Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Ase im Rollenspiel-Olymp und das Orakel im Sternenfeld
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In diesem Artikel
- Seite 1 Die technischen Tops und Flops des Jahres 2023 - Einleitung
- Seite 2 Die technischen Tops und Flops des Jahres 2023 - Blutleere Langeweile und Käferfressen
- Seite 3 Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Ase im Rollenspiel-Olymp und das Orakel im Sternenfeld
- Seite 4 Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Quell der Hoffnung
- Seite 5 Bildergalerie
Spiele-Technik Tops und Flops 2023 - Ein Ass im Rollenspiel-Olymp und das Orakel im Sternenfeld
Ein ähnliches Glanzstück gelang ansonsten nur Larian mit Baldur's Gate 3. Das absolute Vorzeige-Rollenspiel düpierte bezüglich Qualität und Umfang 2023 nahezu jegliche Großproduktion, Triple-A-Schmieden und von Publisher-Milliarden gestützte Studios, räumte auf Preisverleihungen beinahe alle Auszeichnungen ab. Auf technischer Seite ist beeindruckend, dass der verhältnismäßig kleine belgische Entwickler Larian es nicht nur vollbrachte, viele Hunderte Stunden unterhaltsamen Content zu erschaffen, sondern auch noch eine eigene Engine zu betreuen, zu modernisieren und ein sehr ansehnliches Iso-Rollenspiel zu schaffen. Und auch grafisch fährt Baldur's Game 3 einiges auf, eine erstklassige HDR-Darstellung beispielsweise. Etwas, wozu andere Rollenspiel-Profis nicht so recht in der Lage scheinen. Selbst dann nicht, wenn sie Bethesda heißen und gerade von dem Software-Riesen Microsoft unter die Schwingen genommen wurden.
Überhaupt, Bethesda. Selbst wenn wir über das Machwerk Redfall den gnädigen Mantel des Schweigens legen und davon ausgehen, dass Arkane Austin als namhaftes Bethesda-Studio hauptsächlich zur Entwicklung verdammt wurden, um mit dem Machwerk mittels Wertsteigerung noch ein paar Kröten Extra-Kapital aus der Übernahme zu generieren, müssen wir doch noch einmal auf den weltbekannten Entwickler aus dem US-Bundesstaat Maine zu sprechen kommen.
Als Starfield im September erschien, war die Aufregung selbstredend groß. Endlich wieder ein Bethesda-Rollenspiel auf Basis der allseits beliebten Creation-Engine, das ist immer gut für spaßig-unerwartete Unterhaltung! Der Enthusiasmus der Spieler stieg kurz darauf ins nahezu unermessliche, als darauf insbesondere Besitzer von Nvidia-Grafikkarten mit einer Performance konfrontiert wurden, die mit Messgrößen glazialer Fortbewegung statt Bildern pro Sekunde beziffert werden musste. Obendrein sorgte das Optionsmenü für allgemeine Erheiterung, da es nicht nur einen Schalter für Nvidias DLSS vermissen ließ, sondern gar einen für die Landschaftsdetails. Ersteren Umstand hat Bethesda mittlerweile behoben, tatsächlich haben es die für ihre technischen Finessen bekannten Entwickler vollbracht, sogar DLSS 3.0 und Nvidias Frame Generation in Starfield zu integrieren - ein Umstand, der Bethesda trotz AMD-Sponsoring bislang nicht mit AMDs FSR 3.0 gelungen ist. Auch die Ergründung der geheimnisvollen Technologie, die einen LoD-Regler für Landschaftsdetails in das Optionsmenü integriert, ist bei Bethesda noch in Arbeit. Doch eventuell vergehen nur noch wenige Monate und Jahre, bis mit einem Durchbruch zu rechnen ist.
Wie immer war Bethesda obendrein sehr um Kreativität bemüht. Angesichts der inspirierenden Technik des Sci-Fi-Rollenspiels fühlten sich nicht nur unzählige Modder berufen, sich selbstständig zu machen und Probleme individuell anzugehen, indem sie Fixes schrieben, Modifikationen vornahmen und das Spiel eigenhändig verbesserten, selbst ohne das für größere Modifikationen nötige Tools. Selbst FSR 3 haben Modder mittlerweile in Starfield integrieren können und findige Studenten der Konfigurationsdateien haben gar einen Weg gefunden, die Landschaftsdetails nach ihren Wünschen anzupassen.
Doch nicht nur die Modder und Technik-Fans sind dank des Kreativität belebenden Bethesda-Sandkastens außer Rand und Band. Auch Content-Creators sind begeistert und haben dank Starfield und aufgrund der weisen Äußerungen des CEOs und allgemeinen Gaming-Lieblings Todd Howard bemerkenswert klugen Content erschaffen. Wieder einmal sind Besitzer von Nvidia-Grafikkarten und insbesondere des High-End-Modells verzückt, dass Starfield ein solch fortschrittliches Spiel darstellt. Einige der besten Memes des Jahres 2023 stammen aus von Todd inspirierten Federn.
