Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Quell der Hoffnung
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Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Quell der Hoffnung

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Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Quell der Hoffnung

Während viele Menschen sich wohl darauf einigen können, dass 2023 kein Jahr allgemeiner Quell der Freude war, so gab es doch eine ganze Reihe Lichtblicke - auf dem Bildschirm wie anderswo. Und es gab einige wunderschöne virtuelle Welten, in denen man kurzfristig Zuflucht suchen konnte. Am Jahresende überraschte etwa Ubisoft mit einer famosen Umsetzung des fernen Waldmond Pandora und obendrein mit piekfeiner Technik in Form der runderneuerten Snowdrop-Engine samt fest integrierter Raytracing-Pracht. Für einige ging die virtuelle Weltflucht eventuell zu weit, PC-Games-Tester Chris war angesichts der Nötigung zu Na'vi-Meditationsübungen an Maus und Tastatur sowie der miesen Vergütung beim Pflücken von Weltraum-Obst und Stechen von Alien-Spargel wenig begeistert.

Wir Technik-Nerds bei der PC Games Hardware hatten allerdings Freude an der beinahe schon wegweisenden Darstellung virtuellen Flora und Fauna und freuen uns obendrein, wenn wir eine Großproduktion einmal nicht wegen grober technischer Macken an den Pranger stellen müssen. Avatar Frontiers of Pandora macht zumindest eines richtig gut und das ist die Technik sowie die prachtvolle Darstellung der fremden, virtuellen Welt. Sehr erfreulich ist außerdem, dass das schwedische Ubisoft-Studio Massive Entertainment nicht nur eine sehr ansehnliche Präsentation Pandoras gelungen ist, sondern obendrein eine umfangreiche Überarbeitung der ebenfalls von Massive entwickelten Snowdrop-Engine und obendrein die bislang beste und sauberste Implementierung von AMDs FSR 3 gelang. Und so gibt es auch für AMD zum Jahresende noch eine Erfolgsgeschichte. Die Darbietung der AMD-Frame-Generation ist erfreulich gut, ermöglicht auch herstellerfremden Grafikkarten hohe Bildraten und lässt die anspruchsvolle, detaillierte Grafik auch auf Gaming-PCs der Mittelklasse sauber flutschen.

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Anmerkung: Aufgrund der simultanen Aufzeichnung und Wiedergabe des hochqualitativen 4K-Videomaterials kämpft der genutzte Laptop mit flüssigen Bildraten. Daher kommt die Präsentation Pandoras deutlich ruckeliger herüber als es in der Realität der Fall ist. Einen besseren Eindruck zu Grafik und Performance vermittelt das Impressions-Video unten. Sie können unserem Technik-Video allerdings einige interessante Details entnehmen.

Eine sehr erfreuliche Entwicklung - gewissermaßen doppeldeutig - ist auch der merkliche Umschwung auf die aktuelle (aber noch immer gewissermaßen "Next-Gen") Hardware- und Konsolengeneration. Nicht nur Avatar ist "Next Gen", kommt also exklusiv für Playstation 5, Xbox Series heraus und erfordert halbwegs moderne PC-Hardware, der Vormarsch ist insbesondere in Form von Unreal-Engine-5-Titeln zu erkennen. Auch diese setzen auf Raytracing, auch wenn in vielen Fällen aktuell noch in Software-Variante. Besonders erfreulich ist aus unseren Augen außerdem, dass es vielen eher kleinen Studios gelungen ist, mit der Unreal Engine 5 erfreulich gute Spiele geschaffen und obendrein beachtliche grafische Qualität erzielen konnten. Das im kroatischen Zagreb ansässige Croteam etwa hat gerade einmal um 40 Mitarbeiter, doch schuf mit Talos Principle 2 nicht nur ein famoses Spiel, sondern auch grafisch eindrückliche Umgebungen samt bemerkenswert grandioser Architektur und beachtlichem "Scale". Gerade Letzteres lässt sich offenkundig besonders gut mit der UE5 umsetzen, und wir sind gespannt, was noch kommen mag.

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Anfang 2024 wird etwa die Unreal Engine 5.4 erscheinen. Wenn alles wie geplant läuft, wird diese eine neue Form der Terraindarstellung mit sich bringen. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn aktuell ist dieser Aspekt der Engine der vielleicht veraltetste und funktioniert im Grunde noch immer genauso, wie in der Unreal Engine 4. Die UE5.4 soll eine tatsächlich dreidimensionale Terraindarstellung bieten, die nicht nur auf einer 2D-Height-Map basiert, also im Grunde einer flachen Textur mit Höheninformationen, nicht ganz unähnlich einem Atlas mit Höheninformationen. Mit der neuen Darstellung werden Überhänge oder Höhlen möglich, etwas, das zuvor beim Height-Map-basierten Terrain nicht möglich war. Bislang müssen 3D-Modelle für etwa Felsbögen oder Höhlen erstellt und manuell in die Polygone der Terraindarstellung "hineinmassiert" werden, um die Übergänge zu kaschieren und Clipping-Fehler zu vermeiden. Mit der Terrain-Darstellung der UE5.4 werden Entwickler die Landschaft frei in 3D gestalten können, inklusive Höhlen und Überhängen.

