2023 and beyond - Quo vadis, PC-Gaming?
Wohin geht die Reise bei Spielen in den kommenden Jahren?
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2023 and beyond - Quo vadis, PC-Gaming?
Klinge ich wie ein alter, müder Mann, der nicht mehr versteht, was die Jugend da in Fortnite und Co. so treibt? Vielleicht - ich bin ein Gaming-Veteran mit mehr als 35 Jahren Dienstzeit, ich habe Computer-Spiele quasi laufen lernen sehen. Man möge mir ein wenig Grumpy Old Man verzeihen, zumindest unter aktuellen Umständen. Bin ich das PC-Gaming leid? Habe ich meinen Enthusiasmus für Spiele und deren Technik verloren? Ich glaube nicht. Denn ich kann mich noch immer an Spielen erfreuen, nutze sie noch immer, um dem Alltag zu entfliehen, obwohl der meinige schon voller Spiele ist - und ich bin weiterhin ein Fan von Technik, feiner Spiele-Grafik und geschickten Entwicklern und Programmierern, denen es gelingt, mit cleveren Ideen das Beste aus ihren Spielen zu holen.
Ich denke, ich bin vornehmlich Enttäuschungen leid, habe keine Lust mehr auf unfertige, kaputte und zwecks Gewinnmaximierung hastig auf den Markt geworfene Spiele-Hülsen, bei denen vielleicht auch noch der In-Game-Shop mit zwei Dutzend virtuellen Fantasie-Währungen das einzig voll funktionsfähige Element darstellt. Ich habe es satt, mit Versprechen abgespeist zu werden, die sich nicht oder erst nach langer Wartezeit erfüllen. Ich habe die Schnauze voll davon, dass alle (PC-)Gamer ausgenommen werden, um die abgehobenen Gewinnvorstellungen einiger weniger zu erfüllen - sei es CEOs, Investoren oder Scalpern; deren Gewinn geht auf unsere Kosten, auf Kosten der Spiele, auf Kosten der Qualität. Es sind nicht die Spiele-Entwickler, nicht die Art Designer, nicht die Techniker und nicht die Ingenieure und Konstrukteure, die mir das PC-Gaming madig machen. Es ist der Druck auf diese und auf ihre Arbeit, die mir im Namen des schnellen Geldes die Freude nehmen.
Ich erwarte sinkende Grafikkartenpreise - zumindest auf etwas längere Sicht.
Um diesen Artikel mit etwas anderem als meinem Gemoser abzuschließen und meiner zuvor gehenden Selbstbezeichnung als Optimist zumindest ein wenig gerecht zu werden, möchte ich zum Abschluss dieses Artikels und des Jahres 2022 einen etwas heitereren Ausblick bieten. Denn auch, wenn mich viele aktuelle Entwicklungen stören, es gibt viele Bereiche, in denen ich Besserungspotenzial sehe, das vielleicht - ein bisschen vielleicht - bereits 2023 für etwas fröhlichere Stimmung sorgt. Natürlich wird es neue spannende Hardware für PC-Spieler geben, allem voran und angesichts der aktuellen Preise wohl am gewichtigsten: neue Grafikkarten. Ich rechne außerdem mit einer gewissen Preiskorrektur, vornehmlich bei Geforce-Grafikkarten. Die RTX 4080 wird meines Erachtens ihren Preis nicht halten können. Hier wird Nvidia Spielern, aber auch den Partner-Firmen und Herstellern der Custom-Designs etwas entgegenkommen müssen, die Nachfrage ist merklich verhalten, die AMD-Konkurrenz trotz offenbar versaubeuteltem Shader-Prefetching zu schnell und der Preis-Abstand zur RTX 4090 zu groß, um einfach ein Scheinchen mehr aus dem Portemonnaie zu fischen, jedenfalls aus meiner Sicht. Ich erwarte also sinkende Grafikkartenpreise - zumindest auf etwas längere Sicht und wenn nicht wieder irgendein bekloppter Krypto-Rausch ausbricht, um dann doch nur erneut in sich zusammenzufallen.