Lassen Sie uns also Todds gemeinsam inspirierenden Worten danken. Überhaupt haben große Worte im Jahre 2023 die Massen mobilisiert. Etwa jene überschwänglichen Versprechungen der Entwickler von Fntastic, denen es trotz beständiger Unkenrufe und ewiger Stänkerei einschlägiger Gaming-Kanäle gelang, mithilfe der Unreal Engine 5 und dem Epic-Asset-Store ein aus Marketing-Buzzwords und hippen Trailern bestehendes Etwas zusammenzubraten, das über 200.000 Käufer fand und Ende des Jahres noch einmal Rekorde brach: The Day Before war das vielleicht kurzlebigste Produkt, das je der Gaming-Branche entsprang und trat bereits während des Testens gemeinsam mit dem Studio Fntastic die letzte Reise an.
Dieses Mal wurden jedoch keine PCGH-Redakteure verletzt, doch die Kollegen von der PC Games waren trotz dunkler Vorahnungen nicht gefeit. Bereits aus der das Großraumbüro umspannender Ferne ließ sich anhand der um den noch im Angesicht größter Gaming-Widrigkeiten stets professionellen PC-Games-Tester Michael Grünewald versammelten Menschentraube lästernder Kollegen erahnen, dass Michi mit The Day Before einer weiteren Rekordernte des Gemüses auf die Schliche kam.Statt Gurken ernteten die Entwickler den Zorn der Spielerschaft, die sich zumindest ein wenig mehr von The Day Before erhofft hatten, als einen kaum spielbaren Extraction-Shooter, der den Spielern mehr Bugs zum Fraß vorsetzte, als selbst Gollum schlucken musste, und bei dem die größte Kunst darin bestand, die eigene Spielfigur durch eine Tür zu extrahieren. Der wohl erfreulichste Aspekt an der ganzen Chose ist noch, dass Steam den Käufern konsequent den Preis erstattet, nun da sich der Entwickler aufgelöst und man The Day Before bestenfalls als untot diagnostizieren kann.
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Ansonsten sind an mir diverse oft genannte Enttäuschungen (Starfield oder Diablo 4), miserable PC Ports (bspw. Star Wars Jedi 2) oder absolute Flops (Redfall, Lords of the Fallen, Gollum usw.) vorbei gegangen. Bestand kein allzu großes Interesse und die Meldungen nach Release haben auch nicht zum Kauf motiviert. Ärgerlich aber sicherlich für Fans.
Schwachstellen sind NPCs und wie die in der Spielwelt agieren, das war dann sehr rückständig wirkend. Aber das Zusammenspiel der Biome, Planzen, Tiere, Wetter und all das, hab ich so bisher noch nicht gesehen. Wirklich großartig gemacht.
Es ist sehr schade, dass viele nur ein "Far Cry" in dem Spiel sehen, dabei ist es viel mehr als das und eines der besten Ubisoft Spiele der letzten Jahre.
Dead Space fand ich mega damals. Aber iwie stelle ich mir das eher langweilig vor, wenn man die Story schon kennt. Oder haben die da Leveltechnisch einiges geändert ?
Jetzt bin ich Ewigkeiten mit i7-4770K und GTX 980TI unterwegs gewesen, immer noch eine Kombination, mit der man viele tolle Sachen machen kann, nicht zwingend mit neuesten Spielen, aber es gibt ja tausende gute auch etwas ältere. Vor zwei Jahren habe ich zumindest auf 5800X aufgerüstet, war hilfreich, aber zu einseitig. Aber die Grafikkartenpreise waren absurd, da gehe ich doch lieber im Wald Bäumefällen und Holzhacken, anstatt Landwirtschaftssimulator zu spielen.
Aber 2023 war gut. Es wurde ein 5800X3D, wirklich etwas grandioses, eine RTX 4070 gleich zum Release, immer noch schmerzhaft teuer aber seit Jahren zumindest so ein bisschen etwas wie Gegenwert, dazu aufstocken auf 64GB, weil Anno mehr als 32GB nutzt, eine schnelle SSD und wieder mehr spielen in diesem verregneten Sommer mit unerträglichen Hitzephasen, in denen ich eh nicht raus ging.
Doch, war ein schönes "Hardwarejahr", und jetzt können noch schöne Spiele kommen. Anno 1800 ist immer noch klasse, gerade mit der immer größer werdenden Mod-Datenbank, die X-Spiele laufen endlich flüssig aber irgend etwas schönes Neues wäre noch gut.
In diesem Sinn, hoffen wir auf 2024 und ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel schöne Rechnermomente im nächsten Jahr.
Nicht mal pop cap100 hat geholfen.
Nicht mal pop cap100 hat geholfen.