optisch mit RTX und HDR absolut hui! Story am Anfang top... zum Ende hin ein megaFlop!
In der Film- und Gamebrache hat da entweder keiner mit Fantasy mehr das sagen oder keiner hat es mehr drauf...niemand kann/will mehr gute Geschichten erzählen.
Das ist so beschissene logiklose 0815 ******** das es mir echt weh tut... es tut ECHT WEH!
Ghost Recon Breakpoint - Heilige *******: Danach ist Ubishit entgültig für mich gestorben.
Nach 3 Monaten immernoch alle 5-10min Whalers 00301 Crash ...support Hilfe Null,Komma Null
Die ganzen Router/firewall 0815 Einstellungstips- fürn Arsch!
PS: Im Koop-Camp wird man entweder von nem NPC dauer zu gehustet ...oder es spielt beschissener Trash Metal. Ist das ein Entwicker-Psychoterror-Scherz??? Saudämlich und Nervtötend!
Hab mir die beiden Kack-games zum Weihnachts Angebot billigst geholt aber... Geld zurück wär mir lieber. Unspielbarer Schrott.
Worin ich die meiste Zeit des letzten Jahres verbracht habe:
1.) WoW ... ich werde aber jetzt das Abo wieder an den Nagel hängen
2.) WorldofWarships ... für immer mal wieder ein bis zwei Gefechte zwischendurch ganz nett
3.) AC Odyssey ... ein Augenschmaus, nur irgendwann wurde es eintönig, die Erweiterungen habe ich mir nicht geholt
4.) The Division2 ... wäre mein absoluter Favorit, wenn die Gesichter der Mädels in der Charaktererstellung und ingame ein bißchen hübscher wären.
5.) SWtOR ... habe ich seit der Onslaught-Erweiterung wieder im Abo laufen.
6.) Diablo3 ... wenn garnix mehr geht
7.) Skyrim/Fallout4 ... sind meine Platzhalter, wenn mal wieder das Internet auf dem Land weg ist.
8.) Shadow of TombRaider .. mein persönlicher Flop. Ich mochte die alten Teile lieber, wo Klettern, Wegfinden und Rästeln und nicht Ballern im Vordergrund standen.
Worauf ich mich dieses Jahr freue: natürlich Cyberpunk 2077.
Ein neues C&C (im Stile von C&C1 oder RA1 nur halt in zeitgemäß hübsch für 4K) wäre auch was leckeres.
Schöner Überblick über die Tops und Flops des Spielejahrs
Wenn am 16. April Cyperpunk 2077 erscheint und ich vermutlich die Hebel in Bwegung setzen werde, um es in einen zufriedenstellenden Maße spielen zu können, (gegesätzlich von mir getätigter Aussagen auch ohne neue Grafikkarte) und wenn es dann noch so wird wie ich hoffe, - dann könnte es sein dass das Spiel mich bis wenigstens 31.12. 2020 gut unterhält und zufriedenstellt, sodass ich gar keine anderen Spiele bis 2021 mehr ausprobieren brauche. Das wäre dann natürlich Pech für alle anderen Hersteller - aber für mich wäre das Spielejahr 2020 dadurch gerettet.
Und den Rest von 2020 hole ich mir dann im Sale irgendwann später - vielleicht auch viel viel später - wenn mich in Cyberpunk alles gesehen und erlebt habe.
Meine Spiele mit der meisten aktiv verbrachten Spielzeit 2019:
1. Diablo 3 (vermutlich an die 1000 std)
2. Batman Arkham Knight (ca 230) --- 120% abgeschlossen - aber im Herausforderungsmodus gibt es noch was zu tun.
3. Mittelerde Shadow of War (180) --- (2 Festungen noch nicht eingenommen..) und mein Held ist auf level 69 - 11 Level kann ich also noch aufsteigen - soviel ich weiß.
4. Shadow of Tomb Raider (69) ---100% Spielabschluss - Game+ aber noch nicht fertig
5. Wreckfest (68) --- Karriere zu 95% abgeschlossen. Online Mehrspieler ist aber zu vergessen. - Die letzten 5% wären mit 2 std Spielzeit erreichbar - heb ich mir für 2020 auf
6. Fallen Order (53) Einmal bis zum Ende durch und 95% aller Dinge gefunden und erledigt 2. Durchlauf gestartet um den Rest auch noch zu finden / entdecken
7. Kingdom Come Deliverance (25) (derzeit am Spielen)
8. Witcher 3 (13) (Ich mag den Gerald nicht - das wird echt schwer mit dem Spiel)
9. Tomb Raider (10) (Gefällt mir besser als Rise of Tomb Raider - spiel ich auch weiter - aber erst wenn ich nichts Interessanteres mehr finde.)
10. Dishonored 2 (5) muss ich mich überwinden - aber es war ja eigentlich ganz interessant - nun ja - vielleicht später wieder...
Dark Souls 3 liegt an 11. Stelle. (Bin nur halbherzig bei der Sache gewesen und das Spiel hat mir gezeigt, dass ich mich mit Steuerung beschäftigen muss - aber ich hab nichts gesehen, was dazu motiviert hätte.)
Und alle weiteren Titel haben deutlich unter einer Stunde Gesamtspielzeit.
Bis 16. April werd ich die Zeit mit Kingdome Come Deliverance, Hellblade Senua's Sacrifice (ist schon installiert) und wahrscheinlich auch mit Diablo 3 verbringen (wenn mir sonst nichts Spaß macht - das geht fast immer)