Eine wirklich spannende Entwicklung läuft indes vielleicht noch etwas unter dem Radar, obwohl auch hier Nvidia die Werbetrommel rührt: Ich denke, dass KI in näherer Zukunft einen großen Einfluss auf Spiele und die Spielentwicklung haben wird. Und dabei meine ich nicht einmal direkt Dinge wie DLSS oder interpolierte Frames, auch wenn AMD in diesem Bereich nun offenbar nachzulegen gedenkt. Nein, es sind viel grundlegendere Elemente, bei denen ich großes Potenzial durch KI-unterstützten Input vermute. Ich habe zu dem Thema einige interessante Gespräche mit Spiele-Entwicklern, Designern, Programmierern und auch einigen Führungskräften geführt, darunter tatsächlich Nvidias Jensen höchstselbst. Das wohl umfangreichste und ergiebigste Gespräch habe ich mit Thomas Bedenk geführt, dem Vice President Extended Reality bei Endava, einem großen - wenn in Spieler-Kreisen wohl auch eher unbekanntem - Unternehmen, das unter anderem für das ZDF, ProSiebenSat1, Volkswagen, das britische BBC und viele weitere Firmen digitale Inhalte erstellt oder diesen in Bereichen Technik, virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz beratend zur Seite steht. Eine dieser Arbeiten können Sie in Form der Colnaghi Virtual Experience begutachten, einer virtuellen Museums-Tour.
Interessanterweise ging es bei allen Gesprächen weniger um die eigentliche Technik oder Grafikkarten als vielmehr die Möglichkeiten, welche diese in naher Zukunft eröffnen könnte. Und es ist ganz interessant zu sehen, was da insbesondere Firmen wie Meta und Microsoft an Research & Developement investieren, Nvidia ist da vergleichsweise winzig, AMD quasi nicht vorhanden. Natürlich steckt bei allen Interview-Partnern eine gewisse Werbeabsicht hinter den Gesprächen und vor nicht allzu langer Zeit habe ich zu jenen gehört, welche die "Intelligenz" in KI zu nicht unbeträchtlichen Teilen für marktschreierisches Gehabe hielten. Doch die "KI" - also als technischer Überbegriff, nicht etwa Skynet - hat mächtig Fortschritte gemacht. So haben Sie eventuell in den vergangenen Tagen von Open AI beziehungsweise Chat GPT oder GPT-3 gehört. Dann wissen Sie vielleicht, dass die Künstliche Intelligenz mit einigen Angaben Texte, Artikel oder gar ganze Bücher schreiben kann und dabei erstaunliche Qualitäten beweist. Aber wissen Sie auch, dass auf Open AI basierende KI-Anwendungen auch coden können? Und so in Zukunft vielleicht nicht nur die Arbeit von Programmierern, sondern auch die Fehlerbehebung, Bugfixes und somit das Leben von gebeutelten PC-Spielern erleichtern kann?
In den Gesprächen ging es außerdem darum, wie eine KI in Zukunft den Designern zur Hand gehen könnte - und etwa Varianten von 3D-Modellen erstellen könnte. Ein Basis-Modell wird händisch erzeugt, auf dieser Basis erstellt die KI dann ohne größeren Arbeitsaufwand unterschiedliche Variationen, um etwa NPCs aufzupeppen, sichtbare Wiederholungen bei Level-Objekten, Bäumen, Sträuchern zu vermeiden oder allzu uniforme Texturen aufzulockern. Dies wären sehr nützliche Anwendungen für eine Künstliche Intelligenz, die schon heute nicht mehr nach Science-Fiction klingt. Oder - ganz im Sinne des aktuell etwas verhaltenen Metaversums - Ihr virtuelles Abbild lebensecht in virtuelle Welten transportiert oder alternativ Ihre Mimik und Lippenbewegungen authentisch auf ein 3D-Modell überträgt? Klar, noch ist das Zukunftsmusik, doch wie lange noch? Die Technik ist bereits weit fortgeschritten, es fehlt vornehmlich die Umsetzung und vermutlich die Performance, um das alles in Echtzeit zu bewerkstelligen.
