Als Spiele noch auf Dutzenden Datenträgern kamen: Wer erinnert sich?
Eine relativ neue Diskussion auf Reddit zeigt, dass es früher viel Geduld brauchte, um Spiele von CDs, DVDs oder antikeren Datenträgern zu installieren.
"Früher" waren PC-Spiele nicht bloß als Download erhältlich und damit je nach Internetleitung in Sekunden oder Minuten heruntergeladen. Je nach Datenträger konnte es schon mehr als eine Stunde dauern, bis das Spiel endlich lief.
Discjockey: Man benötigte viel Geduld
Eine aktuelle Diskussion auf Reddit zeigt, dass das Thema Datenträger noch immer präsent ist. Wir fangen jetzt gar nicht damit an, dass Mitte der 1980er-Jahre schon auch einmal mehr als eine Stunde verging, bis ein Spiel wie Silent Service für den C64 startklar war - geladen mit der Datassette 1530 des Brotkastens, wo es manchmal auch Ladefehler gab und das Ganze von vorn losging.
Mit verschiedenen Generationen von Floppy Disks wurde schrittweise alles schneller, in den 1990er-Jahren wurde es dank CD-ROM und bei Spielen wie Rebel Assault nochmals etwas flotter. Es folgten die DVD-ROM als Datenträger und zumindest auf Konsolen auch Blu-ray - der PC bog nach der DVD aber direkt zum Download ab. Heutige Rechner haben sehr oft schon gar kein Laufwerk mehr.
Heutzutage ist es kaum vorstellbar, dass man bei Spielen wie Unreal Tournament 2004 sechs (!) verschiedene DVDs zur Installation einlegen musste. Das kostete Zeit und Nerven; der Begriff Discjockey hat da eine ganz besondere Bedeutung. Doch das geht alles noch "schlimmer," wie unter anderem auch das PCGHX-Forum beweist. In den Threads "Zeigt her eure Spielepackungen" und "Zeigt her eure Spielesammlungen" sieht man nicht nur legendäre Papp-Verpackungen im XXL-Format, sondern auch, dass die Sammlerschätze oft mit vielen Datenträgern einhergehen. Vorsicht: Da kommen beinahe nostalgische Gefühle auf, wenn man die Spieleschachteln vergangener Tage betrachtet.
Bildergalerie
Es gibt zwar keine amtliche Statistik darüber, welches das Spiel mit den meisten Floppy Disks oder CD-/DVD-ROMs ist, aber gerade die heute legendären FMV-Spiele (Full-Motion-Video) aus den 1990ern waren aufgrund der vielen Videos berüchtigt. Phantasmagoria wird sieben CDs nachgesagt, auch X-Files The Game soll diese Zahl an Datenträgern benötigen. Auch andere Titel mit viel Videomaterial wie Gabriel Knight 2 oder Wing Commander 4 benötigten gleich sechs CD-ROMs. Auf dem Amiga gab es auch Rekorde; Beneath a Steel Sky soll 15 Disketten, Leather Goddess of Phobos 2 gleich 17 Disketten gebraucht haben. Das wird wohl nur von manchen Office-Programmen getoppt; die seltene Windows-98-Version auf 39 Floppys dürfte gewissermaßen einmalig sein.
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Neben den bereits genannten Diskettenstapeln von Indy, Wing Commander & Co. gab es eine zeitlang auch die Besonderheit, dass es Ausgaben mit 3 1/2 und 5 1/4 Zoll Disketten in einer Box gab.
Das gleiche Spiel also zweimal, da nicht jeder Spieler über beide Formate in seinem Rechner verfügte.
Als Beispiel eins meiner Lieblingsadventures, Space Quest 3 von Sierra.
Amiga 500 - 2 Disk Laufwerke - nun brachte nichts, wenn genau die 11 Disk Schrott war und ich nie das Spiel zu Ende bringen konnte.
Bis dahin war es wirklich trotz zweier Laufwerke ein Discjockey Spiel.