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Es stehen uns in nicht allzu ferner Zukunft also spannende, neue Techniken in Aussicht. Und in vielerlei Hinsicht weckt 2024 Erwartungen. Bereits Anfang des Jahres steht mit Nightingale ein weiterer Unreal-Engine-5-Titel an, wenn auch in Form eines Early-Access-Frühstarts. Es mag also verfrüht sein, Vorschusslorbeeren zu verteilen, doch zumindest potenziell interessant und technisch spannend wirkt die bunt-düstere Survival-Sandbox im viktorianischen Comic-Look. Kurz zuvor, plangemäß am 24. Januar, startet obendrein mit Enshrouded ein Konkurrent aus Deutschland, der auf eine spannende, voxelbasierte und somit vielfältig manipulierbare Spielumgebung setzt. Im März könnte Homeworld 3 für Freude sorgen, außerdem erscheint im dritten Monat 2024 der zweite Teil von Dragon's Dogma. Dieses Mal auf Basis der RE-Engine, die auch 2023 mit Resident Evil 4 überzeugen konnte. Außerdem stehen natürlich eine Vielzahl weiterer Kracher an, darunter auch jene, die Spieler schon seit Monaten Appetit auf feine Technik machen, etwa das UE5-Abenteuer Hellblade 2 Senua's Saga.

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Es ist aus unserer Sicht also durchaus angebracht, mit einer gewissen Zuversicht ins Neue Jahr zu blicken. Auch wenn uns 2023 einige Kröten hat schlucken lassen - virtuelle Gollums und leider auch andere - so zeigt sich auch Lichtschein am Horizont. Zumindest technisch dürfte sich endlich der Umstieg auf die "Next-Gen"-Hardware/-Konsolen im großen Stil vollziehen, zusammen mit diesem wird der Wechsel von Unreal Engine 4 auf die fünfte Iteration wohl bis auf wenige Ausnahmen geschehen. Diese bringt viele neue Techniken und Render-Features, bietet Entwicklern spannende Tools, mit denen sie noch interessantere virtuelle Welten schaffen können. Und der Fortschritt der UE5 ist noch lange nicht am Ende, aktuell sind die Entwicklungssprünge geradezu gewaltig. Natürlich dauert es immer eine Weile, bis neue Technologien in Spielen erscheinen, doch sind wir frohgemut, viele der aktuell angestoßenen bereits im Jahre 2024 zu erblicken. In vielerlei Hinsicht erwarten wir 2024 neue technische Errungenschaften und beeindruckende Darstellung, wenn es um die Umsetzung virtueller Welten geht.

Im Sinne des Fortschritts sind wir gespannt auf 2024 und angesichts der aktuellen Entwicklungen zumindest positiv gestimmt. Obendrein dürften einige interessante Hardware-Releases anstehen, der eine oder andere wohl bereits in wenigen Monaten. In diesem Rahmen wünschen wir Ihnen für den Ausklang des Jahres 2023 einige erholsame Tage, ob in virtuellen Welten oder anderen, und kommen Sie gut ins Neue Jahr.

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  1. Seite 1 Die technischen Tops und Flops des Jahres 2023 - Einleitung
  2. Seite 2 Die technischen Tops und Flops des Jahres 2023 - Blutleere Langeweile und Käferfressen
  3. Seite 3 Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Ase im Rollenspiel-Olymp und das Orakel im Sternenfeld
  4. Seite 4 Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Quell der Hoffnung
    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also ich empfand das Spielejahr 2023 als recht gelungen. Highlight war für mich Baldurs Gate 3, was nun nach 2 Jahren stark aus dem Early Access gegangen ist und mich lange gut unterhalten hat. Aber es gab auch einige Überraschungstitel wieder für mich, wie zum Beispiel Hi-Fi Rush oder Lies of P, die ich nicht direkt auf dem Schirm hatte.

        Ansonsten sind an mir diverse oft genannte Enttäuschungen (Starfield oder Diablo 4), miserable PC Ports (bspw. Star Wars Jedi 2) oder absolute Flops (Redfall, Lords of the Fallen, Gollum usw.) vorbei gegangen. Bestand kein allzu großes Interesse und die Meldungen nach Release haben auch nicht zum Kauf motiviert. Ärgerlich aber sicherlich für Fans.
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also ich empfand das Spielejahr 2023 als recht gelungen. Highlight war für mich Baldurs Gate 3, was nun nach 2 Jahren stark aus dem Early Access gegangen ist und mich lange gut unterhalten hat. Aber es gab auch einige Überraschungstitel wieder für mich, wie zum Beispiel Hi-Fi Rush oder Lies of P, die ich nicht direkt auf dem Schirm hatte.