Und das sind nicht die einzigen potenziellen Anwendungsgebiete für KI in Spielen. Gehen wir ein wenig zurück und zu meinem Interview mit Doom-Eternal-Lead-Programmierer Billy Khan. Auch dieser spricht sich sehr interessiert und zuversichtlich bezüglich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in Video-Spielen aus. Billy betont ebenfalls mögliche Erleichterungen beim Erstellen von Inhalten, geht aber noch einen Schritt weiter: Wie wäre es, wenn etwa Gegner mit einer lernfähigen KI ausgestattet würden, die aus dem Verhalten der Spieler lernen kann? So könnten Gegner wie der Marauder stets eine Herausforderung darstellen, sich auf zuvor funktionierende Taktiken der Spieler einstellen, diese ausnutzen, Spieler in Fallen locken, neue Moves erlernen. Die virtuellen Figuren könnten auf Daten und Strukturen zurückgreifen, die etwa beim Raytracing benötigt werden, etwa tatsächliche Sichtlinien ermitteln, reflektierte Klänge erhören, wenn diese ebenfalls mittels Raytracing naturnah erklingen. Die Möglichkeiten bestehen schon, so jedenfalls Nvidias CEO Jensen Huang zu meinen Fragen bezüglich KI-Anwendung in Spielen, es fehlt lediglich die Umsetzung.
Und mit diesen Worten, die hoffentlich ein wenig Zuversicht vermitteln, möchte ich mich von Ihnen und dem Jahr 2022 verabschieden. Ich wünsche einen guten Rutsch, kommen Sie heil ins nächste Jahr, lassen Sie sich Ihre Spielfreude nicht nehmen. Und ich hoffe, Sie können wie ich mit ein wenig Optimismus dem noch Kommenden entgegenblicken, ja es vielleicht sogar begrüßen. In diesem Sinne wünsche ich ein gutes neues Jahr, wir können es wohl gut gebrauchen. Wie haben Sie das Spielejahr 2022 erlebt? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung, nutzen Sie unsere Kommentarfunktion!




Wirklich ein sehr schöner, wenn auch leider nicht in allen Entwicklungen in 2022, Rückblick auf das Jahr.
Kann ich in vielen der von dir angesprochenen Punkte d'accord gehen.
Noch vorneweg, falls du evt. Lust hättest, entspannt glegentlich mal die eine oder andere Mission in Darktide zu laufen, oder auch "Bußen" für die Klassen machen zu wollen, kannst du mich gerne auf Steam adden (selber Nick, selbes Portrait wie hier) oder auch per PN und ich adde dich, ohne, oder auch mit Voice Chat, wäre mir beides recht und möglich.
Natürlich aber auch nur wenn du das willst und Lust hast, mit der "treuen Leserschaft", deiner immer sehr wilkommenen Tests und Kolumnen, evt. mal unverfänglich undverpflichtend und ohne dir "auf den Sack" gehen zu wollen , im Auftrag des Imperators, entspannt Darktide zu zocken.
In diesen Sinne Phil und bevor ich noch zum einen oder anderen Punkt, aus deiner Kolumne, mehr von meinen "eigenen Senf zum besten gebe", wünsche ich dir schon mal, auf jeden Fall, einen guten und gesunden Rutsch nach 2023 und da dann auch hoffentlich wieder viele tolle Test und Artikel von dir, zum lesen.
Dying Light 2 macht nicht viel anders als der Vorgänger, den ich kurz vor Release des zweiten Teils tatsächlich durchgespielt habe. Allzu lange konnte mich das Zombie-Open-World-Gehüpfe daher nicht fesseln, ich hatte aber zumindest zeitweise meinen Spaß.
Auch weil "Undead Labs" dort, seit 2 Jahren, inzwischen vorbildlich zeigt, nach dem ehr recht durchwachsenen und zurecht harsch kritisierten Start des zweiten Teils, damals zu Release, wie man einen Titel mit konstanter Pflege, mit freien Content Updates und einer inzwischen wirklich ordentlichen Kommunikation, mit der eigenen Community, am Leben halten kann und mich auch diese Kombination, aus immer bessere Überlebende, für die eigene Gemeinschaft, zu finden, besseres Gear sammeln, neue Anführer Boni freischalten und damit dann auf einer neuen Karte starten (inzwischen 5 verschiedene) und gegen immer fiesere, da härtere, Zombies (höherer SG) sehr motiviert.
Ich hoffe und würde mich freuen, das wir 2023 endlich dann auch Neuigkeiten zum Teil 3 bekommen, der in Entwicklung ist und nach den Erfolgen von Teil 1 und 2 wohl auch deutlich mehr Budget von MS bekommt, als die Vorgänger und somit hoffentlich viele der Ideen und Dinge umsetzt, die die Entwickler bisher oft, Budget bedingt, nicht leisten konnten (wie ein richtiger vollwertiger Coop), sowie auch Ideen und Wünsche aus der Community realisiert.
Sei es wegen Design-Schnitzern wie bei der versaubeutelten Total-War-3-Kampagne...
Schon die Vortex Kampagne in Teil 2 war massiv unbeliebt und schaffte es nie, auch nur ansatzweise, in die Nähe der Beliebtheit der großen "Moral Empires Kampagne" zu kommen, nachdem diese released wurde.
Irgendwo hatte CA dazu auch einmal Daten veröffentlich, wonach 89% aller gespielten Kampagnen in Warhammer 2, "Mortal Empires" waren und die Vortex Kampagne gerade einam auf 11% der gespielten Spiele gekommen ist.
Was macht man dann also bei Teil 3, als Lehre daraus?
Richtig, man baut wieder eine eigene Kampagne um Ursun dazu und gibt dieser wieder recht nervtötende Mechaniken.
Wenn man wenigstens noch alternativ den Spielern angebtoten hätte die Karte auch direkt mit einem simplen Eroberungssieg Ziel (ohne Ursun) spielen / starten zu können.
Aber nein, dazu muss man immer erst die Ursungeschichte durchspielen und dann im Anschluss (etwa 80-120 Runden), darf man, wenn man dann überhaupt noch motiviert ist (wo die meisten wohl mit, "nö Danke keine Lust mehr", abgeschaltet haben), auf Eroberung spielen.
Entsprechend war Warhammer 3, bis zum Release der großen "Immortal Empires" Kampagne Beta, auch bereits drei bis vier Wochen, nach Release, von den Spielerzahlen, fast komplett tot (1-2 mal Ursun-Kampagne durch, aus) und kam erst mit der großen "Immortal Empires" Kampagne wieder etwas Leben rein (auch wenn jetzt auch wieder viele darauf warten, dass viele der "Beta-Probleme" von "Immortal Empires" behoben werden und frischer Content / DLCs für kommt.
Entsprechend aber wird auch Warhammer 3, in Bezug auf die eigens für ertellte Ursun-Kampagne, das gleiche Schicksal ereilen, wie schon die Vortex Kampagne, in Warhammer 2.
Sie wird kaum jemand je nochmal wieder spielen.
Im Grunde irgendwo damit völlig verschwendete Enticklungsenergie (mit dieser Art von Umsetzung der Kampagne um Ursun), die man auch genauso gut direkt in ein besseres und fertigeres Erlebnis der "Immortal Empires" Kampagne hätte investieren können.
Doch insbesondere in letzter Zeit habe ich den Eindruck, als verkomme die Technik und die Grafik und das Raytracing auf dem PC immer mehr zum Mittel eines einzelnen Zwecks: Nämlich teure High-End-Grafikkarten zu verkaufen, für welche die besagte Grafikpracht dann gar noch zusätzlich erschaffen werden muss.
...
Ist das noch PC-Gaming oder schon verschrobene Extravaganz? Natürlich lassen sich auch Spiele-Hersteller lobbyieren, um die Hardware ins rechte Licht zu rücken; dies machen sowohl Nvidia als auch AMD, doch auch hier ist das eigentliche Spiel nicht für die Fähigkeiten der Oberhammer-High-End-Schlachtschiffe ausgelegt, sondern für den kleinsten gemeinsamen Hardware-Nenner: Die Konsolen und - noch oft genug - gar die letzte Generation der Daddelkisten. Alles Weitere ist im Grunde schmückendes Beiwerk, ganz gleich, wie schön es strahlt.
Wenn eine RTX 4070Ti im Januar für 980 Euro kommt, die RTX4060Ti vermutlich auch um die 800 Euro plus, ist nicht mehr nur die Raytracing-Oberklasse "verschrobene Extravaganz", sondern inzwischen bald schon das gesamte Gaming am PC, wo man sich bald, nur für den Preis einer Mittelklasse Karte, bereits beim Zahnarzt 3-4 Beißer genauso gut eine Goldkrone von verpassen lassen könnte, die länger hält als jede Karte.