        Ansonsten sind an mir diverse oft genannte Enttäuschungen (Starfield oder Diablo 4), miserable PC Ports (bspw. Star Wars Jedi 2) oder absolute Flops (Redfall, Lords of the Fallen, Gollum usw.) vorbei gegangen. Bestand kein allzu großes Interesse und die Meldungen nach Release haben auch nicht zum Kauf motiviert. Ärgerlich aber sicherlich für Fans.
      • Von Gast1719868203
        Zitat von Nazzy
        Avatar war dann zum Schluss nochmal ein kleiner Hoffnungsschimmer in Sachen Technik. Spielerisch finde ich es dann doch eher maximal " okay", aber als Avatar Fan erfüllt das Game wohl seinen Zweck und macht viele glücklich.
        Ich hab mit Avatar nichts am Hut. Aber das Spiel ist nicht nur für Avatar Fans was sondern besticht durch die tollen Level, dichte Vegetation, Spielmechaniken, Movement, Detailverliebtheit, Audio, RTGI, einfach alles.

        Schwachstellen sind NPCs und wie die in der Spielwelt agieren, das war dann sehr rückständig wirkend. Aber das Zusammenspiel der Biome, Planzen, Tiere, Wetter und all das, hab ich so bisher noch nicht gesehen. Wirklich großartig gemacht.

        Es ist sehr schade, dass viele nur ein "Far Cry" in dem Spiel sehen, dabei ist es viel mehr als das und eines der besten Ubisoft Spiele der letzten Jahre.
        Zitat von Nazzy
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Dead Space fand ich mega damals. Aber iwie stelle ich mir das eher langweilig vor, wenn man die Story schon kennt. Oder haben die da Leveltechnisch einiges geändert ?
        Geht mir genauso. Grafisch mag es gut aussehen, aber die Spielmechaniken sind halt immernoch Stand 2008. Völlig veraltet finde ich. Da ist ein Callisto Protocol viel moderner und interessanter finde ich.
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
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        Rechnerseitig war 2023 ein schönes Jahr. Ich bin ja immer sehr sparsam und frage mich stets, ob Mehrwert und Mehrfreude im Einklang stehen. Bevor ich mir also einen Rechner für über 3000,-€ kaufe, kommt zuerst die Nordschleifen Jahreskarte ins Haus, aber da knausere ich auch. Alles zu teuer. Rechnet man das in Überstunden um, liege ich doch lieber auf dem Bärenfell und esse Trauben.

        Jetzt bin ich Ewigkeiten mit i7-4770K und GTX 980TI unterwegs gewesen, immer noch eine Kombination, mit der man viele tolle Sachen machen kann, nicht zwingend mit neuesten Spielen, aber es gibt ja tausende gute auch etwas ältere. Vor zwei Jahren habe ich zumindest auf 5800X aufgerüstet, war hilfreich, aber zu einseitig. Aber die Grafikkartenpreise waren absurd, da gehe ich doch lieber im Wald Bäumefällen und Holzhacken, anstatt Landwirtschaftssimulator zu spielen.

        Aber 2023 war gut. Es wurde ein 5800X3D, wirklich etwas grandioses, eine RTX 4070 gleich zum Release, immer noch schmerzhaft teuer aber seit Jahren zumindest so ein bisschen etwas wie Gegenwert, dazu aufstocken auf 64GB, weil Anno mehr als 32GB nutzt, eine schnelle SSD und wieder mehr spielen in diesem verregneten Sommer mit unerträglichen Hitzephasen, in denen ich eh nicht raus ging.

        Doch, war ein schönes "Hardwarejahr", und jetzt können noch schöne Spiele kommen. Anno 1800 ist immer noch klasse, gerade mit der immer größer werdenden Mod-Datenbank, die X-Spiele laufen endlich flüssig aber irgend etwas schönes Neues wäre noch gut.

        In diesem Sinn, hoffen wir auf 2024 und ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel schöne Rechnermomente im nächsten Jahr.
      • Von purzelpaule Software-Overclocker(in)
        Zitat von T-Horsten
        Wurde denn das Sync-Problem behoben? Kann mich noch gut dran erinnern, dass nach einer gewissen Zeit jeder sein eigenes Spiel spielte. Wo einer "Gewonnen!" ruft, während man grad selber in der Mitte des Schlachtfelds steckt.
        Nicht mal pop cap100 hat geholfen.
        Das war meist ein Problem, bei Cheatern
      • Von T-Horsten Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von purzelpaule
        ich spiele heute noch regelmäßig CoH1 Multiplayer... zum Glück gibts ne eifrige Spielergemeinschaft ... ist das Spiel mit den meisten Spielstunden bei mir (ca 1300).... COH2 hab ich 75, CoH3 17
        Wurde denn das Sync-Problem behoben? Kann mich noch gut dran erinnern, dass nach einer gewissen Zeit jeder sein eigenes Spiel spielte. Wo einer "Gewonnen!" ruft, während man grad selber in der Mitte des Schlachtfelds steckt.
        Nicht mal pop cap100 hat geholfen.
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