Ich sehe Raytracing - zumindest in aktueller Form - zu weiten Teilen als Verkaufsargument für überteuerte High-End-Grafikkarten. Ist Raytracing die Zukunft? Wahrscheinlich schon, aber es ist eben immer noch Zukunft.
Dazu läuft es auf, viel zu teuren, Mittelklasse Karten, ohne extrem harte Kompromisse und niedrige Auflösungen (FullHD), zu schlecht und sind Oberklassekarten einfach viel zu teuer, vor allen vor dem Hintergrund das auch neben den Preisen, der Energiekonsum der Karten, bei der Entwicklung der Energiekosten, in den letzten 2 Jahren, ehr abschreckend ist.
Ich teile da also deine Ansichten, zur langfristigen Entwicklung bei Raytracing.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden. Ich kann verstehen, dass einige PC-Gamer angesichts der stetig himmelsstrebenden Kosten mit einer Anschaffung einer Konsole liebäugeln und sich von PC-Gaming abwenden.
Kamen vor 2-3 Jahren noch so kurzsichtige Kommentare, auf die absurd steigenden Preise, wie "dann kauf keine 2080, wenn du sie dir nicht leisten kannst / willst, die 2060 kostet ja nur 450 Euro" (ebenso ein damals schon völlig absurder Preis, für eine Karte, die keine 2 weitere Jahre zuvor im Bereich um 250 bis 320 Euro debütierte).
Können die selben "Kasperköpfe" heute ihr "bescheuertes Argument", von damals, nur noch als Servierte nach dem Essen benutzen, wo selbst 3060 lange Zeit um die 600-700 Euro rumschwirten und die 4060 vermutlich ebenso nicht unter 600 Euro kommen wird.
Als ich vor 3 1/2 Jahren die aktuelle RTX2060 Super gekauft habe, übergangsweise, weil die 980Ti nicht mehr wollte und damals, Custom mit 469 Euro, was fast noch ein "guter Deal" war, mit etwas mehr Leistung und 2GB mehr VRAM, gegenüber der 980Ti, bei ca. 50-70Watt weniger Verbauch, dachte ich nicht das sie, damals Crypto Boom seis gedankt, mal 3 1/2 Jahre im PC bleiben wird und eigentlich möchte ich sie inzwischen los werden.
Weil die fehlende Leistung, trotz "nur" FullHD (jaja, ich bin Dinosaurier diesbezüglich), in einigen Spielen, mich inzwischen auch stört.
Leider nur bleibt ja fast nur, ohne Erwägung einer Konsole, in den sauren Apfel zu beißen und für ein relativ spürbares Plus bei der Leistung und moderat mehr VRAM um die 1000 Euro auf den Tisch zu packen für entweder RTX4070Ti, oder Radeon 7900XT, wenn man auch sein 850W Netzteil nicht gleich am besten noch mit austauschen möchte und beim Preis der Karte völlig "schmerzbefreit" ist.
Absurd, mehr fällt mir dazu ehrlich nicht mehr ein...
Oder überlassen wir das jetzt Intel?
Intel selbst hatte sich dazu ja schon geäußert, die eigene Marktnische im Bereich von 180-250W Karten zu sehen und bei Karten die P/L-technisch preislich attraktiv sein sollen und wenn dann allem vorran die Treiber besser wären / würden, könnte Intel damit durchaus punkten, weil es den Nerv vieler Spieler / Käufer aktuell genau treffen würde.
Ich habe nach einer gewissen (und mehrfach begonnenen) Einspielzeit das etwas unterbewerte Mad Max für mich entdeckt, das ich hin und wieder spiele.
Die Story ist etwas aprupt zuende, als sie gefühlt gerade so richtig in Fahrt kommt, aber in Punkto genereller Stimmung im Spiel und Grafikstil und auch dem Gameplay, ist es eine wirklich gute spielerische Adaption der Filme geworden (gerade gegenüber der ersten drei, Fury Road fand ich persönlich auch ehr mäh, nicht so toll, aber glücklicherweise diente der Film dem Spiel auch weniger als direkte Vorlage für).
Besonders die Umsetzung der Autokämpfe hat mir dabei im Spiel sehr gut gefallen, lies dieses "Mad Max" Feeling gut rüberkommen und war, neben dem upgraden des eigenen Wagens (ein sogar mal recht gutes System allgemein, was nicht nur Upgrades kannte bis man irgendwann am Ende, wie sonst üblich, einfach das Beste hatte, sondern mehrere Optionen mit validen Vor- und Nachteilen bot), recht spaßig.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Und allgemein kann man ja leider nicht oft / immer von Spielen sagen, die zu und in ähnlichen Zeiträumen wie (neue) Filme, zu einem Frenchise, rauskommen, dass sie auch als Spiel gut sind, oder auch nur so halb etwas taugen, aber Mad Max ist dahingehend definitiv einer der besseren Titel, die "trotz Filmvorlage / Lizenz" unerhaltsam und ordentlich umgesetzt sind und mich dann entsprechend auch rund 60h gut unterhalten konnte.
Entsprechend würde ich gerne auch einen Teil 2 zu sehen wollen, von Avalanche Studios.
Aber scheinbar steht der (leider) nicht (auf absehbare Zeit) auf dem Program.
Und wenn ich ein wenig mehr geistige Herausforderung möchte, spiele ich eins der Paradox-Strategiespiele, darunter Stellaris, Crusader Kings 3 oder aktuell bevorzugt Victoria 3.
Bei Victoria 3 sehe ich eine gute Basis, aber noch viele Baustellen und notwendige Pflege, dann könnte es auch ein richtig guter Nachfolger zu Victoria 2 werden.
Aktuell ist der Release, meiner persönlichen Meinung nach, gerade im Vergleich zu Crusader Kings 3, doch mehr durchwachsen und weniger "rund" gewesen.
Bei Stellaris bin ich momentan, nach Patch 3.6 und der überarbeiteten Raumkampfbalance, völlig zwigespalten, ob ich die Änderungen mögen, oder fast schon hassen soll und dort lieber den Zustand vor Patch 3.6 zurück hätte.
Aber zumindest die neu dazugekommen Galaxietypen sind fein (das Wagenrad mag ich sehr) und ich mag das sie die Aufstiegspfade (Biologisch, Roboter, Psi und nun neu Cyborg) jetzt von den Ascension Perks (teilweise), in die Traditionsbäume, verlegt haben.
Das gibt endlich etwas mehr Raum andere Ascension Perks zu picken und nicht so sehr immer das selbe zu nehmen, weil 2 von 8 Perks bereits durch den Aufstieg belegt sind, welcher im Grunde ja immer gewählt wird.
Etwas entäuscht bin ich aber das es wohl bei "Imperator: Rome" nach 2021 angekündigten Einstellung, mit vorbehalt, 2022 und somit wohl auch künftig, nicht mehr weitergehen wird.
Dabei war das Spiel nach Patch 2.0 grundsätzlich endlich wirklich an dem Punkt angekommen wo es vom Zustand zufriedenstellend wurde und man sich über weiteren Content gefreut hätte.
So ist, abseits des lateinischen und helenistischen Raums, leider wenig Motivation, welcher, zumindest bis Einstellung 2021, noch einige DLC-Pflege erfahren hat.
Im keltischen, germanischen, spanischen, persischen und indischen Raum aber merkt man halt sehr stark, das es da an gezielten Content zu fehlt und sich das Gameplay daher noch ehr recht "rudimentär" anfühlt.
Wo also sind die Grafikkarten für die Masse?
...
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden.
Auch was die Spiele angeht: nett, gut, aber nichts überragendes dabei.
Zudem ist im Kapitalismus nunmal Gewinnabsicht die Triebfeder für Fortschritt.
Ich kaufe unfertige Spiele einfach nicht und kann warten.
Doch einen Moment... eins doch: "Return to Monkey Island".
Aber das habe ich bisher nur angespielt und bin dann bei "Titan Quest" hängen geblieben und zocke schon einen DLC dafür. 2 andere warten noch mit ihren Abenteuern auf mich. Auf große Triple A Spiele habe ich im Moment nicht so viel Lust. Die sind mir zu aufgeblasen.
Aber mal gucken wie es nächstes Jahr aussieht. Dann rüste ich meine Grafikkarte auf und es kommen Spiele wie "Diablo 4", "Dragon Age 4" und "Max Payne Remake" raus. Natürlich auch noch jede Menge andere aber die hier interessieren mich im Moment am meisten.
Ich wünsche der Community schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!